BILFINGER R&M Ausbau R&M CLIMA CONCEPT Multifunktionsdecken Technische Unterlagen
02 R&M CLIMA Vorteile Mit den Multifunktionsdecken R&M CLIMA CONCEPT erhält der Nutzer höchsten thermischen Komfort bei nahezu un begrenzter architektonischer Gestaltungsfreiheit. Die Synthese von technischen, wirtschaftlichen und architektonischen Aspekten wird durch die komplette Beratung, Planung, Auslegung und Montage durch hochqualifizierte Techniker und Ingenieure abgerundet. Darüber hinaus bieten die R&M Systeme folgende Vorteile. Geringer Platzbedarf Architektonische Gestaltungsfreiheit (auch gewölbte Decken) Keine Zugerscheinungen und keine Geräuschbelästigung Hohe thermische Behaglichkeit Im Vergleich zu Klimaanlagen niedrige Betriebskosten Nachhaltige Aufwertung des Gebäudes (Status) Einfache Regelungstechnik Hohe Flexibilität bei Änderungen in der Raumaufteilung Integration vielfältiger Funktionen (Licht, Akustik, Technik, Optik, Farbe, Elektrik...) Energietransport plus Mess- und Regelungstechnik Energieverteiler (Kühl- Heizdecke) Energiewandler, z. B. Wärmepumpe, Kältemaschine Wärmeabfuhr P T Regelgruppe P T Freie Kühlung Systemtrennung primär/sekundär Wärmeeintrag Erdsonde, Erdkollektoren Energieflussschema von der Energiequelle zur Kühldecke
03 CONCEPT Einsatzmöglichkeiten In Büros, Verwaltungsgebäuden, Hotels, Banken, Wohngebäuden, Krankenhäusern, Ausstellungs- und Verkaufsstätten oder ähnlich genutzten Gebäuden, aus denen sensible Wärmelasten abgeführt werden müssen, ist der Einsatz von Multifunktionskühldecken zweckmäßig und wirtschaftlich. Dabei eignen sich die Multifunktionsdecken R&M CLIMA CON CEPT sowohl für den Einsatz in Gebäudeneubauten als auch bei der Sanierung/Revitalisierung von Bestandsgebäuden. Die gestalterischen Möglichkeiten, die Ihnen aufgrund der vielfältigen Deckensysteme von R&M zur Verfügung stehen, sind dabei nahezu unbegrenzt.
04 Die Systemfamilie im Überblick R&M CLIMA Das DeckenSystem München Bei den R&M Multifunktionsdecken Typ München werden in abgehängte Metalldecken wasserführende Rohrsysteme aus Kunststoff oder Kupfer integriert. Dadurch werden die Deckenflächen thermisch aktiviert und die Energielasten aus dem Raum abgeführt. Mit diesem System werden alle physikalischen Vorteile des Wärmeüberganges und der Wärmeleitung optimal genutzt. Das Resultat sind höchste spezifische Leistungen, effizienter Materialeinsatz, niedrige Betriebskosten und hoher thermischer Komfort. Fangseil VL/RL-Verteilleitung (Cu) Flexible Schlauchverbindung Kühlregister Metallkassette Das DeckenSystem Hamburg Bei den R&M Multifunktionsdecken Typ Hamburg werden in abgehängte GK-Decken wasserführende Rohrsysteme aus Kunststoff oder Kupfer integriert. Dadurch werden die Deckenflächen thermisch aktiviert und die Energielasten aus dem Raum abgeführt. Um optimale Leistungen zu erzielen, erfolgt die Beplankung mit speziellen hochwärmeleitfähigen GK-Platten. GK-Platte Kühlregister VL/RL-Verteilleitung (PP) Anschlussleitung an Verteil leitung Das Deckensystem Karlsruhe Die R&M Multifunktionsdecken Typ Karlsruhe sind eigenständige, nach DIN EN 13964 geprüfte Deckenunterkonstruktionen mit Systemtragschiene und einem mit Kupferrohren bestückten Wärmeleitprofil zur direkten Aufnahme von GK-Beplankungen aller Art. Daher werden hier die zur Verfügung stehenden Deckenflächen maximal aktiv zur Abführung der Energielasten aus dem Raum genutzt und durch die dauerhaft feste Verbindung zwischen Energieträger und Deckenoberfläche Übergangsverluste minimiert. Aluminium- Wärmeleitprofil GK-Platte Systemtragschiene Kupferrohr Das DeckenSystem Berlin Bei den R&M Multifunktionsdecken Typ Berlin werden die Komponenten aller Decken typen in frei im Raum abgehängten Segelkonfigurationen genutzt. Damit sind leistungs steigernde Einflüsse nutzbar und Hochleistungssegel bis zu 150 W/m² lieferbar. Deckensegel Tragkonstruktion Kühlregister Das DeckenSystem Mannheim Bei den R&M Multifunktionsdecken Typ Mannheim werden in abgehängte GK-Decken oder direkt unter die Rohbetondecke wasserführende Rohrsysteme aus Kunststoff (Kapillar rohrmatten) eingeputzt und die Deckenflächen thermisch aktiviert. Dieses System erlaubt höchste Flexibilität bei der architektonischen Gestaltung der Decken (Rundbögen). GK-Platte Kühlregister VL / RL-Verteilleitung (PP) Putz
05 CONCEPT Der Systemaufbau Der Metalldecke Multifunktionsdecken R&M CLIMA CONCEPT Typ München bestehen im Wesentlichen aus folgenden aufeinander abgestimmten Komponenten im Raum. Deckenunterkonstruktion Metalldeckenplatten Deckenanschlüsse an aufgehenden Bauteilen Wärmetauscher (Rohrregister) aus Kupfer oder Kunststoff Flexible Anschlussschläuche Verrohrung der Register zu Wasser- und Regelkreisen im Raum Raumregelgruppen ggf. komplettes hydraulisches System (Verteilleitungen im Flur) bis zur Übergabestation (Systemtrennung) München Der Systemaufbau der Gipskartondecke Multifunktionsdecken R&M CLIMA CONCEPT Typ Hamburg bestehen im Wesentlichen aus folgenden aufeinander abgestimmten Komponenten im Raum. Deckenunterkonstruktion Spezielle GK-Deckenplatten Deckenanschlüsse an aufgehenden Bauteilen Wärmetauscher (Rohrregister) aus Kupfer oder Kunststoff Feste Verbindungen zwischen den Rohrregistern und den Verteilleitungen Verrohrung der Register zu Wasser- und Regelkreisen im Raum Raumregelgruppen ggf. komplettes hydraulisches System (Verteilleitungen im Flur) bis zur Übergabestation (Systemtrennung) Hamburg Der Systemaufbau der Spezial-Gipskartondecke Multifunktionsdecken R&M CLIMA CONCEPT Typ Karlsruhe bestehen im Wesentlichen aus folgenden aufeinander abgestimmten Komponenten im Raum. Deckenunterkonstruktion und zugleich Energieträgerelemente Optisch und akustisch frei wählbare GK-Thermoplatten Deckenanschlüsse an aufgehenden Bauteilen Wärmetauscher aus hochwertigem Kupfer-Aluminium-Verbund Starre, praktisch wartungsfreie Verrohrung der Register - Verrohrung der Register zu Wasser- und Regelkreisen im Raum - Raumregelgruppen - ggf. komplettes hydraulisches System (Verteilleitungen im Flur) bis zur Übergabestation (Systemtrennung) Karlsruhe Der Systemaufbau der Deckensegel R&M Deckensegelsysteme sind aus allen Deckensystemkomponenten herstellbar. Segelsysteme zeichnen sich durch einen hohen Vorfertigungsgrad aus. Mit bis zu 4 m Einzellänge und bis zu 1,20 m Breite erleichtern und beschleunigen sie die Montage. Segelsysteme aus Metall und Gipskarton, auch mit Putzbeschichtung, sind möglich. Berlin Der Systemaufbau der Putzdecke R&M Putzdeckensysteme können entweder direkt an der Rohbetondecke oder auf abgehängten Putzträgerplatten montiert werden. Niedrige Aufbauhöhen von ca. 15 mm (unter der Rohbetondecke) bedingen hohe spezifische Kühl- und Heizleistungen. Dieses R&M System ist schnell installiert und sowohl im Neubau als auch in der Revitalisierung hochwirtschaftlich. Außergewöhnliche Grundrisse, geschwungene Deckenformen, flexible Raumaufteilungen: Bei diesen Randbedingungen spielt die R&M Multifunktionsdecke Typ Mannheim ihre Vorteile gegenüber konventionellen Systemen aus. Mannheim
06 System München München Die Funktionsweise Die Metallkühldecken Typ München gehören zur Gruppe der geschlossenen Kühldeckensysteme, die überwiegend nach dem Strahlungsprinzip arbeiten. Sie zeichnen sich durch eine hohe spezifische Kühlleistung, eine vergleichsweise einfache Montage und eine gute Revisionierbarkeit aus. Von der Rohbetondecke abgehängte Metalldecken verfügen über wasserdurchströmte Kupfer- oder Kunststoffrohre, die in ein Aluminium-Wärmeleitprofil integriert werden. Diese werden fest mit der Metalldeckenplatte verklebt und sorgen für den Wärmeübergang an die Metalloberfläche. Die Metallkühldecke wird somit thermisch aktiviert. Ein Einsatz von Kapillarrohrmatten, die direkt auf die Metalloberfläche aufgebracht werden, ist eine kostengünstige und energieeffiziente Alternative. Bandrasterkühldecken, die als schallgedämmte Kühldecken ausgeführt werden können, erlauben eine Nutzung des Deckenhohlraumes für weitere technische Installationen und eine beliebige, flexible Trennwandaufstellung. Für die optische Ausführung der Metalldecken stehen Ihnen die verschiedensten Gestaltungsvarianten zur Verfügung, die individuell an Ihre Wünsche hinsichtlich Perforation, Farbgebung und Abmessungen angepasst werden können. Wir bieten Ihnen auch bei thermisch aktiven Metalldecken die Möglichkeit, sie mit Ausschnitten, Öffnungen und weiteren Details zu versehen, um die in modernen Gebäuden erforderlichen Einbauten direkt in die Decke integrieren zu können. Es stehen hierfür unterschiedliche Ausschnittvarianten für die Installation von Deckeneinbauten wie Leuchten, Sprinklern oder Lüftungsauslässen rund, eckig, oval, mit oder ohne Aufkantung zur Ver fügung. Die vorgenannten Konstruktionsvarianten können mit Deckenplatten aus verzinktem Stahlblech in glatter oder perforierter Form, mit einer großen Auswahl an Farbvarianten und in nur durch die Physik sowie die Logistik begrenzten Abmessungen kombiniert werden.
System München 07 R&M Kühldeckensystem Typ München R&M Heizdeckensystem Typ München Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 0 0 6 7 8 9 10 11 12 10 11 12 13 14 15 16 Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K I III I III II IV II IV Leistungsübersicht im Kühlfall (Typ München) Leistungsübersicht im Heizfall (Typ München) Leistungsübersicht Die Diagramme und Tabellen zeigen Beispiele für Leistungen bei definierten Systemen und Randbedingungen. Eine projektspezifische Betrachtung und eine hydraulische Auslegung sind in der Planungsphase zu erstellen. Die angegebenen Leistungen sind Ergebnisse aus Leistungsmessungen in zertifizierten Prüflaboren nach DIN EN 14240. In der Realität wirken folgende Einflussfaktoren auf die Leistung. Art der Lasteinbringung (Wärmequellen) belegungsgrad Raumhöhe ggf. Luftunterstützung Regelungskonzept Kühlleistung bei ΔT = Heizleistung bei ΔT = Deckenbeschreibung Registerart 8 K 10 K 12 K 15 K Gewicht kg/m² I. Ungelochte Metallkassette Cu-Register 89 113 99 123 Ca. 15 II. Perforierte Metallkassette Cu-Register 84 107 94 117 Ca. 15 III. Perforierte Metallkassette ohne Vlies mit WD und GK-Deckel 8-mm-Kunststoffrohre 72 92 81 102 Ca. 25 IV. Perforierte Metallkassette mit Vlies Kapillarrohrmatte 65 83 73 92 Ca. 20 Systemübersicht Typ München
08 System München Systemvarianten Entsprechend den Ansprüchen der Raumnutzer wie auch den architektonischen und gebäudetechnischen Anforde rungen bieten wir eine Vielzahl von Konstruktions - vari a nten an. Die folgenden Systeme sind sowohl als Me tallkassetten in Stahl- und Aluminiumblech als auch als Streck metallsystem erhältlich. Bandrastersystem, aufgelegt Klemmsystem Einhängesystem Auflagesystem Deckenrandabschlüsse Sie haben die Wahl: Für jeden technischen Anspruch und jede bauliche Voraus setzung bieten wir den passenden Deckenrandabschluss. Stufen-F-Wandwinkel L-Winkel Stufen-Wandwinkel F-Wandwinkel Offener Wandanschluss Perforation 2516 Perforation 2508 Oberflächen Sie haben die Wahl: für jeden technischen Anspruch und jeden Geschmack die passende Perforation. Perforation 2504 Perforation 2520 Perforation 2522 Perforation 1511 Perforation 1505 Perforation 0704 Perforation 0702 Perforation 0701 Perforation 1112 Perforation 1106
System München 09 Planungsschritte Im Deckenspiegel des Architekten werden üblicherweise Vor gaben bzgl. der Raumaufteilungen sowie der ge wünschten Deckenart und der Einbauten festgelegt. Der Fachplaner übergibt Kühl- bzw. Heizlasten zur Auslegung der Deckensysteme. Auf Grundlage von Prüfzeugnissen (nach DIN 4715 bzw. DIN EN 14240) werden nunmehr die aktive Deckenfläche und ggf. der notwendige Luftvolumenstrom sowie die Art der Luftverteilung im Raum ermittelt. Der Bezug auf die Gesamtdeckenfläche wird im Belegungsgrad dargestellt. Für die Montageplanung sind folgende Auslegungsparameter festzulegen. Kühlwasservorlauftemperatur (ca. 16 C) Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf (ca. 2 3 K) Angaben zur Luftaufbereitung (Temperaturen, rel. Feuchtigkeit) gewünschte Raumtemperatur (z. B. nach DIN EN 13779: 26 C) Aufgaben während der Montageplanung. Aufteilung der Raumflächen in Wasserkreise (WK) unter Berücksichtigung von maximalen Druckver lusten und definierten Strömungsgeschwindigkeiten im Rohrsystem Zusammenfassung der WK zu Raumregelkreisen (RK) Ermittlung und Darstellung folgender Leistungsparameter. - Kühl- und Heizleistung pro RK - Druckverluste und Volumenströme pro RK - Auslegung der Regelgruppen - ggf. Ermittlung des Luftvolumenstromes und dessen Konditionierung sowie Art der Lufteinbringung und -verteilung - Auslegung des Rohrnetzes, der Armaturen, der Regelungs komponenten, der Komponenten zur Energiewand lung (z. B. Wärmepumpe) sowie Art und Umfang der Nutzung der Energiequellen Montageablauf innerhalb des Raumes Für die Bauablaufplanung empfehlen wir folgende Verfahrensweise. Montageplanung auf Basis der vermaßten und freigegebenen Ausführungsplanung Freigabe der Montageplanung Materialbestellung Montage der Unterkonstruktion Montage der Raumregelgruppen (RG) Installation der Verteilleitungen im Raum (bis an die RG) Einhängen der Metalldeckenplatten (Decke bleibt geöffnet) hydraulischer Anschluss der aktiven Deckenplatten an die Verteilleitungen mittels flexibler Schläuche Füllen, Spülen, Entlüften des Systems Protokollierung der Druckprobe Schließen und Ausrichten der Deckenplatten Inbetriebnahme des gesamten Systems Inbetriebnahme und Wartung Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der hydraulischen Anlage werden nach Abschluss der Installation folgende Serviceleistungen zur Inbetriebnahme durchgeführt. Druckproben Füllen, Spülen, Entlüften der Anlage Einstellen der Strangregulier- und Regelventile Überprüfung der Systemkomponenten Eine periodische Wartung (optionaler Wartungsvertrag) sichert den Erhalt des Sollzustandes. Die Wartungsarbeiten beschränken sich dabei auf die Kontrolle der Armaturen, Pumpen, der Dichtigkeit und des Anlagendrucks. Die Wartungskosten sind daher äußerst gering. Die Inbetriebnahme wird schriftlich protokolliert. Zur Dokumentation der Funktionsfähigkeit der Anlage kann optional eine Thermographie durchgeführt werden. Dabei werden mit Hilfe einer Wärmebildkamera die Oberflächentemperaturen berührungslos gemessen und auf Farbbildern abgebildet.
10 System Hamburg Hamburg Die Funktionsweise Die abgehängten Gipskartonkühldecken Typ Hamburg gehören zur Gruppe der geschlossenen Kühldeckensysteme, die überwiegend nach dem Strahlungsprinzip arbeiten. Die gefühlte Raumtemperatur liegt somit leicht unterhalb der Lufttemperatur. Durch diese Art der Kühlung ergibt sich für die im Raum befindlichen Personen ein angenehmes Raumklima. Gipskartonkühldecken zeichnen sich durch ihre hohe Flexibilität und eine sehr ansprechende Ästhetik aus. Von der Rohbetondecke abgehängte Gipskartondecken verfügen, ähnlich wie Metalldecken, über wasserdurchströmte Kupfer- oder Kunststoffrohre, die in ein Aluminium-Wärmeleitprofil integriert werden. Nachdem die Kühlregister an der Rohbetondecke befestigt wurden, werden die Gipskartonplatten mit den Tragprofilen verschraubt, so dass die Register vollständig auf den Platten aufliegen und diese thermisch aktivieren. Durch den Einsatz hochwärmeleitfähiger Baustoffe können spezifische Kühlleistungen über 85 W/m² erreicht werden. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit, Ihnen sowohl GK- Platten mit eingefrästen, wasserdurchströmten Kunststoffrohren als auch Systeme mit aufgelegten Kapillarrohrmatten anzubieten, die im Gesamtsystem sehr gute Leistungswerte aufweisen. Für die optische Ausführung der Decken stehen Ihnen hier die verschiedensten Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung, die individuell an Ihre Wünsche hinsichtlich Perforation, Farbgebung und Abmessungen angepasst werden können. Wir bieten Ihnen auch bei thermisch aktiven Gipskartondecken die Möglichkeit, sie mit Ausschnitten, Öffnungen und weiteren Details zu versehen, um die in modernen Gebäuden erforderlichen Einbauten direkt in die Decke integrieren zu können. Es stehen hierfür unterschiedliche Ausschnittvarianten für die Installation von Deckeneinbauten wie Leuchten, Sprinklern oder Lüftungsauslässen rund, eckig, oval, mit oder ohne Aufkantung zur Verfügung. Entsprechend den Ansprüchen der Raumnutzer wie auch den architektonischen und gebäudetechnischen Anforderungen bietet R&M eine Vielzahl von Konstruktionsvarianten an. Glatte GK-Decke Perforierte GK-Decke Perforierte GK-Decke mit Akustikputz
System Hamburg 11 R&M Kühldeckensystem Typ Hamburg R&M Heizdeckensystem Typ Hamburg Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 0 0 6 7 8 9 10 11 12 10 11 12 13 14 15 16 Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K I IV II V III VI I IV II V III VI Leistungsübersicht im Kühlfall (Typ Hamburg) Leistungsübersicht im Heizfall (Typ Hamburg) Leistungsübersicht Die Diagramme und Tabellen zeigen Beispiele für Leistungen bei definierten Systemen und Randbedingungen. Die angegebenen Leistungen sind Ergebnisse aus Leistungsmessungen in zertifizierten Prüflaboren nach DIN. In der Realität wirken folgende Einflussfaktoren auf die Leistung. Art der Lasteinbringung (Wärmequellen) Belegungsgrad Raumhöhe Ggf. Luftunterstützung Regelungskonzept Eine projektspezifische Betrachtung und eine hydraulische Auslegung sind in der Planungsphase zu erstellen. Kühlleistung bei ΔT = Heizleistung bei ΔT = Deckenbeschreibung Registerart 8 K 10 K 12 K 15 K Gewicht kg/m² I. GK-Decke mit 10 mm dicken graphithaltigen GK-Platten Cu-Register mit 80-mm-Rohrteilung 70 88 78 98 Ca. 28 II. GK-Decke mit 10 mm dicken graphithaltigen GK-Platten, gelocht Cu-Register mit 80-mm-Rohrteilung 67 85 74 94 Ca. 28 III. GK-Decke, gelocht, mit eingefrästen Kunststoffrohren Kunststoffrohre 61 78 62 81 Ca. 26 IV. GK-Decke mit 10 mm dicken GKF-Platten Cu-Register mit 80-mm-Rohrteilung 61 77 71 89 Ca. 28 V. GK-Decke mit 10 mm dicken graphithaltigen GK-Platten, ungelocht Kunststoffrohre mit 125-mm-Rohrteilung 53 66 69 85 Ca. 23 VI. GK-Decke mit 10 mm dicken GKF-Platten, gelocht, inklusive Akustikvlies Aufgelegte PP-Matten (10 mm Abstand) 49 63 56 70 Ca. 25 Systemübersicht Typ Hamburg
12 System Hamburg Deckenrandabschlüsse Anschlüsse an Bauteile aus anderen Baustoffen, insbesondere Stützen, oder thermisch hochbeanspruchte Einbauteile wie Einbauleuchten müssen getrennt sein, z. B. mit Schattenfugen beweglich ausgebildet. D112-A1 Anschluss an Wand D112-A4 Oberflächen Anschluss an Wand - Sichtfuge Anschluss an Wand mit Sichtfuge Anschluss Anschluss Stichfuge Anschluss mit Stichfuge Fries, aufgesetzt D127-A1 D127-D1 Fries - aufgesetzt Fries D127-D2 mit Stichfuge Fries mit Sichtfuge Hinsichtlich der Verspachtelung von GK-Decken (Ober flächengüte) werden verschiedene Qualitätsstufen unterschieden. Diese sind im Merkblatt 2 des Bundesverbandes der Gipsindustrie definiert. Perforationen Sie haben die Wahl: Für jeden technischen Anspruch und jeden Geschmack bietet R&M die passende Perforation. Deckeneinbauten Gerade Rundlochung Gerade Quadratlochung Streulochung Wir bieten auch bei thermisch aktiven GK-Decken die Möglichkeit, sie mit Ausschnitten, Öffnungen und weiteren Details zu versehen, um die in modernen Gebäuden erforderlichen Einbauten direkt in die Decke integrieren zu können. Es stehen hierfür unterschiedliche Ausschnittvarianten für die Installation von Deckeneinbauten wie Leuchten, Sprinklern oder Lüftungsauslässen rund, eckig, oval, mit oder ohne Aufkantung zur Verfügung. Beschichtungen Vor dem Aufbringen eines Anstrichs oder einer Beschichtung muss die gespachtelte Fläche staub- und ölfrei sein. Deckenplatten grundieren, Grundiermittel auf nachfolgende Anstrichmittel/Beschichtungen abstimmen. Folgende Beschichtungen können aufgebracht werden. Anstriche: Kunstharzdispersionsfarben, Anstrichstoffe mit Mehr farbeneffekt, Ölfarben, Mattlackfarben, Alkydharzfarben, Polyurethanlackfarben (PUR), Polymerisatharzfarben, Epoxidlackfarben (EP) je nach Verwendungszweck und Anforderung Putze: Strukturputze, Akustikputz Alkalische Beschichtungen wie Kalk-, Wasserglas- und Silikatfarben sind nicht geeignet als Beschichtung von Untergründen aus Gipsplatten Dispersionssilikatfarben können nach dem Aufbringen einer nach Herstellerangaben auf den Untergrund abgestimmten Grundierung verwendet werden Bei Gipsplattenkartonflächen, die längere Zeit ungeschützt der Lichteinwirkung ausgesetzt waren, können infolge der Beschichtung Gelbverfärbungen entstehen. Daher wird ein Probeanstrich über mehrere Plattenbreiten einschl. der verspachtelten Bereiche empfohlen. Zuverlässig verhindern lässt sich das etwaige Durchschlagen von Gilbstoffen nur durch das Aufbringen spezieller Grundierungen.
System Hamburg 13 Planungsschritte Im Deckenspiegel des Architekten werden üblicherweise Vor gaben bzgl. der Raumaufteilungen sowie der ge wünschten Deckenart und der Einbauten festgelegt. Der Fachplaner übergibt Kühl- bzw. Heizlasten zur Auslegung der Deckensysteme. Auf Grundlage von Prüfzeugnissen (nach DIN 4715 bzw. DIN EN 14240) werden nunmehr die aktive Deckenfläche und ggf. der notwendige Luftvolumenstrom sowie die Art der Luftverteilung im Raum ermittelt. Der Bezug auf die Gesamtdeckenfläche wird im Belegungsgrad dargestellt. Für die Montageplanung sind folgende Auslegungsparameter festzulegen. Kühlwasservorlauftemperatur (ca. 16 C) Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf (ca. 2 3 K) Angaben zur Luftaufbereitung (Temperaturen, rel. Feuchtigkeit) gewünschte Raumtemperatur (z. B. nach DIN EN 13779: 26 C) Aufgaben während der Montageplanung. Aufteilung der Raumflächen in Wasserkreise (WK) unter Berücksichtigung von maximalen Druckver lusten und definierten Strömungsgeschwindigkeiten im Rohrsystem Zusammenfassung der WK zu Raumregelkreisen (RK) Ermittlung und Darstellung folgender Leistungsparameter. - Kühl- und Heizleistung pro RK - Druckverluste und Volumenströme pro RK - Auslegung der Regelgruppen - ggf. Ermittlung des Luftvolumenstromes und dessen Konditionierung sowie Art der Lufteinbringung und -verteilung - Auslegung des Rohrnetzes, der Armaturen, der Regelungs komponenten, der Komponenten zur Energiewand lung (z. B. Wärmepumpe) sowie Art und Umfang der Nutzung der Energiequellen Montageablauf innerhalb des Raumes Für die Bauablaufplanung empfehlen wir folgende Ver fahrensweise. Montageplanung auf Basis der vermaßten und freigegebenen Ausführungsplanung Freigabe der Montageplanung Materialbestellung Montage der Unterkonstruktion Montage der Wärmetauscher/Register in die Unterkonstruktion Hydraulische Verbindung der Register zu Wasserund Regelkreisen mittels fester Verbindungen Montage der Raumregelgruppen Füllen, Spülen, Entlüften des Systems Protokollierung der Druckprobe Beplankung der Decke Inbetriebnahme des gesamten Kühlsystems Inbetriebnahme und Wartung Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der hydraulischen Anlage werden nach Abschluss der Installation folgende Serviceleistungen zur Inbetriebnahme durchgeführt. Druckproben Füllen, Spülen, Entlüften der Anlage Einstellen der Strangregulier- und Regelventile Überprüfung der Systemkomponenten Die Inbetriebnahme wird schriftlich protokolliert. Zur Dokumentation der Funktionsfähigkeit der Anlage kann optional eine Thermographie durchgeführt werden. Dabei werden mit Hilfe einer Wärmebildkamera die Oberflächentemperaturen berührungslos gemessen und auf Farbbildern abgebildet. Eine periodische Wartung (optionaler Wartungsvertrag) sichert den Erhalt des Sollzustandes. Die Wartungsarbeiten beschränken sich dabei auf die Kontrolle der Armaturen, Pumpen, der Dichtigkeit und des Anlagendrucks. Die Wartungskosten sind daher äußerst gering.
14 System Karlsruhe Karlsruhe Die Funktionsweise Die abgehängten Gipskartonkühldecken Typ Karlsruhe gehören zur Gruppe der geschlossenen Kühldeckensysteme, die überwiegend nach dem Strahlungsprinzip arbeiten. Durch diese Art der Kühlung ergibt sich für die im Raum befindlichen Personen ein als angenehm empfundenes Raumklima, da die gefühlte Raumtemperatur leicht unterhalb der Lufttemperatur liegt. Gipskartonkühldecken zeichnen sich durch ihre hohe Flexibilität und eine sehr ansprechende Ästhetik aus. Von der Rohbetondecke abgehängte Gipskartondecken verfügen, ähnlich wie Metalldecken, über wasserdurchströmte Kupferrohre, die in ein Aluminium-Wärmeleitprofil integriert werden. Nachdem die Kühlregister an der speziell gefertigten Unterkonstruktion befestigt wurden, werden die Gipskartonplatten mit den Wärmeleitprofilen verschraubt, so dass die Register vollständig auf den Platten aufliegen und diese thermisch aktivieren. Durch den Einsatz hochwärmeleitfähiger Baustoffe können spezifische Kühlleistungen über 90 W/m² erreicht werden. Das System Karlsruhe hat seine Besonderheit in der eigenständigen, nach DIN EN 13964 geprüften Deckenkonstruktion, die druck- und verwindungssteif abgehängt wird und Gipskarton-Thermobeplankungen aller Art aufnehmen kann. Zwei schlüssige Systemkomponenten ein starkes Tragprofil und ein dauerhaft eingeklemmtes Wärmeleitprofil mit integrierten Kupferrohren, die zugleich Schraubgrund für die nachträgliche Beplankung sind. Der große Vorteil dieses Systems ist, dass die zur Verfügung stehenden Deckenflächen maximal aktiv zur Abführung der Wärmelasten aus dem Raum genutzt werden können, was im Vergleich zu anderen Systemen zu sehr hohen Belegungsgraden führt.
System Karlsruhe 15 R&M Kühldeckensystem Typ Karlsruhe R&M Heizdeckensystem Typ Karlsruhe Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 0 0 6 7 8 9 10 11 12 10 11 12 13 14 15 16 Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K I II III I II III Leistungsübersicht im Kühlfall (Typ Karlsruhe) Leistungsübersicht im Heizfall (Typ Karlsruhe) Leistungsübersicht Die Diagramme und Tabellen zeigen Beispiele für Leistungen bei definierten Systemen und Randbedingungen. Die angegebenen Leistungen sind Ergebnisse aus Leistungsmessungen in zertifizierten Prüflaboren nach DIN. In der Realität wirken folgende Einflussfaktoren auf die Leistung. Art der Lasteinbringung (Wärmequellen) Belegungsgrad Raumhöhe Ggf. Luftunterstützung Regelungskonzept Eine projektspezifische Betrachtung und eine hydraulische Auslegung sind in der Planungsphase zu erstellen. Kühlleistung bei ΔT = Heizleistung bei ΔT = Deckenbeschreibung Registerart 8 K 10 K 12 K 15 K Gewicht kg/m² I. Karlsruhe H, GK-Decke mit 10 mm dicken graphithaltigen GK-Platten, ungelocht, hohes WLP Cu-Register 72 93 80 101 Ca. 30 II. Karlsruhe T, GK-Decke mit 10 mm dicken GKF-Platten, ungelocht, tiefes WLP Cu-Register 60 77 73 93 Ca. 30 III. Karlsruhe T, GK-Decke mit 10 mm dicken GKF-Platten, gelocht, tiefes WLP Cu-Register 57 73 71 90 Ca. 30 Systemübersicht Typ Karlsruhe
16 System Karlsruhe Deckenrandabschlüsse Sie haben die Wahl: Für jeden technischen Anspruch und jede bauliche Voraussetzung bieten wir den passenden Deckenrandabschluss. Umlaufende Deckenflächenbegrenzungen müssen baulich von den Heiz-/Kühlflächen z. B. durch Ausbildung einer beweglichen Schattenfuge getrennt sein. Anschluss offen Dehnfuge Oberlicht Kantenschutz Faltelement Deckensprung Gerade Quadratlochung Streulochung Oberflächen Hinsichtlich der Verspachtelung von GK -Decken (Oberflä chengüte) werden verschiedene Qualitätsstufen unter schieden. Diese sind im Merkblatt 2 des Bundesverbandes der Gipsindustrie definiert. Perforationen Sie haben die Wahl: Für jeden technischen Anspruch und jeden Geschmack bieten wir die passende Perforation. Gerade Rundlochung Beschichtungen Vor dem Aufbringen eines Anstrichs oder einer Beschich tung muss die gespachtelte Fläche staub - und ölfrei sein. Deckenplatten grundieren, Grundiermittel auf nachfolgen de Anstrichmittel/Beschichtungen abstimmen. Folgende Beschichtungen können aufgebracht werden. A nstriche: Kunstharzdispersionsfarben, Anstrichstoffe mit Mehrfarbeneffekt, Ölfarben, Mattlackfarben, Alkydharzfarben, Polyurethanlackfarben (PuR), Poly merisatharzfarben, Epoxidlackfarben (EP) je nach Verwendungszweck und Anforderung P utze: Strukturputze, Akustikputz A lkalische Beschichtungen wie Kalk-, Wasserglas- und Silikatfarben sind nicht geeignet als Beschichtung von Untergründen aus Gipsplatten Dispersionssilikatfarben können nach dem Aufbringen einer nach Herstellerangaben auf den Untergrund abge stimmten Grundierung verwendet werden Bei Gipskartonplattenflächen, die längere Zeit ungeschützt der Lichteinwirkung ausgesetzt waren, können infolge der Beschichtung Gelbverfärbungen entstehen. Daher wird ein Probeanstrich über mehrere Plattenbreiten einschl. der verspachtelten Bereiche empfohlen. Zuverlässig verhin dern lässt sich das etwaige Durchschlagen von Gilbstoffen nur durch das Aufbringen spezieller Grundierungen.
System Karlsruhe 17 Planungsschritte Im Deckenspiegel des Architekten werden üblicherweise Vorgaben bzgl. der Raumaufteilungen sowie der gewünschten Deckenart und der Einbauten festgelegt. Der Fachplaner übergibt Kühl bzw. Heizlasten zur Auslegung der Deckensysteme. Auf Grundlage von Prüfzeugnissen (nach DIN 4715 bzw. DIN EN 14240) werden nunmehr die aktive Deckenfläche und ggf. der notwendige Luftvolumenstrom sowie die Art der Luftverteilung im Raum ermittelt. Der Bezug auf die Gesamtdeckenfläche wird im Belegungsgrad dargestellt. Für die Montageplanung sind folgende Auslegungsparameter festzulegen. Kühlwasservorlauftemperatur (ca. 16 C) Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf (ca. 2 3 K) Angaben zur Luftaufbereitung (Temperaturen, rel. Feuchtigkeit) gewünschte Raumtemperatur (z. B. nach DIN EN 13779: 26 C) Aufgaben während der Montageplanung. strömungsgeschwindigkeiten im Rohrsystem Zusammenfassung der WK zu Raumregelzonen (RZ) Ermittlung und Darstellung folgender Leistungsparameter: Kühl und Heizleistung pro RZ Druckverluste und Volumenströme pro RZ Auslegung der Regelgruppen ggf. Ermittlung des Luftvolumenstromes und dessen Konditionierung sowie Art der Lufteinbringung und verteilung Auslegung des Rohrnetzes, der Armaturen, der Regelungskomponenten, der Komponenten zur Energiewandlung (z. B. Wärmepumpe) sowie Art und Umfang der Nutzung der Energiequellen Montageablauf innerhalb des Raumes Für die Bauablaufplanung empfehlen wir folgende Verfahrensweise. Montageplanung auf Basis der vermaßten und frei gegebenen Ausführungsplanung Freigabe der Montageplanung Materialbestellung Montage der Unterkonstruktion Montage der Wärmetauscher/Register in die Unterkonstruktion hydraulische Verbindung der Register zu Wasserund Regelkreisen mittels fester Verbindungen Montage der Raumregelgruppen Füllen, Spülen, Entlüften des Systems Protokollierung der Druckprobe Beplankung der Decke Inbetriebnahme des gesamten Kühl-/Heizsystems Inbetriebnahme und Wartung Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der hydraulischen Anlage werden nach Abschluss der Installation folgende Serviceleistungen zur Inbetriebnahme durchgeführt. Druckproben Füllen, Spülen, Entlüften der Anlage Einstellen der Strangregulier und Regelventile Überprüfung der Systemkomponenten Die Inbetriebnahme wird schriftlich protokolliert. Zur Dokumentation der Funktionsfähigkeit der Anlage kann optional eine Thermographie durchgeführt werden. Dabei werden mit Hilfe einer Wärmebildkamera die Oberflächentemperaturen berührungslos gemessen und auf Farbbildern abgebildet. Eine periodische Wartung (optionaler Wartungsvertrag) sichert den Erhalt des Sollzustandes. Die Wartungsarbeiten beschränken sich dabei auf die Kontrolle der Armaturen, Pumpen, der Dichtigkeit und des Anlagendrucks. Die Wartungskosten sind daher äußerst gering.
18 System Berlin Berlin Die Funktionsweise Im Zusammenhang mit kostenorientierter industrieller Bauweise bei Neubauprojekten und bei der Revitalisierung von Büro- und Verwaltungskomplexen stellt sich die Aufgabe einer Kombination der vorhandenen Rohbaukonstruktion mit den Anforderungen an moderne, energiesparende und akustisch wirksame Raumausstattung. Für diese Einsatzvariante sind Deckensegel ein optimales Bauteil. Deckensegel bilden als frei im Raum verwendbare Konstruktion eine flexible Gestaltungsmöglichkeit für alle Bereiche der Raumausstattung. Sie bieten die Möglichkeit der Ausstattung als architektonisches Bauteil, das sowohl raumklimatische als auch raumakustische Anforderungen integriert. R&M Multifunktionsdeckensegel bieten die Möglichkeit der Integration aller Anforderungsprofile und der Aufnahme sämtlicher Einbauteile haustechnischer Konstruktionen. Durch die offene Konstruktion von Deckensegeln bieten diese außerdem optimale Bedingungen für die Kühl- und Heizfunktion. Mit dieser Konstruktionsart verbinden wir die Strahlungs- und Konvektionseigenschaften zu hochleistungsfähigen Bauelementvarianten. Die Abführung der thermischen Lasten kann somit effektiv erfolgen. Hochbelastete Bereiche, wie z. B. Besprechungs- und Tagungsräume, werden optimal gekühlt bzw. beheizt. R&M Multifunktionsdeckensegel bieten Ihnen zudem die Möglichkeit, Leuchten, Lüftungsmodule oder andere Einbauteile zu integrieren. Auch für eine gesunde Raumakustik können durch die Verwendung von geeigneten Oberflächen aus perforierten oder teilperforierten Werkstoffen Deckensegel optimal für sensible Anwendungsbereiche ausgestattet werden.
System Berlin 19 R&M Kühldeckensystem Typ Berlin R&M Heizdeckensystem Typ Berlin Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 0 0 6 7 8 9 10 11 12 10 11 12 13 14 15 16 Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K I IV II V III I IV II V III Leistungsübersicht im Kühlfall (Typ Berlin) Leistungsübersicht im Heizfall (Typ Berlin) Leistungsübersicht Die Diagramme und Tabellen zeigen Beispiele für Leistungen bei definierten Systemen und Randbedingungen. Die angegebenen Leistungen sind Ergebnisse aus Leistungsmessungen in zertifizierten Prüflaboren nach DIN. In der Realität wirken folgende Einflussfaktoren auf die Leistung. Art der Lasteinbringung (Wärmequellen) Belegungsgrad Raumhöhe Ggf. Luftunterstützung Regelungskonzept Entsprechend den Ansprüchen der Raumnutzer wie auch den architektonischen und gebäudetechnischen Anforderungen bietet R&M eine Vielzahl von Konstruktionsvarianten an. Glatte GK-Decke Perforierte GK-Decke Perforierte GK-Decke mit Akustikputz Glatte Metalldecke Perforierte Metalldecke Aluminiumsysteme Eine projektspezifische Betrachtung und eine hydraulische Auslegung sind in der Planungsphase zu erstellen. Kühlleistung bei ΔT = Heizleistung bei ΔT = Deckenbeschreibung Registerart 8 K 10 K 13 K 15 K Gewicht kg/m² I. Ungelochte Metallkassette Cu-Register 110 140 100 120 Ca. 15 II. Perforierte Metallkassette Cu-Register 105 133 95 114 Ca. 15 III. GK-Decke mit 10 mm dicken graphithaltigen GK-Platten IV. GK-Decke mit 10 mm dicken graphithaltigen GK-Platten, gelocht Cu-Register mit 80-mm- Rohrteilung Cu-Register mit 80-mm- Rohrteilung 86 110 102 114 Ca. 28 82 105 97 108 Ca. 28 V. Aluminium-Sandwichsystem Cu-Register 127 150 90 110 Ca. 15 Systemübersicht Typ Berlin
20 System Mannheim Mannheim Die Funktionsweise Die Erfahrung der Evolution machen wir uns mit der Verwendung der Kapillarrohrtechnologie zu Nutze und setzen bei unseren Kühl- und Heizstrahlsystemen mit Putzdecken auf PP-Matten mit optimierten physikalischen Eigenschaften. Diese Technologie ermöglicht die Erfüllung sowohl hochwirtschaftlicher als auch architektonisch und technisch anspruchsvoller Aufgaben im Bereich der Gebäudeklimatisierung. Die unmittelbare Installation der Kapillarrohrmatten unter der Oberfläche der Decke gewährleistet sowohl eine kurze Reaktionszeit als auch eine äußerst gleichmäßige Oberflächentemperatur, was zu sehr behaglichen Temperaturbedingungen im Raum beiträgt. Durch die niedrigen System temperaturen (ca. 16 C im Kühlfall bzw. 35 C im Heizfall) können auch umweltfreundliche regenerative Energieformen zur Energieversorgung zum Einsatz kommen. Die Flexibilität der Kapillarrohrmatten lässt den Gestaltungswünschen fast unbegrenzten Spielraum. Die Kapillarrohrmatten sowie alle Rohre, Zuleitungen und Fittings werden aus Polypropylen Typ 3, Random-Copolymerisat, hergestellt. Während des Prozesses der Produktion von PP-Matten sind sowohl der Energieverbrauch als auch die Wasser-, Luft- und Bodenbelastung deutlich geringer als bei der Produktion von Metallen. Dieser Kunststoff ist ein hochreiner Werkstoff und verbrennt zu Wasser und Kohlendioxid. Polypropylen ist nach DIN 4102, Teil 1, eingeordnet in die Baustoffklasse B2 (normalentflammbar). Mit Wasser durchströmt, wird die Kapillarrohrmatte in die Brandklasse B1 (schwerentflammbar) eingeordnet. Alle Komponenten des Sekundärsystems sind aus nicht korrosiven Materialien (Kunststoffe, Edelstahl, Messing) gefertigt. Bedingungen für den Einsatz von Putzkühldecken. Beachtung der Hinweise und Vorschriften des Putzherstellers für den Putzauftrag Saubere, feste und tragfähige Putzträgerdecke Feuchtegehalt des Betons max. 3 Gewichtsprozent Auslegung der Trägerdecke für eine Last von mind. 30 kg/m² Mindestens 10 C Umgebungs- und Bauteiltemperatur während der Verarbeitung Prüfung des Untergrundes auf Tauglichkeit vor dem Verarbeiten
System Mannheim 21 R&M Kühldeckensystem Typ Mannheim R&M Heizdeckensystem Typ Mannheim Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 0 0 6 7 8 9 10 11 12 10 11 12 13 14 15 16 Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K I II I II Leistungsübersicht im Kühlfall (Typ Mannheim) Leistungsübersicht im Heizfall (Typ Mannheim) Leistungsübersicht Die Diagramme und Tabellen zeigen Beispiele für Leistungen bei definierten Systemen und Randbedingungen. Die angegebenen Leistungen sind Ergebnisse aus Leistungsmessungen in zertifizierten Prüflaboren nach DIN. In der Realität wirken folgende Einflussfaktoren auf die Leistung. Art der Lasteinbringung (Wärmequellen) Belegungsgrad Raumhöhe Gegebenenfalls Luftunterstützung Regelungskonzept Eine projektspezifische Betrachtung und eine hydraulische Auslegung sind in der Planungsphase zu erstellen. Kühlleistung bei ΔT = Heizleistung bei ΔT = Deckenbeschreibung Registerart 8 K 10 K 13 K 15 K Gewicht kg /m² I. Putzdecke auf Rohbetondecke Eingeputzte PP-Matte 70 89 85 98 Ca. 25 II. Putzdecke auf abgehängter GK-Decke Eingeputzte PP-Matte 66 84 78 91 Ca. 35 Systemübersicht Typ Mannheim
22 System Mannheim Systemvarianten Die einzelnen Systemvarianten unterscheiden sich durch den konstruktiven Aufbau (direkt auf Rohbeton oder ab gehängter GK-Decke) sowie die Art der Putzbeschichtung (Gipsputz oder Akustikputz). Die PP-Matten werden jeweils in den Deckenputz eingebettet. Dehnungsfugen Schnitt Putzdecke unter Rohbeton Detail Flurwandmontage Gebäudedehnungsfugen sind in die abgehängte Unterdecke zu übernehmen. An aufgehenden Bauteilen (Wände, Stützen, Fassade usw.) sind sowohl die Abhangdecke als auch der Putz durch Trennfugen beweglich auszubilden. Deckenrandabschlüsse Dehnungsfuge Anschlüsse an Bauteile aus anderen Baustoffen, insbesondere Stützen, Fassadenelemente oder thermisch hochbeanspruchte Einbauteile wie Einbauleuchten, müssen getrennt sein, z. B. mit beweglich ausgebildeten Schattenfugen. Oberflächen Hinsichtlich der Verspachtelung von Putzdecken (Oberflächengüte) werden verschiedene Qualitätsstufen unterschieden. Diese sind im Merkblatt 2 des Bundesverbandes der Gipsindustrie definiert. Abgehängte Putzträgerplatte mit Putz Deckeneinbauten Wir bieten auch bei thermisch aktiven Putzdecken die Möglichkeit, sie mit Ausschnitten, Öffnungen und weiteren Details zu versehen, um die in modernen Gebäuden erforderlichen Serviceelemente direkt in die Decke inte grieren zu können. Es stehen unterschiedliche Ausschnittvarianten für die Installation von Deckeneinbauten wie Leuchten, Sprinklern oder Lüftungsauslässen zur Verfügung, die projektbezogen diskutiert werden können. Randanschlüsse mit offener Schattenfuge Randanschlüsse mit geschlossener Schattenfuge Lichtgräben
System Mannheim 23 Planungsschritte Im Deckenspiegel des Architekten werden üblicherweise Vorgaben bzgl. der Raumaufteilungen sowie der gewünsch ten Deckenart und der Einbauten festgelegt. Der Fachplaner übergibt Kühl- bzw. Heizlasten zur Aus legung der Deckensysteme. Auf Grundlage von Prüfzeugnissen (nach DIN 4715 bzw. DIN EN 14240) werden nunmehr die aktive Deckenfläche und gegebenenfalls der notwendige Luft volumenstrom sowie die Art der Luftverteilung im Raum ermittelt. Der Bezug auf die Gesamtdeckenfläche wird im Belegungsgrad dargestellt. Für die Montageplanung sind folgende Auslegungsparameter festzulegen. Kühlwasservorlauftemperatur (ca. 16 C) Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf (ca. 2 3 K) Angaben zur Luftaufbereitung (Temperaturen, relative Feuchtigkeit) gewünschte Raumtemperatur (z. B. nach DIN EN 13779: 26 C) Aufgaben während der Montageplanung. Aufteilung der Raumflächen in Wasserkreise (WK) unter Berücksichtigung von maximalen Druckverlusten und definierten Strömungsgeschwindigkeiten im Rohrsystem Zusammenfassung der WK zu Raumregelkreisen (RK) Ermittlung und Darstellung folgender Leistungspara meter - Kühl- und Heizleistung pro RK - Druckverluste und Volumenströme pro RK - Auslegung der Regelgruppen - Gegebenenfalls Ermittlung des Luftvolumenstromes und dessen Konditionierung sowie Art der Lufteinbringung und -verteilung - Auslegung des Rohrnetzes, der Armaturen, der Regelungskomponenten, der Komponenten zur Energiewandlung (z. B. Wärmepumpe) sowie Art und Umfang der Nutzung der Energiequellen Montageablauf innerhalb des Raumes Für die Bauablaufplanung empfehlen wir folgende Verfahrensweise. Montageplanung auf Basis der vermaßten und Installation der PP-Matten freigegebenen Ausführungsplanung Auftrag eines Haftgrunds auf den Putzträger Freigabe der Montageplanung und die PP-Matten Materialbestellung Installation der Taupunktfühler Putzträger vorbereiten bzw. montieren hydraulischer Anschluss der Rohrregister an 1. Rohbetondecke staub- und fettfrei, max. Restfeuchte die Verteilleitungen des Betons = 3 Gewichtsprozent Füllen, Spülen, Entlüften des Systems 2. Abgehängte GK-Decke: Montage UK, Einlegen der Druckprobe MW, Beplankung mit imprägnierten GK-Platten Protokollierung der Druckprobe Montage der Raumregelgruppen Aufbringen des Putzes nach Herstellerrichtlinien Installation der Kühlwasserverteilleitungen Inbetriebnahme des gesamten Kühlsystems im Raum und Anschluss an die Raumregelgruppen Inbetriebnahme und Wartung Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der hydraulischen Anlage werden nach Abschluss der Installation folgende Serviceleistungen zur Inbetriebnahme durchgeführt. Druckproben Füllen, Spülen, Entlüften der Anlage Einstellen der Strangregulier- und Regelventile Überprüfung der Systemkomponenten Die Inbetriebnahme wird schriftlich protokolliert. Zur Dokumentation der Funktionsfähigkeit der Anlage kann optional eine Thermographie durchgeführt werden. Dabei werden mit Hilfe einer Wärmebildkamera die Oberflächentemperaturen berührungslos gemessen und auf Farbfotos abgebildet. Eine periodische Wartung (optionaler Wartungsvertrag) sichert den Erhalt des Sollzustandes. Die Wartungsarbeiten beschränken sich dabei auf die Kontrolle der Armaturen, Pumpen, der Dichtigkeit und des Anlagendrucks. Die Wartungskosten sind daher äußerst gering.
24 System Frankfurt Sonderlösung Frankfurt Die Funktionsweise Eine Wandheizung oder Wandkühlung mit raumumschließenden Kühl- oder Heizflächen sorgt das ganze Jahr über für ausgewogene Raumtemperaturen und für ein angenehmes und gesundes Raumklima. Mit den R&M Multifunktionswandsystemen kombi nieren wir Flächenheizung und Flächenkühlung. Aufgrund niedriger Vorlauftemperaturen im Heizfall gewährleisten unsere Flächenheizsysteme zusätzlich eine hohe Energieeffizienz. Die bei herkömmlichen Heizsystemen oft nachteilige trockene Heizungsluft und auch Luft- und Staubbewegung gehören mit diesen Systemen der Vergangenheit an. R&M Multifunktionswandsysteme sind ausgezeichnet zur Kühlung von hochbeanspruchten Räumen verwendbar. Dies gilt für die alleinige Nutzung der Wandflächen, aber auch für die Nutzung als ergänzende Fläche zusätzlich zu bereits ge planten Deckenkühlflächen. R&M Wandheizungen und Wandkühlungen können sowohl im Putzverfahren als auch in Form von Baufertigelementen im Trockenbau montiert werden. Die geringe Aufbauhöhe unterstützt den nachträglichen Einbau einer Wandheizung z. B. bei der Altbaumodernisierung. R&M Multifunktionswandsysteme verwandeln einfache Wände in Klimawände. Entsprechend den Ansprüchen der Raumnutzer wie auch den architektonischen und gebäudetechnischen Anforderungen bietet R&M eine Vielzahl von Konstruktionsvarianten an. PP-Matten, geputzt PP-Fertigteile in Vorwänden Kupferfertigteile in Vorwänden auf Anfrage
System Frankfurt 25 R&M Kühlwandsystem Typ Frankfurt R&M Heizwandsystem Typ Frankfurt Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 Leistung in W/m² 160 140 120 100 80 60 40 20 0 0 6 7 8 9 10 11 12 10 12 14 16 18 20 Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K I II I II Leistungsübersicht im Kühlfall (Typ Frankfurt) Leistungsübersicht im Heizfall (Typ Frankfurt) Leistungsübersicht Die Diagramme und Tabellen zeigen Beispiele für Leistungen bei definierten Systemen und Randbedingungen. Die angegebenen Leistungen sind Ergebnisse aus Leistungsmessungen in zertifizierten Prüflaboren nach DIN. In der Realität wirken folgende Einflussfaktoren auf die Leistung. Art der Lasteinbringung (Wärmequellen) Belegungsgrad Raumhöhe Ggf. Luftunterstützung Regelungskonzept Eine projektspezifische Betrachtung und eine hydraulische Auslegung sind in der Planungsphase zu erstellen. Kühlleistung bei ΔT = Heizleistung bei ΔT = Wandbeschreibung Registerart 8 K 10 K 10 K 20 K Gewicht kg /m² I. Wandsystem, geputzt Eingeputzte PP-Matte 52 69 68 159 Ca. 25 II. Wandsystem als Vorwand PP-Matte als Baufertigelement 44 58 59 130 Ca. 35 Systemübersicht Typ Frankfurt
26 System Erding Sonderlösung Erding Bei Lamellenkühldecken vom Typ Erding werden einzelne, intern mit Kupferrohrregistern bestückte Deckenlamellen im variablen Abstand voneinander an der Rohdecke aufgehängt. Der Strahlungsanteil ist aufgrund der geringen sichtbaren Oberfläche geringer. Allerdings überwiegt bei diesem System die konvektive Wärmeabgabe, was, je nach Verlegeabstand, zu sehr hohen spezifischen Leistungen führt. Das Gehäuse der Deckenlamelle besteht aus verzinktem Stahlblech, in diesem sind zwei Kupferrohrregister über ein Wärmeleitprofil integriert. Die Ausführung der Lamellen ist längenvariabel und kann an die jeweilige Situation angepasst werden. Die Leistungsangaben beziehen sich auf die angegebene Lamellenabmessung. Eine Anpassung der Abmessungen ist nach Absprache möglich. R&M Kühldeckensystem Typ Erding Leistung in W/m² 280 260 240 220 200 180 160 140 Kühlleistung bei ΔT = 120 Deckenbeschreibung Registerart 8 K 10 K 6 7 8 9 10 11 12 Temperaturdifferenz (Raum mittl. Wasser) in K I. Kühllamelle Erding Cu-Register 176 226 I Systemübersicht Typ Erding (Werte bezogen auf die aktive Fläche der Lamelle) Leistungsübersicht Typ Erding
Zusammenfassung 27 Zusammenfassung Das komplexe System moderner Gebäudetemperierung beruht auf der Nutzung des Erdreiches, des Grundwassers oder der Luft als Energiequelle (regenerativ). Dadurch wird die Wärme im Winter zum Heizen und im Sommer (ggf. über eine Kältemaschine) zum Kühlen des Gebäudes genutzt. Mittels reversibler Wärmepumpen wird die Energie den R&M Multifunktionsdecken über ein hydraulisches System zur Verfügung gestellt. Über das Jahr verteilt entsteht somit ein thermischer Kreislauf, der für einen Ausgleich der Wärmequellen und Wärmesenken sorgt. Es ergibt sich ein erhebliches Energieeinsparpotenzial gegenüber konventionellen Klimaanlagen, was zu einer Minderung von Betriebskosten und zu einer indirekten Senkung des Treibhausgasausstoßes durch die Klimatisierung führt. Die unterstützende Lüftungsanlage Die Raumluft wird ggf. gegen aufbereitete Außenluft nur insoweit ausgetauscht, als es aus hygienischen Gründen (Luftwechsel) erforderlich ist. Diese geringen Luftmengen werden dann sanft dem Raum zugeführt und erzeugen keinerlei Belästigungen durch Zugluft. Außer zur Sauerstoffversorgung für den Raumnutzer, zur Abfuhr von Schadstoffen und zur Regelung der Raumluftfeuchte kann der Luftstrom auch in geringem Maße zur zusätzlichen Klimatisierung eingesetzt werden. Die integrierte Heizdecke Kühldecken können auch als Heizdecken eingesetzt werden, wenn folgende Aspekte beachtet werden. Behaglichkeitskriterien nach DIN EN 13779 Verwendung eines Drei- oder Vierleitersystems Spezifische regelungstechnische Lösungen Übliche Deckenoberflächentemperaturen von ca. 33 C Die Asymmetrie der Strahlungstemperaturen im Raum darf maximal 5 K (DIN EN ISO 7730) betragen Der Kaltluftabfall sollte durch geringe k-werte der Fenster gering gehalten werden Der sichere Betrieb Verstopfungen durch Kalkablagerungen sind bei einem Kühldeckensystem so gut wie ausgeschlossen, da es als geschlossener Kreislauf bei niedrigen Temperaturen arbeitet. Kühldeckensysteme werden mit Trinkwasser gefüllt. Um Korrosion im Kühldeckenkreislauf durch eingebrachten Sauerstoff zu vermeiden, wird die primärseitige Wärmeversorgung vom Energieverteiler (Kühldecke) durch einen Wärmetauscher (siehe Energieflussschema, Seite 02) getrennt.
28 Akustik Schallabsorption Unter Schallabsorption versteht man die Minderung der Schallenergie in einem Raum. Dabei beschreibt die Schallabsorption den Verlust von Schallenergie beim Auftreffen auf Begrenzungsflächen, Gegenstände oder Personen, die sich in einem Raum befinden. Der Verlust der Schallenergie entsteht vorwiegend durch die Umwandlung von Schallenergie in Wärmeenergie (Dissipation). Der Schallabsorptionsgrad α w (Alpha) beschreibt das Verhältnis der nicht reflektierten zur auftreffenden Schallenergie. Bei einer vollständigen Reflexion ist α w = 0, bei vollständiger Absorption ist α w = 1. R&M Multifunktionsdecken werden nach der europäischen Norm EN ISO 354, Akustik Messung der Schallabsorption in Hallräumen, effizient und unter genormten Bedingungen bewertet. Messungen erfolgen in entsprechenden Prüflaboren. Es ist zu beachten, dass sämt liche Anforderungen von EN ISO 354 erfüllt sein müssen. Die erzielten Ergebnisse werden für Konstruktionsberechnungen hinsichtlich der Raumakustik genutzt und um frequenzabhängige Schallabsorptionsgrade nach EN ISO 11654 in einen bewerteten Schallabsorptionsgrad umgerechnet. R&M Multifunktionsdecken liefern in allen Ausführungsvarianten sehr gute Schallabsorptionswerte ob mit oder ohne Mineralwolleinlage. So erreicht beispielsweise die fugenlose GK-Decke Typ Hamburg einen Schallabsorptionsgrad α w von 0,6 mit Mineralwolle bei einem Lochanteil von 23 Prozent. Dieser Prüfwert weicht unwesentlich von den Werten vergleichbarer Systeme ohne Kühl- oder Heizdeckenbelegung (inaktive Decken) ab. Als Resultat verfügen alle R&M Deckentypen über die in modernen Büro- und Arbeitsräumen erforderlichen akustischen Eigenschaften zur Gewährleistung höchster Anforderungen. Angepasste Prüfungen für Ihre speziellen Einzelanforderungen können mit den R&M Multi funktions decken jederzeit individuell erarbeitet und umgesetzt werden. Dadurch besteht größtmögliche Flexibilität in der Planung, Auslegung und Ausführung von gekühlten Deckenflächen und den entsprechend angepassten akustischen Lösungen.
29 Prüfverfahren Werden Kühl- und Heizdecken perforiert und mit akustisch wirksamen Einlagen ausgestattet, lässt sich gezielt der Schallpegel reduzieren und zugleich die Sprachverständlichkeit im Raum optimieren. Das Prüflabor ermöglicht uns hier die exakte Berechnung raumakustischer Daten, beispielsweise die optimale Nachhallzeit in einem Raum in Abhängigkeit von seiner Größe und seiner Nutzung. Geschlossene Deckensysteme schließen umlaufend mit dem Raum ab. Die akustische Leistung einer geschlossenen Deckenfläche wird mit dem Schallabsorptionsgrad α w bewertet. Prüfstände für unsere Leistungsmessungen entsprechen den Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 17025. Alle Messungen erfolgen entsprechend der DIN EN ISO 354 und werden nach DIN EN ISO 11654 und ASTM C 423a bewertet. Deckensegel sind Einzelelemente, die frei ver teilt im Prüfraum geprüft werden. Im Gegensatz zu geschlossenen Deckensystemen wird hier eine äquivalente Absorptionsfläche pro Deckensegel herangezogen (Bewertung nach DIN EN ISO 354). BILFINGER R&M AUSBAU Schallabsorptionsgrad nach DIN EN ISO 354 gemessen im Hallraum Aufbau des Prüfgegenstandes 10 mm Cleaneo Akustik Thermoboard Plus Gerade Quadratlochung Q 12/25 Lochanteil 23,0%; 1.200 x 2.000 mm ; ca. 7,88 kg/m² Rückseite: Vlies schwarz Multifunktionsdecke von R&M Typ Hamburg Cu-Register mit 80 mm Rohrleitung 30 mm Thermolan TP 120 A ; ca. 0,82 kg/m² CD-Profile 60/27 a = 333 mm 200 mm Konstruktionstiefe [E-200] Mit Prüfobjekt Leer f [Hz] α s α p 1) 100 0,40 125 0,54 0,50 160 0,63 200 0,64 250 0,69 0,65 315 0,69 400 0,69 500 0,67 0,65 630 0,66 800 0,64 1000 0,63 0,65 1250 0,61 1600 0,57 2000 0,56 0,55 2500 0,52 3150 0,44 4000 0,52 0,55 5000 0,63 1) nach DIN EN ISO 11654:1997 Temperatur Relative Luftfeuchte Luftdruck 20,9 C 41,4 % 97,8 kpa 20,4 C 40,3 % 98,9 kpa Absorption α 1,2 1 0,8 0,6 0,4 0,2 0 Hallraumvolumen 198,3 m³ Prüffläche 12,0 m² 125 250 500 1000 2000 4000 Frequ. [Hz] α s α p Bezugskurve Bewertungen Bewerteter Schallabsorptionsgrad nach DIN EN ISO 11654:1997 α w = 0,65 Klassifizierung der Schallabsorption nach DIN EN ISO 11654:1997 C Verbale Bewertung nach VDI 3755 (2000-02) hoch absorbierend Noise Reduction Coefficient nach ASTM C423:1989 NRC = 0,65 Auftragsnummer: Messung Nr: Prüfdatum: Datei: BSP 00 00 00 2-B 13.03.2013 001-02-B Gestaltung Stand VBA-Code Stand 28.02.2013 Berechnungen ohne VBA Stand 28.02.2013 03.02.2009 Abb. 64: Beispiel Prüfbericht Schallabsorptionsmessung
30 Notizen
Standorte 31 Wir sind...... in Hamburg... in Bremen... in Berlin... in Hannover... in Leipzig... in Düsseldorf... in Marburg... in Saarbrücken... in Luxemburg... in Frankfurt am Main... in Mannheim... in Nürnberg... in Stuttgart... in Dingolfing... in München... in Wien... in Ihrer Nähe! Näheres über unsere Standorte erfahren Sie unter www.rumausbau.bilfinger.com
Bilfinger Engineering and Services Bilfinger R&M Ausbau GmbH Gneisenaustraße 15 80992 München Individuelle Beratung erhalten Sie in unserem Kompetenzzentrum Kühldecken: Bilfinger R&M Ausbau Berlin GmbH Oberlandstraße 89 12099 Berlin T +49 30 62602-0 F +49 30 62602-212 steffen.schulz@bilfinger.com Weitere Informationen zu unseren Standorten und Ansprechpartnern finden Sie unter: www.rumausbau.bilfinger.com