Clever sein Geld sparen.
Energieverbrauch im Haushalt Stromsparen lohnt sich. In einem Haushalt mit durchschnittlichem Verbrauch lassen sich mit einfachen Mitteln rund 200 jährlich an Energiekosten einsparen. Hier finden Sie zwölf Tipps, wie Sie ohne großen Aufwand Ihre Strom- und Heizkosten senken und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun können. 1. Heizen die richtige Temperatur Müssen es 22 Raumtemperatur sein? In Wohnräumen sind in der Regel 20, im Bad 22 und in den Schlafräumen 18 ausreichend. Schon ein Grad mehr erhöht die Heizkosten enorm und kann zudem Ihr Wohlbefinden beeinträchtigen. Thermostatventile regeln die Raumtemperatur automatisch. In der Regel reicht eine Einstellung auf Stufe 3 (mittlere Einstellung), um eine Temperatur von 20 zu gewährleisten. Nur beim Lüften, in der Nacht oder bei längerer Abwesenheit sollten Sie die Heizung bis zum Sternsymbol herunterdrehen. Tipp: Richtig Heizen Die Heizkörper nicht mit Gardinen oder Übergardinen verhängen oder mit Möbeln zustellen. Ein Wärmestau kann den Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent erhöhen. Thermostatventile Einstellung auf Stufe 3 begrenzen (ca. 20 ) das ist auch beim Aufheizen nach dem Lüften völlig ausreichend. Beim Lüften alle Ventile zudrehen. In der Nacht und bei längerer Abwesenheit: Temperatur drosseln. 2
2. Richtig Lüften Lüften Sie Ihre Wohnung regelmäßig mit Durchzug. Die Heizung sollte dabei immer abgedreht werden. So haben Sie frische Luft und heizen gleichzeitig nicht zum Fenster heraus. Achtung Schimmelgefahr! Wasserdampf entsteht in Wohnungen beim Kochen, Backen, Duschen und Baden. Wird nicht unmittelbar danach ausreichend gelüftet, kommt es zu Feuchtigkeitsbildung an kalten Wänden und im Extremfall auch zu Schimmelbildung. Solche Schäden in der Wohnung bitte umgehend dem Hausmeister melden! Tipp: Richtig Lüften Mehrfach täglich die Wohnung durchlüften, am besten Fenster und Türen auf Durchzug stellen. Beim Lüften alle Ventile zudrehen. Wasserdampf z. B. durch Kochen, Backen, Duschen und Baden sollte möglichst schnell durch Lüften der Wohnung nach draußen abgeleitet werden. Mit kurzem Lüften auf Durchzug machen Sie es richtig, dann reichen oft schon fünf Minuten. 3. Warmes Wasser Ein großer Teil des Stromes (12%) wird für die Warmwasserbereitung verbraucht. Hier lohnt es sich besonders, Geräte richtig zu nutzen und einzustellen. Tipp: Warmes Wasser Durchlauferhitzer auf Energiesparen einstellen. Warmwasser-Untertischgeräte falls möglich nur auf niedrige Temperatur einstellen. Die Heizzeit z. B. mit Hilfe einer Zeitschaltuhr begrenzen. Wir zeigen Ihnen gerne, wie das geht. 4. Wasser sparen Der tägliche Trinkwasserverbrauch pro Person beträgt in Deutschland rund 116 Liter. Davon lassen sich mit einfachen Mitteln rund 35% einsparen: Ein tropfender Wasserhahn z.b. verbraucht ca. 2.000 Liter Wasser pro Jahr. Tipp: Wasser sparen Tropfende Wasserhähne abdichten! Duschen statt Baden! Waschmaschine und Spülmaschine möglichst nur voll beladen einschalten. Spülstoptasten der Toiletten benutzen. Wasserhähne mit Wassersparern z. B. aus dem Baumarkt ausstatten. 3
5. Waschen Eine Waschmaschine mit voller Beladung verbraucht 30 bis 50 Prozent weniger Energie als zwei halbvolle Maschinen mit Sparwaschgang. Bei der Neuanschaffung einer Waschmaschine lohnt sich immer, das Gerät mit dem geringsten Strom- und Wasserverbrauch zu kaufen. Wir beraten Sie gerne. Tipp: Waschen Verzichten Sie auf die Vorwäsche. Nur bei wirklich schmutziger Wäsche ist eine Vorwäsche notwendig. So sparen Sie 15 bis 30 Prozent Energie. Verzichten Sie auf Kochwäsche (95 Grad) Fast immer reichen 60 Grad, um Ihre Wäsche sauber und hygienisch zu reinigen. Auch bei einer 30 Grad- statt einer 40-Grad-Wäsche kann rund die Hälfte der Energie gespart werden. 6. Trocknen Die Wäsche darf nicht in der Wohnung getrocknet werden. Benutzen Sie bitte den dafür vorgesehenen Trockenraum, Trockner oder aber Ihren Balkon. Trockner sind wahre Energiefresser. Ein einziger Trockenvorgang kostet etwa 50 Cent. Deshalb wirken sich die folgenden Energiespar-Tipps besonders positiv auf Ihren Geldbeutel aus: Tipp: Trocknen Bei gutem Wetter immer an der Luft trocknen. Den Trockner immer gut füllen und nach dem Trocknen den Luftfilter (Flusensieb) säubern. 4
7. Kühlen und Gefrieren Kühlschränke und Tiefkühlgeräte benötigen besonders viel Strom, weil sie Tag und Nacht laufen. Bei Kühlschränken ist eine Innentemperatur von sieben Grad (mittlere Einstellung) meist völlig ausreichend. Gegenüber einer Temperatur von fünf Grad sparen Sie dadurch bis zu 15 Prozent Energie. Stellen Sie Kühl- und Gefriergeräte möglichst nicht neben dem Herd oder einem Heizkörper auf! Denn der Energieverbrauch steigt mit der Raumtemperatur. Achten Sie dabei auf eine gute Belüftung der Kühlschlangen an der Rückseite der Geräte, vor allem bei Einbauküchen. Tipp: Kühlen und Gefrieren Öffnen Sie die Geräte nur so lange wie unbedingt nötig. Öfter mal abtauen spätestens ab einem Zentimeter Eisschicht im Gerät sollten Sie handeln. Prüfen Sie, ob die Türe dicht ist. Insbesondere bei starkem Eisansatz kann eine Dichtung kaputt sein. Wenn Sie ein neues Gerät kaufen, achten Sie auf den Energieverbrauch. Wir beraten Sie gerne. 8. Kochen und Backen Tipp: Kochen und Backen Wasser möglichst im Wasserkocher erhitzen. Dies spart auf einfache Weise viel Energie. Beim Kochen den Topf abdecken. Schalten Sie auf die kleinstmögliche Stufe, um die Speisen zu garen. Starke Dampfentwicklung bedeutet, dass der Topf überhitzt wird. Nutzen Sie die Plattennachhitze. Verwenden Sie immer die zur Herdplatte passende Topfgröße. Ist die Herdplatte nur ein bis zwei Zentimeter größer ist als der Topf, verbrauchen Sie bereits 20 bis 30 Prozent mehr Energie. Das Vorheizen des Backofens ist nur bei empfindlichen Teigen notwendig. Backen ohne Vorheizen spart bis zu 20 Prozent Energie. 5
9. Lampen und Beleuchtung Es gibt besondere Energiesparlampen, die wenig Strom verbrauchen. Sie kosten bei der Anschaffung etwas mehr, haben aber eine längere Lebensdauer und geben mehr Licht. Eine Energiesparlampe mit 15 Watt Leistung liefert die gleiche Helligkeit wie eine herkömmliche Glühbirne mit 75 Watt. Kurz: Energiesparlampen zahlen sich aus. Im Jahr können Sie etwa zehn Euro sparen. Tipp: Beleuchtung Licht nur dort anschalten, wo es benötigt wird Ausschalten nicht vergessen. Verwenden Sie Energiesparlampen dort, wo Sie sich, wie z.b. in der Küche oder im Wohnzimmer, meist mindestens eine Stunde oder länger aufhalten. 10. Video, Fernseher und Co. Geräte können auch ausgeschaltet Strom verbrauchen. Dies sieht man in vielen Fällen an den noch brennenden kleinen Leuchten (grün oder rot). Der sogenannte Stand-By-Verbrauch von Geräten (z. B. Fernseher, Video, DVD, Computer) kann sehr teuer sein und in einer Wohnung mit vielen Elektrogeräten über 170 E im Jahr betragen. Sie sollten diese Geräte nach Möglichkeit mit einer abschaltbaren Steckerleiste versehen. Im Baumarkt sind diese bereits ab 5 Euro erhältlich. Tipp: Video, Fernseher und Co. Stand-by-Geräte generell ausschalten, möglichst über eine abschaltbare Steckerleiste! Nach Gebrauch von Akku-Ladegeräten, z. B. fürs Handy, den Stecker ziehen! A 11. Energieeffiziente Geräte Clever kalkulieren Kaufen Sie überlegt: Bei der Neuanschaffung eines Elektrogerätes sollten Sie auf die Energie-Effizienz-Klassen achten, auch Euro-Label genannt. Darauf wird für jedes Gerät der jährliche Energieverbrauch angegeben und auf einer Skala von A bis F wie in der Abbildung links zu sehen bewertet. Klasse A steht für außerordentlich sparsame Geräte, die Klassen D bis G für nicht empfehlenswerte Geräte. (Auf der Grundlage von Ergebnissen der Normprüfung über 24 h) Der tatsächliche Verbrauch hängt von der Nutzung und vom Standort des Gerätes ab 186 103 17 Tipp: Energieeffiziente Geräte Lassen Sie sich beraten! Eine aktuelle Liste von energiesparenden Haushaltsgeräten erhalten Sie bei uns. Ein Datenblatt mit weiteren Geräteangaben ist in den Prospekten enthalten Norm EN 153 Ausgabe Ma 1990 Kühlgeräte Richtlinie 94/2 EG 6
12. Wirf Dein Geld nicht in den Müll Die Zeiten, in denen es nur eine Mülltonne gab, sind schon lange vorbei. Denn Müll ist nicht gleich Müll und ist daher auch bei der Beseitigung unterschiedlich kostenaufwendig. Es gibt Müll (Kunststoff, Altpapier, Altglas, Altkleider), der wiederverwertet werden kann und daher umsonst abgeholt wird. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, und sparen Sie Geld. Die Gelbe Tonne Die Gelbe Tonne ist ausschließlich für Verpackungen vorgesehen, die mit dem grünen Punkt gekennzeichnet sind. Auch dieser Müll kann recycelt werden. Die Kosten dafür haben Sie übrigens schon beim Einkauf der Produkte mitbezahlt. Nutzen Sie deshalb die gelbe Tonne für den Verpackungsmüll. Sonst zahlen Sie für diesen Müll doppelt: Einmal an der Kasse beim Einkauf und zum zweiten Mal bei Leerung der Grauen Tonne. Noch teuerer wird es für Sie allerdings, wenn Restmüll in die Gelbe Tonne gefüllt wird, denn in diesem Fall ist eine teure Sonderleerung notwendig. Altpapier und Altglas Auch die Altpapiercontainer und Altglascontainer kosten Sie nichts und sind ganz in Ihrer Nähe. Bringen Sie daher Papier und Pappe und auch Ihr Altglas zum Container es entlastet Ihre Mültonne. Was jetzt noch übrig bleibt und das ist nicht mehr sehr viel gehört in die Graue Tonne. Je weniger Abfall in der Restmülltonne landet, desto geringer sind Ihre Müllgebühren. Tipp: Müllsortierung Sortieren Sie den Müll schon in der Wohnung richtig: Verpackungsmüll für die gelbe Tonne, Restmüll für die graue Tonne, Altpapier und Altglas für die Container. Achten Sie bereits beim Einkauf darauf, möglichst wenig Verpackungsmüll mit nach Hause zu bringen. Energieagentur NRW Die Energieagentur NRW wurde 1990 vom Land NRW gegründet. Sie gibt als unabhängige, neutrale und nicht-kommerzielle Anlaufstelle Hilfestellung in Sachen Energieeffizienz, zur rationellen Energieverwendung und zur wirtschaftlichen Nutzung unerschöpflicher Energiequellen erstens durch Beratung, zweitens durch Angebote zur beruflichen Weiterbildung sowie drittens durch ihre Informationsund Öffentlichkeitsarbeit. Die Energieagentur NRW wird getragen vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW. Impressum Energieagentur NRW Kasinostraße 19 21 42103 Wuppertal Tel.: 0202 / 2 45 52 0 Fax: 0202 / 2 45 52 30 Internet: http://www.ea-nrw.de e-mail: info@ea-nrw.de 7
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