Funk-Rundsteuerempfänger

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Transkript:

Schalttafelgeräte FER98 Allgemeine Informationen Funk-Rundsteuerung ist die kostengünstigere Alternative zur konventionellen Tonfrequenz- Rundsteuerung. Die Geräte sind - im Gegensatz zu Tonfrequenzempfängern - eigenständige Zeitschaltuhren, die zusätzlich über eine Funkverbindung zentral gesteuert werden können. Eine Änderung des Schaltprogramms oder ein direkter Schaltbefehl an das Steuergerät lassen sich beispielsweise problemlos und in nahezu Echtzeit ausführen. Nach dem Erstellen des Kommandos wird dieses vom Anwender - meist per Internet - auf einen Zentralrechner übermittelt. Von hier werden die Kommandos über zwei Langwellensender, je einer in Frankfurt und einer in Magdeburg, im Umkreis von ca. 500 km zuverlässig per Funk an die Steuergeräte weitergeleitet. Durch die hohe Eindringtiefe der Langwelle in Gebäude und Erdreich werden die Kommandos zuverlässig noch in den tiefsten Keller übertragen. Nutzen Einsatz finden die Funk-Rundsteuergeräte besonders in Bereichen, die niedrige Betriebskosten und hohe Abdeckung eines Versorgungsgebietes als oberste Priorität haben. Für Stromanbieter, die mit den steigenden Kosten für Zukauf von Regelstrom unzufrieden sind, bietet das System den Vorteil eines wirtschaftlichen direkten Lastmanagements von Verbrauchern aus dem privaten und gewerblichen Bereich. FER1001 Geräte zur Mastmontage Typische Lasten in diesem Anwendungssegment: BHKW, Photovoltaik-, Biogas und Windkraft-Anlagen Wärmepumpen-Heizsysteme Nachtspeicheröfen Nachtspeicherkühlsysteme Schwimmbäder Im Gegensatz zur traditionellen Tonfrequenz-Rundsteuerung werden dem Stromanbieter Zuverlässigkeit, Systemskalierbarkeit und niedrigste Betriebskosten geboten. FER99 Für Betreiber von Straßenbeleuchtung, die ihre Betriebskosten senken wollen, bietet ein Steuerungssystem auf Basis der Funk-Rundsteuerung den Vorteil höchster Wirtschaftlichkeit. Im Gegensatz zu autonomen Zeitschaltuhren, traditionellen Tonfrequenz-Rundsteuer- Systemen oder Systemen aus der Gebäudeautomatisierung wird eine zentrale Steuerung mit niedrigsten Betriebskosten und höchster Skalierbarkeit in einem System vereint. Falls die Leuchten mit einer rückkanalfähigen Kommunikationsschnittstelle versehen sind, bieten sich als Alternative unsere GPRS-Fernwirkgeräte an. Einstellungsmöglichkeiten Im Steuergerät übernehmen sechs zeitsynchronisierte Schaltuhren selbstständig alle zyklischen Schaltaufgaben nach voreingestellten Parametern. Den sechs Schaltuhren werden bis zu sechs Relais frei zugeordnet. Pro Schaltuhr stehen 16 Schaltprogramme mit je sechs Ein/Ausschaltzeiten zur Verfügung. Dabei kann nach Kalenderperioden sowie Wochen-, Feier- und Sondertagen unterschieden werden. Zusätzlich lässt sich das Verhalten nach Spannungsausfall bzw. -wiederkehr sowie bei Empfangsausfällen vorgeben. Für die Beleuchtungssteuerung kann ein integrierter Brennzeitkalender genutzt werden. Dieser führt Ein- und Ausschaltvorgänge in Abhängigkeit des geografischen Standortes des Empfängers sowie der daraus errechneten Sonnenauf- bzw. - untergangszeiten durch. Über Tasten lassen sich die Relaisfunktionen unabhängig von der Schaltuhr testen. Zur Möglichkeit der Überprüfung eines korrekten Betriebes werden im Empfänger eine Ereignisliste sowie eine Telegrammliste geführt. Diese enthalten Informationen über die zuletzt ausgeführten Schalthandlungen sowie der empfangenen Signale und sind über die optische Schnittstelle auslesbar. Die einfach zu bedienende und übersichtlich strukturierte Parametriersoftware ermöglicht das Erstellen und Verwalten der Schaltprogramme sowie das Auslesen der Geräteparameter und Ereignislisten. Sie ist auf verschiedenen PC-Betriebssystemen einsetzbar.

Technische Grunddaten der Funk-Rundsteuerempfänger FER98, FER99 und FER1001 Allgemein FER98 und FER99 FER1001 Gerätetyp Elektronischer Funk-Rundsteuerempfänger zum Empfang der von EFR Europäische Funk-Rundsteuer GmbH gesendeten Signale Nennspannung 230 V AC 9-35 V DC Art der Nennspannungsversorgung Direkt oder über integriertes Vorsicherungselement (optional bei FER98) Stecker- oder Schaltnetzteil 90-230 V / 50Hz auf 12 V Hinweis: Für Servicezwecke (z.b. Parametrierung) kann der Empfänger über eine spezielle Schnittstelle mit einer Hilfsspannung von 12..18 V DC versorgt werden. Leistungsaufnahme < 2 W < 1 W Betriebstemperaturbereich -20 C bis + 60 C Lagertemperaturbereich -40 C bis + 70 C Schutzart IP 51 Schutzklasse II - Schutzisoliert nach IEC 62052-11 (dt. DIN EN 62052-11) II - Schutzisoliert nach IEC 62052-11 (dt. DIN EN 62052-11) III Schutzkleinspannung nach IEC 60449 und DIN VDE 0100-410 EMV Gem. DIN EN 62052-21 (deutsche Fassung: DIN EN 62052-21) Funkempfänger Übertragungsformat EFR-Protokollrahmen gem. DIN 19244 FT1.2 nach IEC 60870-5-1 und 2 (dt. DIN EN 60870-5-1 und 2) Kommunikationsprotokoll Gemäß E - DIN43861-301, Versacom (Typ A-F) Gemäß E - DIN 43861-401, Versacom (Typ A-F) und E - DIN 43861-402, Semagyr-Top (Typ B-F) Empfangsfrequenzen 129,1 khz (Sender Mainflingen) oder 139 khz (Sender Burg) Empfangspegel 55 db µv/m Geräteuhr Kanalanzahl Anzahl Schaltprogramme Anzahl Schaltzeiten Sondertage S/W-Umschaltung Ableitung der Geräteuhr Zusätzliche Funktionen 6, beliebig auf die bistabilen Ausgangsrelais verteilbar 16 pro Kanal 6 pro Schaltprogramm Tages-, Wochen-, Feiertags- und saisonale Vorgaben definierbar S/W-Umschaltung für jeden Kanal frei definierbar Über Quarz oder optional über integrierten Uhrenbaustein, wahlweise gestützt über Super-Cap oder Batterie Zahlreiche Sonderfunktionen parametrierbar Nachrüstung eines GSM Moduls möglich, um wie z.b. Verhalten nach Spannungsausfall Quittierungen von Schaltbefehlen zu erhalten oder Wiederkehr, Schaltverzögerung, Brennzeitkalender, Feiertagskalender für 32 Jahre oder auch Befehle zu senden. definierbar, Zeitrafferfunktion, für den Testdurchlauf der Schalthandlungen eines Jahres innerhalb eines Tages Lokale Schnittstellen Kommunikationsschnittstelle Optische Schnittstelle gem. DIN EN 62056-21

FER98 - Gerätespezifische Daten 2, 4 oder 6 Ausgangsrelais, gelötet - Belastbarkeit: 16 A; 230 V; cos phi =1 Montage auf Zählerklemmdeckel, Hutschiene oder Zählerkreuz Relaisstatus- und Empfangsqualitätsanzeige über LEDs Integriertes Vorsicherungselement (optional) Mit kurzem Deckel: 176 x 118,5 x 70,5 mm Mit langem Deckel: 176 x 176 x 70,5 mm Langer oder kurzer Gehäusedeckel Multibox-Gehäuse für abgesetzten Funkempfänger Klemmdeckel für die Huckepackmontage auf Stromzähler Akustische Ausrichthilfe Parametrierprogramm FERparam mit integrierter Parametrierdatenbank und Benutzerverwaltung

FER99 - Gerätespezifische Daten Kompakte Bauweise des Datenteils zur Montage im Mast - FER99D Abgesetzter Funkempfänger zur Montage außen am Mast - FER99F 3 Ausgangsrelais mit Handbedienung über Schiebeschalter Belastbarkeit: 1 x 40 A; 230 V; cos phi =1, 2 x 20 A; 230 V; cos phi =1 Kabelführung abgedichtet gegen eindringende Feuchtigkeit Datenteil FER99D 80 x 120 x 55 mm Funkemfänger zum Einbau in Leuchtenkopf einer SR50-Leuchte Akustische Ausrichthilfe Parametrierprogramm FERparam mit integrierter Parametrierdatenbank und Benutzerverwaltung

FER1001 - Gerätespezifische Daten 6 Ausgangsrelais, fest verlötet, Belasbarkeit P s,max = 60W, I s,max = 2 A (0-30V), U s,max = 220 V ( 0,27 A); Ansteuerung zum Schalten größerer Lasten mit Leistungsrelais oder -schütze mittels Starkstrombox möglich Drei- und Vierpunkt-Montage (optionaler Montagesatz für 32 mm Tragschiene) Relaiszustands- und Empfangsstörungsanzeige über 8 LED Mit niedrigem Deckel: 127 x 127 x 36 mm Mit hohem Deckel: 127 x 127 x 53 mm Anschlüsse: Montagesatz zur Befestigung auf Hutschiene Adapterplatte für 3-Punkt-Befestigung auf Zählerkreuz Starkstrombox zum Schalten von Schützen und Leistungsrelais bis 10 A Optischer USB-Lesekopf nach IEC 62056-21 Parametrierprogramm FER Explorer