Oberflächenschutz-Systeme Technische Information TI 374 Bewegungsfugenmasse für den Säureschutzbau Basis Polyurethan Werkstoffgruppe Kitte, Fugenwerkstoffe Beschreibung 2-Komponenten-Bewegungsfugenmasse für horizontale Dehnfugen bis 1 % Gefälle. Anwendung Dauerelastische Verfüllung von horizontalen Dehnfugen bis 1 % Gefälle. Hinweis: Bewegungsfugen sind grundsätzlich als wartungsbedürftige Teile zu betrachten. Daher sind sie regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf instand zu setzen. Weitere Informationen finden Sie in der Technischen Information 372 Fugendefinition. Eigenschaften temperaturbeständig bis 60 C ( Nassbeanspruchung ), bis 80 C ( Trockenbeanspruchung ) Farbe: hellgrau Physikalische Daten Eigenschaft (Einheit), Prüfnorm Dichte (g/cm³), DIN EN ISO 1183-1, ASTM D 792 1,15 Reißdehnung (%), DIN EN ISO 527, ASTM C 307 200 Wert Shore-Härte A, DIN 53505, ASTM D 2240 40-45 Zugfestigkeit (MPa), DIN EN ISO 527, ASTM C 307 0,8 max. zulässige Verformung (%) 19 Niedrigste Verarbeitungstemperatur ( C) 15 Höchste Verarbeitungstemperatur ( C) 30 Chemische Beständigkeit Eine Liste der Beständigkeiten finden Sie in der Tabelle am Ende des Dokumentes. Bitte sprechen Sie zur Überprüfung der projektbezogenen Einsatzmöglichkeit unsere Anwendungstechnik an. Untergrund Beton / Estrich Die DIN EN 14879-1 sowie das STEULER-KCH-Formblatt 010 sind zu beachten. Der Untergrund ist in der Regel zur Erreichung einer ausreichenden Haftzugfestigkeit so vorzubehandeln, dass er frei von Zementschlämmen, Zementhaut, losen und mürben Teilen, Gefügefehlstellen und trennend wirkenden Substanzen ist. Feuchtigkeit Die Restfeuchte des Untergrundes darf bei Beton 4 % nicht überschreiten. Während der Verarbeitung muss der Untergrund absolut trocken bleiben. Es darf keinerlei Feuchtigkeit (Kondensat, Nebel etc.) auf das Material gelangen. Die Objekttemperatur muss einen Taupunktsabstand von mindestens 3 K, bei relativer Luftfeuchtigkeit über 70 % von mindestens 5 K aufweisen. Seite 1 / 6
Lieferform / Mindesthaltbarkeit Alle Komponenten sind trocken und frostfrei zu lagern und zu transportieren. Die Mindesthaltbarkeit gilt für eine Lagertemperatur von 20 C. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere Temperaturen verlängern die Mindesthaltbarkeit. Komponente Farbe ca. Artikelnummer Gebinde Menge Mindesthaltbarkeit Oxydur-CD-Lösung 1 5034004050 Eimer 3,75 kg** 12 Monate Oxydur-CD-Lösung 2 5034005045 Flasche 1,25 kg** 6 Monate ** vordosierte Gebinde Oxydur-CD-Lösung 1 muss bei über 5 C gelagert werden! Mischungsverhältnisse / Verbrauchsmengen Gewichtsteile Volumenteile Oxydur-CD-Lösung 1 3,75 3,07 Oxydur-CD-Lösung 2 1,25 1,15 Verbrauch Die Haftflächen sind mit Oxydur K 425 (siehe TI 102) zu grundieren. Wartezeiten 1,152 kg / Liter Fugenmasse Für Oxydur K 425 sind die in der VA 102 genannten Wartezeiten zu berücksichtigen. Verarbeitungszeiten Die Verarbeitungszeiten sind temperaturabhängig und betragen bei einer Materialtemperatur von: Oxydur K 425 Siehe VA 102 5 C ca. 90 Minuten 20 C ca. 30 Minuten 35 C ca. 15 Minuten Härtungszeiten Die Fugen sind frühestens nach 7 Tagen bei 20 C mechanisch und chemisch voll belastbar. Leichte Belastungen wie Gehverkehr, können nach 36 Stunden erfolgen. Sicherheitsmaßnahmen Alle Arbeiten sind bei genügender Be- und Entlüftung der Baustelle auszuführen; dies gilt besonders für Gruben und Behälter. Nicht rauchen! Direkte Berührung der Materialien mit der Flamme ist zu vermeiden. Dies gilt besonders für Schweißarbeiten (Schweißperlen) auf der Baustelle. Direkter Hautkontakt mit den Materialien ist zu vermeiden. Die Hände nicht mit Lösungsmitteln reinigen, sondern mit Wasser und Seife. Es sollen Hautschutzseife und Hautschutzsalbe verwendet werden, wie es bei der Verarbeitung von Kunstharzmaterialien allgemein üblich ist. Es sind die Unfallverhütungsvorschriften der Bauberufsgenossenschaft zu beachten. Sicherheitsdatenblätter beachten! GISCODE Produkt GISCODE PU 40 Reinigung von Arbeitsgeräten Mit nicht ausgehärtetem Material verunreinigte Arbeitsgeräte können mit Steuler Universalreiniger, Technische Information 190, gereinigt werden. Seite 2 / 6
Chemische Beständigkeit Tab. 2: Chemische Beständigkeit Seite 3 / 6
Aceton - Formaldehydlösung bis 35% (+) Natriumchlorid + Acetonitril - Fruchtsäfte + Natriumcyanid + Akkusäure (Schwefelsäure 37,5%) (+) Glucose + Natriumhydroxid bis 20% + Aluminiumchlorid (+) Glycerin + Natriumhydroxid bis 50% (+) Aluminiumsulfat + Glykol + Natriumhypochlorit + Ameisensäure bis 5% + Heizöl + Natriumnitrat + Ameisensäure bis 10% (+) Heptan + Natriumnitrit + Ameisensäure bis 20% - Heringslake + Natriumperchlorat + Ammoniak bis 25% + Hexan + Natriumphosphat + Ammoniumcarbonat + Hydrochinon-Wasser 1:1 + Natriumsulfat + Ammoniumchlorid + Hydrazin 25% (+) Natriumsulfid + Ammoniumcyanid + Isopropylalkohol (+) Natriumsulfit + Ammoniumnitrat + Kaliumbicarbonat + Natriumtartrat + Ammoniumpersulfat + Kaliumbichromat 10% + Natriumthiosulfat + Ammoniumphosphat + Kaliumbromid + Nickelchlorid + Ammoniumsulfat + Kaliumcarbonat + Nickelnitrat + Ammoniumsulfid + Kaliumchlorat, wässrig + Nickelsulfat + Anilin - Kaliumchlorid + Nitrobenzol - Bariumchlorid + Kaliumchromat + Nitrose Gase und Dämpfe (+) Bariumsulfat + Kaliumcyanid + Nitrosylschwefelsäure - Beizgemisch (15% HNO3+4% HF) - Kaliumhexacyanoferrat II + Öle, pflanzlich u. tierisch + Benzin (+) Kaliumhexacyanoferrat III + Ölsäure + Benzoesäure (wässrig) + Kaliumhydroxid bis 20% + Oxalsäure + Benzol - Kaliumhydroxid bis 50% (+) Paraffin + Bernsteinsäure, gesättigt + Kaliumnitrat + Paraffinöl + Bier + Kaliumperchlorat + Perchlorethylen - Bleiacetat + Kaliumpermanganat (+) Petroleum + Bleichlauge (Eau de Javelle) + Kaliumphosphat + Phenollösung 1% in Wasser Bleinitrat + Kaliumsulfat + Phosphorsäure + Borax + Kaliumsulfid + Phthalsäure + Borsäure (wässrig) + Kalkmilch + Pyridin - Bromwasserstoffsäure 35% - Kieselfluorwasserstoffsäurelösung bis 31% + Quecksilber + Bromwasserstoffsäure 40% - Kobaltnitrat + Quecksilberchlorid + Calciumbisulfit + Kochsalzlösung + Quecksilbernitrat + Calciumchlorat + Kohlendioxid + Rizinusöl + Calciumchlorid + Kohlenmonoxid + Rübensirup + Calciumformiat + Kokosfettsäure + Salicylsäure + Calciumhydroxid + Kresole - Salpetersäure bis 20% (+) Calciumnitrat + Kupferacetat + Salpetersäure bis 30% - Calciumsulfat + Kupfersulfat + Salzsäure bis 10% + Chlorbenzol - Leinöl + Salzsäure bis 20% - Chlordioxid (0,5% wässrig) (+) Limonaden + chmierfett + Chlorkalk + Lysol (+) Schmieröl + Chloroform - Magnesiumbisulfit + Schwefelammoniumlösung Chlorwasser, mit Chlor bei 20 C gesättigt + Magnesiumchlorid + Schwefelsäure bis 20% + Chromsäure bis 10% (+) Magnesiumnitrat + Schwefelsäure bis 40% (+) + + Seite 4 / 6
Chromsäure bis 25% - Magnesiumsulfat + Schwefelsäure bis 60% (+) Chromsäure 20% mit Schwefelsäure 2% - Maleinsäure + Schwefelsäure bis 80% - Chromsalze + Manganchlorid + Schwefelwasserstoff + Dibutylphthalat - Mangannitrat + Silbernitrat + Dimethylformamid - Mangansulfat + Siliconöl + Dimethylsulfat - Margarine + Sodalösung + Dioctylphthalat - Maschinenöl + Terpentin + Dioxan - Meerwasser + Tetrachlorkohlenstoff - Düngemittel + Methanol (+) Tetrahydrofuran - Eisenchlorid + Methanol-Wasser 1:1 + Toluol - Eisensulfat + Methylenchlorid - Trichlorethylen - Erdöl - n-methylpyrrolidon - Trinatriumphosphat + Essigsäure bis 10% (+) Milch (+Milchsäure) (+) Urin + Essigsäure bis 100% - Mineralöl + Wasser + Essigsäureanhydrid - Mineralwasser + Wasserstoffperoxid bis 30% Ethanol (+) Mischsäure (15% HNO3+4% HF) - Wein + Ethanol-Wasser 1:1 + Natriumacetat + Weinsäure + Ethylacetat - Natriumbichromat + Xylol - Ferricyankalium + Natriumbisulfat + Zinkchlorid + Ferrocyankalium + Natriumbisulfit + Zinknitrat + Flußsäure bis 5% - Natriumbromid + Zinksulfat + Flußsäure bis 30% - Natriumcarbonat + Zitronensäure + Formaldehydlösung bis 10% + Natriumchlorat + Zucker + (+) Seite 5 / 6
Technische Information TI 374 Anwendungsbeispiele Die Angaben dieser Technischen Information entsprechen unseren aktuellen technischen Kenntnissen und Erfahrungen. Sie stellen nur allgemeine Richtlinien und Durchschnittswerte dar. Eine rechtlich verbindliche Zusicherung bestimmter Eigenschaften oder der Eignung für einen konkreten Einsatzzweck kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Angaben in dieser Technischen Information sind unser Geistiges Eigentum. Die Technische Information darf ohne unsere Zustimmung weder vervielfältigt, noch unbefugt verwertet, noch gewerbsmäßig verbreitet oder sonst Dritten zugänglich gemacht werden. Mit dem Erscheinen dieser Ausgabe verlieren alle früheren Ausgaben ihre Gültigkeit. Seite 6 / 6