Verarbeitungsanleitung
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- Alexa Vogel
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1 Verarbeitung von FERMACELL 1 MULTIPOR Mineraldämmplatte Verarbeitungsanleitung
2 Auf einen Blick mineralisch und massiv druckfest und formstabil verarbeitungsfreundlich wärmedämmend baupraktisch stauchungsfrei natürlicher Baustoff RECYCEL nicht brennbar wasserabweisend recycelfähig diffusionsoffen schallabsorbierend europäisch zugelassen 2
3 Inhaltsübersicht Platteneigenschaften...4 Zulassung...5 Bauphysikalisches Verhalten...6 Lieferprogramm...7 Anwendungsgebiete...8 Transport und Lagerung...10 Werkzeuge...10 Befestigungen...11 Verarbeitungsvorteile...13 Verarbeitungshinweise...13 Verarbeitung: Innendämmung von Außenwänden...14 Verarbeitung: Innendämmung im Deckenbereich...20 Verarbeitung: Dämmung von Porenbeton-Massivdächern...22 Verarbeitung: Aufdachdämmsysteme für Steildächer...26 Verarbeitung: Flachdachdämmsystem
4 Platteneigenschaften 1 Zusammensetzung Die MULTIPOR Mineraldämmplatte ist ein massiver, komplett mineralischer Dämmstoff auf Basis der Rohstoffe Sand, Kalk, Zement und Wasser. Durch und durch massive Bauweise wird damit wieder möglich. Materialeigenschaften Durch die besondere Materialstruktur bieten MULTIPOR Mineraldämmplatten hervorragende Eigenschaften: Die Platten sind formstabil, dampfdurchlässig, nicht brennbar und faserfrei. Ähnliche Eigenschaften werden sonst nur durch spezielle und teure Behandlung oder durch Kombination mehrerer Materialien erreicht. sorgen nicht nur für hervorragende Wärmedämmung. Sie sind gleichzeitig diffusionsoffen und sorgen damit für ein angenehmes Raumklima mit ausgewogener Temperatur und Feuchtigkeit. Bei einer Rohdichte von ca. 115 kg/m 3 sorgen Luftporen innerhalb eines Feststoffskeletts, das dem natürlichen Mineral Tobermorit entspricht, für Wärmedämmung Sie sind baubiologisch sowie mikrobiologisch unbedenklich und verfügen über eine Hemmwirkung gegen Pilze und Mikroorganismen. 4
5 Umweltverträglichkeit Die MULTIPOR Mineraldämmplatte besteht aus natürlichen Rohstoffen und ist auch bei der Verarbeitung gesundheitlich unbedenklich. Sie behält über die gesamte Nutzungsdauer ihre baubiologischen Qualitäten. Verarbeitungsreste sind vollständig recycelbar. Auch beim Rückbau gibt es keine Entsorgungsprobleme, weil ohne Vorbehandlung als Bauschutt deponiert werden können. 1 2 Für ihre vorbildliche Umweltverträglichkeit erhielt die MULTIPOR Mineraldämmplatte das Zertifikat der Arbeitsgemeinschaft Umweltverträgliches Bauprodukt Zulassung Die MULTIPOR Mineraldämmplatte ist ein silikatischer Dämmstoff, der unter der Nummer ETA-05/0093 die Europäische Technische Zulassung erhalten hat. Diese Zulassung kann bei MULTIPOR angefordert werden. 5
6 Bauphysikalisches Verhalten Wärmeschutz Wärmeleitfähigkeit R 0,045 W/(mK) 3 Wärmeleitfähigkeitsgruppe WLG 045 Brandschutz Nicht brennbar Baustoffklasse A1 EN Ein nicht brennbarer Dämmstoff kann in vielen Anwendungen eingesetzt werden, die anderen Wärmedämmungen verschlossen bleiben Feuchteschutz Wasserdampfdiffusions- = 3 widerstandszahl Wasseraufnahmekoeffizient bei kurzzeitigem Eintauchen nach DIN EN 1609 W P = 2,0 kg/m 2 bei langzeitigem Eintauchen nach DIN EN W LP = 3,0 kg/m 2 Sorptionsfeuchte 6 Masse-% Schallschutz In Anwendungsfällen, in denen die Oberfläche der MULTIPOR Mineraldämmplatten unbehandelt bleibt, trägt die offenporige Struktur zur Schallabsorption innerhalb des Gebäudes bei. Rohdichte und Festigkeiten Rohdichte ca. 115 kg/m 3 Druckfestigkeit im Mittel Zugfestigkeit > 350 kpa/mm2 80 kpa/mm2 Die Formstabilität der MULTIPOR Mineraldämmplatte führt zu Vorteilen bei der Verarbeitung und zu Vielseitigkeit in der Anwendung. 6
7 4 Lieferprogramm Plattenformate Länge x Breite 600 x 390 mm Dicken 50; 60; 80; 100; 120; 140; 160; 180; 200 mm Maßhaltigkeit ± 2 mm Ergänzungsprodukte MULTIPOR Leichtmörtel MULTIPOR Armierungsgewebe MULTIPOR Füllmörtel MULTIPOR Flachdübel 7
8 Anwendungsgebiete 5 Die universellen Eigenschaften der MULTIPOR Mineraldämmplatte ermöglichen den Einsatz in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten im Wohn- und Wirtschaftsbau, im Alt- und Neubau. Gebäudehüllen aus Kalksandstein, Porenbeton sowie anderen Wandbildnern (z.b. Ziegel, Leichtbetonsteine usw.) werden mit einer zusätzlichen massiven Dämmung aus hervorragend gedämmt und erfüllen problemlos die Anforderungen der EnEV. In Kombination mit Porenbeton wird sogar Passivhaus-Niveau erreicht. Innendämmung von Außenwänden Bei vielen aufwändig gestalteten oder denkmalgeschützten historischen Fassaden ist die Innendämmung der Wände die einzige Möglichkeit, den Wärmeschutz zu verbessern. Das wasserdampfdurchlässige, kapillarwirksame Material ist hervorragend für die Innendämmung verschiedenster Wandbaustoffe geeignet. Bei den meisten Wandkonstruktionen ist eine aufwändige Dampfsperre nicht notwendig. Deckendämmung Wo zusätzliche oder nachträgliche Dämmung notwendig ist, etwa im Wohn- und Aufenthaltsbereich, in Kellern oder in der Tiefgarage, kann mit die Decke einfach gedämmt werden. Der nicht brennbare Dämmstoff, der im Brandfall keine giftigen Gase abgibt, sorgt zusätzlich für Sicherheit. Innendämmung Deckendämmung 8
9 Massivdachdämmung 5 Flachdachdämmung Dachdämmung sind für geneigte und flache massive Dächer im Wohn- und Wirtschaftsbau geeignet. Steildachdämmung Diffusionsoffenheit, Brandsicherheit und einfache Verarbeitung machen die mineralische und massive Wärmedämmung für belüftete Dachkonstruktionen zur idealen bautechnischen und bauphysikalischen Lösung. Die MULTIPOR Mineraldämmplatte ist vielseitig im Altbau und im Neubau einsetzbar. Eine gute Ergänzung ist die Kombination mit Dachplatten aus Porenbeton, die ähnliche bauphysikalische Eigenschaften besitzen. Ähnlich vorteilhaft können auch als Aufsparrendämmung bei üblichen Holzdachstühlen eingesetzt werden. Flachdachdämmung Aufgrund der hohen Druckfestigkeit und baupraktischen Stauchungsfreiheit sowie der brandschutztechnischen Eigenschaften ist MULTIPOR auch ideal zur Dämmung auf unbelasteten und belasteten Flachdachkonstruktionen auf Massivdecken. Dazu zählen z.b. Balkone und Terrassen, Laubengänge und Hofkellerdecken, extensiv und intensiv genutzte Gründächer, Flachdächer mit hohen brandtechnischen und ökologischen Ansprüchen. 9
10 Transport und Lagerung Die auf Paletten folienverpackt angelieferten MULTIPOR Mineraldämmplatten sind vor lang anhaltender Feuchte zu schützen. Biegebeanspruchung ist zu vermeiden. Paletten nicht aufeinander stapeln und die Palettenpakete immer mit der Palette fassen. ja! nein! Abladehinweise beachten! 6 7 Werkzeuge Zahntraufel mit Zahnung 10 mm Bohrmaschine mit Rührquirl Schleifbrett/ Reibebrett Fuchsschwanz (feinzahnig) zum Zuschneiden der Platte 10
11 Befestigungen Schwere Lasten Konsolen für Kabeltrassen werden grundsätzlich im Untergrund befestigt. Bei sonstigen Lasten, z. B. Leitungen für Sprinkleranlagen, erfolgt eine Verdübelung durch die hindurch in den tragfähigen Untergrund. Die Punktlasten werden auf mit Hilfe einer Unterlegscheibe (Durchmesser 30 mm) verteilt. 8 Einschlaganker, z. B. Hilti HKD-S Kompaktdübel MULTIPOR Mineraldämmplatte Gewindestange Scheibe Ø 30 mm Mutter z. B. Rohrschelle Befestigung von schweren Lasten: Verdübelung durch die MULTIPOR Mineraldämmplatte hindurch in den tragfähigen Untergrund 11
12 8 Leichte Lasten Leichte, ruhende Lasten bis 3 kg Auszugslast im Abstand von 600 mm können direkt in der MULTIPOR Mineraldämmplatte befestigt werden. Geeignete Befestigungssysteme sind der MULTIPOR Flachdübel oder der HILTI Injektionsmörtel HIT-HY50 mit eingesetztem Gewindebolzen. Der MULTIPOR Flachdübel ist in seiner gesamten Länge mit der offenen Seite (erkennbar an den abgeschrägten Ecken) voran vorsichtig in die MULTI- POR Mineraldämmplatte einzuschlagen. Als geeignetes Befestigungsmittel wird eine mitgelieferte Schraube mittig in die Wellen eingedreht. Für den HILTI Injektionsmörtel ist ein Loch mit einem Durchmesser 10 mm in Plattendicke zu bohren. Der Durchmesser der Bohrung soll mindestens 2 mm größer als die gewählte Gewindebolzendicke sein. Das Loch ist vollständig mit HILTI Injektionsmörtel HIT- HY50 zu verfüllen. Der Gewindebolzen wird anschließend in den nassen Injektionsmörtel eingebracht und das austretende Material geglättet. Die Bolzenverbindung ist nach dem Aushärten (siehe Herstellerangaben) belastbar. Ein Überdrehen der Bolzenverbindung bei Montage der Anbauteile ist zu vermeiden. MULTIPOR Flachdübel 12
13 Verarbeitungsvorteile Saubere, schnelle und einfache Montage Das massive und formstabile Material lässt sich schnell und einfach verarbeiten. Saubere und exakte Ausschnitte Passstücke werden einfach und genau mit einer Handsäge oder anderem baustellenüblichen Werkzeug zugeschnitten 9 10 Handlichkeit und geringes Gewicht der MULTIPOR Mineraldämmplatten machen die Verarbeitung leicht. Die Faserfreiheit ist angenehm für den Verarbeiter. Die werden einfach mit dem auf das System abgestimmten MULTIPOR Leichtmörtel verklebt. Im Regelfall kann auf eine mechanische Befestigung verzichtet werden. Die Platten können leicht nachbearbeitet werden, z.b. durch Schleifen. Verarbeitungshinweise Die allgemein gültigen Schutzund Hygienemaßnahmen sind zu beachten. Insbesondere bei Schleifarbeiten wird das Tragen von Schutzbrille und Staubschutzmaske empfohlen. 13
14 Verarbeitung: Innendämmung von Außenwänden 11 Untergrundvorbehandlung Der Untergrund muss klebefähig, d. h. sauber von haftmindernden Rückständen und trocken sein. Gegebenenfalls ist ein Haftgrund aufzubringen. Nicht tragfähiger Putz, Sperrschichten oder dichte Anstriche müssen entfernt und entstehende Fehlstellen anschließend ausgebessert werden. Wird der Innenputz komplett entfernt, muss unter Umständen, z. B. bei großen Hohlräumen in den Fugen, eine Ausgleichsschicht aus Kalk- Zement-Putz aufgebracht werden. Große Unebenheiten im Untergrund sind durch Vorputzen auszugleichen. Die MULTIPOR Mineraldämmplatte benötigt einen ausreichend planen Untergrund, um eine möglichst vollflächige Verklebung zu gewährleisten. Bei frisch verputzten Untergründen sind die Trocknungszeiten des Putzes zu beachten. Es muss sichergestellt sein, dass die Wand, auf der die angebracht werden sollen, vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt ist. Die Außenfassade muss hinsichtlich der Schlagregenbeanspruchung den gültigen Anforderungen entsprechen. Im Falle einer schadhaften Außenfassade müssen entsprechende Maßnahmen sorgfältig gewählt und ausgeführt werden. Bei Altbauten mit Untergründen aus unterschiedlichen Materialien ist auf die Außenfassade und die Bearbeitbarkeit des Untergrundes besonders zu achten. Mauerwerk Ausgleichsschicht (Kalk- Zement- Putz) bei unebenem Untergrund Untergrundvorbehandlung 14
15 Verkleben der Platten Die werden im Fugenverband mit MULTIPOR Leichtmörtel auf den Untergrund geklebt. Bei Verwendung eines anderen Klebers ist eine schadensfreie Verklebung nicht gewährleistet. Deshalb ist ausschließlich MULTIPOR Leichtmörtel zu verwenden. Nach dem Auftragen des Klebers sind die Dämmplatten mit dem erforderlichen Druck an die Wandoberfläche einzuschwimmen. Auf diese Weise soll eine möglichst dünne und vollflächige Verklebung erzielt werden. Der MULTIPOR Leichtmörtel wird mit einer Zahntraufel (Zahnung 10 mm) generell vollflächig auf die MULTIPOR Mineraldämmplatte aufgetragen und durchgekämmt. Die Steghöhe des MULTIPOR Leichtmörtels muss nach dem Durchkämmen ca. 8 mm betragen. Dann sind Unebenheiten von 3 mm pro Platte unproblematisch. Die Stoßfugen der Dämmplatten werden nicht verklebt. Verbrauch: 2,5 3,0 kg MULTIPOR Leichtmörtel pro m2, je nach Untergrund. 11 Auftragen von MULTIPOR Leichtmörtel mit der Zahntraufel 15
16 Mauerwerk Ausgleich sschicht MULTIPOR Mineraldämmplatten Verkleben mit MULTIPOR Leichtmörtel Eine zusätzliche mechanische Befestigung der Mineraldämmplatten mit einem Dübel pro Platte setzt eine vollflächige Verklebung voraus. Die beschriebene Art der vollflächigen Verklebung ist eine der Grundlagen für die bauphysikalische Tauglichkeit der Mineraldämmplatte bei der Innendämmung. In der Regel ist im Wohnbereich keine Dampfsperre notwendig ist. Gewerblich genutzte Feuchträume sind von dieser Regelung ausgeschlossen. 11 Einschwimmen der MULTIPOR Mineraldämmplatten im Kleberbett 16
17 Das Anlegen der ersten Reihe ist besonders sorgfältig lot- und fluchtrecht auszuführen. Dabei sind eventuelle Höhenunterschiede im Fußbodenaufbau zu berücksichtigen. Bei Konstruktionen, die ein unterschiedliches Dehnungsverhalten oder Setzen erwarten lassen, ist ein Entkopplungsstreifen zu den angrenzenden Bauteilen vorzusehen. Passstücke können mit einem feinzahnigen Fuchsschwanz auf beliebige Maße zugeschnitten werden. Oberflächenbehandlung Die Oberfläche der MULTIPOR Mineraldämmplatte kann auf zweierlei Weise behandelt werden: a) Verputzen mit MULTIPOR Leichtmörtel Dabei muss MULTIPOR Armierungsgewebe in die Armierungsschicht von ca. 5 mm Stärke eingebracht werden. Wandhängende Lasten sind dann grundsätzlich im tragenden Untergrund zu verankern. Wird eine tapezierfähige Oberfläche gewünscht, kann der Leichtmörtel in ca. 3 mm Schichtstärke auf die Armierungsschicht aufgezogen und zeitrecht gefilzt werden. Zur Herstellung von z. B. extrem glatten oder strukturierten Oberflächen können folgende Produkte auf der Armierungsschicht aufgebracht werden: Dünnschichtige Strukturedelputze der Kategorie CSI in Kornstärke, Dünnschichtige Filz- oder Haftfilzputze Kategorie CSI, Gips- oder Gipsleichtputze zum Glätten. 11 Darüber hinaus können auch andere Leichtputze als Oberputz eingesetzt werden, deren Festigkeit die der Kategorie CSI nicht übersteigt. Generell darf eine Oberputzstärke von 5 mm nicht überschritten werden. Ferner ist ein ausreichender Haftverbund firmenfremder Oberputze auf dem MULTIPOR Leichtmörtel sicherzustellen. Gegebenenfalls sind Probeflächen anzulegen. 17
18 b) Trockenputz Bei dieser Art der Oberflächenbehandlung werden auf den senkrecht Holzlatten befestigt, die durch die Dämmung hindurch im Untergrund verankert bzw. verdübelt werden. Geringe Absätze in den Stoßfugen werden vorher mit dem Schleifbrett egalisiert. faser-platten. Hinsichtlich der Befestigung der Holzlatten und des Trockenputzes sind die Verarbeitungsanleitungen der Plattenhersteller zu beachten! Durch die Befestigung des Trockenputzes auf Holzlatten entsteht ein Hohlraum, der sich sehr gut als Installationskanal für Kabel oder Kabelkanäle eignet. 11 Bei der Installation sind die einschlägigen VDE-Richtlinien zu beachten! Mauerwerk Auf diesen Latten werden dann die Trockenputzplatten befestigt, z. B. FERMACELL Gips- Ausgleichsschicht MULTIPOR Mineraldämmplatten Holzlatten Anordnung der Latten 18
19 FERMACELL Gipsfaser-Platten auf Holzlatten als Trockenputz 11 Ausgleichsschicht MULTIPOR Mineraldämmplatten Trockenputzplatte Steckdose Komplettaufbau mit Trockenputzplatte 19
20 Verarbeitung: Deckendämmung 12 Untergrundvorbehandlung Der Untergrund muss eben, sauber, trocken und frei von haftmindernden Rückständen sein. Farben, Verschmutzungen und nicht tragfähiger Putz müssen entfernt werden. Putzfehlstellen sind anschließend auszubessern. Auftretende Betongrate sind zu entfernen. Mit Trennmittel behandelte Betonoberflächen sind durch geeignete Maßnahmen vorzubehandeln. Bei frisch verputzten Untergründen ist die Trocknungszeit des Putzes zu beachten. Verbrauch: 2,5 3,0 kg MULTIPOR Leichtmörtel pro m2, je nach Untergrund. Verkleben der Platten Die werden mit MULTIPOR Leichtmörtel im Fugenverband an die Decke geklebt. Bei Verwendung eines anderen Klebemörtels ist eine schadensfreie und dauerhafte Verklebung nicht gewährleistet! Der Klebemörtel wird mit einer Zahntraufel (Zahnung 10 mm) vollflächig auf die MULTIPOR Mineraldämmplatten aufgetragen und anschließend durchgekämmt. Die Steghöhe des MULTIPOR Leichtmörtels muss nach dem Durchkämmen ca. 8 mm betragen. Dann sind Unebenheiten von 3 mm pro Platte unproblematisch. Die Stirnflächen der Mineraldämmplatten dürfen nicht verklebt werden. Bei nicht tragendem Untergrund ist nach dem Verkleben eine zusätzliche Verdübelung der MULTIPOR Mineraldämmplatten notwendig. 20 Betongrate abstechen Anschließend mit einem scharfen Besen abkehren
21 Vollflächige Verklebung der bei der Deckendämmung Gestaltung der gedämmten Decke durch handelsübliche Anstriche Nach Auftragen des Klebers sind die Platten sofort mit entsprechendem Druck an die Deckenoberfläche einzuschwimmen (Verklebungsfläche > 70 %). Das Anlegen der ersten Reihe ist fluchtgerecht auszuführen. Die Mineraldämmplatten müssen während des Abbindevorgangs nicht abgestützt werden. Versatzstellen in der Dämmstoffoberfläche können durch Schleifen mit einem großen Reibbrett sehr leicht und schnell egalisiert werden. Vor einer Oberflächenbehandlung muss der Schleifstaub entfernt werden. Für das Zuschneiden der ist kein besonderes Werkzeug notwendig. Die Platten können mit einem feinzahnigen Fuchsschwanz auf beliebige Maße zugeschnitten werden. Bei starker Durchbiegung der Decke sollten die Stirnflächen der leicht konisch zugeschliffen werden, um offene Fugen zu vermeiden. Gebäude- fugen sind grundsätzlich zu übernehmen.kleine Beschädigungen (z.b. Eckausbrüche) in der gedämmten Deckenfläche werden mit MULTIPOR Füllmörtel ausgebessert. Oberflächenbehandlung können mit einer handelsüblichen silikatischen Fassadenfarbe farblich gestaltet werden. Die Oberfläche kann auch mit MULTIPOR Leichtmörtel in ca. 3 mm Schichtdicke gespachtelt und zeitnah abgefilzt werden. Ist als Endbeschichtung ein Putz vorgesehen, müssen die Platten vorher gedübelt (ein Dübel pro Platte) und mit einer ca. 5 mm dicken Armierungsschicht aus Leichtmörtel mit Gewebeeinlage versehen werden. Anschlüsse Anschluss Dämmung an angrenzende Wände: möglichst formschlüssiger Anschluss elastische Versiegelung der Fuge (z.b. Acrylmasse) Quellband 21 12
22 Verarbeitung: Dämmung von Porenbeton-Massivdächern 13 Untergrundvorbehandlung Der Untergrund muss eben, frei von haftmindernden Rückständen und trocken sein. Verkleben der Platten Dämmschichten bis 200 mm können einlagig ausgeführt werden. Eine Mindestdicke von 100 mm ist einzuhalten. Für dickere Dämmschichten können die Platten auch in mehreren Lagen übereinander verarbeitet werden. Die Dämmplatten werden mit MULTIPOR Leichtmörtel aufgeklebt. Bei Verwendung eines anderen Klebemörtels ist eine schadensfreie und dauerhafte Verklebung nicht gewährleistet. Zur Verklebung der ersten Lage direkt auf dem Massivdach wird der Klebemörtel vollflächig mit einer Zahntraufel (Zahnung 10 mm) auf die aufgetragen. Die Kleberkonsistenz sollte so gewählt werden, dass sich eine möglichst dünne Kleberschicht ausbildet. Die Stoßfugen werden nicht verklebt. Nach Auftrag des Klebemörtels auf die Platten sind diese mit entsprechendem Druck auf die Dachoberfläche einzuschwimmen. Dabei darf kein Kleber in die Stoßfugen der Platten gelangen, damit keine offene Fuge entsteht, die eine Wärmebrücke bilden kann. Bei mehrlagiger Verlegung sollte der Verband so gewählt werden, dass die Fugen der einzelnen Lagen überdeckt werden. Das wird z. B. dadurch erreicht, dass in einer Lage die Platten längs verlegt werden, in der nächsten quer. Das Verlegen der im Fugenverband innerhalb einer Lage ist nicht notwendig aber empfehlenswert. Verbrauch: ca. 2,5 3,0 kg/m2 MULTIPOR Leichtmörtel pro Lage. 22 Schnitt: Porenbeton-Massivdach
23 Mehrlagige Verlegung der Bei steilen Dächern ist eine streifenweise Verlegung der empfehlenswert. Dabei immer einen Streifen von der Traufe bis zum First verlegen, dann den nächsten Streifen von der Traufe zum First usw. Passstücke können mit einem feinzahnigen Fuchsschwanz auf beliebige Maße zugeschnitten werden. 13 MULTIPOR Mineraldämmplatte Porenbeton Dachplatten Schnitt: Mehrlagige Verlegung auf einen Porenbeton-Massivdach 23
24 13 Sollten Unebenheiten in der Fläche entstehen, sind diese durch sorgfältiges Abschleifen zu egalisieren. Der Staub ist von der Oberfläche zu entfernen. Bis zur Eindeckung des Daches ist die gedämmte Dachoberfläche vor Regen zu schützen. Kleine Beschädigungen (z. B. Eckausbrüche) in der gedämmten Dachfläche werden mit MULTIPOR Füllmörtel ausgebessert. Für den erforderlichen statischen Nachweis kann die verklebte Fläche nicht angesetzt werden. Die Verklebung ist eine rein konstruktive Maßnahme, um den weiteren Aufbau der Dachkonstruktion störungsfrei zu ermöglichen. Konterlattung Die Konterlattung auf den Mineraldämmplatten wird mit Spax-Schrauben durch die Dämmung hindurch im Untergrund befestigt. Die Anzahl und Lage der Befestigungspunkte ergibt sich aus den statischen Erfordernissen. Dabei sind z. B. Schnee- und Windlasten, aber auch der weitere Dachaufbau zu berücksichtigen. Abhängig vom Lastfall sind die Schrauben in einem Winkel von zur Sparrenoberkante einzuschrauben. Die Verschraubung dient der Sicherung gegen Windsog. Der Abstand der Befestigungsschrauben untereinander darf 1,75 m nicht überschreiten. MULTIPOR Mineraldämmplatten (3-lagig) Entkopplungsstreifen MULTIPOR Mineraldämmplatten (2-lagig) Porenbeton Dachplatten YTONG Mauerwerk 24 Schnitt: Mehrlagige Verlegung beim Passivhaus
25 Dachaufbau: Porenbeton- Massivdach mit MULTIPOR Mineraldämmplatten Um eine einwandfreie Befestigung durch die Spax-Schrauben zu erreichen, werden die Befestigungspunkte in der Konterlattung vorher angesenkt. Dadurch wird die Gefahr der Spaltung der Konterlattung durch den Schraubenkopf vermindert. Details Alle seitlichen Anschlüsse der MULTIPOR Mineraldämmplatte müssen durch einen Entkopplungsstreifen (z. B. Mineralwolle) hergestellt werden. 13 Der weitere Aufbau wird durch die Art des auszuführenden Daches bestimmt. In jedem Fall ist eine diffusionsoffene Unterspannbahn einzusetzen. Soll direkt auf den MULTIPOR Mineraldämmplatten eine Unterspannbahn angebracht werden, muss diese diffusionsoffen sein (s d 0,2 m). Spax-Schrauben für die Befestigung in Porenbeton- Dachplatten: ABC Spax-S Durchmesser: Länge: Einbindelänge im Porenbeton: 8 mm bis 400 mm min. 100 mm 25
26 Verarbeitung: Aufdachdämmsysteme für Steildächer. 14 Die MULTIPOR Mineraldämmplatte ermöglicht eine Aufsparrendämmung bis 200 mm. Untergrundvorbehandlung Hierfür ist zunächst eine Schalung, z.b. Rauspund, auf die Sparren aufzubringen. Die auf die Schalung lose verlegten Dämmplatten werden durch ein Kantenholz in Dämmstoffdicke an der Traufkante gegen Abrutschen gesichert. Verkleben der Platten Dämmschichten bis 200 mm können einlagig ausgeführt werden. Eine Mindestdicke von 100 mm ist einzuhalten. Bei mehrlagigen Dämmstoffdicken wird die erste Lage im schleppenden Verband waagerecht, die zweite Lage senkrecht, fugenversetzt zur ersten aufgeklebt. Nach dem Auftrag des Klebemörtels auf die Platten sind diese mit entsprechenden Druck auf die Dämmstoffoberfläche einzuschwimmen. Dabei darf kein Kleber in die Stoßfugen der Platten gelangen, damit keine offenen Fugen entstehen. Unebenheiten an den Stößen der Platten können mit einem Schleifbrett plan geschliffen werden. Dachaufbau Grundsätzlich sind die Mineraldämmplatten durch dampfdiffusionsoffene Unterspannbahnen vor Wasser zu schützen. Die Konterlattung wird durch geeignete Spax-Schrauben (Zulassung Z ) mit den Sparren auf der MULTIPOR Mineraldämmplatte verschraubt. Der in Frage kommende Schraubentyp kann der anschließendentabelle entnommen werden. Das Mindestmaß der Konterlattung darf 40 x 60 mm nicht unterschreiten. Die Holzqualität entspricht der Sortierklasse S 10 nach DIN 4074 oder besser. Abhängig vom Lastfall sind die Schrauben in einem Winkel von zur Sparrenoberkante einzuschrauben. Die Verschraubung dient der Sicherung gegen Windsog. Der Abstand der Befestigungsschrauben untereinander darf 1,75 m nicht überschreiten. Die ansetzbaren Windlasten sind der Zulassung Z der Firma Altenloh, Brinck & Co., zu entnehmen. Die weiteren Verarbeitungsbedingungen bezüglich der Befestigungsmittel sind der genannten Zulassung zu entnehmen. 26
27 Bemessung und Auswahl der Schrauben als Aufsparrendämmung Zugelassene Ausführung Gewinde- Länge Schraubentypen außengröße/ ABC Spax-S, Gewinde- Fa. Altenloh, durchmesser Brinck & Co. mm mm Zul. Z Senkkopf 8/ Zul. Z Linsenkopf 8/ Zul. Z Halbrundkopf 8/ Zul. Z Rückwandkopf 8/ Die Schraubenlänge und der Abstand der Schrauben (d) sind nach der Zulassung Z zu berechnen und auszuführen. a = Gesamtlänge der Schraube b = Dicke der Wärmedämmung + Dicke der Schalung + anrechenbare Dicke der Konterlattung c = geforderte Einschraubtiefe in den Sparren d = Abstand der Schrauben Bei Stehfalz- oder Klemmfalzeindeckungen aus Kupfer, Aluminium oder Zink wird auf der Schalung oberhalb der Dachsparren eine Dampfsperre/Dampfbremse gemäß den bauphysikalischen Berechnungen eingebaut
28 Verarbeitung: Dämmung von Flachdächern Verarbeitung: Flachdachdämmsystem eignen sich als Wärmedämmung von unbelasteten und belasteten Flachdachkonstruktionen auf Massivdecken. Dazu zählen z.b. begehbare Flächen wie Balkone, Terrassen, Laubengänge und Hofkellerdecken, extensiv und intensiv genutzte Gründachkonstruktionen und Flachdächer mit hohen brandschutztechnischen und ökologischen Ansprüchen. sind hoch druckfest, baupraktisch stauchungsfrei, nicht brennbar und ökologisch vorbildlich. Verlegung der Mineraldämmplatten auf der Dampfsperre Die sind diffusionsoffen; darum ist unterhalb der Wärmedämmung eine Dampfsperre erforderlich. Folgende Verlegtechniken für den Dämmstoff auf der Dampfsperre sind möglich: Einbetten in Heißbitumen; Verklebung mit Industriedachkleber (PU-Kleber); Einlegen in eine thermisch selbstklebende Dampfsperre; Einbetten in eine Flüssigdampfsperre. 15 In bituminösen Dachsystemen 28
29 Die Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller sind zu beachten. Die Mineraldämmplatten werden dicht gestoßen ohne Verklebung der Längs- und Querfugen verlegt. Überzähne lassen sich einfach mit einem Schleifbrett beiarbeiten. Unvermeidbare Fehlstellen in der Dämmschicht werden mit geeignetem Füllmaterial, z.b. FERMACELL Ausgleichsschüttung, aufgefüllt. Als Gefällesysteme Für belastete Dachkonstruktionen 15 Fehlstellen mit Ausgleichsschüttung auffüllen 29
30 Abdichtungssysteme Die Abdichtung über der Wärmedämmung kann wie folgt ausgeführt werden: Bituminöse Dachsysteme Bitumenschweißbahnen Dachdichtungsbahnen (Heißbitumen) Elastomer- und Polymerbitumenschweißbahnen Thermisch- und Kaltklebesysteme Foliendachsysteme lose verlegte Kunststofffolien mit Auflast Klebesysteme mit Kunststofffolien Die Flachdachrichtlinien und die Verarbeitungsvorschriften der Hersteller sind zu beachten. Gefälledachkonstruktionen Für Gefälledachkonstruktionen steht ein variables, einfaches Baukastensystem zur Verfügung. Bis zu einer Dämmstoffdicke von 190 mm werden die Gefälleplatten einlagig verlegt, bei größeren Dämmstoffdicken erfolgt die Verlegung zweilagig. Die Verklebung der zweiten Dämmstofflage erfolgt mit Industriedachkleber (PU- Schaum). Unvermeidbare Fehlstellen in der Dämmkonstruktion werden mit einer Ausgleichsschüttung aufgefüllt. Überzähne im Grat- und Kehlenbereich werden mit einem Schleifbrett beigearbeitet. Gefälle: 1 %, 1,7 %, 2 %, 2,5 %, 3,3 %, 5 % (Detailangaben über die entsprechenden Formate können bei uns angefordert werden) 1) )
31 1) Einlagige Verlegung: Gefälleplatten 70 mm bis 190 mm 2) Zweilagige Verlegung: 120 mm Flachplatten, + 70 mm bis 190 mm Gefälleplatten Anmerkung: Flachdachabdichtungen mit einer Neigung unter 2 % sind Sonderkonstruktionen und sollten nur in Ausnahmefällen ausgeführt werden. In diesen Fällen sind entweder beide Abdichtungslagen aus Polymerbitumenbahnen herzustellen oder es müssen unter der oberen Lage Polymerbitumenbahnen zwei Lagen Bitumenbahnen eingebaut werden Maße in mm Maße in mm 31
32 Xella Dämmsysteme GmbH Werksweg Stulln MULTIPOR und XELLA sind eingetragene Marken der XELLA-Gruppe. Technische Änderungen vorbehalten. Stand 02/2007 Es gilt die jeweils aktuelle Auflage. Sollten Sie Informationen in dieser Unterlage vermissen, wenden Sie sich bitte an unsere Xella Kundeninformation. Xella Kundeninformation (freecall): Telefon: Telefax: [email protected] MULTIPOR Verarb.
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