EGA HANDICAP SYSTEM - DECISIONS

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Transkript:

EGA HANDICAP SYSTEM - DECISIONS 2016-2019 Dieses Dokument ist eine Übersetzung der englischen Originalversion Im Fall von Interpretationsfragen gilt einzig die englische Version 1. HANDICAP WIRKSAME BEDINGUNGEN (HANDICAP CONDITIONS) 1.1 Gelten Handicap wirksame Bedingungen, wenn Elektro-Carts erlaubt sind? Der Gebrauch von Elektro-Carts ist von den Golfregeln nicht verboten, daher stellt deren Gebrauch die Gültigkeit von Handicap wirksamen Bedingungen keineswegs in Frage. Falls die Turnierregeln den Gebrauch von Elektro-Carts verbieten und ein Spieler wegen unerlaubtem Gebrauch disqualifiziert wird, bleibt sein Resultat Handicap wirksam. 1.2 Gelten Handicap wirksame Bedingungen, wenn Distanz-Messgeräte erlaubt sind? Die Golfregeln verbieten den Gebrauch von Distanz-Messgeräten, ausser wenn eine Platzregel deren Benutzung erlaubt. (s. Anmerkung Regel 14-3). Aber auch wenn keine solche Regel existiert, können Handicap wirksame Bedingungen gelten, wenn diese Geräte bei einer Runde oder einer EDS benutzt werden. In diesem Fall bleibt das Resultat Handicap wirksam, auch wenn der Spieler wegen Verletzung der Regel 14-3 disqualifiziert wird (s. Punkt 3.6.2c). 1.3 Gelten Handicap wirksame Bedingungen, wenn während einer Handicap wirksamen Runde Arbeiten vom Pflegepersonal auf dem Platz vorgenommen werden? Wenn dieser Fall auftritt und das Meisterschaftskomitee die Runde weder annulliert noch unterbrochen hat, gelten die Resultate als unter Handicap wirksamen Bedingungen erspielt und sind Handicap wirksam. 1.4 Gelten Handicap wirksame Bedingungen, wenn Abschläge und/oder Grüns einen künstlichen Belag aufweisen? Abschläge und Grüns mit künstlichem Belag sind von den Golfregeln erlaubt, wenn eine Platzregel existiert, welche diese Flächen als zum Gelände gehörig und nicht als unbewegliches Hemmnis bezeichnet. Das USGA Course and Slope Rating Committee hat bestätigt, dass Oberflächen mit künstlichem Rasen gemäss USGA Course Rating System bewertet werden können. Wenn diese beiden Bedingungen erfüllt sind und die betreffenden Oberflächen sich in den vermessenen Positionen des entsprechenden Loches befinden, zählen die abgegebenen Resultate einer Handicap wirksamen Runde für das Handicap und gelten als unter Handicap wirksamen Bedingungen gespielt. 1.5 Gelten Handicap wirksame Bedingungen, wenn Fairway-Matten zum Schutz des Platzes obligatorisch sind? Ja, der Club kann ein Handicap wirksames Turnier unter folgenden Bedingungen organisieren: - Die Benutzung der Matten ist obligatorisch und auf die vom nationalen Verband vorgesehen Periode der Preferred Lies (Besserlegen) beschränkt. - Alle anderen Bedingungen der Handicap Conditions sind erfüllt. - Eine Platzregel zur obligatorischen Benutzung der Fairway-Matten wird in den Turnierbedingungen festgehalten. 1

Es wird folgende Formulierung empfohlen: Ein Ball, der in der kurz gemähten Zone zur Ruhe kommt, muss aufgenommen, auf eine Matte aus Astroturf o.ä. gelegt und von dort gespielt werden. Die Matte muss so nah wie möglich vom Ort, wo der Ball ursprünglich gelegen hat, platziert werden, nicht näher zum Loch. Im Rahmen der Platzregeln darf der aufgenommene Ball gesäubert werden. Falls dieser so platzierte Ball sich auf der Matte bewegt, muss er ohne Strafschlag zurückgelegt werden. Wenn er sich wieder bewegt, muss die Matte an den nächstgelegenen Ort verschoben werden, welcher die Platzierung des Balles erlaubt, ohne dass er sich erneut bewegt. Falls der Ball sich vor dem Schlag, auch beim Ansprechen oder Probeschwung bewegt, gibt es keinen Strafschlag. Falls ein Tee zur Fixierung der Matte benutzt wird, darf der Ball nicht auf dieses Tee gelegt werden. Das Ziel dieser Entscheidung ist es, die Organisation von Handicap wirksamen Turnieren auch während der Periode des Besserlegens zu fördern. 1.6 Gelten Handicap wirksame Bedingungen bei erweiterten Turnieren wie z.b. Eclectic oder Aggregate? Wenn Preise für das beste Eclectic-Resultat oder für das beste Brutto oder Nettoresultat für eine bestimmten Anzahl Löcher vergeben werden, muss bei mehreren Resultaten jeder individuelle Score dieser Serie folgendermassen behandelt werden: - Das Resultat ist Handicap wirksam, wenn es unter Handicap wirksamen Bedingungen und während eines Handicap wirksamen Turniers erspielt wurde. - Das Resultat zählt nicht für das Handicap, wenn es nur im Hinblick auf den Erhalt eines Eclectic-Preises oder das Brutto- oder Nettototal auf gewissen Löchern erspielt wurde. 1.7 Kann ein Turnier Handicap wirksam sein, wenn die Spieler ihre Runde auf verschiedenen Löchern beginnen? Turniere, an denen die Spieler von verschiedenen Löchern starten, wie z.b. ein Shot-Gun oder gleichzeitig von Loch 1 und 10 abschlagen, können als Handicap wirksam gelten, wenn alle anderen Bedingungen der Handicap Conditions erfüllt sind. Das gleiche gilt auch für die EDS. 2. RECHTE UND PFLICHEN DES HANDICAP KOMMISSION UND DES SPIELERS 2.1 Muss die Handicap Kommission das Handicap eines Spielers im Nachhinein anpassen, wenn er das Turnier mit seiner Scorekarte verlässt, ohne sie abzugeben, oder wenn er externe Resultate abgibt, obwohl in der Zwischenzeit schon andere Resultate registriert wurden? Ja, es handelt sich um Handicap wirksame Resultate, die folglich auch registriert werden müssen. Gibt es nachfolgend ein CBA, so kommt dieser nicht zur Anwendung. 2.2 Kann die Handicap Kommission vor Anfang eines Turniers beschliessen, dass dieses als Reduction Only gewertet wird? Nein, es existieren nur zwei Fälle, bei denen die Möglichkeit von Reduction Only besteht: Wenn der CBA -2RO ist oder wenn eine bereits angefangene Runde von der Spielleitung annulliert wird (Punkt 3.6.2a). In letzterem Fall wird die Handicap Änderung mit CBA=0 berechnet. 2.3 Wie muss die Handicap Kommission reagieren, wenn sich herausstellt, dass ein Spieler zwei verschiedene Handicaps in zwei verschiedenen Home Clubs hat? 2

Ein Spieler darf nicht mehr als einen Home Club auf einmal haben. Er muss entscheiden, welcher Club sein Home Club ist und letzterer muss alle vorhandenen Resultate berücksichtigen und sich auf das niedrigste basieren. Das Handicap des Spielers wird sistiert, bis die Angelegenheit geklärt ist. 2.4 Kann die Handicap Kommission das Handicap eines Spielers herabsetzen, um ihm zu erlauben, an einem Turnier teilzunehmen, oder aus einem anderen Grund, der nicht in direktem Zusammenhang mit seinen Spielfähigkeiten steht? Nein, das ist gegen alle Grundsätze des Handicap Systems und kann dazu führen, dass ein Spieler bei einem Turnier ungerechtfertigt den Platz eines anderen Spielers einnimmt. 2.5 Kann man Spieler bitten, das eigene Resultat im System zu erfassen? Normalerweise werden die Resultate bei der Spielleitung abgegeben, welche diese dann im System registriert. Wenn jedoch die Spielleitung die Spieler bittet, ihre Resultate (EDS inbegriffen) selber in das System einzugeben, müssen sie dies tun und sodann ohne Verzögerung ihre Karte der Handicap Kommission zur Prüfung übergeben. Andere Prozeduren sind bei Prüfung von EDS möglich, sofern die Handicap Kommission überprüft, dass der Score richtig erfasst wurde. 2.6 Kann die Handicap Kommission beim Versäumnis der Pflicht, ein Resultat in das System einzugeben, eine auf den Golfregeln basierende Strafe verhängen? In den Turnierregeln kann von den Spielern verlangt werden, der Handicap Kommission auf verschiedene Art und Weise zu helfen: - Das Gesamtergebnis zu errechnen und das korrekte Handicap anzuwenden; - Die Stableford Punkte auf der Karte einzutragen; - Die Resultate Loch für Loch am Ende der Runde in das IT-System einzugeben. Wenn der Spieler diese Anweisung nicht befolgt, kann die Handicap Kommission jedoch keine Strafe verhängen, die auf den Golfregeln basiert. Die Golfregeln sind klar, was die Pflichten des Spielers und der Handicap Kommission in Hinsicht der Scorekarte betrifft. Die Turnierregeln dürfen diesen Anforderungen nicht widersprechen. Es gibt keine Strafe in den Golfregeln, solange der Spieler die Regel 6-6 befolgt. Die Handicap Kommission kann jedoch eine Disziplinarstrafe in Erwägung ziehen, wie zum Beispiel die Sistierung des Handicaps (s. Abschnitt 3.13) oder den Ausschluss eines künftigen Turniers, wenn der Spieler die obigen Regeln nicht befolgt. 2.7 Darf ein Spieler zwei Home Clubs haben? Nein, ein Spieler darf nie mehr als einen Home Club gleichzeitig haben. Wenn ein Spieler Mitglied in zwei Clubs ist, die zwei verschiedenen Nationalverbänden angehören, muss er normalerweise einen von beiden als Home Club für die Verwaltung seines Handicaps wählen. Wenn ein Spieler sich jedoch in beiden Ländern über längere Zeit aufhält, kann er beschliessen, seinen Home Club während des Jahres entsprechend zu ändern. In diesem Fall verwaltet jeder Home Club das Handicap nur während der Periode, während der er der Home Club ist. Bei jedem Wechsel muss der Spieler seine Resultate dem neuen Home Club vorlegen. Ausserdem muss der Spieler im Voraus bekanntgeben, welcher Club die Handicap Revision Ende Jahr vornehmen soll. Das sollte normalerweise der Club sein, wo er am meisten Handicap wirksame Resultate erspielt hat. 3

3. HANDICAP WIRKSAME RESULTATE 3.1 Der Spieler präsentiert ein Handicap wirksames Resultat, welches unter der Zuständigkeit eines anderen Nationalverbandes erspielt wurde (und zwar nicht der Nationalverband des Spielers). Wie wird dieses Resultat gemäss Handicap System verwendet? Der Spieler muss seinem Home Club folgende Informationen liefern: - Den Beweis, dass der Score effektiv Handicap wirksam ist (z.b. eine Kopie der Turnierbedingungen oder eine offizielle Liste der Resultate); - Den Namen des Clubs, wo das Resultat erzielt wurde, und dessen Zugehörigkeit zu einem Nationalverband; - Eine Scorekarte mit den Ergebnissen für jedes Loch; - Das Par und der Handicap Stroke Index für jedes gespielte Loch; - Die Werte des USGA Course und Slope Ratings für den gespielten Abschlag (diese Werte sind für die Handicap Review unentbehrlich); - Das EGA Playing Handicap Differential für die Spieler der Kategorie 6 (in den zur EGA gehörigen Ländern); - Der CBA (oder gleichwertig) des Turniers, falls anwendbar. Alle diese Informationen erlauben der Handicap führenden Instanz des Spielers, ein korrektes Playing Handicap zu erstellen und die externen Resultate in Stableford Punkte umzurechnen, gemäss Anforderungen des EGA Handicap Systems. Gegebenenfalls wird der CBA vor der Anpassung des Handicaps angewandt. 3.2 Der Spieler liefert ein Handicap wirksames Resultat, das während einer Runde erzielt wurde, die unter der Instanz eines nationalen Verbandes ausgeführt wurde, der nicht das EGA Handicap System anwendet. Wie wird dieses Resultat für das Handicap verwendet? Zusätzlich zu den unter 3.1. erwähnten Informationen müssen noch folgende Punkte berücksichtigt werden: CONGU Beim Fehlen eines Wertes für das Course Rating wird der SSS (Standard Scratch Score) angewendet, beim Fehlen eines Slope Ratings der Wert 124. Die Berechnung des Playing Handicaps (Punkt 3.9) muss entsprechend angepasst werden; danach können alle Resultate, die unter dem CONGU System erspielt wurden, in Stableford Punkte umgewandelt werden gemäss den Anforderungen des EGA Handicap Systems. Die Differenz SSS-CSS muss beim Resultat wie das CBA angewandt werden. Beispiel 1: FALLS DIE WERTE DES COURSE RATINGS UND SLOPE RATINGS VERFÜGBAR SIND Ein Spieler mit einem EGA Handicap von 3.5 nimmt an einem Turnier teil, das in einem Land unter Anwendung des CONGU Systems stattfindet. Der Platz hat einen SSS von 73, ein Course Rating von 72.6, ein Slope Rating von 137 und das Par ist 71. Der CSS war 74. Das EGA Playing Handicap (PH) wird folgendermassen berechnet: PH = EGA Handicap * SR/113 + (CR-PAR) = 3.5 * 137/113 + (72.6-71) = 5.84 = 6 Die Stableford Punkte werden unter Verwendung des EGA Playing Handicaps berechnet 4

HOLE 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 PAR 5 4 4 3 4 3 5 4 4 3 4 5 4 4 3 4 3 5 71 S.I. 17 13 9 5 3 15 7 11 1 8 18 4 14 6 12 2 16 10 GROSS 4 4 6 4 5 3 4 4 6 4 4 5 3 5 3 5 5 5 79 EGA STROKES 0 0 0 1 1 0 0 0 1 0 0 1 0 1 0 1 0 0 STABLEFORD 3 2 0 2 2 2 3 2 1 1 2 3 3 2 2 2 0 2 34 Der CBA wird mit folgender Formel ausgerechnet: CBA = SSS CSS = 73 74 = -1 Das EGA Handicap des Spielers verändert sich nicht, da das Resultat innerhalb der angepassten Buffer Zone von 34-35 liegt (CBA -1). Beispiel 2: WENN NUR DER STANDARD SCRATCH SCORE VERFÜGBAR IST Ein Spieler mit einem EGA Handicap von 3.5 nimmt an einem Turnier teil, das das in einem Land unter Anwendung des CONGU Systems stattfindet. Der Platz hat einen SSS von 73 und das Par ist 71. Der CSS war 74. Das EGA Playing Handicap (PH) wird folgendermassen berechnet: PH = EGA Handicap * 124/113 + (SSS-PAR) = 3.5 * 124/113 + (73-71) = 5.84 = 6 Die Stableford Punkte werden unter Verwendung des EGA Playing Handicaps verwendet: HOLE 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 PAR 5 4 4 3 4 3 5 4 4 3 4 5 4 4 3 4 3 5 71 S.I. 17 13 9 5 3 15 7 11 1 8 18 4 14 6 12 2 16 10 GROSS 4 4 6 4 5 3 4 4 6 4 4 5 3 5 3 5 5 5 79 EGA STROKES RECEIVED 0 0 0 1 1 0 0 0 1 0 0 1 0 1 0 1 0 0 STABLEFORD POINTS 3 2 0 2 2 2 3 2 1 1 2 3 3 2 2 2 0 2 34 Der CBA wird mit folgender Formel ausgerechnet: CBA = SSS CSS = 73 74 = -1 Das EGA Handicap des Spielers verändert sich nicht, da das Resultat innerhalb der angepassten Buffer Zone von 34-35 liegt (CBA -1). USGA Das Playing Handicap (s. Punkt 3.9) sowie die unter der Instanz der USGA gespielten Resultate werden in Stableford Punkte umgewandelt, gemäss Anforderungen des EGA Handicap Systems. Falls es keine Anpassungen für die Spielbedingungen gibt, wird CBA = 0 angewendet. Beispiel Ein Spieler mit EGA Handicap von 3.5 nimmt an einem Turnier in einem Club teil, der in einem Land unter Instanz der USGA liegt. Der Platz hat ein Course Rating von 72.6, ein Slope Rating von 137 und das Par ist 71. 5

PH = EGA Handicap * SR/113 + (CR-PAR) = 3.5 * 137/113 + (72.6 71) = 5.84 = 6 Die Stableford Punkte werden unter Verwendung des EGA Playing Handicaps verwendet: HOLE 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 PAR 5 4 4 3 4 3 5 4 4 3 4 5 4 4 3 4 3 5 71 S.I. 17 13 9 5 3 15 7 11 1 8 18 4 14 6 12 2 16 10 GROSS 4 4 6 4 5 3 4 4 6 4 4 5 3 5 3 5 5 5 79 EGA STROKES RECEIVED 0 0 0 1 1 0 0 0 1 0 0 1 0 1 0 1 0 0 STABLEFORD POINTS 3 2 0 2 2 2 3 2 1 1 2 3 3 2 2 2 0 2 34 Das EGA Handicap des Spielers wird um 0.1 erhöht, da sein Resultat ausserhalb der Buffer Zone liegt (35-36). Andere Länder In Ländern, die andere Handicap Systeme als CONGU oder USGA nutzen, aber das USGA Course Rating System anwenden: s. Kapitel USGA. Resultate aus anderen Ländern können nicht für das Handicap verwendet werden. 3.3 Wenn ein Spieler an einem Turnier teilnimmt, bei dem das Handicap begrenzt ist, sein Handicap jedoch diese Grenze überschreitet, wie wird sein Handicap berechnet? Wenn unter Handicap wirksamen Bedingungen gespielt wird, handelt es sich automatisch um ein Handicap wirksames Resultat. Das Resultat des Turniers wird auf der Basis des beim Turnier zugelassenen Handicaps berechnet. Für die Berechnung des Handicaps hingegen muss die Handicap Kommission die Stableford Punkte basierend auf dem Playing Handicap ausrechnen, das dem EGA Handicap des Spielers entspricht. Beispiel: Ein Spieler mit einem EGA Handicap von 28.2 nimmt an einem Turnier teil, an dem die Handicap Limite auf 24.0 festgesetzt wurde. Der Platz hat ein Course Rating von 71.2, ein Slope Rating von 129 und das Par beträgt 72. Das EGA Playing Handicap (PH) für das Turnier wird folgendermassen ausgerechnet: PH = EGA Handicap * SR/113 + (CR PAR) = 24.0 * 129/113 + (71.2 72) = 26.6 = 27 Das EGA Playing Handicap für die Anpassung des Handicaps wird wie folgt berechnet: PH = EGA Handicap * SR/113 + (CR-PAR) = 28.2 * 129/113 + (71.2-72) = 31.4 = 31 3.4 Wie werden Resultate berechnet, die bei Turnieren ohne Handicap (brutto) gespielt wurden? Auch bei einem Turnier, das ohne Verwendung des Handicaps gespielt wird, sind die Resultate Handicap wirksam, sofern Handicap Bedingungen bestehen. Die Handicap Kommission muss das Stableford netto Resultat mit einem Playing Handicap, basierend auf dem EGA Handicap, für jeden Spieler errechnen. 6

3.5 Kann ein EDS über 9 Löcher Handicap wirksam sein, wenn der Spieler 18 Löcher gespielt hat? Ja, unter der Bedingung dass der Spieler vorher seine EDS ordnungsgemäss hat registrieren lassen. Die Bestimmung, dass ein 9 Loch Resultat nicht Teil eines 18 Loch Resultats sein darf soll vermeiden, dass ein Spieler das bessere der beiden 9 Loch Resultate auswählt. 3.6 Wie wird der Score eines Spielers behandelt, der dank einer Entscheidung der Spielleitung an einem Turnier teilnehmen konnte, für das er eigentlich nicht qualifiziert war? Das erspielte Resultat ist trotzdem Handicap wirksam. 4. CBA COMPUTED BUFFER ADJUSTMENT 4.1 Was tun wenn ein Turnier in einem Land stattfindet, welches CBA anwendet, der Spieler aber aus einem anderen Land kommt, wo dieser nicht angewendet wird (entweder generell oder nur für die entsprechende Handicap Kategorie)? In diesem Fall muss CBA für die Handicap Anpassungen aller Spieler berücksichtigt werden. 4.2 Darf ein angeschlossener Club oder ein nationaler Verband, der kein CBA anwendet, ein CBA berechnen, um den von auswärts kommenden Spielern zu erlauben, ihrem Home Club korrekte Resultate abzuliefern? Ja, auch wenn der CBA in dem Land, wo das Turnier stattfindet, nicht angewendet wird, kann dieser trotzdem berechnet und den externen Spielern zur Anpassung des Handicaps zur Verfügung gestellt werden. 5. EGA HANDICAP UND EGA PLAYING HANDICAP 5.1 Wie wird das Playing Handicap von Spielern berechnet, die aus Ländern kommen, die das EGA Handicap System nicht anwenden, aber an Turnieren teilnehmen, die gemäss EGA Handicap System gespielt werden? CONGU Zuerst wird das Handicap eines Spielers in Besitz eines CONGU Exact Handicaps folgendermassen in ein EGA Handicap umgewandelt: EGA HANDICAP = CONGU EXACT HANDICAP x 113/124 Danach wird das Playing Handicap für das Turnier gemäss der in Abschnitt 3.9 definierten Methode berechnet (124 ist ungefähr der Durchschnitt der Slopes der Plätze in CONGU). Beispiel: Ein Spieler mit einem CONGU Exact Handicap von 15.6 spielt ein Turnier unter Anwendung des EGA Handicap Systems. Der Platz hat ein Course Rating von 70.6, ein Slope Rating von 119 und das Par ist 71. Zuerst wird das CONGU Exact Handicap mit folgender Formel in ein EGA Handicap umgewandelt: EGA HANDICAP = CONGU EXACT HANDICAP x 113/124 = 15.6*113/124 = 14.216 = 14.2 Danach wird das neu berechnete EGA Handicap in der Formel zur Berechnung des Playing Handicaps (PH) verwendet: 7

PH = EGA Handicap * SR/113 + (CR-PAR) = 14.2 * 119/113 + (70.6-71) = 14.553 = 15 Das EGA Playing Handicap wäre somit 15. USGA Zuerst wird das Handicap eines Spielers mit einem USGA Index in ein EGA Handicap umgewandelt. EGA HANDICAP = USGA INDEX Danach wird das Playing Handicap des Turniers gemäss der in Abschnitt 3.9 beschriebenen Methode berechnet. Andere Länder Länder, die ein anderes System benutzen als USGA oder CONGU, aber die das USGA Course Rating System anwenden: s. USGA. 5.2 Wie wird ein Handicap, das in Ländern erworben wurde, welche nicht das EGA Handicap System anwenden, in ein EGA Handicap verwandelt? Das folgende Prozedere wird dann angewendet, wenn ein Spieler seinen Home Club neu in einem Land hat, der das EGA Handicap System anwendet. Der neue Home Club benötigt das Handicap Stammblatt des Spielers. Wenn es nur um ein einziges Turnier geht, wird dieses Prozedere nicht angewendet (Entscheidung 5.1). Wie wird ein Exact Handicap CONGU in ein EGA Handicap umgerechnet? Diese Berechnungen sind approximativ. Da das Slope Rating nicht im CONGU Handicap System existiert, wird wie folgt kompensiert: EGA HANDICAP = CONGU EXACT HANDICAP x 113/124 (124 ist der ungefähre Durchschnitt der Plätze im CONGU) Wie wird ein USGA Index in ein EGA Handicap umgerechnet? Der USGA Index wird mit einem Slope berechnet, es ist also keine Kompensierung nötig und der USGA Index wird zum EGA Handicap. EGA HANDICAP = USGA INDEX Andere Länder Länder, die ein anderes System als USGA oder CONGU anwenden, jedoch das USGA Course Rating System benutzen: s. unter USGA. In allen anderen Fällen muss der Spieler so bald wie möglich ein über 18 oder 9 Löcher und unter Handicap Conditions gespieltes Ergebnis abgeben, um ein EGA Handicap zu erhalten, gemäss Punkt 3.11.3. 5.3 Wie kann ein Spieler prüfen, ob sein Playing Handicap auf seiner Score Karte wirklich korrekt ist? Kann die Disqualifikation von der Spielleitung aufgehoben werden? Um die Regel 6-2 sowie die Entscheidung zu den Golfregeln 6-2/1 korrekt anzuwenden, sollte ein Spieler folgende Schritte unternehmen, speziell wenn er ausserhalb spielt: 8

1. Das EGA Handicap auf der Score Karte notieren, falls das noch nicht der Fall sein sollte. Prüfen des Playing Handicaps anhand der entsprechenden Tabelle und dieses wenn nötig korrigieren. 2. Wenn das EGA Handicap auf der Score Karte aufgeführt ist: kontrollieren und wenn nötig korrigieren, das Playing Handicap anhand der entsprechenden Tabelle überprüfen. Gegebenenfalls notieren oder anpassen. 3. Wenn für die Playing Handicaps keine Tabelle vorhanden ist* und wenn das EGA Handicap fehlt oder falsch eingetragen ist, die Angelegenheit mit der Spielleitung abklären. In allen anderen Fällen annehmen, dass die Berechnungen korrekt sind. *Vorhanden heisst, dass die Tabelle sich dort befindet, wo die Score Karten vergeben wurden, beim ersten Abschlag oder bei der Anmeldung. Das oben erwähnte Prozedere befreit den Spieler nicht von der Verpflichtung, nach Regel 6-2 zu verfahren, sollte aber normalerweise sämtliche Probleme in Bezug auf falsche Informationen betreffend das Playing Handicap oder andere administrative Fehler lösen, die in Folge von letzten Änderungen seines EGA Handicaps auftreten können. Wenn es sich um einen Rechenfehler im System handelt und keine Prüfungsmöglichkeit besteht, sollte angenommen werden, dass es sich um einen Fehler der Spielleitung handelt und die Regel 33-7 für die Disqualifizierung daher nicht zur Anwendung kommen. 6. HANDICAP REVIEW 6.1 Wie soll das Handicap Komitee ein Resultat für die Handicap Review berücksichtigen, das mit dem CONGU Handicap System erzielt wurde? Das CONGU Handicap System basiert nicht auf dem Slope. Deshalb muss der Wert von 124 ungefährer Durchschnitt der Slopes in CONGU verwendet werden, wenn kein Slope Rating vorhanden ist. 9