Windows PE 3.0 ein mächtiges Mini Windows 7
Inhalt Beispiele von Einsatzmöglichkeiten für Windows PE Eigenschaften und Architektur von Windows PE 3.0 (inbesondere die Abgrenzung zu Windows 7) Einschränkungen von Windows PE Erstellen & Modifizieren eines Windows PE Images mit gegebenen Tools Extension-Points von Windows PE
Windows PE bekannte Einssatzbeispiele (1) Windows Recovery Environment (kurz: Windows RE) seit Windows Vista bereits auf dem Windows-Installations-Medium enthalten in Windows 7 auch im geschützten Verzeichnis c:\recovery
Windows PE bekannte Einssatzbeispiele (2) Unterbau für das Windows Setup seit Windows Vista
Windows PE 3.0 im Vergleich Windows 7 Windows PE 3.0 VS Windows Shell Command-line Interface cmd.exe
Windows PE im Vergleich/Architektur Windows PE 3.0 ist Teilmenge von Windows 7: Windows PE 3.0 = Win7 Kernel + Win32 Subsystem + Netzwerk- & Treiberunterstützung
Wichtige Einschränkungen keine OpenGL & DirectX Unterstützung Standard-VGA Treiber.Net-Framework (& CLR - Laufzeitumgebung) nicht enthalten fehlendes WOW32 bzw. WOW64 - Subsystem Anwendungen müssen direkt ausführbar sein automatischer Neustart nach 72 Stunden
Windows PE 3.0 Eigenschaften nötigster Funktions- und Toolumfang für Systempflege & -Wiederherstellung: bietet mehrere Extension-Points, um es weiter auszubauen
Windows PE 3.0 Standardtools BCDEdit.exe zum Konfigurieren/Wiederherstellen des Bootmanagers Bootrec.exe neuer MBR (/fixmbr) & neuer Startsektor (/fixboot) regedit.exe laden & editieren der Registry des primären Windows-OS diskpart.exe formatieren & partitionieren von Laufwerken
Eigenes Windows PE - Vorgehensweise Windows PE ist Bestandteil des Windows Automated Installation Kit (WAIK) das WAIK bietet Tools, um ein (benutzerdefiniertes) Windows PE zu erstellen
Eigenes Windows PE - Vorgehensweise hierfür sind 4 Schritte notwendig: 1. Windows PE aus WAIK extrahieren (copype.cmd) 2. Windows PE mounten (DISM.exe) 3. Windows PE anpassen (DISM.exe) 4. Windows PE auf HDD, USB-Stick oder CD (oscdimg.exe) bringen
Schritt 1 (Extrahieren) copype.cmd - copype.cmd erstellt notwendige Verzeichnis-Strukturen - liefert ein Basis-Abbild (winpe.wim) von Windows PE win_pe_x86 Mount Mountpoint für Windows PE ISO Boot-Dateien für Windows PE winpe.wim Windows PE - Basisabbild
Schritt 2 (mounten) & 3 (anpassen) - DISM.exe - Windows Abbilder liegen in einer WIM-Datei vor: - Wim-Dateien sind Archive, die mehrere Windows Images enthalten können: - DISM.exe aus dem WAIK ermöglicht das Mounten & Bearbeiten von Windows-Betriebssystemen aus WIM-Dateien
DISM.exe
Schritt 2 (mounten) & 3 (anpassen) - DISM.exe Bsp.: Windows PE mounten: Dism /Mount-Wim /WimFile: C:\winpe_x86\winpe.wim /index:1 /MountDir: C:\winpe_x86\mount Bsp.: vordefinierte Windows PE - Pakete installieren: Dism /image: C:\winpe_x86\mount /Add-Package /PackagePath:"C:\ProgramFiles\Windows AIK\Tools\PETools\x86\WinPE_FPs\winpe-hta.cab" Bsp.: Treiber installieren: Dism /image: C:\winpe_x86\mount /Add-Driver /driver: C:\test\drivers\
Schritt 4 auf Medium bringen ISO boot bootmgr sources boot.wim (WinPE) winpe.wim [modified] (1.) copy to /sources (2.) Medium erstellen diskpart & copy oscdimg diskpart & copy & bcdedit USB Stick CD HDD
Windows PE benutzerdefinierte Skripte Windows PE unterstützt Bash- und VBScript-Skripte einfachste Möglichkeit diese zu integrieren: in System32 Ordner kopieren, später von Kommandozeile ausführbar Windows PE unterstützt die Ausführung von Skripten beim Start 2 Möglichkeiten festzulegen, was gestartet werden soll: 1. über startnet.cmd 2. über winpeshl.ini
Windows PE - Erweiterungspunkte Kommandozeilen - Skript erster Prozess, der gestartet wird enthält Pfade zu den Anwendungen, Argument für Winpeshl.exe
Erweiterungspunkt 1: startnet.cmd benutzerdefinierte Batch-oder VBScript Skripte, die beim Start aufgerufen werden wpeinit.exe - initialisiert das Netzwerk - lädt Plug n Play Treiber - liest weitere Konfigurationen aus einer XML-Datei
Exkurs: Antwortdatei unattend.xml (1) ermöglich die automatische & unbeaufsichtigte Installation von Windows enthält die Einstellungen für alle Phasen des Windows Setups notwendig sind lässt sich mithilfe des Windows System Image Manager (SIM) generieren SIM kann auch dazu verwendet werden, um eine unattend.xml für Windows PE zu erstellen, z.b. um die Display Auflösung festzulegen oder eine Auslagerungsdatei pagefile.sys anzulegen:
Exkurs: Antwortdatei unattend.xml (2) Die generierte XML-Datei muss ggf. modifiziert werden, wenn man sie nur für WinPE Settings verwendet
Erweiterungspunkt 2: winpeshl.ini standardmäßig nicht enthalten muss explizit angelegt werden & ins System32-Verzeichnis von WinPE kopiert werden wird beim WinPE Start vom Winpeshl.exe Prozess verarbeitet
Erweiterungspunkt 2: winpeshl.ini benutzerdefinierte Shell/User-Interface & Anwendungen starten: [LaunchApp] AppPath = %SYSTEMDRIVE%\myshell.exe [LaunchApps] %SYSTEMDRIVE%\mydir\application1.exe, -option Bsp.: winpeshl.ini bei Windows RE: [LaunchApp] AppPath=x:\sources\recovery\recenv.exe
Winpeshl.exe vs. startnet.cmd recenv.exe aus der winpeshl.ini wird gestartet (cmd.exe wird nicht ausgeführt) (Windows RE) cmd.exe wird automatisch ausgeführt, dann die startnet.cmd verarbeitet. (Standard -Windows PE)
Fazit viele Möglichkeiten für Erweiterungen sehr flexibel einsetzbar interessant für Admins und Computer-Hersteller Einschränkungen behindern Einsatz als primäres OS bzw. Produktivsystem
VIELEN DANK FÜR DIE AUFMERKSAMKEIT