Was tun bei einem Todesfall?
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- Lennart Maurer
- vor 9 Jahren
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Transkript
1 Was tun bei einem Todesfall?
2 Vorbereitungen für den Todesfall Bei einem Todesfall fallen Trauer und vielfach unerwartete Arbeit zusammen. Innerhalb kurzer Zeit muss unter erschwerten Bedingungen vieles besorgt werden. Der Tod eines Mitmenschen stellt die Hinterbliebenen vor Fragen, mit denen sie sich in der Regel wenig auseinandergesetzt haben. Dieses Merkblatt soll dazu anregen, sich mit diesen Fragen frühzeitig zu befassen und Angehörigen oder Bekannten eigene Wünsche mitzuteilen. Schliesslich ist das Merkblatt auch als Organisationshilfe gedacht. Zweifellos bleiben dennoch Fragen offen. Das Bestattungsamt steht Ihnen zu deren direkten Beantwortung gerne zur Verfügung. Bestattungsamt Eschenbach
3 Was tun bei einem Todesfall? 1. Wenn der Todesfall zu Hause eingetreten ist, zuerst den Arzt (Hausarzt, -Stellvertreter oder Notarzt) beiziehen. Er stellt die ärztliche Todesbescheinigung aus und bietet den Einsarger (Kurt Lämmler; ) auf. Bei einem Unfalltod zuerst die Polizei benachrichtigen. 2. Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Pfarramt 3. Meldung des Todesfalles beim Bestattungsamt beim Todesfall zu Hause durch: wann: nahestehende Angehörige oder Beauftragte(n) wenn möglich innerhalb eines halben Tages (siehe auch Ziffer 3) an Wochenenden am folgenden Werktag mitbringen: ärztliche Todesbescheinigung Familienbüchlein, wenn vorhanden und auffindbar bei Ausländern zusätzliche Papiere nach Bedarf beim Todesfall im Spital oder Pflegeheim Meldung erfolgt direkt durch Spitalverwaltung bzw. Heim beim Todesfall im Altersheim Meldung erfolgt, je nach Absprache, entweder durch Heimleitung oder Angehörige (wie bei Todesfall zu Hause)
4 4. Besprechung beim Bestattungsamt (nach der Absprache des Beisetzungstermins beim Pfarramt) wann: wenn möglich innerhalb eines halben Tages; an Wochenenden am folgenden Werktag am Wochenende/Feiertag auch ausserhalb der Büroöffnungszeiten (nur bei dringenden Fällen) Telefon Bestattungsamt Tel ausserhalb der Büroöffnungszeiten kann in Notfällen über folgende Nummern Kontakt hergestellt werden: Bestattungsbeamter privat Tel falls nicht erreichbar: Bestattungsbeamter-Stv. privat Tel Was wird besprochen? Erd- oder Feuerbestattung Überführung des/der Verstorbenen in Aufbahrungshalle bzw. in das Krematorium Rüti (Aufbahrungsmöglichkeit in der Schauzelle) Rückführung des/der Verstorbenen aus Spital zum Friedhofgebäude (in der Regel am Vortag der Bestattung) oder Transport der Aschenurne vom Krematorium zum Friedhofgebäude. Die-
5 ser Transport wird in der Regel durch die Gemeinde organisiert. Nach Absprache mit dem Bestattungsamt können aber auch Private die Urne beim Krematorium abholen. Tag der Erdbestattung oder der Urnenbeisetzung (wird nach Absprache mit dem Pfarramt festgelegt, muss vom Bestattungsamt jedoch bestätigt werden!). Bei Kremation zusätzliche Zeit einplanen. Die Bestattungszeit ist frei wählbar. Sie erfolgt in Absprache mit dem katholischen oder evangelischen Seelsorger. Bei Konfessionslosen durch Absprache mit dem Bestattungsamt. Ablauf der Bestattung (siehe dazu auch Ziffer 4) Besondere Wünsche dazu Art des Grabes: Reihengrab (Erdbestattung) Urnengrab mit individueller Gestaltung Urnengrab mit einheitlicher Beschriftungsplatte und Grabbepflanzung durch Gemeinde (einmalige Grabtaxe) Urnenbeisetzung in einem bestehenden Grab (dabei ist zu beachten, wann die gesetzliche Grabesruhe der bereits bestatteten Person abläuft: Grabesruhe für Erdgräber 20 Jahre, für Urnen 10 Jahre) Gemeinschaftsgrab ohne Inschrift oder mit Namensschild auf Steinplatte Aushändigung des Schlüssels für das Friedhofgebäude Hinweis auf amtliche Todesmitteilungen z.b. an AHV-Zentrale Genf (Rente), Amtsnotariat (evtl. ist hier eine letztwillige Verfügung deponiert). Amtliche Publikation in Zeitungen
6 5. Besprechung beim Pfarramt wann: Wenn möglich innerhalb eines halben Tages Telefonnummern Kath. Pfarramt E bach, Herr Pfarrer Wehrli Sekretariat Kath. Pfarramt St. Gallenkappel Kath. Pfarramt Goldingen Evang. Pfarramt, Herr Pfarrer Martin Jud Sekretariat Was wird besprochen? Gestaltung der Abdankungsfeier Gestaltung des Beerdigungsgottesdienstes in der Kirche Besondere Wünsche (Musik, Lieder, evtl. Blumenschmuck) Zurverfügungstellung von Lebenslauf und anderen Angaben Für Katholiken: Rosenkranzgebet, Zeitpunkt und Ort Jahrzeitmessen, Gregorianische Messen? Kirchliches Gedächtnis, Zeitpunkt und Ort 6. Besprechung mit Sargschreiner Erfolgt die Einsargung im Spital, ist mit dem Sargschreiner, Edi Arnold (Tel ), die Art der Sargausstattung und der Sargblumen (erst vor der Überführung in die Friedhofkapelle einlegen) zu besprechen. (Die Kosten für Sargausstattung und -blumen gehen zulasten der Angehörigen.)
7 Was ist weiter zu tun? Vor der Bestattung Angehörige und Freunde des/der Verstorbenen benachrichtigen Todesanzeige für Zeitung(en) formulieren und aufgeben. Annahmezeiten und Adresse(n) siehe nächste Seite. Grösse und Kosten der Todesanzeige besprechen Leidzirkulare bestellen und bei der Post aufgeben Couverts evtl. bereits bei der Bestellung des Leidzirkulars mitnehmen und vorzeitig adressieren; evtl. vorbereitete Klebeadressen anbringen Lebenslauf für Pfarramt verfassen Wenn Leidmahl vorgesehen, Restaurant reservieren und Menu bestimmen. Kosten vereinbaren für den Fall, dass die Zahl der Gäste von der Bestellung erheblich abweicht. Persönlichen Blumenschmuck bestellen (evtl. Sargbouquet, wenn gewünscht besondere Blumen für Kirche) Wer gemeinnützige Geldspenden allfälligen Blumenspenden vorzieht, weist zweckmässigerweise bereits in der Todesanzeige darauf hin und gibt Name und Postchecknummer der empfohlenen Spendenempfänger bekannt. evtl. angemessene Kleidung besorgen
8 Aufgabe der Todesanzeige für die Zeitung Annahmeschluss für Todesanzeigen in der Zürichsee-Zeitung Montagausgabe: Sonntag, Uhr in den Briefkasten werfen von: Zürichsee-Zeitung Seestrasse Stäfa oder bis Uhr Fax an oder an jeweils mit dem deutlichen Vermerk "Dringende Todesanzeige ZSZ Gesamtausgabe". Bitte erkundigen Sie sich unter T , ob Ihre Todesanzeige angekommen ist. Dienstag- bis Samstagausgaben: jeweils Vortag, Uhr Aufgabe am Vortag bis Uhr an: Publicitas AG Seestrasse Stäfa T F [email protected] oder bei einer Publicitas-Geschäftsstelle in Ihrer Nähe.
9 Annahmeschluss für Todesanzeigen in der Südostschweiz Montagausgabe: Sonntag, Uhr (via Fax bis Uhr) Dienstag- bis Samstagausgaben: jeweils Vortag, Uhr Annahmestelle: Während der Woche: Südostschweiz Publicitas AG, Agentur Uznach, Zürcherstrasse Uznach (Tel ) per Fax Übers Wochenende: Südostschweiz Publicitas AG, Agentur Glarus, Zwinglistrasse 6, 8750 Glarus per Fax Adresse Trauerzirkulare: Rüegg Druck GmbH, Rapperswilerstr. 2, 8733 Eschenbach Tel Fax Am dritten Tag oder später Abdankungsfeier, Beisetzung und Trauergottesdienst sich rechtzeitig in der Abdankungshalle einfinden Wenn die Aschenurne, nach Absprache mit dem Pfarramt, bereits am Grab steht, sich direkt am Grab einfinden Beileidskarten aus der Kartenurne mit nach Hause nehmen
10 Wenn diese speziell verdankt werden sollen: eingegangene Kranz-, Blumen- und Geldspenden auf den Beileidskarten vermerken später Danksagung für Zeitung(en) und/oder persönliche Danksagung für Postversand formulieren und aufgeben noch später Grabmal bestellen (darf auf Erdbestattungsgräbern frühestens sechs Monate nach der Beerdigung gesetzt werden); Gestaltungsvorschriften der Gemeinde beachten; Grabmalgesuch bei der Gemeinde einreichen. Grabunterhalt bestimmen (durch Angehörige oder Grabunterhaltsvertrag mit Altwegg Gartenbau AG, ) Eigene Wünsche beizeiten festlegen Wer alleinstehend ist oder nicht alles durch die Angehörigen bestimmen lassen will, sollte die eigenen Wünsche frühzeitig festlegen, zum Beispiel: Wird Erdbestattung oder Kremation gewünscht Art des Grabes Wer soll Todesanzeige erhalten (Adressliste bereitlegen und laufend bereinigen) Wer soll zum Leidmahl eingeladen werden (Freunde, Kollegen, Bekannte, die den Angehörigen unbekannt sind, aufschreiben)
11 Besondere Wünsche betreffend Abdankung, Bestattung, Gottesdienst (Bekanntgabe des Lebenslaufes, Musik, Lieder) Besondere Wünsche für Grabmal, Grabgestaltung und -Unterhalt Andere Wünsche? Wünsche die direkt mit dem Todestag und der Beerdigung zusammenhängen, dürfen nicht in eine letztwillige Verfügung aufgenommen werden. Diese wird erst später eröffnet. Angehörige oder Beauftragte müssen auf andere Weise informiert werden. Wer für sich eine Kremation wünscht, kann seinen Willen dem Bestattungsamt im Voraus schriftlich bekanntgeben. Es genügt aber auch, wenn die Angehörigen informiert werden. Wollen Sie bei einer allfälligen Erbschaft jemanden begünstigen oder zurückstellen oder spezielle Vergabungen machen oder sonstwie etwas letztwillig verfügen? In diesem Falle empfiehlt es sich, ein Testament zu verfassen und/oder einen Ehe- und Erbvertrag abzuschliessen. Lassen Sie sich bei Bedarf von Fachleuten (z.b. Amtsnotar) beraten. Solche Verfügungen können zu Lebzeiten wieder geändert werden. Das handgeschriebene Testament kann zu Hause aufbewahrt oder beim Amtsnotariat, Neue Jonastr. 59, 8640 Rapperswil, , hinterlegt werden. Ein paar Hinweise Wer nicht an seinem/ihrem Wohnort, sondern aus achtenswerten Gründen an einem anderen Ort bestattet werden will, sollte dies mit dem Zivilstandsamt/Bestattungsamt jenes Ortes noch zu Lebzeiten schriftlich vereinbaren. Dies ist in der Regel mit Kosten verbunden
12 (Grabtaxe, usw.) Kurzfristige Zugeständnisse sind oftmals nur schwer zu erreichen. *** Der speziellen Besprechung bedarf das Vorgehen beim Todesfall im Ausland, der Rückführung des/der Verstorbenen an den Wohnort, beim Leichentransport ins Ausland und bei anderen besonderen Fällen. Bei einem Todesfall im Ausland empfehlen wir die sofortige Kremation und die anschliessende Rückführung der Urne des Verstobenen. *** Bei einer Kremation können auf Wunsch zuerst die öffentliche Abdankungsfeier und der Trauergottesdienst (der Leichnam ist währenddessen in der Friedhofkapelle aufgebahrt) und einige Tage später die Urnenbeisetzung in einem kleinen Kreis von Trauergästen durchgeführt werden. *** Die Durchführung der Trauerfeier und die Benützung des Gottesdienstraumes bei der Beerdigung von Personen, die sich nicht zum kath. oder evang. Glauben bekennen oder aus einer der beiden Kirchen ausgetreten oder konfessionslos sind, bedarf der speziellen Absprache. ***
13 Wer aus der Landeskirche austritt, sollte sich dabei überlegen, ob deren Dienste bei der Bestattung nicht doch gewünscht werden. Die Orientierung der Angehörigen über den Entschluss und dessen Folgen ist unerlässlich. *** Weitere Hinweise aufgrund der Bestimmungen des kant. Friedhofgesetzes und der zugehörigen Vollzugsverordnung Der Leichnam soll frühestens 48 und spätestens 72 Stunden nach Eintritt des Todes bestattet werden (Bemerkung dazu: Nach Absprache ist spätere Bestattung möglich). Die Bestattungskosten werden von der politischen Gemeinde Eschenbach getragen, sofern der/die Verstorbene in Eschenbach Wohnsitz hatte. Die Gräber dürfen nicht vor Ablauf von 20 Jahren seit der Bestattung geöffnet werden. Die im Urnengrab oder im Erdgrab beigesetzte Asche ist mindestens 10 Jahre lang aufzubewahren. Auszug aus dem Friedhofreglement Grabmal Das Grabmal soll persönlich gestaltet sein, den Forderungen des Schönheitssinnes entsprechen und sich in das Gesamtbild des Friedhofes ruhig und harmonisch einfügen. Die Vorschriften im Friedhofreglement sind zu beachten.
14 Erbbescheinigung Eine Erbbescheinigung wird benötigt: - um über die Vermögenswerte der/des Hinterbliebenen für die Bezahlung der Todesfallkosten und für die Erbteilung verfügen zu können. - sie ist immer nötig, wenn die/der Verstorbene Grundeigentum hinterlässt. Sie wird auch benötigt, wenn eine Testamentseröffnung stattgefunden hat. Eine Erbbescheinigung wird auf Verlangen durch das Amtsnotariat Rapperswil ausgestellt ( ). Testament Formen: - eigenhändige letztwillige Verfügung selber geschrieben und zu Hause oder im Bankfach aufbewahrt; besser jedoch beim Amtsnotariat, Untere Bahnhofstrasse 11, 8640 Rapperswil - öffentliche letztwillige Verfügung unter Beizug von zwei unabhängigen Zeugen, durch Amtsnotariat errichtet. - mündliche Erklärung zwei unabhängigen Zeugen mitgeteilt, welche dies sofort niederzuschreiben und dem Amtsnotariat unter Begründung, dass keine andere Form möglich war, übergeben. Testamentseröffnung: - Die Testamentseröffnung wird im Kt. St. Gallen durch das Amtsnotariat vorgenommen. Sie erfolgt in der Regel schriftlich unter Beilage einer Kopie des Testaments, die Eröffnung erfolgt automatisch innert 30 Tagen.
15 - Wird ein Testament zu Hause oder im Bankfach gefunden, ist dieses unabhängig davon, ob schon ein anderes Testament bekannt ist, sofort dem Amtsnotariat zur Eröffnung zu übergeben. - Gegen ein Testament kann innerhalb eines Jahres ab der Kenntnisnahme Anfechtungsklage erhoben werden. Im Kanton St. Gallen ist dies beim Vermittleramt zu tun. Erbteilung Innerhalb von drei Monaten ab Kenntnisnahme kann die Ausschlagung eines Erbes beim Amtsnotariat angezeigt werden. Wenn alle Erben einverstanden sind, kann das Erbe auch früher geteilt werden. Ist eine Testamentseröffnung erfolgt, muss mit der Teilung bis zum Ablauf der Anfechtungsfrist (1 Jahr) gewartet werden. Sofern alle Erben das Testament schriftlich anerkennen, kann die Teilung auch früher erfolgen. Wenn nicht durch ein Testament ein Willensvollstrecker eingesetzt wurde oder dieser nicht mehr lebt, erfolgt die Erbteilung durch die Erben gemeinsam. In der Regel wird für die Durchführung der dem Zivilstandsamt gegenüber genannte Erbenvertreter vermutet. Wenn kein Testament vorhanden ist, können bei der Bestellung der Erbbescheinigung die Erbquoten der einzelnen Erben angefragt werden. Die Erbteilung kann durch die Erben auch einem Dritten übergeben werden. Wird ein Erbe längere Zeit nicht verteilt, kann jeder Erbe beim Amtsnotariat die amtliche Teilung verlangen. * * *
16 Wichtige Telefonnummern: Name Funktion Natel Telefon Amtsnotariat See-Gaster Artho Ulrich Totengräber Walde Büsser Bestattungsdienst GmbH Transporter Evang. Pfarramt Uznach Sekretariat Pfarramt Fischbacher Josef Friedhof Goldingen Altwegg Gartenbau AG Totengräber Eschenbach Ghenzi Grabplatten STGK Grabplatten STGK Romer Marie-Louis Pastoralassistentin Jud Martin Evang. Pfarrer Kath. Pfarramt Eschenbach Sekretariat Pfarramt Kath. Pfarramt Goldingen Sekretariat Pfarramt Kath. Pfarramt St. Gallenkappel Sekretariat Pfarramt Knirsch Reinhard Diakon Goldingen Krematorium Rüti Krematorium St. Gallen Lämmler Kurt GmbH Einsarger / Grabkreuze Rickli Kurt Totengräber SGK Wehrli Eugen Kath. Pfarrer Eschenbach Zivilstandsamt Uznach Zivilstandsamt Rapperswil-Jona
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