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1 Aufbau Datenbanksysteme Lehrveranstaltung Datenbanktechnologien Prof. Dr. Ingo Claßen Prof. Dr. Martin Kempa Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Speichersystem c Ingo Claßen, Martin Kempa

2 Softwarearchitektur eines Datenbanksystems c Ingo Claßen, Martin Kempa 2/20 Aufbau Datenbanksysteme

3 Speichersystem Aufgaben Segmente und Seiten werden auf der Basis von Dateien und Blöcken realisiert Seitenpuffer mit Seitenwechselstrategie wird realisiert Ziel Einsparen von Read-/Write-Operationen in der Datei Schnittstelle Datenstrukturen: Segmente, die aus Seiten (page) bestehen Operationen: create/delete Segment open/close Segment write Seite in Segment/read Seite from Segment release Seite in Segment c Ingo Claßen, Martin Kempa 3/20 Aufbau Datenbanksysteme

4 Speicherhierarchie schnell, relativ klein, flüchtig langsam, relativ groß, nicht flüchtig sehr langsam, sehr groß, nicht flüchtig c Ingo Claßen, Martin Kempa 4/20 Aufbau Datenbanksysteme

5 Exkurs: Dateien Platte Linearisierung (abrollen) Datei = Menge von Blöcken Abbildung: Blocknummer (Zylinder, Spur/Kopf, Sektor/Block) c Ingo Claßen, Martin Kempa 5/20 Aufbau Datenbanksysteme

6 Seitenpuffer c Ingo Claßen, Martin Kempa 6/20 Aufbau Datenbanksysteme

7 Pufferverwaltung: Bereitstellen einer Seite /* Seite s = (d,b), d. h. Block b aus Datei d */ if s ist im Puffer then return Pufferspeicheradresse für s else suche freien Pufferplatz if kein freier Pufferplatz vorhanden then suche geeignete Seite zu entfernen aus dem Puffer schreibe Seite zurück auf Platte, falls Änderungen entferne Seite aus dem Puffer endif /* an dieser Stelle ist p der freie Pufferplatz */ lies Block b aus Datei d in Pufferplatz p return Pufferspeicheradresse von p endif c Ingo Claßen, Martin Kempa 7/20 Aufbau Datenbanksysteme

8 Aufgaben Freispeicherverwaltung Record-Manager speichert interne Sätze Zugriffspfadverwaltung realisiert geordnete Datenstrukturen. Sperrverwaltung Log/Recovery Ziel Persistente Speicherung interner Sätze und Realisierung von Zugriffspfaden für effizienten Zugriff Schnittstelle Datenstrukturen: Satztypen mit internen Sätzen (Record), Bäume (altern. Hashtabellen) Operationen: create, update, delete satz read satz by id insert into B-Baum c Ingo Claßen, Martin Kempa 8/20 Aufbau Datenbanksysteme

9 Speicherstruktur für Sätze c Ingo Claßen, Martin Kempa 9/20 Aufbau Datenbanksysteme

10 Verwaltung von Sätzen in Seiten Tuple-Identifier (TID) TID = (Seitennummer, Index im Seitenverzeichnis) c Ingo Claßen, Martin Kempa 10/20 Aufbau Datenbanksysteme

11 Exkurs: Datenstrukturen c Ingo Claßen, Martin Kempa 11/20 Aufbau Datenbanksysteme

12 Zugriffspfad c Ingo Claßen, Martin Kempa 12/20 Aufbau Datenbanksysteme

13 Geclusterte/Nichtgeclusterte Indizes Geclusterter Index Physische Speicherung der Datensätze entsprechend der Indexsortierung D. h. Datensätze, deren Indexwerte nahe bei einander liegen, werden physisch nahe bei einander gespeichert (auf der gleichen Seite) Nur einer pro Tabelle Nichtgeclusterter Index Physische Speicherung der Datensätze unabhängig von der Indexsortierung Beliebig viele pro Tabelle c Ingo Claßen, Martin Kempa 13/20 Aufbau Datenbanksysteme

14 Dünn gestreute/dichte Indizes Dünn gestreuter (sparse) Index Zeiger auf Seiten Suche nach Datensatz innerhalb der Seite Benötigt wenig Speicher, dadurch wenige Seitenzugriffe, bei der Indexsuche Dichter (dense) Index Direkter Zugriff über TID auf den Datensatz Nichtgeclusterte Indizes müssen dicht sein c Ingo Claßen, Martin Kempa 14/20 Aufbau Datenbanksysteme

15 Weitere Aspekte von Indizes Überdeckende (covering) Indizes Speicherung weiterer Attributwerte im Index Vermeidung von Zugriffen auf Datenseiten, da alle benötigten Daten im Index vorliegen Kosten für Einfüge-, Lösch- und Änderungsoperationen Bei Datenänderungen in den Tabellen müssen die Indizes angepasst werden Wartung von Indizes Indizes sind kein Allheilmittel Keine Vorteile bei kleinen Tabellen TableScan kann schneller sein als IndexScan (abhängig von der Selektivität der Indexattribute) c Ingo Claßen, Martin Kempa 15/20 Aufbau Datenbanksysteme

16 Spezielle Zugriffspfade Bitmap-Indexstrukturen Ein Bitvektor pro Spaltenwert, wobei jede Bitposition für einen Datensatz steht. Steht an der Bitposition der Wert 1, so hat der entsprechende Datensatz den gegebenen Spaltenwert, ansonsten nicht. Multidimensionale Indexstrukturen Erweiterung eindimensionaler Indexstrukturen Addressierung von Datensätzen über mehrere Dimensionen c Ingo Claßen, Martin Kempa 16/20 Aufbau Datenbanksysteme

17 Aufgaben Data Dictionary Currency Pointer Sortierung Transaktionsverwaltung Schnittstelle Datenstrukturen: Satztypen externe Sätze, Index Operationen: insert/delete/update (externer) satz find satz by id, (find satz by attributwert) find satz by index key c Ingo Claßen, Martin Kempa 17/20 Aufbau Datenbanksysteme

18 Relationales Aufgaben Realisiert die relationalen Operationen (z. B. Join) Zugriffskontrolle Integritätskontrolle Zugriffspfadauswahl Schnittstelle Datenstrukturen: Zeilen, Relationen, Sichten Operationen: SQL: select... from...,... c Ingo Claßen, Martin Kempa 18/20 Aufbau Datenbanksysteme

19 Systemtabellen (Systemkatalog, Data Dictionary) Tabellen, die die Objekte innerhalb der Datenbank beschreiben Tabellen Spalten Schlüssel Indizes Gespeicherte Prozeduren Trigger... Werden für den laufenden Betrieb benötigt Kontextanalyse bei Anfragen: Existieren die in der SQL-Anweisung angegebenen Tabellen und Spalten Anfrageoptimierung: Welche Indizes existieren Datenzugriff: Wo beginnt eine Spalte im Datensatz Berechtigungsüberprüfung c Ingo Claßen, Martin Kempa 19/20 Aufbau Datenbanksysteme

20 Beispiel: Oracle-Server Tabellen select T.table_name from user_tables T Spalten TableName STUDENT VERANSTALTUNG STUDIENGANG BEWERTUNG select TC.column_name, TC.column_id from user_tab_columns TC where tc.table_name = STUDENT ColumnName ColumnId MATRNR 1 VORNAME 2 NAME 3 STUDIENGANG 4 c Ingo Claßen, Martin Kempa 20/20 Aufbau Datenbanksysteme

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