Alfred Lorenz. Das Junge

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Transkript:

Alfred Lorenz Das Junge

Das Vögelchen Lass mich frei! Nein, ich kann dich nicht frei lassen!, und ich presste noch etwas stärker meine Finger zusammen um die Höhle meiner Hände fast gänzlich zu verschließen, aus der heraus mich ein einzelnes, leuchtend braunes Auge traurig ansah. Aber ich gehöre doch zu den Bäumen und dem weiten Himmel. Dann gewöhne dich an meine hohle Hand, denn etwas anderes werde ich dich nicht mehr sehen lassen., und ich spürte wie das Vögelchen in meinen Händen zu flattern begann, wie es gegen meine Hände und Finger stieß, ganz zart und ohne Gewicht und wie es seinen Schnabel dabei durch die Ritzen meiner Finger zu zwängen suchte, die Luft zu riechen die außerhalb meiner Hände frei und weit war. Aber siehst du denn nicht, dass ich das nicht will! Doch ich sehe es, entgegnete ich, aber ich habe dich gefangen und daher gehörst du nun ganz allein mir. 21

Da fing es wieder an ganz wild und ruhelos in der Höhle meiner Hände zu fliegen, stieß mit seinem Körper gegen meine Finger, taumelte und stürzte ab, nur um sich erneut abzustoßen und von neuem zu beginnen mit flatternd, leichten Flügeln die sie in der Dunkelheit meiner Hände trugen in welcher die fernen Sterne der durch die Ritzen meiner Finger fallenden Sonnenstrahlen leuchteten. Ich werde aber sterben, wenn ich nicht durch die weiten Lüfte fliegen kann, wenn ich nicht gegen den Wind kämpfen muss und gegen den Regen. Und was mache ich, wenn du nicht bei mir bist? Würde es mir denn besser gehen? Und wenn ich nun in deinen Händen sterbe, anstatt frei zu sein, machte das denn einen Unterschied für dich? Du wirst ja nicht sterben. Da setzte es sich in die Höhle meiner Hände, so leicht und schwerelos, als wäre es gar nicht da. Ich merkte nur wie seine Wärme durch meine Haut floss, ganz heiß an der Stelle wo es saß und wie der schnelle Rhythmus seines Herzens in atemberaubendem Tempo mir durch 22

meine Glieder fuhr, als schlüge es auch in mir. Und wenn ich durch die Ritzen meiner Finger sah, so erkannte ich das zurückhaltende Glimmen seiner Augen in denen sich die dunklen Sonnenstrahlen brachen die in die Höhle meiner Hände fuhren und die es ganz schwach in seine leuchtenden Farben tauchte, schimmernd in allen erdenklichen Tönen des Regenbogens. Aber selbst wenn mich nicht meine Sehnsucht töten sollte., hörte ich mein Vögelchen sagen. So wird es doch der Hunger tun. Nein, das wird er nicht, denn für dich ist gesorgt. Du lügst, denn es ist dunkel in deinen Händen und es gibt nichts was hier wachsen könnte, noch etwas das außer mir hier noch lebte! Und es begann erneut gegen meine Hände zu fliegen, sich gegen meine Finger zu stürzen, als wenn es sie dadurch hätte aufbrechen können. Ich aber spürte nichts außer einem leichten Kitzeln, wenn es mit seinem Körper an meinen Händen abprallte oder sich an meinen Fingern fest krallte um mit seinen kurzen Schnabel versuchte sie zu öffnen. 23

Dann warte ich eben, rief es erschöpft, bis du mir etwas zu essen gibst um dann durch deine geöffneten Hände zu fliegen! Ich werde dir nichts geben. Du musst, wenn du mich behalten willst! Ich müsste es, wenn es notwendig wäre, so aber findest du alles was du brauchst in ihren Höhlen. Und ich merkte, dass es verstanden hatte. Denn ich spürte wie es zu gleich begann mit seinem Schnabel in meiner Haut zu graben um von dem Blut meiner winzigen Wunden zu trinken, die mir nicht mehr waren als hätte ich mich an einem Rosendorn gestochen. Mein Vögelchen aber grub mit seinem Schnabel emsig weiter in meiner Haut und trank gierig von den Tröpfchen Blutes die aus ihr heraus quollen, als wären sie süßer Nektar aus den Kelchen bunter Blumen. Dann wirst du eben dadurch sterben, sagte es, dass ich immerzu von deinem Blut trinke und ich werde bald frei sein. Trinke ruhig so viel du willst, aber frei wirst du dadurch nicht werden. 24

Ich sah wie eine bittere Enttäuschung in das Leuchten seiner Augen stieg und wie es fast gleichzeitig von meinen Wunden ließ die sich schon längst wieder geschlossen hatten und durch einen engen Spalt meiner Finger hinaus in jene Freiheit blickte nach der es sich so sehr sehnte um in ihr mit Sturm und Regen zu kämpfen, die doch umso vieles stärker waren als es selbst. Und es stört dich nicht, dass ich unglücklich bin? Ein wenig kümmert es mich schon., antwortete ich. Aber ich wäre noch viel unglücklicher, wenn du nicht bei mir wärst. Dann sag mir wenigstens, warum ich leiden muss! Und mein Vögelchen presste ganz nah seinen Kopf gegen meine Hände um genau zu hören was ich ihm darauf antworten würde. Weil du mich daran erinnerst, begann ich und spürte wie es seinen Atem für einen kurzen Moment anhielt, wie leicht mir alles wäre, wenn ich so sein könnte wie du. Da sprang es wieder zurück und setzte sich in die entlegenste Ecke der Höhle meiner Hände und blickte hinaus auf die wankende Welt die sich vor ihm weit aus- 25

breitete und in der es nicht mehr war als ein unbedeutendes und winziges Vögelchen. Und das obschon du mich eingesperrt hast? Anders könnte ich dich nicht begreifen. Dann aber verstehst du mich gar nicht! Aber ich weiß doch, dass es etwas gibt das so ganz anders ist als ich. Ganz still wurde es da in meinen Händen und ich blickte durch einen Spalt meiner Finger um mich zu vergewissern das mein Vögelchen noch immer in ihnen saß, denn ich spürte nichts mehr von seiner Wärme, noch von dem Schlag seines Herzens. Und wenn du mich einfach beobachten würdest wie ich auf einem Baum säße oder über die Felder fliege? Es wäre doch nicht das Gleiche! Aber du könntest so doch auch sehen, dass es etwas gibt, das ganz anders ist als du! Nur fühlen könnte ich es nicht. Und man muss doch auch fühlen was man sieht! Und ich sah wie mein Vögelchen sich nieder hockte mit aufgeplustertem Gefieder und nachdenklichen Au- 26

gen, die versuchten etwas von dem zu erhaschen was draußen an ihnen vorüber glitt. Dann sollst du auch fühlen wie es ist, wenn man zu halten sucht, das einem nicht gehört! Was meinst du damit? Ängstlich blickte ich in das Halbdunkel meiner Hände und starrte auf den dunklen Fleck der in ihnen saß, bewegungslos und ungerührt und ohne, dass ich das Funkeln seiner leuchtenden Augen sehen konnte. Ich werde nichts von alle dem machen, was du von mir verlangst., antwortete es mir leise und kühl. Und ich werde hier sitzen und nicht fliegen! Dann fliege nicht, denn ich kann dich dazu nicht zwingen. Ich werde auch nicht singen!, rief da mein Vögelchen und streckte seinen Kopf in die Höhe mit seinem spitzen Schnabel, als wollte es mir seine Verzweiflung zeigen. Dann singe nicht, denn ich kann dich nicht zwingen. Und ich werde nichts essen! 27

Dann esse nichts., antwortete ich und setzte mich in die Wiese hinein über die ich gerade lief und hörte dem Singen der Vögel zu die um mich in den Lüften hangen und in den Büschen und Bäumen saßen, die nicht weit von mir entfernt aus dem hohem Gras wuchsen. Dann werde ich sterben, hier in deinen Händen und durch deine Schuld! Was macht das für einen Unterschied, sagte ich und blickte vor mich hin auf einen Punkt der sich in den Gräsern und den Bäumen verlor, ob du nun hier stirbst oder da in Regen und Sturm! Aber mein Vögelchen antwortet mir nicht mehr. Es saß nur noch in der Höhle meiner Hände, still und schweigend, ohne das ich es noch zu spüren vermochte. Es sah mit seinen Augen durch den Spalt meiner Finger, obschon ich sie ganz fest verschlossen hatte. Es saß nur noch da und wann immer ich auch ein wenig meine Finger öffnete um auf mein Vögelchen zu sehen, so war da nur noch eine dunkle Silhouette, die weder mich noch das schwache Sonnenlicht wahrnahm das dann in die dunkle Höhle meiner Hände schien. 28

Aber ich tue doch Recht damit, dich bei mir zu halten, wo ich dich doch fangen und bei mir halten kann!, sagte ich verzweifelt und schüttelte ein wenig meine Hände, da es noch immer schwieg und regungslos dasaß ohne auch nur seinen Kopf zu heben. Da stand ich auf aus dem hohem Gras in dem ich gesessen hatte, vor mir meine zu einer Höhle geschlossenen Hände und durchquerte die nun stillen Wiesen, tauchte ein in einen stillen Wald, in stille Felder, einsame Wege. 29