Automatische Installation



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1. Der Router ist nicht erreichbar Lösungsansatz: IP Adresse des Routers überprüfen ( entweder irgendwo auf dem Gerät aufgeklebt oder im Handbuch )

Transkript:

Automatische Installation Dipl.-Chem. Technische Fakultät Universität Bielefeld ro@techfak.uni-bielefeld.de AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 1 von 17

Übersicht Ziel und Alternativen Aufgaben, Varianten Netzwerk-Boot Partitionierung und Filesysteme Software-Installation Upgrades Lokale Konfiguration AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 2 von 17

Automatische Installation: warum? reproduzierbare, nicht interaktive, parallele Installation von Standalone-Maschinen ggfs. viele Maschinen (identisch oder verschieden) hier: vor allem Solaris 2 (JumpStart) ähnliche Funktionalität auf IRIX (Roboinst), Tru64 UNIX (RIS), Mac OS X (NetInstall), Debian Linux: FAI (Fully Automatic Installation, http://www.informatik.uni-koeln.de/fai/) Alternative: diskless clients, vereinfacht Installation und Patchen vieler Einzelmaschinen (shared /usr), aber Support teilweise problematisch AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 3 von 17

Aufgaben Booten (in der Regel über Netz) Platten partitionieren, Volume-Manager konfigurieren, Filesysteme anlegen Software-Selektion, -Installation lokale Anpassungen/Konfiguration AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 4 von 17

Varianten Neuinstallation oder Upgrade offline oder online (Live Upgrade) Installation von Packages oder Image-Cloning (flash archives) AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 5 von 17

Netzwerk-Boot im LAN vorher: Boot- und Install-Server Boot-Server: inetboot per tftp, diskless Root (read-only) via NFS Install-Server: Kopie der Installations-CDs via NFS Booten: SPARC: OBP mit RARP, RPC Bootparams (klassisch, erfordert Boot-Server in jedem Subnetz)... oder OBP mit DHCP (neuere PROMs) x86: PXE (Pre-boot Execution Environment), DHCP und tftp in Netzwerkkarten-Firmware diverse Installations-Parameter per Bootparams oder DHCP AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 6 von 17

Netzwerk-Boot im WAN: WANboot DHCP und NFS im WAN schlecht geeignet, daher http/https benutzen wanboot laden (ähnlich inetboot oder ufsboot, 1st-level bootstrap) miniroot-image laden (statt NFS-Zugang auf diskless Root) flash-archiv (cpio) laden und installieren alle Daten ggfs. signiert/verschlüsselt erfordert neue PROMs oder lokale Installations-CD AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 7 von 17

Konfiguration der Installation Konfiguration von Parametern, die bei manueller Installation interaktiv erfragt werden: sysidcfg: IP-Adressen, Hostname, Nameservice, Root-Password, Security Services (Kerberos), Locale, Terminal-Typ, Zeitzone,... Konfiguration mit rules-file und profile rules: selektiert profile und pre-/post-kommandos (begin/finish-skripten) abhängig von z.b. Hostnamen, Maschinentyp, Platten-/Speicherausbau, bei Bedarf selbstdefinitierte Probes z.b. dynamische profile-erzeugung in begin-skript z.b. lokale Anpassungen im finish-skript AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 8 von 17

Partitionierung Plattenauswahl Filesysteme, Swap Metadevices/Mirror anlegen AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 9 von 17

Software-Installation profile: Package-Auswahl etc. install_type (initial_install, upgrade) system_type (standalone,... ) partitioning, filesys cluster, package, patch Interaktion mit Package-Management Auswahl über Metacluster, Cluster, einzelne Packages reduced network, core, end user, developer, entire, entire + OEM AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 10 von 17

Probleme mit Package-Installation kann recht langsam sein (dauerndes Update der Package-Datenbank) Packages, die davon ausgehen, in die laufende OS-Instanz installiert zu werden (ignorieren PKG_INSTALL_ROOT, -R) Packages, die neu installierte Kommandos ausführen (kann fehlschlagen, wenn z.b. shared Libraries fehlen) AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 11 von 17

Flash-Installation cpio-archiv mit Komplettinstallation wesentlich schneller als package-weise Installation aber: potentiell viele Archive für viele Klassen von Maschinen full (Neuinstallation) oder differential (Upgrade/Ergänzung eines full archives: Änderungen zwischen Master-Archiv und aktuellem Stand) Vorgehen: Master-System installieren ggfs. anpassen Archiv erzeugen Archiv installieren ggfs. Skripte zur Anpassung AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 12 von 17

Upgrade Vor- und Nachteile von Neuinstallation vs. Upgrade? Neuinstallation: definierter Endzustand Reproduzierbarkeit sichergestellt Upgrade: sollte alle lokalen Anpassungen (allg.: Zustand) erhalten bequemer bei häufigen kleinen Upgrades (Solaris Express, u.u. Solaris Updates) AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 13 von 17

Live Upgrade legt Kopie der aktuellen OS-Installation an (Wahl der Zielpartitionen nach Belieben, auch Zusammenlegen von FSen etc.): lucreate Upgrade der Kopie, während die alte Version läuft, ggfs. auch Neuinstallation via flash-archiv (luupgrade) Aktivieren der geupgradeten Version (luactivate) System-Filesysteme individuell pro BE (Boot Environment), User-Filesysteme (Volumes, Homes,... ) werden geshared, üblicherweise auch Swap auch Mirror (SVM) als neues BE AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 14 von 17

Live Upgrade (ii) Vorteile: minimale Downtime (ein Reboot) schnelles Fallback auf alte Version bei Problemen ggfs. Modifikationen an neuem BE vor Aktivierung (mounten mit lumount) Patch-/Package-Installation/-Entfernung Konfigurationsänderungen... AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 15 von 17

Konfigurationsänderungen üblicherweise in finish-skript potientiell komplett lokal (Kopieren von Files, Auspacken von tar-files,... ) Problem: Integration mit Konfigurationsmanagement AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 16 von 17

JumpStart-Frameworks lokale Anpassungen einfacher mit vordef. Frameworks z.b. Caspar Dik s auto-install: ftp: //ftp.science.uva.nl/pub/solaris/auto-install/ Standard-File-Operationen: copy, remove, link, symlink,... Ausführung beliebiger Skripten Zuordnung der Systeme in verschiedene benutzerdefinierte Klassen Solaris Security Toolkit (JASS) (http://www.sun.com/software/security/jass/): Installation und Security-Hardening von Solaris-Systemen JumpStart Enterprise Toolkit (JET): http://www.sun.com/bigadmin/content/jet/ AG Rechnerbetrieb WS 2004/05 Automatische Installation 17 von 17