612 1500 830 1800 1100 2000
Die Höhenstufen in den Alpen Stufe Höhe Merkmale Pflanzen Nutzung Schneestufe ab 2500 Hochgebirge meist kalt oder kühl extremes Wetter lange schneebedeckt Flechten Moose Einzelblumen Gletscher und Schneefelder = Wasserspeicher Obere Alpenstufe ab 1800 Waldgrenze raues Klima kurze Blütezeit lange Winter einzelne Nadelbäume Zwergsträucher Gras Alpweiden Bergtourismus Untere Alpenstufe ab 1200 Nebelgrenze: feucht Schneeschmelze spät früher Schnee Bergdörfer Nadelwald Sträucher Gras Blumen Alpweiden Holzschlag Bergtourismus Bergstufe ab 600 kurzer Frühling kurzer Herbst strenge Winter kleinere Siedlungen Laub- und Mischwald Sträucher Gras Blumen Milch- und Viehwirtschaft Holzschlag Bergtourismus Hügelstufe 0 ausgeglichenes Klima mild, fruchtbar dicht besiedelt Verkehrsachsen Reben Laub- und Mischwald Obst, Gemüse, Getreide Gras, Blumen, Sträucher Obst-, Gemüse-, Ackerbau Industrie, Gewerbe Dienstleistungen
Zoom: ein Ort im St.Gallerland Säntis mehrperspektivisch aus der Sicht aller Kapitel Beispiel Landschaft Der Säntis liegt in den Ostschweizer Voralpen und ist mit seinen 2503 Metern der höchste Gipfel im Alpstein. Durch den vorgelagerten Standort ist das markante Felsmassiv von weither sichtbar. Diese Lage beschert ihm auch extremes Wetter wie im Hochgebirge: 8 Meter Schneehöhe wurden schon gemessen. Natur-Erlebnisparks weisen auf das Besondere der Landschaft hin: Moorgebiete mit seltenen Pflanzen, Steine als Zeugen geologischer Veränderungen über Jahrtausende und viele Wildtiere in freier Natur. Regionen Der Säntis liegt im oberen Abschnitt der Region Toggenburg. Er ist Grenzpunkt zwischen den zwei Halbkantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden und dem Kanton St.Gallen. Miteinander Nachts ist es auf dem Säntis ruhig. An sonnigen Tagen aber bevölkern Tausende von Touristen den Berg. Unterwegs Der beliebte Aussichtsberg lässt sich über viele Bergwanderwege zu Fuss erklimmen. Von der Schwägalp führt seit 1935 eine Luftseilbahn zum Gipfel. 1960 und 2000 wurden die Gondeln durch grössere Kabinen ersetzt. Arbeitswelt Fast 40 Arbeitplätze bietet der Säntis, vor allem Dienstleistungspersonal, das sich um die Touristen kümmert. Die Bergstation der Seilbahn ist umgeben von Sendeanlagen für die Telekommunikation. 1998 nahm die Swisscom die 123 m hohe Antenne in Betrieb. Kunststoffabdeckungen schützen die riesigen Parabolantennen vor Eis und Sturm. Zeitreise Ein kleiner Turm auf dem Gipfel erinnert an früher: Das Windmesserhäuschen aus dem Jahre 1883 diente über 80 Jahre als Wetterstation. Ein Wetterwart musste damals, ausgerüstet mit Vorräten, den ganzen Winter dort oben verbringen. Schnee schaufeln und Geräte enteisen gehörten zu den strengen Daueraufgaben. Heute werden die allermeisten Wetterdaten mit automatischen Instrumenten erfasst und weitergeleitet. Alltagsleben Auf den zahlreichen Alpen an den Schultern des Alpsteins werden noch immer Kühe gesömmert. Aus der Milch stellen die Sennen Alpkäse her. Bei der Schwägalp kann in einer Schaukäserei der Vorgang des Käsens mitverfolgt werden. Kreisläufe Der Säntis hat sich zu einem Grossunternehmen mit Gasthäusern und Hotel entwickelt. Eine eigene Abwasserreinigungsanlage gehört darum sogar zu seinen Einrichtungen.