Gottesdienst feiern. Allgemeiner Aufbau eines Gottesdienstes. Eröffnung

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1 Gottesdienst feiern In diesem Raster findest du den allgemeinen Ablauf eines Gottesdienstes und die Bedeutung der einzelnen Elemente. Das Raster kannst du ausdrucken und beim Planen eines Gottesdienstes ausfüllen. Wer? Macht was? Namen der Lieder, die Bußrufe, Fürbitten usw. kannst du rechts in die leere Spalte schreiben. Nicht alle beschriebenen Elemente müssen von deiner Gruppe gestaltet werden. Oft reicht schon ein kleines zusätzliches beziehungsweise verändertes Element, um den Jungschargottesdienst unvergesslich zu machen. Achte bei den Liedern darauf, dass Altbekannte und Neue dabei sind. Bevor du mit deiner Gruppe den Gottesdienst planst, ist es sinnvoll, ein übergeordnetes Thema zu suchen. Vom vorgesehenen Evangelium könnt ihr euch dabei inspirieren lassen. Allgemeiner Aufbau eines Gottesdienstes Eröffnung Einzug: Der Einzug bewegt die ganze Gemeinschaft dazu, körperlich und geistig beim Gottesdienst anwesend zu sein. Er ist Symbol dafür, dass Christus einzieht, einlädt und gegenwärtig ist. Eröffnungsgesang: Der Gesang begleitet den Einzug, eröffnet die Feier und will die Gemeinschaft auf die Feier einstimmen. Einleitung: Der Priester oder eine/r aus dem Vorbereitungsteam führt mit kurzen Worten in den Gottesdienst beziehungsweise das Thema des Gottesdienstes ein. Lied zum Bußakt: Nur versöhnte Menschen können miteinander feiern, daher steht am Beginn der Eucharistiefeier der Bußakt. Er kann mit einem Lied oder in Form der Kyrierufe (Herr, erbarme dich ) gestaltet werden. In der Mitte steht der Ruf nach der Liebe, Güte und Barmherzigkeit Gottes. Gloria: Download entnommen aus Werkbrief Kontakt /10 Seite 1 von 6

2 Das Gloria ist ein Loblied und Ausdruck der christlichen Grundhaltung gegenüber Gott: Nicht Angst, sondern die Freude macht die Gott-Mensch-Beziehung aus. Vorgesehen ist das Gloria für Feste und Sonntage, außer im Advent und in der österlichen Bußzeit (Fastenzeit). Tagesgebet: Die Gemeinde ist eingeladen, in Stille ihr Gebet vor Gott zu bringen. Der Priester schließt das stille Gebet mit einem gesprochenen Gebet ab. Wortgottesdienst Lesungen: An Sonn- und Feiertagen sind zwei Lesungen vorgesehen, eine aus dem Alten und eine aus dem Neuen Testament. An Wochentagen wird eine Lesung vorgetragen. Die Lesungen sind vorgegeben, es können allerdings auch Lesungen, die zum Thema des Gottesdienstes passen, ausgesucht werden. Nicht biblische Texte können zur Vertiefung dienen, ersetzen aber nicht einen Bibeltext. Halleluja: Vor dem Evangelium ist ein Hallelujaruf mit einem aufs Evangelium bezogenen Vers vorgesehen oder ein Hallelujalied. Das Halleluja entfällt in der Fastenzeit. Evangelium: Das Evangelium erzählt die Geschichte Gottes mit dem Menschen in und durch Jesus Christus. Das Evangelium ( Frohe Botschaft Jesu Christi ) findet sich im Neuen Testament bei Matthäus (Mt), Markus (Mk), Lukas (Lk) und Download entnommen aus Werkbrief Kontakt /10 Seite 2 von 6

3 Johannes (Joh). Es wird vom Priester oder Diakon verkündet. Predigt: In der Predigt wird das Thema der Schriftlesungen (Lesung/en und Evangelium) beziehungsweise das Thema des Gottesdienstes, in Verbindung mit den Schriftlesungen, lebendig ausgelegt. Es wird erklärt, was die biblischen Texte für unser heutiges Leben bedeuten können. Glaubensbekenntnis: Das traditionelle Glaubensbekenntnis und auch alle frei formulierten Bekenntnisse sind immer ein Ausdruck des christlichen Glaubens an Gott. Das Bekenntnis ist trinitarisch, das heißt auf den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist ausgerichtet. Fürbitten: Die Fürbitten sind ehrliche Bitten für die Kirche, für die Anliegen der Welt, für die Notleidenden, für aktuelle Anliegen und für die Verstorbenen. Bitten bedeutet, Gott zu vertrauen. Download entnommen aus Werkbrief Kontakt /10 Seite 3 von 6

4 Eucharistiefeier Gabenbereitung (Lied): Brot und Wein sind die Symbole der Eucharistiefeier. Brot ist der Ertrag der menschlichen Arbeit aus der Schöpfung Gottes, den man zum Leben braucht. Wein kann den Alltag in ein Fest verwandeln. Gottesdienst feiern bedeutet, denn Alltag zu unterbrechen und ein Fest zu begehen. Hochgebet: Der Priester spricht in Vertretung aller Anwesenden das eucharistische Hochgebet (großes Dank- und Lobgebet an Gott). Es beginnt mit der Präfation (Vorgebet), welche je nach Festen und Festzeiten variiert. Die Präfation mündet ein in das Sanctus (Heilig). Gott ist der Heilige und ihm gebührt Lob und Dank. Das Sanctus bezieht sich auf das himmlische Heilig, Heilig, Heilig der Engel in Jesaja 6. Das Heiliglied ist ein Lobpreis und wesentlicher Bestandteil des Hochgebets. Wandlung: Sie ist mit dem biblischen Einsetzungsbericht das Zentrum des eucharistischen Hochgebets. Dieses Gedächtnis meint, dass der feiernden Gemeinde Jesus in seiner ganzen Person, mit seinem Leben, Sterben und Auferstehung vor Augen gestellt. Er ist mitten unter uns und hat im konkreten Leben Bedeutung. In den Symbolen von Brot und Wein wird Christus erfahrbar. Im Geheimnis des Glaubens bekennt die Gemeinde miteinander den Glauben an Tod und Auferstehung Jesu und ihre Hoffnung aus dem Glauben. Erinnerung: Wesentliche Bestandteile des eucharisitischen Hochgebets sind Download entnommen aus Werkbrief Kontakt /10 Seite 4 von 6

5 die Erinnerung (Feier des Gedächtnisses von Tod und Auferstehung Jesu) und die Fürbitten (für die Welt, die Kirche und ihre Hirten; für die Anwesenden und für alle; für die Verstorbenen Vater unser: Das Vater unser ist das Gebet des Herrn, mit Jesu Worten wendet sich die Gemeinde an den Vater im Himmel. Friedensgruß: Christus hat uns den Frieden gebracht, um diesen Frieden bitten wir und bezeugen ihn mit dem Friedensgruß. Agnus Dei (Lamm Gottes) und Kommunion: Das Brot brechen wurde von Jesus beim letzten Abendmahl vollzogen. In der Kommunion essen wir vom Brot des Lebens, das Christus ist, und werden dadurch selbst zu einem Leib. Danklied: Das Danklied ist Ausdruck des Dankes und des Lobes und sollte deshalb an Gott gerichtet sein. Schluss Schlussgebet: Beim Schlussgebet werden die Gedanken des Gottesdienstes in einem Gebet zusammengefasst. Die liturgische Feier soll in den Alltag hinausstrahlen. Segen: Als von Gott Gesegnete haben wir den Auftrag, das im Gottesdienst Empfangene weiterzugeben, das Wort Gottes zu leben und zum Segen für andere zu werden. Auszug: Das Lied am Ende der Messfeier Download entnommen aus Werkbrief Kontakt /10 Seite 5 von 6

6 kann ein Segenslied oder Sendungslied sein und begleitet den Auszug. Download entnommen aus Werkbrief Kontakt /10 Seite 6 von 6

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