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- Kornelius Schulze
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1 Hochverfügbarkeit eines Server-Systems Dr. Stephan Pettinger 7-it 1
2 Hochverfügbarkeit Theorie Definition Hochverfügbarkeit Kopplung von Systemen Single Point of Failure Hochverfügbarkeitscluster Linux-HA-Architektur DRBD Virtualisierung Praxis Vorstellung universelles HA- Cluster Vorführung HA-Cluster Literatur/Links 2
3 Definition Hochverfügbarkeit (HA) Was heißt immer? Klassische Geschäftszeiten (Mo-Fr, 8-20 Uhr) Rund um die Uhr (24h/7Tage/Woche) HA: High Availability Verfügbarkeit Auszeit/Monat Auszeit/Jahr Verfügbarkeitsklasse 99% 438 min 86,66 h 2 99,9% 43,8 min 8,77 h 3 99,99% 4,38 min 52,6 min 4 99,999% 0,44 min 5,26 min 5 Ein System gilt als hochverfügbar, wenn eine Anwendung auch im Fehlerfall weiterhin verfügbar ist und ohne unmittelbaren menschlichen Eingriff weiter genutzt werden kann. In der Konsequenz heißt dies, dass der Anwender keine oder nur eine kurze Unterbrechung wahrnimmt. ( 3
4 Kopplung von Systemen Serielle Kopplung 1 2 Parallele Kopplung Analogie Kette: Die Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied Die Verfügbarkeit des gesamten Systems ist immer höher als die Verfügbarkeit der einzelnen Komponenten 1 Grad d. Redundanz 1 Verfügbarkeit 99% mittl. Auszeit/a 87,66 h 2 99,99% 52,6 min 3 99,9999% 31,5 s 2 3R-Regel: Redundanz, Redundanz, Redundanz 4
5 SPoF: Single Point of Failure (SPoF) jede Komponente eines Systems, von der die Funktion des gesamten Systems abhängt. Ziel beim Design eines HA-Systems ist die Vermeidung von SPoFs Beispiel Webserver: Serverhardware Applikation Stromversorgung Klimatisierung Netzwerkswitch Router/Internetverbindung Menschliches Versagen Verbesserung der Ausfallwahrscheinlichkeit der Serverhardware: zuverlässigere, bessere Hardware mit redundanten Komponenten Minimierung der Ausfall-/Reparaturzeiten: Ersatzhardware Cluster aus Server + Ersatzserver 5
6 Hochverfügbarkeits-Cluster Zusammenschluss von mehreren Servern, die einen bestimmten Dienst (Resource) auch dann noch anbieten sollen, wenn eine Einzelkomponente ausfällt. Überwachung/Status Steuerung CRM Cluster Resource Manager Resource 1 (aktiv) Node 1 Cluster Resource 1 (inaktiv) Node 2 Cluster-Arten: Load-Balancing-Cluster Failover-Cluster High Performance Computing Kosten und Aufwand für ein HA-Cluster hängen v.a. von den Konsequenzen eines Ausfalls ab. 6
7 Aufbau eines HA-Clusters 7
8 Linux HA-Architektur CRM: Cluster Resource Manager PE: Policy Engine TE: Transition Engine CIB: Cluster Information Base LRM: Local Resource Manager logd: Logging Daemon stonith heartbeat CCM: Consensus Cluster Membership apphbd Schematische Darstellung der HA-Architektur [1] 8
9 Probleme im Clusterbetrieb Split Brain jeder Node denkt, der andere ist tot und startet die Resource(n) Quorum Mehrheitsentscheid Fencing Ausgrenzen von Resourcen mit unbestimmtem Status => STONITH Data Sharing Datenreplikation (z.b. DRBD) SAN/NAS (iscsi, FibreChannel) spezielle Raidcontroller 9
10 DRBD DRBD: Distributed Replicated Block Device Raid 1 über Netzwerk Daten werden vom Master-Block-Device auf einen anderen Knoten (Slave) gespiegelt Vorteile: Standard-Hardware (Netzwerk, lokale Festplatten) Replikation auch asynchron über langsame(re) Internetverbindung mit DRBD+ auch Replikation auf 3. Knoten Replikation auf Blockebene erlaubt beliebige Filesysteme 10
11 Virtualisierung Betriebssystemvirtualisierung mittels OS-Container (Single Kernel Image) z.b. OpenVZ, Virtuozzo, BSD jails Paravirtualisierung: Hypervisor/VMM läuft direkt auf der Hardware z.b. Xen, VMware ESX 3.5 Vollständige Hardware-Virtualisierung z.b. VMware, VirtualPC 11
12 Universelles HA-Cluster LAN OS (SLES 10.2) Heartbeat DRBD: master Filesystem VMware OS-Partition DRBD LAN 1 Heartbeat, LAN 2 Replikation OS (SLES 10.2) Heartbeat DRBD: slave Filesystem VMware OS-Partition DRBD ext3-partition für VMware-Images ext3-partition für VMware-Images 12
13 Vorstellung universelles HA-Cluster Vorführung HA-Cluster Praxis-Teil 13
14 Literatur/Links [1] Schwartzkopf, Michael: Clusterbau mit Linux-HA, O Reilly 2008 [2] Held, Andrea: Oracle 10g Hochverfügbarkeit, Addison-Wesley 2005 [3] Radonic, Meyer, Halinka: Xen 3.2, Franzis 2008 [4] Scherf, Dölle: Gemeinsam stärker. Migration bestehender Server in einen hochverfügbaren Linux-Cluster, Heise-Verlag, c t 16/2008 [5] [6] [7] DRBD: documentation/sles10/stor_evms/data/bookinfo.html [8] Heartbeat: ocumentation/sles10/heartbeat/data/b3ih73g.html [9] VMware: 14
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