Allgemeines Polizeireglement
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- Jens Ritter
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1 EINWOHNERGEMEINDE OBERWIL-LIELI Allgemeines Polizeireglement Ausgabe 00 (genehmigt durch den Gemeinderat Oberwil-Lieli am ) T:\GS\Polizei\Diverses\PolR, reg\polr-ol 00 (Gen ).doc Zuletzt gedruckt :07:00
2 Inhaltsverzeichnis. Allgemeine Bestimmungen Geltungsbereich. Polizeiorgane.. Anordnungen und Vorladungen Störung der polizeilichen Tätigkeit Identitätsnachweis. 4. Besondere Bestimmungen A. Nutzung und Schutz der öffentlichen Sachen 6 Grundsatz 4 7 Strassen, Gehwege; Zurückschneiden von Hecken/Pflanzen 5 8 Reinigung, Schneeräumung. 5 9 Lagerung von Material/Waren Baustellen, offene Gräben 6 Anzeigen, Plakate, Reklamen; Anschlagstellen 6 Campieren... 6 B. Immissionsschutz Grundsatz 6 4 Allgemeine zeitliche Einschränkungen Veranstaltungen. 7 6 Lautsprecher Schall und Laser bei Anlässen. 7 8 Schiessen, Schiessanlage 7 9 Tierhaltung Jauche und Mist. 8 Abfallbeseitigung, Verbrennen, Feuern im Freien 8 C. Schutz der öffentlichen Ordnung und Sicherheit Unfug 8 Umzüge und Versammlungen, Betteln, Musikanten 9 4 Fahrzeugähnliche Geräte. 9 5 Reiten und Fahren im Wald. 9 6 Schiessen, Schusswaffen. 9 7 Feuerwerk 9 8 Sprengungen Tierhaltung, Leinenpflicht, Hundeverbotszone, Entsorgung Kot 0 D. Schutz der öffentlichen Sittlichkeit 0 Verrichten der Notdurft.. Öffentliches Ärgernis, Unzüchtige Veröffentlichungen.
3 . Bewilligungen, Strafen, Verfahren, Verwaltungszwang Bewilligungen und Ausnahmen Busse 4 Verwarnung. 5 Fahrlässigkeit, Versuch. 6 Strafbefehl... 7 Rechtsmittel in Strafsachen. 8 Bussenumwandlung.. 9 Ordnungsbussen 40 Bussendepositum.. 4 Verwaltungszwang. 4 Subsidiäre Geltung des Strafgesetzbuches Schlussbestimmungen 4 Inkrafttreten Aufhebung bisherigen Rechts.. 4 Anhang Bussenliste Ordnungsbussenverfahren... 5
4 Polizeireglement (PolR) Der Gemeinderat Oberwil-Lieli erlässt, gestützt auf 7 Abs. lit. f des Gesetzes über die Einwohnergemeinden (Gemeindegesetz, GG) vom 9. Dezember 978, folgendes Polizeireglement (PolR):. Allgemeine Bestimmungen Geltungsbereich Das Polizeireglement dient der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung, Sicherheit und Sittlichkeit auf dem gesamten Gemeindegebiet. Es ergänzt die Polizeigesetzgebung von Bund und Kanton. Die in diesem Reglement verwendeten Funktions-, Berufs- und Personenbezeichnungen gelten für beide Geschlechter. Polizeiorgane Oberste Polizeibehörde ist der Gemeinderat. Die Leitung des Polizeiwesens obliegt dem Gemeindeammann. Mit der Ausübung des Polizeidienstes ist die Regionalpolizei Bremgarten (Repol) gemäss Gemeindevertrag vom. September 006 (Inkrafttreten per. Januar 007) betraut. Sie versucht strafbare Handlungen zu verhindern und Gefahren abzuwenden, führt fehlbare Personen der Bestrafung zu und steht hilflosen Personen bei. Sie regelt auf dem Gemeindegebiet den Strassenverkehr gemäss den einschlägigen Vorschriften und wendet das Ordnungsbussenverfahren an. Angestellte der Repol Bremgarten können im Rahmen der ihnen von Amtes wegen zustehenden oder vom Gemeinderat speziell übertragenen Befugnisse polizeiliche Aufgaben wahrnehmen. 4 Der Gemeinderat kann in besonderen Fällen weiteren Personen polizeiliche Funktionen übertragen. Diese Personen sind vom Gemeinderat in Pflicht zu nehmen und mit Ausweisen oder Kennzeichen auszustatten. Im Übrigen gelten die Richtlinien des Departements Volkswirtschaft und Inneres (DVI) zur Durchführung von Verkehrskontrollen durch private Sicherheitsorganisationen. SAR 7.00
5 Anordnungen und Vorladungen Jede Person ist verpflichtet, polizeilichen Anordnungen und Vorladungen Folge zu leisten. Leistet die Person einer zweiten Vorladung ohne hinreichenden Grund keine Folge, kann die Polizei sie vorführen. In der Vorladung muss auf die Möglichkeit der polizeilichen Vorführung hingewiesen werden. Die polizeiliche Vorführung wird durch die zuständige Stelle angeordnet. 4 Störung der polizeilichen Tätigkeit Störungen der polizeilichen Tätigkeit werden im Rahmen des Schweizerischen Strafgesetzbuches geahndet. 5 Identitätsnachweis Jede Person ist verpflichtet, den Polizeiorganen auf Verlangen die Personalien anzugeben, Ausweise vorzulegen oder auf andere Weise ihre Identität feststellen zu lassen.. Besondere Bestimmungen A. Nutzung und Schutz der öffentlichen Sachen 6 Grundsatz Es ist untersagt, öffentliche Sachen zu beschädigen oder zu verunreinigen sowie sie unbefugterweise oder entgegen ihrer Zweckbestimmung zu benutzen oder zu verändern. Jede über den Gemeingebrauch hinausgehende Benutzung des öffentlichen Grundes ist nur mit Bewilligung und in der Regel gegen Gebühr zulässig ( 0 Baugesetz [BauG] vom 9. Januar 99 ). SR.0 SAR
6 7 Strassen, Gehwege; Zurückschneiden von Hecken/Pflanzen Die Grundeigentümer sind verpflichtet, in den öffentlichen Strassenraum überhängende Pflanzen zurückzuschneiden. Gehwege sind bis zu einer Höhe von.50 m und der Fahrbahnrand bis zu einer Höhe von 4.50 m freizuhalten. Der Zugang zu Kandelabern, Verteilkabinen, Hydranten und anderen öffentlichen Anlagen muss dauernd gewährleistet sein. Verkehrssignale, Strassenbezeichnungen und dergleichen dürfen durch Pflanzen oder Gegenstände nicht verdeckt werden ( 09 Abs. BauG 4 ). Die Sichtzonen gemäss 45 Allgemeine Verordnung zum Baugesetz (ABauV) vom. Februar sind dauernd freizuhalten. Nach erfolgloser Aufforderung zum Rückschnitt bzw. zur Wiederherstellung des ordnungsgemässen Zustandes erfolgt die Ersatzvornahme im Auftrag der Gemeinde auf Kosten des dafür verantwortlichen Grundeigentümers. 8 Reinigung Schneeräumung Wer öffentliche Strassen und Anlagen übermässig beschmutzt und sie nicht sofort reinigt, wird bestraft und hat die Kosten der Reinigung zu tragen ( 07 BauG). Im Sinne von 0 BauG hat jeder Anstösser zu dulden, dass Schnee vom angrenzenden Gehweg oder von der angrenzenden Strasse auf sein Areal geräumt wird. Der Schnee darf nicht auf die Strasse oder den Gehweg (ausgenommen Fahrbahnrand) zurückbefördert werden. Fahrzeuge sind von öffentlichen Strassen und Parkplätzen zu entfernen, wenn sie eine bevorstehende Schneeräumung behindern können. 9 Lagerung von Material/Waren Waren, Brennmaterial, Mulden, Container usw., für deren vorübergehende Lagerung der öffentliche Grund beansprucht wird, dürfen höchstens während drei Tagen und nicht über Sonn- und Feiertage liegen bleiben. Durch das Auf- und Abladen sowie das Lagern von Waren und Material darf der Verkehr auf öffentlichem Grund weder gestört noch gefährdet werden. Gelagerte Gegenstände sind in geeigneter Weise zu signalisieren und bei Nacht zu beleuchten. 4 SAR SAR 7. 5
7 0 Baustellen, offene Gräben Baustellen, Gräben und dergleichen auf öffentlichem Grund und an allgemein zugänglichen Orten sind so zu sichern und zu signalisieren sowie nachts zu beleuchten, dass keine Unfallgefahr besteht. Anzeigen, Plakate, Reklamen; Anschlagstellen Auf öffentlichem Grund dürfen Plakate, Reklamen, Anzeigen, Wahlvorschläge und dergleichen nur an den behördlich bestimmten Anschlagstellen angebracht werden. Sind keine Anschlagstellen vorhanden, bedarf das Anbringen der Bewilligung. Plakatwände von Vereinen und Firmenreklamen sind bewilligungspflichtig. 4 Für eidgenössische und kantonale Wahlen und Abstimmungen gelten die Weisungen des Kantons. Campieren Das Aufstellen von Wohnwagen und Zelten auf öffentlichem Grund benötigt eine Bewilligung. B. Immissionsschutz Grundsatz In Bezug auf Immissionen (übermässige Einwirkungen durch Lärm, Erschütterung, Abgase, Rauch, Russ, Gerüche, Staub oder Strahlen usw.) sind die Vorschriften der eidgenössischen und kantonalen Umweltschutzgesetzgebung massgebend. Der privatrechtliche Immissionsschutz gemäss Art. 684 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 6 bleibt vorbehalten. 4 Allgemeine zeitliche Einschränkungen In Wohngebieten oder auf Wohngebiete einwirkend ist während der Zeit von.00 Uhr bis.00 Uhr und von 0.00 Uhr bis Uhr (samstags ab 8.00 Uhr) sowie ganztags an Sonn- und Feiertagen das Arbeiten mit Lärm verursachenden Geräten (z.b. Rasenmähen, Hämmern, Bohren, Fräsen, Motorsägen, Betrieb von Baumaschinen usw.) untersagt. Musikanlagen sind auf Zimmerlautstärke einzustellen. 6 SR 0 6
8 Von.00 Uhr bis Uhr ist im Freien, in schlecht isolierten Räumen oder bei offenem Fenster jeglicher Lärm, der den Schlaf der Mitmenschen stören könnte, verboten. Ausgenommen sind Kirchen- und Weideglocken, Arbeiten zur kurzfristigen Behebung eines Notstandes sowie wetterbedingt dringende Arbeiten durch Landwirtschafts- und Gemüsebaubetriebe. 4 Aus wichtigen Gründen kann der Gemeinderat Ausnahmebewilligungen erteilen. 5 Veranstaltungen Veranstaltungen oder Handlungen, die durch übermässige Immissionen das Wohlbefinden der Bevölkerung stören könnten, sind bewilligungspflichtig (z.b. Sportveranstaltungen jeglicher Art, Open Air, Motocross, Auto- und Motorradrennen, Paintball, Modellfliegen usw.). 6 Lautsprecher Die Benützung von Lautsprechern, Megaphonen und anderen Verstärkeranlagen im Freien ist nur mit Bewilligung zulässig. 7 Schall und Laser bei Anlässen Der Einsatz von Beschallungs- und Laseranlagen ist nur mit Bewilligung erlaubt; massgebend ist die Schall- und Laserverordnung (SLV) des Bundes vom 8. Februar Der Einsatz eines so genannten Skybeamers (Himmelstrahler) oder einer ähnlichen künstlichen, himmelwärts gerichteten Lichtquelle bedarf überdies einer Bewilligung des Kantons. 8 Schiessen Schiessanlage Das Schiessen im Schiessstand ist nur zu den durch den Gemeinderat festgelegten Zeiten gestattet. Die Schiessvereine richten jährlich ein entsprechendes Gesuch mit den Schiesszeiten an den Gemeinderat. 9 Tierhaltung In Bezug auf übermässigen Lärm von Tieren hat der Tierhalter für die Einhaltung der Ruhezeiten gemäss 4 zu sorgen. 7 SR
9 0 Jauche und Mist Jauche und Mist dürfen nur an Werktagen von Montag bis Freitag und im Rahmen der Gewässerschutzvorschriften ausgebracht werden. Am Freitag und am Vorabend von Feiertagen ist ab 8.00 Uhr das Ausführen von Jauche und Mist auf Kulturland, das an Wohngebiete angrenzt, verboten. Abfallbeseitigung Verbrennen, Feuern im Freien Sämtliche anfallenden Siedlungsabfälle sind, soweit keine eidgenössischen oder kantonalen Bestimmungen anwendbar sind, nach den Vorschriften des Abfallreglements zu entsorgen. Das Verbrennen von Abfällen jeglicher Art, einschliesslich natürlicher Wald-, Feld- und Gartenabfälle, ist auf dem gesamten Gemeindegebiet, mit Ausnahme von Absatz, verboten. Ausserhalb der Wohngebiete ist das gelegentliche Verbrennen kleiner Mengen von trockenen natürlichen Wald-, Feld- und Gartenabfällen sowie von naturbelassenem Holz im Freien zugelassen, - sofern dadurch keine übermässigen Immissionen entstehen (Art. - 6b Luftreinhalte-Verordnung [LRV] vom 6. Dezember ; 5 Verordnung zum Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über den Schutz von Umwelt und Gewässer [V EG UWR] vom 4. Mai ). Grundsätzlich sollen aber auch diese Abfälle der Grüngutentsorgung mitgegeben oder der Eigenkompostierung zugeführt werden. 4 Bei besonderen Situationen kann der Gemeinderat ein generelles Verbot für das Feuern im Freien erlassen. C. Schutz der öffentlichen Ordnung und Sicherheit Unfug Die Beunruhigung oder Belästigung der Bevölkerung durch Unfug ist verboten. Als Unfug gelten Handlungen, die andere Personen belästigen, erschrecken, in ihrer Ruhe stören oder in ihrer persönlichen Sicherheit gefährden. 8 SR SAR 78. 8
10 Umzüge und Versammlungen Betteln Musikanten Umzüge, Versammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen auf öffentlichem Grund sind bewilligungspflichtig. Das Betteln auf öffentlichem Grund ist verboten. Strassenmusikanten benötigen eine Bewilligung. 4 Fahrzeugähnliche Geräte Für den Gebrauch von fahrzeugähnlichen Geräten (z.b. Rollbrett, Rollschuhe, Kickboard usw.) auf öffentlichem Grund gelten die Vorschriften des Schweizerischen Strassenverkehrsgesetzes - (SVG). 5 Reiten und Fahren im Wald Das Reiten und Fahren im Wald, abseits von Waldstrassen und Waldwegen, ist verboten. 6 Schiessen, Schusswaffen Auf öffentlichem Grund ist das Schiessen und Hantieren mit Schusswaffen jeglicher Art verboten. Die Benützung der von den Behörden bezeichneten Schiessplätze, die Jagdgesetzgebung sowie das Militärrecht bleiben vorbehalten. Für das Schiessen im Schiessstand gelten grundsätzlich die Ruhezeiten gemäss 4 Abs.. Schiessen am Sonntag bedarf der Bewilligung des Gemeinderates. Auf die Gottesdienstzeiten ist Rücksicht zu nehmen. 7 Feuerwerk Das Abbrennen von Feuerwerk ist ohne besondere Bewilligung nur an Silvester/Neujahr, während der Fasnacht und an der Bundesfeier unter Beachtung aller erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen gestattet. Der Gemeinderat kann Ausnahmen bewilligen. Das Abfeuern von Geschützen, Mörsern, Böllern, Petarden und dergleichen ist bewilligungspflichtig. 8 Sprengungen Für Sprengungen ist eine Bewilligung erforderlich. 9
11 9 Tierhaltung Tiere sind so zu halten, dass niemand übermässig belästigt wird und weder Menschen noch Tiere oder Sachen gefährdet werden oder zu Schaden kommen können. Der Ausbruch gefährlicher Tiere ist umgehend der Polizei zu melden. Leinenpflicht, Hundeverbotszone Verhaltensauffällige Hunde Entsorgung von Kot Es ist verboten, Hunde unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Auf verkehrsreichen Strassen, Wegen und Plätzen, im Wald und am Waldrand, auf dem gesamten Schulareal inkl. Sportanlagen und Kinderspielplätzen, auf dem Kirchen- und Friedhofsareal sowie in Naturschutzzonen sind Hunde immer an der Leine zu führen. Die Vorschriften in übergeordneten Erlassen, insbesondere in der Jagdund Naturschutzgesetzgebung, bleiben vorbehalten. 4 Hundehaltende sind verpflichtet zum Eingreifen, wenn ein Hund einen Menschen oder ein Tier angreift. Bestehen Hinweise, dass ein Hund eine Gefahr für Menschen oder Tiere darstellt, trifft die zuständige Behörde die erforderlichen Massnahmen. 5 Tierhaltende haben dafür zu sorgen, dass der öffentliche und private Grund Dritter nicht durch ihre Tiere verunreinigt werden. Sie sind verpflichtet, zweckmässig auf dem gesamten Gemeindegebiet den Kot ihrer Tiere aufzunehmen und sachgerecht zu entsorgen. Die Gemeinde sorgt dafür, dass auf dem Gemeindegebiet ausreichend Entsorgungsmöglichkeiten für Hundekot zur Verfügung stehen. 6 Innerhalb des Siedlungsgebietes und auf befestigten Strassen und Wegen ausserhalb des Siedlungsgebietes ist der Pferdekot durch den Reiter unverzüglich zu beseitigen. 7 Tote Tiere mit einem Gewicht von über 0 kg müssen der Tierkadaversammelstelle oder einem Tierkrematorium zugeführt werden. Vergraben werden dürfen einzelne kleine Haustiere bis zu einem Gewicht von 0 kg auf Privatgrund (Bundesverordnung über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten [VTNP] vom. Juni ). 8 Bestraft wird, wer Vieh, Geflügel, Hunde oder andere Tiere auf fremdem Boden weiden oder laufen lässt, sofern Klage erhoben wird. 0 SR
12 D. Schutz der öffentlichen Sittlichkeit 0 Verrichten der Notdurft Es ist untersagt, auf öffentlichem Grund oder an einem von der Öffentlichkeit einsehbaren Ort die Notdurft zu verrichten. Öffentliches Ärgernis Wer in der Öffentlichkeit durch ungebührliches Verhalten Ärgernis erregt, wird bestraft. Betrunkene, unter Drogeneinfluss stehende oder sonst in ihrer Urteilsfähigkeit eingeschränkte Personen können zur Vermeidung von Störungen oder zu ihrem eigenen Schutz nach Hause oder in Spitalpflege gebracht oder in polizeilichen Gewahrsam genommen werden. Sie dürfen nicht länger als unbedingt notwendig, längstens aber 4 Stunden, in Gewahrsam gehalten werden ( Polizeigesetz [PolG] vom 6. Dezember 005 ). Unzüchtige Veröffentlichungen Diesbezüglich gelten die Vorschriften der übergeordneten Gesetzgebung (z.b. StGB, Antirassismus-Gesetz etc.).. Bewilligungen, Strafen, Verfahren, Verwaltungszwang Bewilligungen und Ausnahmen Soweit nicht andere Organe dafür bezeichnet sind, werden die in diesem Reglement vorgeschriebenen Bewilligungen durch den Gemeinderat erteilt. Er kann zudem in begründeten Fällen Ausnahmen oder Erleichterungen bewilligen. Bewilligungen sind zu entziehen, wenn die Voraussetzungen für ihre Erteilung nicht mehr gegeben sind oder wenn Bedingungen und Auflagen nicht eingehalten werden. Busse Widerhandlungen gegen Vorschriften dieses Reglements werden mit Geldbussen bestraft. Die Strafkompetenz richtet sich nach dem Gemeindegesetz 8 (GG vom 9. Dezember 978). Wurde die Übertretung durch eine juristische Person begangen, so sind die Personen strafbar, die für sie gehandelt haben oder hätten handeln sollen. Für die Bezahlung der Busse haftet die juristische Person solidarisch. SAR 5.00
13 4 Verwarnung In besonders leichten Fällen kann von der Ausfällung einer Busse abgesehen und eine Verwarnung ausgesprochen werden. 5 Fahrlässigkeit, Versuch Strafbar ist auch die fahrlässige Übertretung, nicht jedoch der blosse Versuch. 6 Strafbefehl Der Gemeinderat spricht Geldbussen durch Strafbefehl aus. Das Verfahren richtet sich nach Gemeindegesetz (GG) vom 9. Dezember 978. Der Strafbefehl muss enthalten: a) verfügende Behörde; b) Namen des Beschuldigten; c) zur Last gelegter Tatbestand; d) angewandte Strafbestimmungen; e) Höhe der Geldbusse; f) Verfahrenskosten; g) Rechtsmittelbelehrung; h) Datum und Unterschriften. 7 Rechtsmittel in Strafsachen Gegen einen Strafbefehl kann der Gebüsste beim Gemeinderat unter Ausschluss der Verwaltungsbeschwerde innert einer nicht erstreckbaren Frist von 0 Tagen seit der Zustellung schriftlich Einsprache erheben. Dadurch wird der Strafbefehl aufgehoben. Der Einsprecher ist zu einer Verhandlung vor den Gemeinderat oder ein von ihm bestimmtes Mitglied vorzuladen. Der Gemeinderat fällt einen begründeten Entscheid. Der Strafentscheid kann innert einer nicht erstreckbaren Frist von 0 Tagen nach Eröffnung mit schriftlicher Beschwerde an den Bezirksgerichtspräsidenten als Einzelrichter weitergezogen werden. Dieser entscheidet endgültig. SAR 7.00
14 8 Bussenumwandlung Schuldhaft unbezahlt gebliebene Bussen werden (nach erfolglosem Betreibungsbegehren) auf Antrag des Gemeinderates durch das Bezirksamt in Ersatzfreiheitsstrafe umgewandelt. Massgebend sind die Vorschriften des Schweizerischen Strafgesetzbuches und der Aargauischen Strafprozessordnung 4. 9 Ordnungsbussen Widerhandlungen gegen Vorschriften dieses Reglements, die im Ordnungsbussenverfahren geahndet werden, sind mit den entsprechenden Bussenbeträgen im Anhang aufgeführt. Wird ein Tatbestand gemäss dem im Anhang wiedergegebenen Ordnungsbussenkatalog erfüllt, wird die Regionalpolizei zur Anwendung des Ordnungsbussenverfahrens ermächtigt - gestützt auf die Abs. und 7 Abs. der Ordnungsbussenverfahrensverordnung (OBVV) vom 4. November Das Verfahren richtet sich nach den Bestimmungen der -5 OBVV. 4 Bei besonders groben Verstössen, welche gemäss diesem Reglement im Ordnungsbussenverfahren abgehandelt werden könnten, kann die Polizei auf die Anwendung des Ordnungsbussenverfahrens verzichten und direkt das ordentliche Verfahren anwenden. 40 Bussendepositum Von Beschuldigten kann gegen Quittung ein Bussendepositum entgegengenommen werden. Die Festsetzung der Busse durch Strafbefehl bleibt dabei vorbehalten. 4 Verwaltungszwang Polizeiwidrige Zustände können auf Kosten des Fehlbaren beseitigt werden. Mit Ausnahme von dringenden Fällen ist den betroffenen Personen Gelegenheit zu geben, die Störung selbst zu beseitigen. SR.0 4 SAR SAR 99.5
15 Das Vollstreckungsverfahren richtet sich nach den Bestimmungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRPG) vom 4. Dezember Subsidiäre Geltung des Strafgesetzbuches Soweit dieses Reglement keine abweichenden Vorschriften enthält, finden die allgemeinen Bestimmungen des Schweizerischen Strafgesetzbuches 7 und der Aargauischen Strafprozessordnung 8 (StPO) sinngemäss Anwendung. 4. Schlussbestimmungen 4 Inkrafttreten Dieses Reglement tritt am. Januar 00 in Kraft. 44 Aufhebung bisherigen Rechts Mit Inkrafttreten dieses Reglements wird das bisher gültige Polizeireglement vom aufgehoben. Vom Gemeinderat beschlossen und genehmigt am Der Gemeindeammann: GEMEINDERAT OBERWIL-LIELI Der Gemeindeschreiber: Andreas Glarner Hans Peter Bernath 6 SAR SR.0 8 SAR
16 Anhang zum Polizeireglement (PolR) Der Gemeinderat Oberwil-Lieli erlässt, gestützt auf die, Abs., und 7, Abs., der Ordnungsbussenverfahrensverordnung (OBVV) vom 4. November und 9 des Polizeireglements (PolR) der Gemeinde Oberwil-Lieli, folgende Regelungen zum Ordnungsbussenverfahren im kommunalen Strafrecht Polizeiliche Vorladungen, Identitätsnachweis, fehlende Bewilligungen Ziff. Tatbestand Strafbestimmung PolR Busse Fr. Nichtbefolgen von Anordnungen und Vorladungen Abs. 00 Identitätsnachweis, Nichtausweisen 5 00 (Verweigerung oder Angabe falscher Personalien) Benützen öffentlicher Sachen über den Gemeingebrauch 6 Abs. 00 hinaus ohne Bewilligung 4 Campieren auf öffentlichem Grund ohne Bewilligung 00 5 Durchführen von bewilligungspflichtigen Veranstaltungen 5 00 ohne Bewilligung 6 Durchführen einer Demonstration, einer Kundgebung, einer Versammlung oder eines Umzuges auf öffentlichem Grund ohne Bewilligung Abs. 00 Lärm Ziff. Tatbestand Strafbestimmung PolR Busse Fr. Lärmintensive Verrichtungen in der Zeit von.00 bis 4 Abs Uhr Lärmintensive Verrichtungen in der Zeit von 0.00 bis 4 Abs Uhr (samstags ab 8.00 Uhr) sowie an Sonnund Feiertagen Nachtruhestörung in der Zeit von.00 bis Uhr 4 Abs Verursachen von vermeidbarem Lärm durch Gast- 4 Abs. 00 wirtschaftsbetriebe in der Zeit von.00 bis Uhr 5 Verwenden von Lautsprechern, Megafonen und anderen 6 50 Verstärkeranlagen im Freien ohne Bewilligung 6 Einsatz von Beschallungs- und Laseranlagen ohne Bewilligung SAR
17 Abfall, Verunreinigungen, Beschädigungen, Warenlagerungen Ziff. Tatbestand Strafbestimmung PolR Busse Fr. Verunreinigung öffentlicher Strassen, Wege und 6 Abs. 50 Plätze durch einzelne Kleinabfälle (Littering) Nichtbeheben lassen von Beeinträchtigungen durch 7 Abs. 00 Nichtzurückschneiden von Bäumen und Sträuchern an öffentlichen Strassen und Plätzen Nichtreinigen von verunreinigten öffentlichen Strassen und Anlagen 8 Abs Lagerung von Waren, Brennmaterial und dergleichen 9 Abs. 50 auf öffentlichem Grund länger als Tage 4. Lagerung von Waren, Brennmaterial und dergleichen über Sonn- und Feiertage 9 Abs Nichtsichern von Baustellen, Gräben und dergleichen Verbrennen von Abfällen inkl. Grüngut Abs Verbrennen von Grüngut ausserhalb der Wohngebiete mit übermässigen Immissionen Abs Unerlaubtes Ausführen von Jauche oder Mist ausserhalb der bewilligten Tage bzw. Zeiten 0 00 Anstand, Sitte, Unfug, Trunkenheit Ziff. Tatbestand Belästigung oder Beunruhigung der Bevölkerung durch Unfug Verrichten der Notdurft an öffentlichen oder anderen allgemeinen Orten Erregung öffentlichen Ärgernisses durch ungebührliches Verhalten Strafbestimmung PolR Busse Fr. Abs Abs. 00 Schiessen, Waffen, Feuerwerk, Sprengen Ziff. Tatbestand Strafbestimmung PolR Busse Fr. 4 Schiessen und Hantieren mit Schusswaffen jeglicher 6 Abs. 00 Art auf öffentlichem Grund 4 Abbrennen von Feuerwerk ausserhalb der festgelegten 7 Abs. 50 Zeit 4 Unbewilligtes Abbrennen von Explosiv-Feuerwerk 7 Abs Durchführung einer Sprengung ohne Bewilligung
18 Tiere Ziff. Tatbestand Strafbestimmung PolR Busse Fr. 5 Ungenügende Tierhaltung (Belästigung, Gefährdung) 9 Abs Unbeaufsichtigtes Laufenlassen eines Hundes 9 Abs Missachten der Leinenpflicht für Hunde 9 Abs Missachten der Hundeverbotszone 9 Abs Nicht sachgerechte Entsorgung des Tierkots durch 9 Abs den Tierhaltenden auf öffentlichem Grund 56 Nichtbeseitigen von Pferdekot 9 Abs Betteln, Strassenmusikanten Ziff. Tatbestand Strafbestimmung PolR Busse Fr. 6 Betteln auf öffentlichem Grund Abs Musizieren auf öffentlichem Grund ohne Bewilligung Abs. 50 Reklamen, Plakate Ziff. Tatbestand Strafbestimmung PolR Busse Fr. 7 Anbringen von Plakaten, Reklamen und dergleichen Abs. 50 an nicht dafür bestimmten Anschlagstellen 7 Plakatieren ohne Bewilligung Abs. und/oder Abs. 50 Durch den Gemeinderat geprüft und genehmigt mit Beschluss vom (PA 77), Inkraftsetzung per Der Gemeindeammann: GEMEINDERAT OBERWIL-LIELI Der Gemeindeschreiber: Andreas Glarner Hans Peter Bernath 7
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Verordnung über das gemeinderechtliche. (OBV) der Gemeinde Egg
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Polizeireglement. der Gemeinden im Einzugsgebiet der Regionalpolizei Unteres Fricktal. Kaiseraugst Magden Olsberg Möhlin Zeiningen Zuzgen
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Polizeireglement. der Gemeinden im Einzugsgebiet der Regionalpolizei Unteres Fricktal. Kaiseraugst Magden Olsberg Möhlin Zeiningen Zuzgen
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Polizeireglement der Einwohnergemeinde Gerlafingen
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