Wohnen und Zusammenleben

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1 Tabea Widmer Modul 5 ABU bewegt Wohnen und Zusammenleben Lehrmittel für die zweijährige Grundbildung

2 Liebe Lernende Wem kommt die Szene nicht bekannt vor: Sie sehen auf der Strasse, im Club oder in der Migros an der Kasse eine wunderschöne Frau, einen wunderschönen Mann. Sie möchten Ihren Mut zusammen nehmen und sie/ihn ansprechen, denn sonst ist die Chance vorbei. Aber, was sagt man in einer solchen Situation, ohne sich lächerlich zu machen? Ein ziemlich verzwickter Moment, nicht? Es kann gut sein, dass Sie die beschriebene Herausforderung am Ende dieses Moduls zwar nicht mit links, aber dennoch souverän meistern können. Haben Sie gewusst, dass es ein Volk gibt, wo seit jeher die Frauen das Sagen haben? Wo und wie diese Menschen leben, erfahren Sie bald. Nämlich dann, wenn es darum geht, wie Frauen und Männer früher ihre Aufgaben geteilt haben. Sie lernen in den nächsten Wochen auch, wie Sie Konflikte auf die sanfte Art ansprechen können, was Sie wissen müssen, bevor Sie Ihre Traumwohnung suchen und wie Sie die dann auch bekommen können. Wie ging der Spruch nochmal? Träumen Sie nicht Ihr Leben, sondern leben Sie Ihren Traum! Feedbacks analysieren Vorwort Dass Ihnen dies gelingen möge, wünscht Ihnen Tabea Widmer und Verlag 3

3 Kommunikationsfördernde Faktoren / Aktives zuhören üben Gesellschaft Aufträge im Bereich Gesellschaft sind blau hinterlegt. Die Symbole zeigen, was Sie tun werden und wie lange Sie dafür etwa brauchen. Sprache Aufträge im Bereich Sprache sind orange hinterlegt. Die Symbole zeigen, was Sie tun werden und wie lange Sie dafür etwa brauchen.

4 Das sind die Themen in diesem Modul: 10-Minuten-Blog 6 Die ehrliche Kontaktanzeige 7 Vom Flirt zum Kompliment 8 Traumfrau, Traummann 10 Rollenbilder 11 Konflikte 14 Zukunftsträume 16 Meine Wohnung 17 Mietbewerbung 20 Feedbacks Inhaltsverzeichnis analysieren Rechtliches 21 Mini-VA 22 Lernen, aber wie? 26 Mein Lernblog 27 Peer-Beratung 28 Lernziele 29 5

5 Kommunikationsfördernde Faktoren / Aktives 10-Minuten-Blog zuhören üben 10-Minuten-Blog Paris, 1. Mai 1977 sich an den händen fassen die augen zumachen und losrennen daran dass euch dieser wunsch überfällt erkennt ihr die ankunft der liebe dann dürft ihr nicht zögern fasst euch an den händen macht die augen zu rennt los Alfred Andersch: Gedichte und Nachdichtungen Copyright 2004 Diogenens Verlag AG Zürich Der «10-Minuten-Blog» ist für Sie bereits Routine. Deshalb erhalten Sie diesmal eine besondere Herausforderung: Sie schreiben den ersten Blog in diesem Modul in Form eines Gedichts. Keine Panik, es muss sich nicht reimen und darf auch ganz kurz sein. Lesen Sie das Gedicht von Alfred Andersch. Welcher Tag bleibt Ihnen in besonderer Erinnerung? Nehmen Sie ihn als Thema für Ihr Gedicht. Bauen Sie den Titel so auf: Ort, Datum oder Jahreszeit und Jahr. Zum Beispiel: Bern, Sommer Schreiben Sie in Kleinbuchstaben. Ihr Gedicht hat 4 Strophen und pro Strophe genauso viele Zeilen, wie das Beispiel von Alfred Andersch (siehe Darstellung). Beziehen Sie sich in der letzten Strophe wieder auf den Anfang. Jetzt können Sie loslegen! Lesen Sie Ihr Gedicht Ihren Mitlernenden vor und lassen Sie diese erraten, was sich an diesem Tag in Ihrem Leben ereignet hat. Wenn Sie wollen, dürfen Sie anschliessend davon erzählen. Die weiteren 10-Minuten-Blogs schreiben Sie in den nächsten Wochen wie gewohnt. Denkanstösse finden Sie auf tackk.com/denkanstoss. } 3 } 4 } 2 } 3 Haben Sie vielleicht noch ein Foto von diesem Tag? Mit dem «PostCard Creator» der Post CH AG können Sie Ihre Bilder vom Smartphone aus gratis als Postkarte verschicken lassen. Überraschen Sie jemanden mit Ihrem Gedicht. Oder haben Sie Lust, Ihren Text auf tackk.com/10minuten zu posten? Dort sind nämlich persönliche, authentische, mutige und bewegende Beiträge gefragt. Schauen Sie doch mal vorbei. 6

6 Die ehrliche Kontaktanzeige Wenn wir jemanden beeindrucken wollen, zeigen wir uns meistens von der allerbesten Seite. Leserinnen und Leser des Magazins «NEON» haben genau das Gegenteil gemacht: In der «ehrlichen Kontaktanzeige» schrieben sie über ihre Macken, bevor sie erklärten, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen. Schauen Sie sich auf neon.de/kontaktanzeigen ein paar Beispiele an. Diskutieren Sie in Kleingruppen: Welche Vorteile kann es haben, wenn man seine Schwächen im Voraus einer Beziehung offenlegt? Und: Werden die «wahren» Schwächen in den Beispielen wirklich erwähnt? Schreiben Sie - angelehnt an die Beispiele - eine eigene Kontaktanzeige. Füllen Sie auch den kurzen Steckbrief aus. Lassen Sie sich ein spontanes Feedback geben: Wie wirkt Ihr Text auf andere? Möchte man Sie trotz Ihrer Macken gerne kennenlernen? Die Feedbacks ehrliche Kontaktanzeige analysieren Alter: Grösse: Wohnort: Geht immer: Geht gar nicht: Das sagen die Freunde: 7

7 Kommunikationsfördernde Faktoren Vom / Aktives Flirt zum zuhören Kompliment üben Vom Flirt zum Kompliment Komplimente Es macht richtig Spass, dich beim Tanzen zu sehen. Das scheint dein Element zu sein. Hast du dir das selber beigebracht? Du bist richtig sportlich. So fit möchte ich auch sein! Auf SRF myschool erzählen junge Leute, wie sie flirten, was sie fühlen, wenn sie abgelehnt werden und wie sie das Küssen gerne mögen. Schauen Sie sich den Beitrag auf tackk.com/flirt an. Tauschen Sie mit einer vertrauten Person aus der Klasse Ihre eigenen Erfahrungen aus. Wer mutig ist, gibt seine Flirttipps der Klasse preis. Studieren Sie auf dieser Seite, wie man echte Komplimente macht, ohne dabei anbiedernd zu wirken. Machen Sie zu zweit einer Person aus Ihrer Klasse ein Kompliment. Diese bedankt sich und sagt Ihnen, wie das Kompliment angekommen ist. Um ein echtes Kompliment zu machen, brauchen Sie Ihr Gegenüber und sich nur genau zu beobachten: Ihr Gegenüber: Was kann die Person gut? Wie bewegt sie sich? Wie spricht, riecht, gestikuliert sie? Was tut sie? Was ist typisch für sie? Sie: Was gefällt mir an dieser Person? Was finde ich charmant, anziehend, bewundernswert, beeindruckend, sympathisch an ihr? Beschreiben sie Ihre Beobachtung und sagen Sie, wie es Ihnen dabei geht. Stellen Sie eine Frage. Wow, übst du täglich? Das klingt ja wie von einem Profi, wenn du Schlagzeug spielst. Die Beats hast du wirklich drauf! Du steckst immer alle mit deinem Lachen an. Das gefällt mir. Gibt es eigentlich auch Tage, an denen du dich beschissen fühlst? Bist du immer so schüchtern? Ehrlich gesagt, find ich das sehr sympathisch. Ich bin das pure Gegenteil. Wem möchten Sie gerne mal ein Kompliment machen? Überlegen Sie sich, was Sie dieser Person sagen möchten. Haben Sie den Mut, es bei der nächsten Gelegenheit zu tun. Sie können das Komplimentemachen auch bei Ihren Freunden, Eltern, Bekannten, Mitarbeitenden und Mitlernenden üben. Die freuen sich bestimmt! 8

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