birdingtours Reisebericht
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- Alexa Stieber
- vor 9 Jahren
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1 birdingtours Reisebericht Reise: Texel - Inselvögel im Frühjahr! Reiseleiter: Tobias Epple Datum: Teilnehmerzahl: 15 Unterkunft: Hotel Tatenhove De Koog Fotobericht: Alle Teilnehmer der Reise waren positiv überrascht über die auf der Insel schon zu so früher Jahreszeit herrschende Vogelfülle. Während die balzenden Uferschnepfen und Rotschenkel (holländisch de tureluur ) sowie frei sitzende Blaukehlchen eindrücklich zu hören sind, treffen täglich Neuankömmlinge ein. Über hundert Vogelarten können in fünf Tagen registriert werden. Ob die am hellichten Tage vor uns fliegende Sumpfohreule, der sich auf wenige Meter nähernde prächtige Schwarzhalstaucher oder Löffler, die große Menge Ringelgänse oder Eiderenten oder die balzenden Säbelschnäbler es ist nicht einfach den Höhepunkt der Reise zu benennen! Ein Sonderlob hat auch das Hotel verdient: Nicht nur, dass es zum Erreichen der Beobachtungsgebiete sehr gut liegt, sondern vor allem auf Grund der nett eingerichteten Zimmer und der hervorragenden Verpflegung, die uns durch das immer freundliche Personal zuteil wird. Erster Tag: De Petten, De Mokbaai und De Geul Nach der Vorstellungsrunde und der Nennung der Wunscharten machen wir uns in den Süden der Insel auf. Schon bei der Vorexkursion am morgen waren hier viele verschiedene Vogelarten zu sehen. Das bestätigt sich auch jetzt und mit einem nach geduldigem Warten sich frei zeigenden, singenden Blaukehlchen ist gleich einer der Hauptwünsche erfüllt! Eine große Vielfalt an Enten und Gänsen zeigen sich im besten Licht sowie Uferschnepfen, Große Brachvögel und Rotschenkel in Nahdistanz. Der Bestimmungsmarathon der Wasserläufer geht mit Rotschenkel und noch schlichtem Dunklen Wasserläufer in die erste Runde. Unser erster Löffler es treffen täglich mehr Individuen ein überfliegt uns nicht unbeachtet im Abendlicht. Zweiter Tag: De Bol, Utopia, De Slufter und Robbenjager Wie jeden Morgen treffen sich die Frühaufsteher bereits vor dem Frühstück zur Frühexkursion. Im Ort De Koog, dem angrenzenden Wald und in den Dünen gilt unser Augen(und Ohren)merk vor allem den Singvögeln. So lassen sich im Laufe der Tage sehr schön Heidelerche, Wacholder- und Rotdrossel, Sommer- und Wintergoldhähnchen, Zilpzalp und Fitis, Trauerbachstelze und Hohltaube sehen und hören. Heute arbeiten wir uns an der Ostküste der Insel von Oost aus nach Norden vor. Zuletzt machen wir noch einen kleinen Abstecher nach De Slufter, um die dort gemeldete Eismöwe zu sehen. Das gelingt auch allerdings ist die Entfernung zum Vogel nicht gerade optimal. Die Gebiete entlang der Ostküste begeistern nicht nur auf Grund ihrer großen Vogelfülle, sondern auch durch die guten Beobachtungsbedingungen. Die Vögel sind wenig scheu und von den Hauptwegen aus ohne Deckung aus nächster Nähe zu beobachten. Säbelschnäbler und Brandseeschwalben (die seltene Forsterseeschwalbe, die eine Woche später hier entdeckt wird, war sicher noch nicht da denn wir haben die Seeschwalben sehr genau studiert) sind in Balzstimmung: Gruppenbalz und Nestkuhle auswählen bei den Säbelschnäblern, Übergabe von Brautgeschenken (Fischchen) bei den Brandseeschwalben. Möwen in allen Größen und Kleidern laden zu Bestimmungsübungen ein. Außendeichs (am Rande des Gebiets
2 De Schorren) erwartet uns ein plötzliches Spektakel, als eine Sumpfohreule durch eine Rohrweihe aufgescheucht wird. Minutenlang fliegt sie umher, immer wieder von Lachmöwen oder Brandseeschwalben attackiert, um dann schließlich am Rande des Strandhafers zu landen und sich auch noch frei sitzend bestaunen zu lassen. Ein ebenfalls anwesender Seidenreiher, der bei einer großen Limikolenmenge am Wattrand steht, muss da in die zweite Reihe treten. Mittagspause machen wir beim berühmten Gebiet De Robbenjager im gleichnamigen Cafe mit malerischem Blick auf den Leuchtturm. Auch hier bieten sich beste Bedingungen, um die verschiedensten Möwen-, Enten- und Limikolenarten zu studieren. Dritter Tag: De Muy, De Slufter und Ottersaat Der 1. April wird für alle weniger anstrengend als gedacht: Die vorbeifliegenden Adeliepinguine werden ohnehin von Angela Merkels Rücktritt überschattet! Wir nutzen das schöne, windstille Wetter für eine Wanderung vom Hotel nach De Slufter (wo wir ein Auto abgestellt haben, um die anderen später nachzuholen). Landschaftlich ohnehin ein Genuss, zeigen sich die Vögel auch von ihrer Sonnenseite. Immer wieder erstaunlich, wie gering die Fluchtdistanz vieler Arten in den Schutzgebieten hier ist. Große Brachvögel laufen in direkter Nachbarschaft zu den Uferschnepfen umher, und Blau- und Schwarzkehlchen singen aus den an den Weg angrenzenden Büschen. Zahlreich sind heute die Greifvögel unterwegs: Zu den lokalen Individuen gesellen sich offenbar ziehende Mäusebussarde und Rohrweihen. Ein Wanderfalke entpuppt sich als Ursache für große Trupps umherfliegender Goldregenpfeifer. Eine kleine Gruppe Kampfläufer wird musikalisch begleitet durch unseren ersten singenden Fitis. Die Mittagspause in der Sonne im Cafe am Deich kommt allen sehr gelegen. Dennoch bleibt noch Zeit, um die Abendsonne in den beeindruckenden Gebieten Ottersaat und Dijkmanshuizen auszunutzen. Wie immer eine Augenweide: Die großen Schwärme Ringelgänse auf den Wiesen. Zwischen den prächtigen Lachmöwen ist eine rotschnäblige Schwarzkopfmöwe mit ihrer schwarzen Kapuze zu entdecken. Außendeichs hört man ein tiefes Grummeln - eine große Menge Eiderenten ist am Balzen. In der Entfernung ist ein Schwarzhalstaucher im Prachtkleid zu erahnen. Aber wir wollen nicht zu spät zum Abendessen kommen, so dass wir uns die Stelle für den nächsten Tag vormerken. Vierter Tag: Horsmeertjes und Wagejot Wir suchen zunächst nochmals den Süden der Insel auf. Intensiv beobachten wir um die Seen Horsmeertjes. Die Dichte an singenden Blaukehlchen ist teilweise so hoch, dass der hübsche Singvogel in vielen Ecken eindeutig der häufigste Vogel ist. Unter den anderen Watvögeln ist der erste Grünschenkel zu finden. Vom gleichnamigen Hide Waterral aus ist tatsächlich die Wasserralle zu hören. Immer wieder machen uns die Rufe des Rohrweihen-Männchens auf die in großer Höhe stattfindenden, imposanten Balzflüge der Art aufmerksam. Nachmittags besuchen wir noch nicht besuchte Gebiete im Osten der Insel, u. a. auch das Vogelinformationszentrum in De Cocksdorp. Dieser Besuch stellt sich als sehr lohnend heraus: Nicht nur, dass es viele Artikel und Literatur zu Vogelwelt zu kaufen gibt, sondern auch zahlreiche kostenlose Informationen, wie beispielsweise eine deutsch-niederländische Vogelliste der Insel. Fünfter Tag: Robbenjagger Ottersaat Den Vormittag nutzen wir wunschkonzertgemäß nochmal für die uns am schönsten in Erinnerung gebliebenen Ecken der Insel. So starten wir am Leuchtturm im Norden der Insel und umrunden die
3 Teiche beim Robbenjager. Zahlreiche neue Kleinvögel sind angekommen: Dazu zählen Mönchsgrasmücke, grasmücke, Steinschmätzer, Uferschwalbe und Sommergoldhähnchen, um nur einige zu nennen. Von der Beobachtungshütte bei Dijkmanshuizen schließlich zeigen sich noch ausgiebig ein Merlin und eine Gruppe Isländischer Uferschnepfen in Begleitung einer Pfuhlschnepfe. Pfuhlschn Nach der leckeren Abschiedssuppe und großem Lob fürs Hotelpersonal geht es für den Großteil der Gruppe zurück nach Hause. Während einige auch noch auf der Insel bleiben, nutzen andere die Rückfahrt für einen kurzen Stopp beim Rubinkehlchen in Hoogwoud. Hoogwou Naturgucker-Links: Mokbaai De Petten Horsmeertjes De Slufter De Robbenjager Utopia De Bol Ottersaat Wagejot De Geul De Muy Dijkmanshuizen Artenliste Haubentaucher Zwergtaucher Schwarzhalstaucher
4 Kormoran Seidenreiher Graureiher Löffler Höckerschwan Graugans Bläßgans Weißwangengans Ringelgans Nilgans Brandgans Krickente Stockente Schnatterente Pfeifente Spießente Löffelente Reiherente Tafelente Eiderente Trauerente Rohrweihe Kornweihe Sperber Mäusebussard Turmfalke Merlin Wanderfalke Teichhuhn Bläßhuhn Wasserralle Austernfischer Säbelschnäbler Sandregenpfeifer Goldregenpfeifer Kiebitz Bekassine Uferschnepfe Isländische Uferschnepfe Pfuhlschnepfe Großer Brachvogel Dunkler Wasserläufer Rotschenkel Grünschenkel Waldwasserläufer Kampfläufer Knutt Alpenstrandläufer Sanderling Steinwälzer Lachmöwe Schwarzkopfmöwe Sturmmöwe Heringsmöwe Silbermöwe Eismöwe Mantelmöwe Brandseeschwalbe Straßentaube Hohltaube Ringeltaube Türkentaube Sumpfohreule Buntspecht Feldlerche Heidelerche Uferschwalbe Rauchschwalbe Wiesenpieper Bachstelze Trauerbachstelze Heckenbraunelle Zaunkönig Hausrotschwanz Rotkehlchen Schwarzkehlchen Steinschmätzer Blaukehlchen Amsel Singdrossel Wacholderdrossel
5 Rotdrossel Zilpzalp Fitis Wintergoldhähnchen Sommergoldhähnchen Blaumeise Kohlmeise Gartenbaumläufer Elster Eichelhäher Dohle Rabenkrähe Nebelkrähe Star Haussperling Buchfink Grünling Bluthänfling Erlenzeisig Rohrammer
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