Java 2, Enterprise Edition Einführung und Überblick



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Transkript:

Universität aiserslautern AG Datenbanken und Informationssysteme Seminar Datenbank-Aspekte des E-Commerce Java 2, Enterprise Edition Einführung und Überblick m_husema@informatik.uni-kl.de Vortragsinhalte Rahmenbedingungen in der heutigen Marktwirtschaft Mehrschichtige Systemarchitekturen omponenten-architekturen für die Server-Ebene Typische Strukturen von J2EE-Systemen Technologien und APIs 2

Rahmenbedingungen Information als entscheidender Wettbewerbsfaktor gleichrangig neben Gütern und Dienstleistungen Informationswirtschaft Einsatz moderner Technologien zwingend nötig Integration unterschiedlicher Systeme Daten aus heterogenen Quellen 3 Herausforderungen an Applikationsentwickler urze Reaktionszeiten angemessene Reaktion auf neue Trends und Technologien Produktivität der Programmierung sinnvolle ombination von Neuem und Bewährtem Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit keine Ausfallzeiten; im regulären Betrieb zuverlässiges Verhalten Sicherheit Schutz kritischer Daten in allen Nutzungsszenarien Skalierbarkeit leichtes Wachsen mit steigenden Anforderungen Integration Zusammenarbeit mit bestehenden Systemen 4

Mehrschichtige Systemarchitekturen Benutzerschnittstelle Präsentationslogik Geschäftslogik Datenbasis Infrastruktur Benutzerschnittstelle Präsentationslogik Infrastruktur Geschäftslogik Datenbasis Umsetzung in konkrete Schichten und Ebenen Präsentation Geschäftslogik Daten 5 Zwei-Ebenen-Architekturen Präsentations- und Geschäftslogik auf -Ebene Server verwaltet nur Daten hoher Wartungsaufwand schlechte Skalierbarkeit Präsentation Geschäftslogik Daten Teile der Geschäftslogik auf Server-Ebene höherer Anteil der Gesamtarbeitslast auf dem Server bessere Skalierbarkeit geringere Netzwerkbelastung, höhere Gesamtperformanz Modularität durchbrochen» proprietäre Sprachen auf Server-Ebene 6

Drei-Ebenen-Architekturen Schichten werden einzeln auf Ebenen abgebildet Trennung nicht unbedingt physikalisch Höhere Flexibilität Bessere Performanz Größere Sicherheit Höhere omplexität Höheres ommunikationsaufkommen Präsentation Geschäftslogik Daten 7 omponenten-architekturen für die Server-Ebene Mittlere Ebene entscheidend omponenten / Application Server ursprünglich kein einheitlicher Standard Idealziel: offener Markt Microsoft Distributed internet Applications Architecture Produktlösung herstellerübergreifende ompatibilität eingeschränkt OMG Common Object Request Broker Architecture offene Spezifikation beschreibt verteilte Objekte und ihre Interaktion 8

Sun Microsystems Java 2, Enterprise Edition Zunächst Entwicklung von Einzeltechnologien für die Nutzung in Unternehmen Schlechte Abstimmung, Unklarheiten, Widersprüche Java 2: Micro, Standard, Enterprise Edition Integrierte Plattform für die Entwicklung portabler Software-omponenten auf Server-Ebene Spezifikation, nicht Produkt (analog zu CORBA) Gegenüber CORBA zusätzlich Festlegung von Schnittstellen und Verhalten auf omponentenebene 9 Aufbau der J2EE-Plattform Verteilte Application-Server-Umgebung APIs und Laufzeit-Infrastruktur Tier, Java-Applications Middle Tier Geschäftslogik in Enterprise JavaBeans Container als Laufzeitumgebung EIS Tier Zugriff auf Datenbanken über einheitliches API 10

Aufbau der J2EE-Plattform Verteilte Application-Server-Umgebung APIs und Laufzeit-Infrastruktur 11 Mehr-Ebenen-Applikation wickelt nur direkte Benutzerinteraktion ab Web-Container regeln Präsentationslogik Enterprise JavaBeans übernehmen Geschäftslogik und DB-Zugriff 12

Web-basierte Anwendung Einsatz von EJB-Servern oft übertrieben Web-Container übernimmt Präsentations- und Geschäftslogik Leichter Ausbau bei steigenden Anforderungen 13 Standalone- I Umgehen des EJB-Containers regelt Benutzerinteraktion und Präsentationslogik Web-Container oder EIS-Ebene übernehmen Geschäftslogik 14

Standalone- II Umgehen des Web-Containers regelt Benutzerinteraktion und Präsentationslogik Enterprise JavaBeans übernehmen Geschäftslogik und DB-Zugriff 15 Standalone- III kommuniziert direkt mit Datenbank regelt Benutzerinteraktion und Präsentationslogik übernimmt Geschäftslogik 16

Interaktion zwischen Containern Web-Container: XML-Nachrichten über HTTP EJB-Container: RMI, in Zukunft auch JMS 17 Container Container Contract Vorgaben des Containers an die omponenten Container Service APIs Dienste des Containers für die omponenten Declarative Service Realisierung von Funktionalitäten für die omponenten Additional Services Lifecycle Management Resource Pooling... Additional Container Services Application Component Container Contract Deployment Descriptor Application Component Deployment Descriptor Application Component Deployment Descriptor Container Service APIs Declarative Services 18

Technologien und APIs (I) omponenten-technologien omponente Modul Applikation Java Server Pages und Servlets Verarbeitung von HTTP-Requests JSP: um dynamischen Inhalt ergänzte Webseite Servlet: aktive omponente zum Ausbau eines Webservers A M M Enterprise JavaBeans Geschäftslogikkomponenten auf Server-Ebene Session Beans / Entity Beans 19 Technologien und APIs (II) Service-Technologien Java DataBase Connectivity (JDBC) Anbindung an relationale Datenbanken Java Transaction API (JTA) implementierungsunabhängige Unterstützung von Transaktionen Java Naming and Directory Interface (JNDI) Namen- und Verzeichnisdienst wird von Enterprise JavaBeans genutzt 20

Technologien und APIs (III) ommunikations-technologien Remote Method Invocation (RMI) erlaubt Nutzung von Methoden entfernter Objekte Aufruf über lokal definierte Interfaces Java Message Service (JMS) API für die Nutzung von Nachrichten-orientierter Middleware asynchroner Nachrichtenaustausch JavaMail Zugang zu den wichtigen Protokollen für Email-Nutzung 21 Zusammenfassung Mehrschichtige Systemarchitekturen unumgänglich Drei-Ebenen-Architekturen von Vorteil J2EE: Framework ohne Bindung an konkrete Produkte Drei-Ebenen-Architektur verschiedene mögliche Systemarchitekturen Container-onzept Technologien und APIs 22