RIAG Pass 404. Schwarzpassivierung

Ähnliche Dokumente
RIAG Pass 093. Schwarzpassivierung

RIAG Pass 030. Dreiwertige Schwarzpassivierung

Zinkpassivierungen im Vergleich

RIAG Zn 231. Cyanidisches Glanzzinkverfahren

Konzentrierte Schwarzchromatierung

RIAG PMn 922. Saures Phosphatiermittel zur Erzeugung von Manganphosphatschichten im Tauchverfahren

Dicoblitz 2000 GR. Gestell-Entmetallisierung

RIAG Ag 812. Hochglänzender Silber-Elektrolyt mit einer Härte von HV

RIAG Ni 120. Hochleistungs Trommel-Glanznickelverfahren

RIAG Cr 330. Schnellabscheidendes Hartchrom-Verfahren

Ansatzwerte: SurTec 691 I Ansatzlösung 8 Vol% (7-9 Vol%) SurTec 691 II Ansatzadditiv 2 Vol% (1,5-3 Vol%)

RIAG Zn 270. Schwachsaures Glanzzinkverfahren

RIAG SnNi 870. Gestell- und Trommelelektrolyt zum Einsatz im dekorativen und technischen Bereich

SurTec 691 Schwarzpassivierung für alkalische Zinküberzüge

DURNI-COAT DNC 25. Autokatalytischer Nickel/Phosphor-Prozess zur Kunststoff-Beschichtung

RI 50. Cyanidisches Trommel-Glanzkupferverfahren

RI 80. Schnellabscheidendes Hartchrom-Verfahren

NITEC LS. Glanznickel für duktile, glänzende Abscheidungen, speziell für technische Anwendungen

RIAG Zn 230. Cyanidisches Glanzzinkverfahren

SurTec 614. Zink-Calcium Phosphatierung für Tauchverfahren. Eigenschaften. Anwendung

RI 375. Saures Glanzkupferverfahren zur Abscheidung hochglänzender Überzüge

RIAG Zn 270. Schwachsaures Glanzzinkverfahren

Passivierungen für Zink und Zink-Eisen

RI 340. Saures Glanzkupferverfahren zur Abscheidung hochglänzender Überzüge

RIAG Phos Mn 248. Saures Phosphatiermittel zur Erzeugung von Manganphosphatschichten im Tauchverfahren

Cobalt 0,8 g/l (0,6-1,2 g/l)

GEBRAUCHSANWEISUNG C U P A N I T C F. alkalisch-cyanidfreies Glanzkupferbad

DURNI-COAT DNC

DURNI-DISP DNC 520 SiC

SurTec 684 Chromitierung HP

RI 55. Cyanidisches Glanzkupferverfahren

Aussenstromlos abscheidendes NiP-Verfahren für Verschleiss- und Korrosionsbeanspruchungen

G E B R A U C H S A N W E I S U N G. CHEMOPAS 2003 schwarz. Cr-(VI)-freie Schwarzpassivierung

SILVER STAR DL. Hochglänzender Silber-Elektrolyt mit einer Härte von HV

Alodine 1200 Gelbchromatierung für Aluminium - pulverförmiges, chromsäurehaltiges Produkt -

Dreiwertige Vorbehandlung für Aluminium

SurTec 680 LC Chromitierung, cobaltarm Dickschichtpassivierung für Zink und Zinklegierungen

NITEC S. Regelbares hochdekoratives Glanznickelverfahren

SurTec 680 Chromitierung

NITEC LS. Glanznickel für duktile, glänzende Abscheidungen, speziell für technische Anwendungen

SurTec 849 Mikroporöses Nickelverfahren

SurTec 759 Saures Glanzzinkverfahren

SurTec 857. Glanznickelverfahren. Eigenschaften. Anwendung

SurTec 759 II Glanzzusatz kontrolliert den Glanz der Zinkschicht und wird nur zum Neuansatz

G E B R A U C H S A N W E I S U N G. CHEMOPAS 2003 HP Cr-(VI)-freie High Performance Passivation. CHEMOPAS 2003 HP Artikel-Nr.

40 g/l. 35 g/l. SurTec 852 A Glanzträger 20 ml/l (18-22 ml/l) SurTec 852 B Träger B 12 ml/l (10-14 ml/l) SurTec 852 V Perlbildner

1) für genauere Informationen bitte die entsprechenden Informationsblätter anfordern

Aussenstromlos abscheidendes NiP-Verfahren zum Vorvernickeln von Aluminium- und Stahlteilen

RIAG Zn 250 Na. Alkalisches, cyanfreies Glanzzinkverfahren auf Natriumbasis

Analysensollwerte: Nickel 6 g/l (4,9-6,4 g/l) Na-Hypophosphit 30 g/l (26-34 g/l)

DURNI-COAT DNC

Dreiwertiges Dekorativchromverfahren

SurTec 650 chromital TCP

SurTec 886 Dreiwertiges Dekorativchromverfahren

SurTec 885 Dreiwertiges Dekorativchromverfahren

Schwachsaures Glanzzinkverfahren

SurTec 831 III nur zum Nachdosieren. Analysensollwerte: 6 g/l (4,9-6,4 g/l)

Ansatzwerte: SurTec 833 I 15 Vol % SurTec 833 II 6 Vol % SurTec 833 III nur zum Nachdosieren

SurTec 650 chromital TCP

Blei- und cadmiumfreies, aussenstromlos abscheidendes NiP-Verfahren für Verschleiss- und Korrosionsbeanspruchungen

wird titriert mit Salzsäure der Konzentration c(hcl) = 1 mol/l.

Martin Raiber Chemie Protokoll Nr Gruppe 2 (Schrankseite) Untersuchung von Glycin

Deoxidizer 6 Dekapierungsmittel für Aluminium - flüssiges, chromsäurehaltiges Produkt -

Analysensollwerte: Chromsäure 225 g/l ( g/l) Sulfat 0,9 g/l (0,75-2 g/l; je nach CrO 3-Gehalt) Fluorid 0,2 g/l (0,18-0,3 g/l)

SurTec 609 EC Vorbehandlung vor E-Coat

SurTec 650 chromital TCP

DURNI-DISP DNC 571 SiC

SurTec 857. Glanznickelverfahren. Eigenschaften. Anwendung

G E B R A U C H S A N W E I S U N G. CHEMOALLOY Fe. Alkalisch-cyanfreies Zink-Eisenverfahren

25 Vol% (10-50 Vol%) 20 Vol% (10-50 Vol%) Tauchen: Temperatur: 25 C (20-35 C) 40 C (30-40 C)

Antitarnish-A-100 PRO-KIT

SurTec 712 Cyanidfreies, alkalisches Zink/Eisen-Verfahren

SurTec 715. Cyanidfreies alkalisches Zink/Nickel-Verfahren. Eigenschaften. Anwendung

SurTec 612 S 1,2 Punkte (1,0-1,5 Punkte) Zinkgehalt 0,9 g/l (0,7-1,1 g/l) Nickelgehalt 0,55 g/l (0,40-0,70 g/l)

SurTec 650 B chromital

SurTec 609 G. ZetaCoat. Eigenschaften. Anwendung

Gebrauchsanweisung. PG GA Stand 2/01

SurTec Technischer Brief

Nachbehandlungsverfahren

SurTec 849 Mikroporöses Nickelverfahren

Gebrauchsanweisung CHEMOALLOY NI CHS. alkalisches Zink-Nickelverfahren CHEMOALLOY NI CHS

kann auch mittels Hochdruckreiniger angewendet werden

Schulversuchspraktikum. Jans Manjali. Sommersemester Klassenstufen 9 & 10. Titration. Kurzprotokoll

Anorganisches Praktikum 1. Semester. FB Chemieingenieurwesen. Labor für Anorg. Chemie Angew. Materialwiss. Versuchsvorschriften

Transkript:

Postfach 169 CH-9545 Wängi TG 02.09.2014 RIAG Pass 404 Schwarzpassivierung RIAG Pass 404 ist eine sechswertige Schwarzpassivierung, welche auf Zink-Überzügen gleichmässig schwarze, glänzende Schichten verursacht. Das so erhaltene Schichtsystem verfügt über einen hohen Korrosionsschutz. Die RIAG Pass 404 Lösungen werden als einfach zu handhabende, flüssige Konzentrate geliefert. Badansatz Bereich Optimum RIAG Pass 404 Additive 3 (Dichte = 1.44 g/ml) 50 80 ml/l 60 ml/l Essigsäure 99% (Dichte = 1.05 g/ml) 10 50 ml/l 40 ml/l RIAG Pass 404 Additive 2 (Dichte = 1.08 g/ml) 18 22 ml/l 20 ml/l ph-wert Gestell Trommel 0.8 3.0 2.2 2.6 1.8 2.4 Ansatz von 100 Litern Passivierung Im Prozesstank werden 80 L DI Wasser vorgelegt. Nach der Zugabe von 2 L RIAG Pass 404 Additive 2, gut rühren. Dann werden 4 L Essigsäure 99 % und zuletzt 6 L RIAG Pass 404 Additive 3 hinzugefügt. Füllen Sie mit DI Wasser auf das Endvolumen auf, rühren gut um und senken den ph Wert mit verdünnter Schwefelsäure oder erhöhen ihn mit einer 5 % Natronlauge (Natriumhydroxidlösung) auf den gewünschten ph-wert. Die Passivierung ist einsatzbereit. Seite 1 / 6

Arbeitsbedingungen Temperatur: Zeit: ph-wert: Bewegung: Absaugung: Prozesswanne: Heizung: Voraktivierung: (Aufhellung) Nachbehandlung 15 35 C, Optimum 20 C (abhängig von Anlage, Teilen) 30 300 sec. (abhängig von ph-wert, Temperatur, Konzentration) 0.8 3.0 (Optimum ist abhängig von der Anlage, Teilen, ph-wert, Temperatur, Konzentration). Regelmässige Kontrolle notwendig. Luft- oder mechanische Bewegung Empfohlen Stahlwanne mit säurefester Kunststoffauskleidung (z.b. Polypropylen-Inliner) Glas oder Teflon Heizungen (normalerweise nicht notwendig) Verbessert die Haftung und die Korrosionsbeständigkeit und verlängert die mögliche Einsatzdauer der RIAG Pass 404. Die Ansatzkonzentration beträgt 0.3 1.0 % Salpetersäure. Regelmässige Neuansätze erhöhen die Prozesssicherheit. Wir empfehlen unsere RIAG Nachbehandlungen für einen maximalen Korrosionsschutz. Prozessfolge 1. Zink (sauer, cyanidisch oder alkalisch cyanfrei) 2. Wasserspüle 3. Wasserspüle 4. Voraktivierung (0.3 1.0 % Salpetersäure) 5. VE-Wasserspüle 6. RIAG Pass 404 7. Standspüle 5 % RIAG Pass 404 in VE-Wasser 8. DI Wasserspüle 9. DI Wasserspüle 10. RIAG Seal * * verschiedene Varianten möglich 11. Trocknen Um möglichst einheitlich gleichbleibend glänzende schwarze Schichten zu erhalten, ist es wichtig einen möglichst hohen Glanzgrad beim Verzinken zu erhalten. Daher müssen die Betriebsparameter auch dort im Optimum liegen. Je höher die Konzentration und Temperatur der Passivierung, desto kürzer die notwendige Eintauchzeit. Sicherheitshinweise Bitte beachten Sie das Sicherheitsdatenblatt und die allgemeinen Anweisungen für den Umgang mit Chemikalien. Chemikalien dürfen nicht unter 10 C gelagert werden. Eisessig (konz. Essigsäure) wird unterhalb von 17 C fest. RIAG Pass 404 Seite 2 / 6

Ergänzung und Instandhaltung Die Konzentration an RIAG Pass 404 Additive 3 wird titrimetrisch als RIAG Pass 404 Additive 1 bestimmt. Normalerweise werden Ergänzungen anhand dieser Analyse oder Erfahrungswerten vorgenommen. Das Ergänzungsverhältnis zwischen RIAG Pass 404 Additive 1 und RIAG Pass 404 Additive 2 sollte ca. 3.0 : 1.0 betragen. Ein übermässiger Verbrauch an RIAG Pass 404 Additive 2 deutet auf eine Einschleppung von Chlorid hin. Die Konzentration an RIAG Pass 404 Additive 2 kann per AAS oder ICP bestimmt werden. Wir empfehlen als folgende analytische Sollwerte: RIAG Pass 404 Additive 1 RIAG Pass 404 Additive 2 70 ml/l 20 ml/l Verjüngungen / Verdünnungen Ab einer Konzentration von 20 g/l Zink empfehlen wir Verjüngungen von 20 30 % vorzunehmen. Das verworfene Volumen wird nach folgendem Verhältnis ergänzt: 75 ml/l RIAG Pass 404 Additive 1 : 20 ml/l RIAG Pass 404 Additive 2 : 30 ml/l Essigsäure Abwasserhinweis Die RIAG Pass 404 Passivierung enthält 6-wertige Chromverbindungen, aber keinerlei Komplexbildner. Die Abwässer sind den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend aufzubereiten, bevor sie in die Kanalisation gelangen. Beim Arbeiten mit Passivierungen sind die empfohlenen Arbeitsschutzmassnahmen zu beachten. Haftung Die vorliegende Betriebsanleitung wurde unter Berücksichtigung des Stands der Technik sowie der geltenden Normen erstellt und beruht auf langjährigen Erkenntnissen und Erfahrungen von RIAG. Das Einhalten dieser Betriebsanleitung und der beschriebenen Methoden beim Kunden/Anwender können von RIAG nicht überwacht werden. Das Arbeiten mit Produkten von RIAG muss den örtlichen Verhältnissen entsprechend angepasst werden. Insbesondere bei Nichtbeachtung der vorliegenden Betriebsanleitung, unsachgemässer Anwendung der Methoden, eigenmächtigen technischen Veränderungen, fehlender oder mangelhafter Wartung der technischen und notwendigen Geräte/Apparaturen und beim Einsatz von nichtqualifiziertem Personal übernimmt RIAG keine Haftung für Schäden, Verluste oder Kosten. Für durch RIAG oder ihre Erfüllungsgehilfen entstandene Schäden haftet RIAG nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. RIAG behält sich zudem das Recht vor, ohne vorherige Mitteilung Änderungen bezüglich der Produkte, Methoden und Betriebsanleitung vorzunehmen. Wir liefern und leisten zu den im Internet unter www.riag.ch einsehbaren Allgemeinen Lieferbedingungen der Vereinigung Lieferfirmen für Oberflächentechnik VLO (Link AGB, Dokument (Wängi, Schweiz) 53 KB Version 1/2014), die wir Ihnen auf Anforderung auch gerne zusenden. Auf dieses Geschäft findet das materielle Schweizer Recht (Obligationenrecht) unter Ausschluss des Kollisionsrechts und völkerrechtlicher Verträge, insbesondere des Wiener Kaufrechts, Anwendung. RIAG Pass 404 Seite 3 / 6

Murgstrasse 19a CH- 9545 Wängi Tel. + 41 (0) 52 / 369 70 70 Fax + 41 (0) 52 / 369 70 79 www.riag.ch info@riag.ch RIAG Pass 404 Seite 4 / 6

Titrimetrische Konzentrationsbestimmung Reagenzien Durchführung Berechnung Salzsäure konz. Kaliumjodid Natriumthiosulfatlösung 0,1 mol/l Stärkelösung 1 % Man pipettiert 2 ml Passivierung in einen 250 ml Erlenmeyerkolben, füge 100 ml DI-Wasser und 10 ml Salzsäure zu, fügt 1 g Kaliumjodid zu und titriere mit Natriumthiosulfatlösung 0,1 mol/l bis die Lösung nur noch schwach gelb gefärbt ist. Dann werden 0,5 ml Stärkelösung zugegeben. Die nun schwarz/violette Lösung wird weiter bis zur vollständigen Entfärbung titriert. ml/l RIAG Pass 404 Additive 1= Verbrauch in ml Natriumthiosulfatlösung 0,1 mol/l x 4.4 Ergänzung RIAG Pass 404 Additive 1 wird auf den Sollbereich von 60 90 ml/l ergänzt. RIAG Pass 404 Seite 5 / 6

Fehlertabelle mögliche Ursachen und deren Behebung Fehler mögliche Ursache Abhilfe Teile sind nicht schwarz (irisierend, grau, braun) RIAG Pass 404 Additive 1 und RIAG Pass 404 Additive 2 Konzentration zu tief RIAG Pass 404 Additive 1 zu tief Tauchzeit zu kurz Temperatur der Passivierung zu tief ph der Aktivierung zu hoch ph der RIAG Pass 404 zu hoch Analysiere RIAG Pass 404 Additive 1 und korrigiere die Konzentration von RIAG Pass 404 Additive 1 / RIAG Pass 404 Additive 2 im korrekten Verhältnis 3 : 1 Füge RIAG Pass 404 Additive 1 in 10 20 ml/l Schritten zu Tauchzeit verlängern Temperatur auf Sollwert anheben ph mit Salpetersäure einstellen ph mit Schwefelsäure einstellen Teile sind nicht oder zuwenig glänzend Temperatur der Passivierung zu hoch Temperatur der 1. Spülung zu hoch Kalkhaltiges Wasser in der 1. Spülung Tauchzeit verkürzen VE-Wasser einsetzen Korrosionsschutz ungenügend Temperatur zu hoch Schicht zu dick Temperatur der 1. Spülung zu hoch Tauchzeit verkürzen Chromatschicht ist schlecht haftend oder weich Konzentration zu hoch Temperatur zu hoch Tauchzeit zu lang ph der RIAG Pass 404 zu tief Verdünnen mit VE-Wasser Tauchzeit verkürzen ph erhöhen mit Natronlauge RIAG Pass 404 Seite 6 / 6