3. Architektur eines DBS (Oracle)
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- David Weiss
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1 3. Architektur eines DBS (Oracle) aus Sicht des Datenbank Server Rechners Connectivity Komponente(n) des DBS (z.b. Oracle Listener) Installation ORACLE_HOME Instanz ORACLE_SID Datenbank Oracle: 1 (aktive) Datenbank pro Instanz Mehrere Instanzen pro DB möglich (RAC bzw. Parallel Server)
2 3.1 Datenbank Logische Sicht Datenbankobjekte organisiert in Schemata (Namensraum, i.a. DB Objekte eines Benutzers) Objekt Typen Varrays Nested Tables Tabellen Sequenzen Views Stored Procedures Trigger Database Links Synonyme
3 3.1.2 Benutzerverwaltung Oracle verwaltet User üblicherweise in der Datenbank Alternative: externe Benutzerverwaltung wird genutzt Instanzprivilegien auf Betriebssystemebene (Gruppen osdba, osoper) bzw. auf DBS Ebene via Password File (anzulegen mit der Utility orapwd, REMOTE_LOGIN_PASSWORDFILE Parameter ist auf exclusive zu setzen): sysdba => create database sysoper Datenbank Systemprivilegien (Rollen) connect resource dba... Datenbank Objektprivilegien werden (ebenfalls) mit grant vergeben und mit revoke zurückgenommen: grant Privilegien on DB Objekt to Privilegnehmer Objektprivilegien abhängig von DB Objekten z.b. Tabelle=> select, insert, update, delete, alter, index, references, all View => select, insert, update, delete, all Stored Procedure=> execute Objekt Typ=> execute Rollen Privilegnehmer und Privileg grant Privileg to Rolle grant Rolle to Privilegnehmer Benutzer haben Default Rollen (beim create / alter user festgelegt) Rollenwechsel möglich (set role) Privilegnehmer: Benutzer, Rollen, public Profile (Quoten)
4 3.1.3 Systemkatalog user_ eigene Datenbankobjekte all_ alle Datenbankobjekte, auf die Zugriff besteht dba_ alle Datenbankobjekte (privilegierter Zugriff) v$ Instanzinformation (privilegierter Zugriff)
5 3.2 Instanz Administration Startup / Shutdown sqlplus / nolog connect internal oder connect... as sysdba / sysoper startup nomount / mount /open shutdown normal / transactional / immediate / abort lsnrctl => Listener Administration (start, stop,...) Prozesse SQL verarbeitenden Prozesse: Dedicated vs. Shared / Multithreaded Server Dispatcher Shared Server Prozesse Hintergrundprozesse: Process Monitor (PMON) System Monitor (SMON) DB Writer (DBWn) Log Writer (LGWR) Checkpoint (CKPT) Archiver (ARCn) Memory PGA (Program Global Area) SGA (System Global Area) Buffer Cache(s) Redo Log Buffer Shared Pool Row Cache (Data Dictionary) Library Cache (QEPs) Java Pool Monitoring / Tuning: Hit Rate beobachten Memory Komponente vergrößern, Paging beachten!
6 3.3 Dateien Datendateien (Datenbank) Control Files Online Redo Logs Archived Redo Logs Konfigurationsdateien spfile pfile
7 3.4 Datenbank - Physische Sicht Tablespace Container für Datenbank Objekte Typen von Tablespaces System Permanent Nologging Temporär Undo / Rollback Default Tablespaces auf System- und Benutzerebene Default Parameter für Speicherstrukturen auf Tablespace Ebene überschreiben System Defaults Local vs. Dictionary Management Data Files Storage Units, aus denen Tablespaces bestehen Block Blockgröße für Datenbank festgelegt, für einzelne Tablespaces überschreibbar => Bezug zum Buffer Cache
8 Segment Teil eines Datenbank Objekts, der in einem Tablespace liegt Typen von Segmenten: Tabelle Index Partition Cluster Lob Lob Index Temporär Undo / Rollback Parameter für Speicherstrukturen überschreiben System bzw. Tablespace Defaults Extent Zusammenhängende Teilmenge eines Segments (Def. von INITIAL, NEXT, MINEXTENTS, MAXEXTENTS, PCTINCREASE auf Tablespace- und Segmentebene) Row ROWID => Logische Adresse einer Zeile (fix bis zu einer Reorganisation) Migration / Chaining: Falls eine Zeile (nach einem Update) nicht mehr in einen Block passt (aufgrund der variablen Zeilenlänge möglich), muß sie in einen anderen Block verschoben oder auf mehrere Blöcke aufgeteilt werden Fixe ROWID => Indirekter Zugriff auf die Zeile Vermeidung durch geeignete Def. von PCTFREE / PCTUSED (auf Segmentebene)
9 4. Physisches Datendesign und Query Optimierung 4.1 Physisches Datendesign RAID Partitionierung 4.2 Indexdesign Btree Index reverse compress Index Organized Tables Cluster (Btree / Hash) Function Based Index Bitmap Index Bitmap Join Index
10 4.3 Query Optimierung Allgemein Environment (OLTP / OLAP) kleine / große Datenmengen, auf die zugegriffen wird viele / wenige parallele Zugriffe Read Write / Read Load Zielsetzung (Antwortzeit / Durchsatz) Einfluß auf Strategien des Optimizers Einflußmöglichkeiten Physisches Datendesign Statistiken optimizer_mode Hints Hilfsmittel Analyse von QEPs (Query Execution Plan)
11 4.3.2 Operationen bei der Query Optimierung Grundlage: Relationale Algebra Restriktion Projektion (Spaltenextrakt + Entfernung von Duplikaten) Vereinigung (Hintereinanderschalten + Entfernung von Duplikaten) Durchschnitt => Binäre Zuordnung (Equi Join) Mengentheoretische Differenz => Binäre Zuordnung (Equi Join) Kartesisches Produkt Join => Equi Join, Non Equi Join Quotient => kein SQL Konstrukt Zusätzlich aus SQL: Group by => Gruppierung (beinhaltet Duplikat Entfernung) Having => Restriktion Order by => Sortierter Zugriff Subqueries, Views => Query Rewrite, falls möglich
12 4.3.3 Lokale Entscheidungen des Optimizers Restriktion Sequentiell Indexzugriff (speziell Index Only, Index Organized Table, Cluster) Equi Join Nested Loop Sort Merge Hash Wie sieht es mit Outer Joins aus? Index Join Join Index... Gruppierung i.a. Sortierung / sortierter Zugriff Alternative: Hash Algorithmen Sortierter Zugriff Sortieren oder sortierter Zugriff via Index
13 4.3.4 Globale Entscheidungen des Optimizers Berücksichtigung der Reihenfolge der Operationen (exponentielle Komplexität!) Heuristiken für Antwortzeitoptimierung: Pipelining Vermeidung (aufwändiger) blockierender Aktionen: Sortierung Aufbau von Hash Tabellen Materialisierung von Zwischenergebnissen Möglichst Indexzugriff für Restriktionen, (Nested Loop) Joins, sortierten Zugriff Allgemeine Heuristiken: 1. Restriktionen / Projektionen auf möglichst kleine Ergebnismengen möglichst früh, Zusammenfassung der Operationen Zu beachten: Restriktionen haben zur Folge, dass die Indizes, über die die Restriktion unterstützt wird, für das Resultat nicht mehr zur Verfügung stehen 2. Wahl der geeigneten Zuordnungs Reihenfolge und Strategie Zu beachten: Es bestehen Wechselwirkungen zwischen Reihenfolge der Operationen und der Zuordnungs Strategie! 3. Gruppierung / Entfernung von Duplikaten / Sortierung möglichst spät 4. Wiederverwendung von Zwischenergebnissen (auf Transaktions- bzw. Sessionebene temporäre Tabellen einsetzbar)
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