Softwareproduktlinien - Komponenten und Frameworks



Ähnliche Dokumente
Softwareproduktlinien Teil 4: Versionsverwaltungs- und Buildsysteme

Softwareproduktlinien - Versionsverwaltungs- und Buildsysteme

Moderne Programmierparadigmen Objekt-Orientierung

Daniel Warneke Ein Vortrag im Rahmen des Proseminars Software Pioneers

Java Einführung Abstrakte Klassen und Interfaces

Objektorientierte Softwareentwicklung

Design Patterns 2. Model-View-Controller in der Praxis

Generatives Programmieren

Benutzeroberflächen. Java Teil 4

Willkommen zur Vorlesung. Objektorientierte Programmierung Vertiefung - Java

Zentrale Objekte zur Programmierung graphischer Benutzeroberflächen (GUI)

Objektorientierte Programmierung. Kapitel 12: Interfaces

Software-Engineering und Optimierungsanwendungen in der Thermodynamik

Software Engineering II

Objektorientierte Software-Entwicklung

Grundlagen der Programmierung APPLETS

eclipse und Komponenten

Java Einführung Umsetzung von Beziehungen zwischen Klassen. Kapitel 7

GUI Programmierung mit JAVA Swing

Mit der Maus im Menü links auf den Menüpunkt 'Seiten' gehen und auf 'Erstellen klicken.

Kap. 35 Swing: Grundlagen Kap Swing: Hauptfenster

Objektorientierte Programmierung

Programmieren in Java

Testen von graphischen Benutzeroberflächen. 26. Juni 2013

Testen von graphischen Benutzeroberflächen. 24. Juni 2015

Graphische Benutzungsoberflächen

Drei-Schichten-Architektur. Informatik B - Objektorientierte Programmierung in Java. Vorlesung 16: 3-Schichten-Architektur 1 Fachkonzept - GUI

Software Engineering. Zur Architektur der Applikation Data Repository. Franz-Josef Elmer, Universität Basel, HS 2015

Die Eclipse Rich Client Platform. Martin Lippert Consultant und Coach

Einführung in die Informatik: Programmierung und Software-Entwicklung, WS 11/12. Kapitel 7. Grafische Benutzeroberflächen

Internet Explorer Version 6

Verhindert, dass eine Methode überschrieben wird. public final int holekontostand() {...} public final class Girokonto extends Konto {...

Comparing Software Factories and Software Product Lines

Eignet sich Eclipse RCP als Enterprise Plattform? 2. Mai 2006 Lars Stucki & Edwin Steiner

Objektorientierte Programmierung

Test-Driven Design: Ein einfaches Beispiel

Abteilung Informatik, JFC/Swing 2004 Diego Schmidlin V2.2

Java: Vererbung. Teil 3: super()

Drucken, GUI, Design Pattern,... PDF, Usability, Observer Pattern, MVC

Objektorientiertes JavaScript

WebService in Java SE und EE

Die Programmiersprache Java. Dr. Wolfgang Süß Thorsten Schlachter

Einführung in die Informatik Tools

5 Projekt Bankverwaltung

Eclipse Equinox als Basis für Smart Client Anwendungen. Christian Campo, compeople AG, Java Forum Stuttgart 2007

Software Engineering Klassendiagramme Assoziationen

Übungen zu Softwaretechnik

Starthilfe für C# Inhaltsverzeichnis. Medien- und Kommunikationsinformatik (B.Sc.) Alexander Paharukov. Informatik 3 Praktikum

Software Product Lines

arlanis Software AG SOA Architektonische und technische Grundlagen Andreas Holubek

Prüfungszeuch im Fach Objektorientierte Programmierung WS 2000

Grafische Benutzeroberflächen mit Swing

Einführung in Javadoc

Große Übung Praktische Informatik 1

Übungen zu Einführung in die Informatik: Programmierung und Software-Entwicklung: Lösungsvorschlag

Das Model View Controller (MVC) Konzept

Objektorientierte Programmierung OOP

Definition von domänenspezifischen Sprachen mit Xtext: Einführung. 19. November 2014

Analyse und Modellierung von Informationssystemen

Analyse und Modellierung von Informationssystemen

2. ERSTELLEN VON APPS MIT DEM ADT PLUGIN VON ECLIPSE

Software-Engineering Grundlagen des Software-Engineering

Anleitung zum Arbeiten mit Microsoft Visual Studio 2008 im Softwarepraktikum ET/IT

PHP Aufbaukurs. Tag 3. PHP5 & Klassen

Application Frameworks

Klausur zur Einführung in die objektorientierte Programmierung mit Java

Eine Anwendung mit InstantRails 1.7

Pragmatik von Programmiersprachen

Objektorientierte Programmierung

SEP 114. Design by Contract

Factory Method (Virtual Constructor)

Ein Blick voraus. des Autors von C++: Bjarne Stroustrup Conrad Kobsch

Dr. Hanno Schauer Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur. UML-Klassendiagramme als Werkzeug im Unterricht

Komponentenbasierter Taschenrechner mit CORBA

Applets Belebung von Webseiten. Dipl.-Ing. Wolfgang Beer

Javadoc. Programmiermethodik. Eva Zangerle Universität Innsbruck

Präsentation zur Vorstellung meiner Bachelor-Arbeit beim BSE- Seminar. Vortrag von Patrick Bitterling

Softwaretests in Visual Studio 2010 Ultimate Vergleich mit Java-Testwerkzeugen. Alexander Schunk Marcel Teuber Henry Trobisch

Integrierte und automatisierte GUI-Tests in Java

Themen. Web Service - Clients. Kommunikation zw. Web Services

Software Engineering. Produktivitätsfaktoren! Kapitel 18

Web Services stellen eine Integrationsarchitektur dar, die die Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen

Grundlagen von Python

Workshop 6. Einführung in die objektorientierte Programmierung. Teil: Java mit BlueJ

Andreas Mösching Senior IT Architekt Hewlett-Packard (Schweiz) GmbH HP Banking Service Center Bern

3. Konzepte der objektorientierten Programmierung

Übungsklausur vom 7. Dez. 2007

Prof. Dr. Uwe Schmidt. 21. August Aufgaben zur Klausur Objektorientierte Programmierung im SS 2007 (IA 252)

Verteidigung Masterarbeit Evaluating the Use of a Web Browser to Unify GUI Development for IDE Plug-ins

Einführung in Generatives Programmieren. Bastian Molkenthin

Software Engineering II

Thomas Freitag achelos GmbH SmartCard-Workshop achelos GmbH

GEONET Anleitung für Web-Autoren

Transkript:

Softwareproduktlinien - Komponenten und Frameworks Christian Kästner (CMU) Sven Apel (Universität Passau) Gunter Saake, Thomas Thüm (Universität Magdeburg) 1

Wiederholung: Konfigurationsmanagement und Präprozessoren Variabilität zur Übersetzungszeit Versionsverwaltungssysteme Nur für wenig Varianten geeignet, dafür etabliert Flexible Kombination von Features nicht möglich Build-Systeme Einfacher Mechanismus mit hoher Flexibilität Entwicklung von Varianten getrennt (keine einzelnen Features) Änderungen auf Dateiebene (eingeschränkte Wiederverwendbarkeit) Präprozessoren Einfaches Muster: markieren und entfernen Standard-Tools, hohe Flexibilität, feine Granularität, Feature-basiert Fehleranfällig, schwer lesbar, scattering/tangling, Wie können Features modular implementiert werden? 2

Wie Variabilität modular implementieren? Domain Eng. Feature-Modell Wiederverwendbare Implementierungsartefakte Application Eng. Feature-Auswahl Generator Fertiges Program 3

4 Komponenten

Komponente Abgeschlossene modulare Implementierungseinheit mit Schnittstelle (black box); bietet einen Dienst an Wird zusammen mit anderen Komponenten auch von anderen Herstellern zusammengesetzt zu Softwaresystemen (Komposition) Einzeln vermarktbar und lauffähig Kontext (z. B. JavaEE, CORBA, COM+/DCOM, OSGi) und Abhängigkeiten (imports, exports) explizit spezifiziert Klein genug für Erzeugung und Wartung in einem Stück, groß genug um sinnvolle Funktion bieten zu können 5

Komponenten vs. Objekte/Klassen Ähnliche Konzepte: Kapselung, Interfaces, Geheimnisprinzip Objekte strukturieren ein Problem Komponenten bieten wiederverwendbare Teilfunktionalität Objekte sind üblicherweise kleiner als Komponenten: Komponenten skalieren Objektorientierung Objekte haben häufig viele Abhängigkeiten zu anderen Objekten; Komponenten haben wenig Abhängigkeiten Interfaces von Objekten sind häufig implementierungsnah; Komponenten abstrahieren mehr 6

Vision: Märkte für Komponenten Komponenten können gekauft und in eigene Produkte integriert werden Best of Breed: Entwickler kann für jedes Teilsystem den besten/billigsten Anbieter auswählen Anbieter können sich auf Kernkompetenz beschränken und diese als Komponente(n) anbieten 7

Komponenten eines Webshops (UML-Notation) Bestellen Großhändler Kunde anlegen Adresse ändern Kundenverwaltung Rechnung drucken Reportgenerator Einkäufe Katalog verwalten Webshop Rechnung schreiben Finanzbuchhaltung Entnehmen Einlagern Lagerhaltung Szenario: Kunde anlegen Einkauf Rechnung schreiben Rechnung drucken 8

Produktlinien aus Komponenten Features werden in verschiedenen Komponenten implementiert z. B. die Komponenten Transaktionsverwaltung, Log/Recovery, Pufferverwaltung, Optimierer Komponenten können ggf. Laufzeitvariabilität enthalten Durch Feature-Auswahl werden Komponenten ausgewählt (mapping) Der Entwickler muss Komponenten verbinden (glue code) 9

Produktlinien aus Komponenten Feature-Modell Mapping von Features zu Komponenten Komponentensammlung Component10 Component6 Component2 Component12 Component5 Component1 Component9 Feature-Auswahl als Eingabe Component3 Component7 Component4 Component8 Component11 Component2 Entwickler baut fertiges Programm aus Komponenten Component6 Component9 Component8 Feature-Auswahl Komponentenauswahl Menge von Komponenten Fertiges Program 11

Wie Komponenten bestimmen? Markt für beliebige Komponenten funktioniert nicht Zu kleine Komponenten hoher Aufwand Zu große Komponenten kaum wiederverwendbar Produktlinien liefern nötige Domänenanalyse Welche Teilfunktionalität wird in welcher Granularität wiederverwendet Systematische Wiederverwendung 12 (Tangram)

Bewertung: Produktlinien aus Komponenten In der Industrie üblich (Beispiel: Heimelektronik mit Koala-Komponenten von Phillips) Produktlinien zum Domain Engineering, zur Organisation der Entwicklung, Systematische (geplante) Wiederverwendung von Komponenten Keine vollständige Automatisierung, hoher Entwicklungsaufwand (glue code) im Application Engineering Keine freie Feature-Auswahl 14

Diskussion: Modularität Komponenten verstecken interne Implementierung Idealerweise kleine Interfaces Feature-Kohäsion aber Grobe Granularität Seitenwechselstrategien, Suchalgorithmen, Locking im B-Baum, oder VARCHAR als Komponente? Farben oder gewichtete Kanten im Graph als Komponenten? Funktionalität ggf. schwer als Komponente zu kapseln Transaktionsverwaltungskomponente? 15

Services Ähnlich zu Komponenten: kapseln Teilfunktionalität (Dienste) i.d.r. verteiltes Szenario Bus-Kommunikation, Web Services, SOAP, REST Produktlinien durch Verbinden von Services, i.d.r. mit Orchestrierung (Workflow-Sprachen wie BPEL) Viele Werkzeuge verfügbar (teils managementgerecht ) 16

17 Frameworks

Frameworks Menge abstrakter und konkreter Klassen Abstrakte Struktur, die für einen bestimmten Zweck angepasst/erweitert werden kann vgl. Template Method Pattern und Strategy Pattern Wiederverwendbare Lösung für eine Problemfamilie in einer Domäne Punkte an denen Erweiterungen vorgesehen sind: hot spots (auch variation points, extension points) Umkehrung der Kontrolle, das Framework bestimmt die Ausführungsreihenfolge Hollywood-Prinzip: Don t call us, we ll call you. 18

Plug-ins Erweiterung eines Frameworks Spezielle Funktionen bei Bedarf hinzufügen Üblicherweise getrennt kompiliert; third-party Beispiele: Email-Programme, Grafikprogramme, Media- Player, Web browser 19

Web Portal Webapplikation- Frameworks wie Struts, die grundlegende Konzepte vorgeben und vorimplementieren Entwickler konzentrieren sich auf Anwendungslogik statt Navigation zwischen Webseiten <?php class WebPage { function getcssfiles(); function getmoduletitle(); function hasaccess(user u); function printpage();?> <?php class ConfigPage extends WebPage { function getcssfiles() { function getmoduletitle() { return Configuration ; function hasaccess(user u) { return user.isadmin(); function printpage() { print <form><div> ;?> 20

Eclipse Eclipse als Framework für IDEs Nur sprachspezifische Erweiterungen (Syntax Highlighting, Compiler) müssen implementiert werden Der gemeinsame Teil (Editoren, Menüs, Projekte, Verzeichnisbaum, Copy & Paste & Undo Operationen, CVS, uvm.) ist durch das Framework vorgegeben Framework aus vielen kleineren Frameworks 21

Eclipse JDT WTP SAPinst Workbench Build Debug Edit JUnit Refactor Launch Platform Ant IDE Cheat Sheets Search Debug Team Help Update Views Resources Console Editors Forms Text Editors Compare J2EE Web Control Items Component Messages Resourcepool Dialogs Weitere Erweiterungen Table Script Meta-Dialogs Prerequisite C. Rich Client Platform Workbench Help JFace Core Runtime OSGi SWT 22

Weitere Framework-Beispiele Frameworks für graphische Benutzeroberflächen, z.b. MacApp, Swing, SWT, MFC Multimedia-Frameworks, z.b. DirectX Instant Messenger-Frameworks, z.b. Miranda, Trillian,... Compiler-Frameworks, z.b. Polyglot, abc, JastAddJ 23

Framework-Implementierung: Mini-Beispiel Familie von Dialogen, bestehend aus Textfeld und Button 90% des Quelltexts sind gleich Main Methode Initialisierung von Fenster, Textfeld und Button Layout Schließen des Fensters 24

Taschenrechner public class Calc extends JFrame { private JTextField textfield; public static void main(string[] args) { new Calc().setVisible(true); public Calc() { init(); protected void init() { JPanel contentpane = new JPanel(new BorderLayout()); contentpane.setborder(new BevelBorder(BevelBorder.LOWERED)); JButton button = new JButton(); button.settext("calculate"); contentpane.add(button, BorderLayout.EAST); textfield = new JTextField(""); textfield.settext("10 / 2 + 6"); textfield.setpreferredsize(new Dimension(200, 20)); contentpane.add(textfield, BorderLayout.WEST); button.addactionlistener(/* code zum berechnen */); this.setcontentpane(contentpane); this.pack(); this.setlocation(100, 100); this.settitle("my Great Calculator"); // code zum schliessen des fensters 25

White-Box Frameworks Erweiterung durch Überschreiben und Hinzufügen von Methoden (vgl. Template Method Pattern) Interna des Framework müssen verstanden werden schwierig zu lernen Flexible Erweiterung Viele Subklassen nötig u.u. unübersichtlich Status direkt verfügbar durch Superklasse Keine Plug-ins, nicht getrennt kompilierbar 26

Taschenrechner als Whitebox-Framework public abstract class Application extends JFrame { protected abstract String getapplicationtitle(); //Abstrakte Methoden protected abstract String getbuttontext(); protected String getinititaltext() {return ""; protected void buttonclicked() { private JTextField textfield; public Application() { init(); protected void init() { JPanel contentpane = new JPanel(new BorderLayout()); contentpane.setborder(new BevelBorder(BevelBorder.LOWERED)); JButton button = new JButton(); button.settext(getbuttontext()); contentpane.add(button, BorderLayout.EAST); textfield = new JTextField(""); textfield.settext(getinititaltext()); textfield.setpreferredsize(new Dimension(200, 20)); contentpane.add(textfield, BorderLayout.WEST); button.addactionlistener(/* buttonclicked(); */); this.setcontentpane(contentpane); this.pack(); this.setlocation(100, 100); this.settitle(getapplicationtitle()); // code zum schliessen des fensters protected String getinput() { return textfield.gettext(); 27

Taschenrechner als Whitebox-Framework public abstract class Application extends JFrame { protected abstract String getapplicationtitle(); //Abstrakte Methoden protected abstract String getbuttontext(); protected String getinititaltext() {return ""; protected void buttonclicked() { private JTextField textfield; public Application() { init(); public class Calculator extends Application { protected void init() { protected String getbuttontext() { return "calculate"; JPanel contentpane = new JPanel(new BorderLayout()); protected String getinititaltext() { return "(10 3) * 6"; contentpane.setborder(new BevelBorder(BevelBorder.LOWERED)); protected void buttonclicked() { JButton button = new JButton(); JOptionPane.showMessageDialog(this, "The result of "+getinput()+ button.settext(getbuttontext()); " is "+calculate(getinput())); contentpane.add(button, BorderLayout.EAST); protected String getapplicationtitle() { return "My Great Calculator"; textfield = new JTextField(""); public static void main(string[] args) { textfield.settext(getinititaltext()); new Calculator().setVisible(true); textfield.setpreferredsize(new Dimension(200, 20)); contentpane.add(textfield, BorderLayout.WEST); button.addactionlistener(/* buttonclicked(); */); public this.setcontentpane(contentpane); class Ping extends Application { this.pack(); protected String getbuttontext() { return "ping"; this.setlocation(100, protected String 100); getinititaltext() { return "127.0.0.1"; this.settitle(getapplicationtitle()); protected void buttonclicked() { /* */ // code zum protected schliessen String des getapplicationtitle() fensters { return "Ping"; public static void main(string[] args) { protected String getinput() new { return Ping().setVisible(true); textfield.gettext(); 28

Black-Box Frameworks Einbinden des anwendungsspezifischen Verhalten durch Komponenten mit speziellem Interface (plug-in) vgl. Strategy Pattern, Observer Pattern Nur das Interface muss verstanden werden einfacher zu lernen, aber aufwendiger zu entwerfen Flexibilität durch bereitgestellte Hot Spots festgelegt, häufig Design Patterns Status nur bekannt wenn durch Interface verfügbar Insgesamt besser wiederverwendbar (?) 29

Taschenrechner public class Application extends JFrame { private JTextField textfield; private Plugin plugin; public Application(Plugin p) { this.plugin=p; p.setapplication(this); init(); protected void init() { JPanel contentpane = new JPanel(new BorderLayout()); public interface Plugin { contentpane.setborder(new BevelBorder(BevelBorder.LOWERED)); String getapplicationtitle(); JButton button = new JButton(); String getbuttontext(); if (plugin!= null) String getinititaltext(); button.settext(plugin.getbuttontext()); void buttonclicked() ; else void setapplication(application app); button.settext("ok"); contentpane.add(button, BorderLayout.EAST); textfield = new JTextField(""); if (plugin!= null) textfield.settext(plugin.getinititaltext()); textfield.setpreferredsize(new Dimension(200, 20)); contentpane.add(textfield, BorderLayout.WEST); if (plugin!= null) button.addactionlistener(/* plugin.buttonclicked(); */); this.setcontentpane(contentpane); public String getinput() { return textfield.gettext(); 30

Taschenrechner public class Application extends JFrame { private JTextField textfield; private Plugin plugin; public Application(Plugin p) { this.plugin=p; p.setapplication(this); init(); protected void init() { JPanel contentpane = new JPanel(new BorderLayout()); public interface Plugin { contentpane.setborder(new BevelBorder(BevelBorder.LOWERED)); String getapplicationtitle(); JButton button = new JButton(); String getbuttontext(); if (plugin!= null) String getinititaltext(); button.settext(plugin.getbuttontext()); void buttonclicked() ; else void setapplication(application app); button.settext("ok"); contentpane.add(button, BorderLayout.EAST); textfield = new JTextField(""); public class CalcPlugin implements Plugin { if (plugin!= null) private Application application; textfield.settext(plugin.getinititaltext()); public void setapplication(application app) { this.application = app; textfield.setpreferredsize(new Dimension(200, public String 20)); getbuttontext() { return "calculate"; contentpane.add(textfield, BorderLayout.WEST); public String getinititaltext() { return "10 / 2 + 6"; if (plugin!= null) public void buttonclicked() { button.addactionlistener(/* JOptionPane.showMessageDialog(null, plugin.buttonclicked(); */); "The result of " this.setcontentpane(contentpane); + application.getinput() + " is " + calculate(application.gettext())); public String getapplicationtitle() { return "My Great Calculator"; public String getinput() { return textfield.gettext(); class CalcStarter { public static void main(string[] args) { new Application(new CalcPlugin()).setVisible(true); 31

public class Application extends JFrame implements InputProvider { private JTextField textfield; private Plugin plugin; public Application(Plugin p) { this.plugin=p; p.setapplication(this); init(); Weitere Entkopplung moeglich public interface InputProvider { String getinput(); protected void init() { JPanel contentpane = new JPanel(new BorderLayout()); public interface Plugin { contentpane.setborder(new BevelBorder(BevelBorder.LOWERED)); String getapplicationtitle(); JButton button = new JButton(); String getbuttontext(); if (plugin!= null) String getinititaltext(); button.settext(plugin.getbuttontext()); void buttonclicked() ; else void setapplication(inputprovider app); button.settext("ok"); contentpane.add(button, BorderLayout.EAST); textfield = new JTextField(""); public class CalcPlugin implements Plugin { if (plugin!= null) private InputProvider application; textfield.settext(plugin.getinititaltext()); public void setapplication(inputprovider app) { this.application = app; textfield.setpreferredsize(new Dimension(200, public String 20)); getbuttontext() { return "calculate"; contentpane.add(textfield, BorderLayout.WEST); public String getinititaltext() { return "10 / 2 + 6"; if (plugin!= null) public void buttonclicked() { button.addactionlistener(/* JOptionPane.showMessageDialog(null, plugin.buttonclicked(); */); "The result of " this.setcontentpane(contentpane); + application.getinput() + " is " + calculate(application.getinput())); public String getapplicationtitle() { return "My Great Calculator"; public String getinput() { return textfield.gettext(); class CalcStarter { public static void main(string[] args) { new Application(new CalcPlugin()).setVisible(true); 32

Plug-ins laden Typisch für viele Frameworks: Plug-in Loader sucht in Verzeichnis nach DLL/Jar/XML Dateien testet ob Datei ein Plug-in implementiert prüft Abhängigkeiten initialisiert Plug-in Häufig zusätzlich GUI für Plugin-Konfiguration Beispiele: Eclipse (plugin-verzeichnis + Jar) Miranda (plugins-verzeichnis + DLL) Alternativ: Plug-ins in Konfigurationsdatei festlegen oder Starter-Programm generieren 33

Beispiel Plugin Loader (benutzt Java Reflection) public class Starter { public static void main(string[] args) { if (args.length!= 1) System.out.println("Plugin name not specified"); else { String pluginname = args[0]; try { Class<?> pluginclass = Class.forName(pluginName); new Application((Plugin) pluginclass.newinstance()).setvisible(true); catch (Exception e) { System.out.println("Cannot load plugin " + pluginname + ", reason: " + e); 34

Mehrere Plug-ins vgl. Observer Pattern Mehrere Plug-ins laden und registrieren Bei Ereignis alle Plug-ins informieren Für unterschiedliche Aufgaben: spezifische Plug-in-Schnittstellen public class Application { private List<Plugin> plugins; public Application(List<Plugin> plugins) { this.plugins=plugins; for (Plugin plugin: plugins) plugin.setapplication(this); public Message processmsg (Message msg) { for (Plugin plugin: plugins) msg = plugin.process(msg);... return msg; 35

Frameworks für Produktlinien Domain Eng. Feature-Modell Mapping von Features zu Plug-ins Framework + Plugins Application Eng. Feature-Auswahl Feature-Auswahl als Eingabe Plug-in-Auswahl (und ggf. Startkonfiguration generieren) Anwendung = Framework mit passenden Plugins 36

Frameworks für Produktlinien Bewertung Vollautomatisierung möglich Modularität Praxiserprobt Erstellungsaufwand und Laufzeit-Overhead für Framework/Architektur Framework-Design erfordert Erfahrung Schwierige Wartung, Evolution Preplanning Problem Grobe Granularität oder riesige Interfaces 37 Plug-in für Transaktionsverwaltung oder gewichtete Kanten? Problem der Querschneidenden Belange

Zusammenfassung Modularisierung von Features mit Komponenten und Frameworks Laufzeitoverhead, grobe Granularität Grenzen bei querschneidenen Belangen und feiner Granularität Modularität erfordert Planung Nicht für alle Produktlinien geeignet (z.b. Graph-Bibliothek, eingebettete Datenbanken) 38

Ausblick Neue Programmierkonzepte Analyse Objekt-Orientierung und deren Grenzen Feature-Orientierung Aspekt-Orientierung 39

Literatur S. Apel, D. Batory, C. Kästner, and G. Saake. Feature-Oriented Software Product Lines - Concepts and Implementation. Springer, 2013. Section 4.3: Frameworks Section 4.4: Components and Services C. Szyperski: Component Software: Beyond Object-Oriented Programming. Addison-Wesley, 1998 [Standardwerk Komponentenorientierte Softwareentwicklung] R. Johnson and B. Foote, Desiging reusable classes, Journal of Object-Oriented Programming, 1(2):22-35, 1988 [OOP Wiederverwendung, insb. Frameworks] L. Bass, P. Clements, R. Kazman, Software Architecture in Practice, Addison-Wesley, 2003 [Architekturgetriebene Produktlinien, typischerweise Frameworks] 40