FS20 Brandmeldesystem Marktpaket 2. Sinteso TM Zentralenfamilie mit 4 Stationstypen Mikroprozessor-gesteuertes Brandmeldesystem Kompakte und modulare Brandmeldezentralen für 252 bis 52 Adressen PC basierte Bedienung (SintesoView) über Fast-Ethernet Integrierte BACnet Schnittstelle Freie Steuerungslogik Phased Evacuation Schnelles IP-Netzwerk mit höchstem Sicherheitsstandard Kombination von ausfallsicherem Netzwerk und Ethernet Redundanter Netzwerkknoten bis zu 6000 Adressen und 32 Stationen (Zentralen, Bedienungen) Schnelle Datenübertragung bis zu 32 Kbps Leistungsstarke Peripherie Busversorgte akustische Alarmtongeber, Stockwerkanzeigen /-terminals Alle FD20 Geräte werden unterstützt Zeitsparfunktionen für Montage, Inbetriebnahme und Service Ergonomisches Engineering Tool (SintesoWorks) mit bekannten Windowsmechanismen Autokonfiguration (Selbstadressierung) Vergabe von Gruppen und Kundentexten ohne Hardware Read-in möglich Upload der Konfigurationsdaten und Installationstopologie aus der Ferne Fernübermittlung von Diagnosedaten (z. B Firmware-Versionen)
Allgemeines Funktionsprinzip Systemübersicht FS20 Die intelligenten Sinteso Geräte erfassen Signale, vergleichen und bewerten diese an Hand gespeicherter Muster. Wurde ein Brand erkannt, werden die Daten an die Brandmeldezentrale übertragen, und Brandfallsteuerungen ausgelöst. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um ein ringförmiges und damit ausfallsicheres Netzwerk, ein Ethernet oder eine Kombination aus beiden handelt. Bei Störungen sichert der Notlauf den Betrieb der Anlagenteile, welche durch die Störung beeinträchtigt sind. Alle Signale werden gemäss ihrer Herkunft automatisch auf der Bedienung angezeigt oder lassen sich über Bedienfunktionen bearbeiten. In jedem Fall werden die Meldungen zusammen mit einem Zeitstempel in den Ereignisspeicher eingetragen, um später Brandentstehungsorte ermitteln zu können. Das FS20 Brandmeldesystem ist die neue globale Siemens Brandmeldezentralen- Generation. Es vereinigt höchsten Sicherheitsstandard mit internationalen Produktinnovationen und modernster Technologie. Die Brandmeldezentralen, die Brandmeldeterminals und das gemeinsame Netzwerk FCnet sind entsprechend EN54-2, EN54-4 und weiteren nationalen Zusatzanforderungen konzipiert. Sie stellen das Herzstück des FS20-Brandmeldesystems dar. Im Zusammenspiel mit den intelligenten Sinteso Peripheriegeräten (FDnet) wird höchste Detektionssicherheit mit optimaler Anpassungsfähigkeit an Kundengegebenheiten erreicht. Brandmeldezentralen FC2020 Die Grösse dieser Brandmeldezentrale ist ideal geeignet für kleinere Anwendungen (z.b. Werkstätten und Hotels). Sie bietet Anschlussmöglichkeiten für insgesamt 2 (4) Loops oder 4 (8) Stichleitungen mit bis zu 252 Adressen. Ihre Stärke besteht vor allem in ihrer Kompaktheit, die eine schnelle und effiziente Montage ermöglicht. Brandmeldezentralen FC2040 Die Brandmeldezentrale FC2040 bietet mit 4 (8) Loops oder 8 (6) Stichleitungen ausreichend Kapazitäten für mittelgrosse Brandmeldeanlagen (z.b. Regionalbanken und Bürokomplexe) mit bis zu 504 Adressen. 2
Brandmeldezentrale FC2060 Die FC2060 ist eine modulare Brandmeldezentrale mit integrierter Bedieneinheit für grosse Anlagen und gleichzeitig für die Modernisierung von grossen bestehenden älteren Brandmeldeanlagen. Die FC2060 verarbeitet Signale von Sinteso, kollektiven MS7/9/24, DS, Synova 600, SIGMACON und adressierten MS9i Geräten. Sie bietet Anschlussmöglichkeiten für insgesamt 4 (8) Loops oder 8 (6) Stichleitungen. Ein eingebauter Kartenhalter mit 5 Steckplätzen ermöglicht den Einsatz von FDnet Linienkarten FCL200-A (für zusätzliche Linien, 4 pro Karte) Kollektive Linienkarten FCL2002-A (8 pro Linienkarte) MS9i Linienkarten FCL2003-A (2 pro Linienkarte) I/O-Karte FCI2008-A (mit 2 programmierbaren Ein-/Ausgängen) Die FC2060 verarbeitet bis zu 52 Adressen. Brandmeldeterminal FT2040 Alle FC20 Brandmeldezentralen verfügen über eine integrierte Bedieneinheit. Für abgesetzte Bedienungen steht das Brandmeldeterminal FT2040 zur Verfügung. Die Sicht dieses kompakten Bedienfeldes auf die Brandmeldezentralen lässt sich frei zuordnen. Es können max. 5 Brandmeldeterminals systemweite Sicht haben. Netzwerk FCnet Über das leistungsfähige FCnet lassen sich max. 32 Brandmeldezentralen und Bedienterminals beliebig miteinander vernetzten. Dabei sorgt der innovative redundante Netzwerkknoten nicht nur für neue Massstäbe im Hinblick auf Ausfallsicherheit, sondern auch für eine schnelle Datenübertragung. Zusätzlich besteht die Möglichkeit ein Repeater (SAFEDLINK) zwischen 2 Stationen zu schalten um den Systembus FCnet zu verlängern. Zudem steht an jeder Brandmeldezentrale FC20xx und an jedem Brandmeldeterminal FT2040 ein Ethernet-Anschluss zur Verfügung. Über diesen Ethernet-Anschluss sind max. 4 Stationen (inklusive Central Access Point CAP ) miteinander vernetzbar (nicht EN54-konform). Ohne Einbusse an Sicherheit im ausfallsicheren Teil lassen sich somit kundeneigene Netzverbindungen (z.b. Intranet) in das Systemnetzwerk integrieren. Stockwerkterminals und Stockwerkanzeige Die Meldungen aus kleineren Überwachungsbereichen (z.b. Krankenhausstationen) können über die Stockwerksanzeigen FT20 erkannt und über die Stockwerkterminals FT200 auch bedient werden. Diese Geräte sind Teilnehmer auf dem FDnet. 3
Schnittstellen FDnet FCnet/SAFEDLINK FCnet/Ethernet BACnet/Ethernet Netzwerk zur Verbindung der Sinteso Geräte Netzwerk zur Verbindung der Stationen (max. 32) redundant EN54 Vernetzung von 4 Stationen (inklusive Central Access Point CAP ) via Hub/Switch (nicht EN54-konform) Verbindung zum Siemens Gefahrenmanagementsystem 4
Ethernet Serielle Schnittstellen Fernzugriff für Systembedienung und -abfrage, sowie Diagnose (SintesoView) und Änderung der Konfiguration (Sinteso- Works). Jeweils zwei optionale RS232- oder RS485-Schnittstellen pro Zentrale oder Bedienterminal Nationale Erweiterungen Zentrale für Brandfallsteuerungen Evakuationsbedienfelder Feuerwehrbedienfelder Frankreich Frankreich Niederlande Deutschland Schweiz Skandinavien Leistungsmerkmale Optimale Nutzung der Kundenressourcen Integration des Intranets Bedienung einzelner Zentralen oder eines Netzwerkes vom Kunden PC über die Visualizer SW (SintesoView) Ersatz von Redundanzverkabelung durch redundanten Netzwerkknoten Betrieb der Stockwerksanzeige- und Terminals auf dem Feldbus (FDnet) Hohe Verfügbarkeit Fernverbindung über Internet Effiziente Störungsbehebung durch Fernübertragung von Diagnosedaten Höchste Zuverlässigkeit und sichere Detektion Primärer Baustellenschutz durch Auto-Konfiguration Einfaches Handling Einfache und zeitsparende Bedienung durch benutzerfreundliche, selbsterklärende Menüstruktur Effiziente Montage durch vorkonfektionierte Zentralen Fernzugriff auf alle Teilnehmer des Systems über einen Netzwerkteilnehmer Upload der Topologie (Peripherie und Installation) ins Tool Geringer Schulungsaufwand aufgrund eines durchgängigen Bedien- und Hardwarekonzeptes und ein Engineering Tool (SintesoWorks) für das gesamte System Hohe Geschwindigkeit Schnelle Datenübertragung von 32 Kbps im ausfallsicheren Netzwerk und 0/00Mbit/s im Ethernet-Netzwerk Kurze Down- und Uploadzeiten Erstellung der logischen Konfigurationsdaten vor der Installation der Anlage 5
Stationstypen im FCnet Gehäuse mit integrierter FC2020 FC2020 FC2040 FC2060 FT2040 Bedieneinheit Gehäusetyp Masse (B x H x T) mm Standard 430 x 398 x 60 Comfort 430 x 796 x 60 Comfort 430 x 796 x 60 Modular 430 x 796 x 260 Eco 430 x 398 x 80 Anzahl Loops 2 (4) 4 (8) 4 (8) (mit Loop-Erweiterung) oder Anzahl Stichleitungen 4 (8) 8 (6) 8 (6) Anzahl Steckplätze für zusätzliche Linien- oder I/O-Karten 5 max. Anzahl Adressen 252 504 52 Ausgänge für Alarm überwachter Steuerausgang potentialfreier Umschaltkontakt Ausgänge für Störung überwachter Steuerausgang potentialfreier Umschaltkontakt Ausgänge für konv. Hornlinien, überwacht (mit Hornlinien-Modul) frei programmierbare Ein-/Ausgänge 24 V (integriert) frei programmierbare Ein-/Ausgänge mit max. 5 zusätzlichen I/O-Karten (4) 2 (8) 2 (8) 8 2 2 60 Batteriekapazität (intern) 2 x 2 V, 2 Ah 2 x 2 V, 26 Ah 2 x 2 V, 26 Ah 2 x 2 V, 45 Ah 2 x 2 V, 7 Ah (optional) Ethernet Anschluss Notbetrieb und Notspeisung Notstromversorgung Notbetriebszeit bis zu 72h (je nach Konfiguration) Organisationslogik Das Alarm Verification Concept (AVC) erlaubt freies Anpassen der Zentralenorganisation an die Kundenbedürfnisse. Zeitfunktionen Beim Test der Anlage oder bei Abschaltungen von Meldergruppen wird über Timeout-Funktionen sichergestellt, dass diese Meldergruppen wieder aktiviert werden. Ereignisspeicher Bis zu 2000 Ereignisse sind nach verschiedenen Kriterien abrufbar pro Station. Erdschlussüberwachung Alle von den Zentralen abgehenden Melderleitungen sind auf Erdschluss überwacht. Hardware Erweiterungen Station FC2020 FC2040 FC2060 FT2040 Vernetzungsmodul (SAFEDLINK) Redundanzmodul für Vernetzung Repeater (SAFEDLINK) Loop-Erweiterung (FDnet) Linienkarte (FDnet) Linienkarte (kollektiv) Linienkarte (MS9i) I/O-Karte (programmierbar) Hornlinien-Modul RS232-Modul (isoliert) RS485-Modul (isoliert) Feuerwehrperipherie-Modul (DE) Ereignisdrucker LED-Anzeigen 6
Details über die FCnet Stationen entnehmen Sie folgenden Produktdatenblätter: FC2020-xx 009383 FC2040-xx 009384 FC2060-xx A6V0087844 FT2040-xx 009386 Details über die FDnet Geräte wie Stockwerkterminal, Stockwerkanzeige, Synoptik-Treiber, die kollektive Brandmeldezentrale und die Löschzentrale entnehmen Sie folgenden Datenblätter: FT200-A, FT200-C, FT20-A 009393 FT200-A A6V008269 FC0 007994, 008099 XC0 008496 Details über die anderen Peripheriegeräte entnehmen Sie den entsprechenden Produktdatenblättern. Intelligente Peripheriegeräte im FDnet FDO, FDOOT, FDT, FDF, FDL, FDM Geräte mit Auswertealgorithmen der neuesten Generation. Die Signalverarbeitung erfolgt mit ASAtechnology TM. Zeit- und Prozessabhängiges Detektionsverhalten. Höchste Detektionssicherheit dank einzigartiger Meldereigenschaften. LaserFocus VLF-250/-500 FDV24 FDS, FDSB Der Ansaug-Rauchmelder ist ein für die sehr frühe Raucherfassung ausgelegter Melder zum Schutz kleiner, betrieblich kritischer Bereiche. Der Melder arbeitet durch die ständige Ansaugung von Luftproben durch Entnahmeöffnungen in einem Rohrnetz. Die Luft wird gefiltert und anschliessend in eine Erfassungskammer geleitet, wo mithilfe von Lasertechnologie das Vorhandensein kleinster Rauchmengen festgestellt wird. Der Video Fire Controller ermöglicht Videoaufzeichnungen von Alarmen und Ereignissen wie Brandstiftung, Sabotage, Vandalismus. Lokale Videoaufzeichnung auf Compact Flash Karte mit Vor- und Nachalarm- Aufzeichnung. Einfache Installation und Zuordnung der Video Fire Controller zu den Meldern erfolgt via Brandmeldezentrale. Statt aufwändiger Zusatzverkabelung ermöglicht die Sinteso Technik den Betrieb von Signalsockeln, Alarmtongebern und/oder Alarmtongebern mit Blitzleuchte auf dem Melderbus, d.h. Speisung und Kommunikation erfolgt über das FDnet. FDCW, SMF Funk-Brandmeldesystem mit voller Integration ins FDnet Durch die drahtlose Ankoppelung entfällt die aufwändige oder sichtbare Kabelinstallation und ist daher besonders interessant für Museen, Kirchen usw. Ausserdem bietet es den zusätzlichen Vorteil, dass die Installation ohne Betriebsunterbrechung möglich ist. Der Funk-Gateway FDCW22 kommuniziert mit bis zu 30 Funkmeldern (Rauchmelder und Handfeuermelder). 7
FDCI, FDCIO FDCL22 FT200-x, FT20-A Mit dem Eingabebaustein können Zustände überwacht werden. (z.b. Türüberwachungen, Ventilationskontrollen oder zur Sprinkler-Alarmauslösung). Ein-/Ausgabebausteine dienen der dezentralen Ansteuerungen von Brandschutztüren, Ventilationen usw., die Eingänge können als Rückmeldung oder auch als Zustandsüberwachung verwendet werden, oder zur Ansteuerung der Standardschnittstelle Löschen (SST) nach VdS. Der Transponder verfügt über 2 Ein-/Ausgänge, die folgendermassen parametriert werden können zum Anschalten von kollektiven Grenzwertmelder Siemens/Cerberus oder Synova 300 (GMT-Linie, GMT-Linie mit Sicherheitsbarriere (SB3) für explosionsgefährdete Bereiche) für überwachtes Steuern von Alarmgeräten Zum Sicherstellen dass bei einem Kurzschluss nicht mehrere Stichleitungen ausfallen, können Linientrenner dazwischen geschaltet werden. Der Linientrenner wird dort eingesetzt, wo mehrere Stiche an einem Punkt auf das FDnet aufgeschaltet werden, wenn kein anderes Sinteso Gerät zwischen den Abzweigungen gegeben ist. Über die im FDnet betriebenen Stockwerkterminals FT200 und Stockwerkanzeigen FT20 können auch ausgewählte Bereiche des Brandmeldesystems bedient bzw. angezeigt werden. Dem zuständigen Kundenpersonal (z.b. Stationsschwestern) steht eine klare und übersichtliche Bedienoberfläche für kundenspezifische Klartexte zur eindeutigen Lokalisierung der Ereignisse zur Verfügung. Die Art der Anzeige entspricht dem Brandmeldeterminal FT2040. FT200-A FC0, XC0 Der über das FDnet betriebene Synoptik-Treiber hat 2x24 Ausgänge für die Ansteuerung von LEDs für synoptische Anzeigetafeln 2 Steuerausgänge für 'lokalen Summer' und 'LED Betrieb' 2 Eingänge für 'Summer abstellen' und 'Lampentest' Der Anschluss der LEDs erfolgt via Flachkabel F50F40 (50-polig, 24 rote LEDs, Kabellänge m). Die kollektive Brandmeldezentrale FC0 und die Löschzentrale XC0 können als autonome Zentralen (via Ein-/Ausgabebausteine FDCIO) in das FDnet eingebunden werden. Relevante Ereignisse werden an die angeschlossene Brandmeldezentrale übermittelt. Es sind FDOOT 24-9 Brandmelder der Serie Sinteso anschliessbar. Siemens Schweiz AG Division International Headquarters Gubelstrasse 22 CH-630 Zug Tel. +4 4 724 24 24 Fax +4 4 724 35 22 www.siemens.com/buildingtechnologies 2009 Copyright by Siemens Schweiz AG Liefermöglichkeiten und technische Änderungen vorbehalten. Dokument Nr. 008955_f_de_-- Handbuch FS20 Ausgabe 0.2009 Register