Setting Haus der Möglichkeiten Die Gründungssimulation richtet sich an Studierende, die für die Gründungsthematik erschlossen werden sollen und keine eigenen konkreten Gründungspläne verfolgen. Da es sehr zeitintensiv ist, eigene Gründungsideen zu entwickeln und auch schwierig, damit noch das Ziel zu erreichen, im Team überfachliche Kompetenzen zu entwickeln, wurde ein Ausgangssetting entwickelt, mit dem die Studierenden in der Simulation beginnen und in das sie sich, wie auch in die Rollen der jeweiligen Gründungspersonen, hineinversetzen müssen. Gründungssituation Im Nachfolgenden werden die Daten und Fakten zur Gründung sowie die Profile der Gründungspersonen anhand der Arbeitsmaterialien, die auch auf der CD zu finden sind, vorgestellt.
1. Daten und Fakten der Geschäftsidee und -struktur Geschäftsidee Standort Gründer/ -innen Rechtsform Eigenkapital Zielgruppe Bündelung von verschiedenen Geschäftsideen (Dienstleistungen und Produkte) unter einem Dach Integration von Managing Gender und Diversity In Planung Vor Ort gibt es kaum Angebote, die in diesem Umfang gebündelt angeboten werden können. Zur Zeit vier Gründer/-innen (Freundeskreis) Die Vermieterin eines größeren Mietobjektes hatte nach Interessierten gesucht, die in ihrer Immobilie eine Art Kompetenzzentrum aufbauen. Es haben sich schnell vier Personen gefunden, die gerne dort ihr Unternehmen gründen wollen (Freundeskreis). Die Vermieterin möchte in den noch freien Räumlichkeiten ein Unternehmen für Gesundheitsdienstleistungen ansiedeln. Dafür hat sie bereits zwei interessierte Personen ausgewählt. Sie stellt es den vier anderen zukünftigen Mietern/ -innen frei, eine der Personen auszuwählen und erhofft sich davon, dass in dem Mietobjekt ein gutes Netzwerk entsteht sowie Synergien genutzt werden. In Planung Zurzeit 75.000,- Euro (der Freundeskreis) Einzelpersonen Unternehmen
2. Beschreibung des Vorhabens Die gründungswilligen Personen, von denen jede einen Geschäftsbereich verantwortet, haben (vorläufig) folgende Geschäftsidee: Unter einem Dach sollen verschiedene Angebote für die genannten Zielgruppen zusammengefasst und dabei nach innen und außen der Ansatz des Managing Gender and Diversity verfolgt werden. D.h. es soll ein Kompetenzzen-trum entstehen, das Angebote vor Ort aber ggf. auch externe Dienstleistungen (und evtl. über einen Vertrieb auch Produkte) bereithält. Verzahnt werden könnten die fachlich unterschiedlichen Aktivitäten der Gründungswilligen, z.b. von kaufmännischen Aufgaben, die in allen Bereichen anfallen. Darüber hinaus wollen die Gründungspersonen überprüfen, inwieweit ihre Geschäftsideen eine Kooperation oder Teamgründung nahe legen, um Synergieeffekte und Marktpotenziale auszuschöpfen.
3. Geschäftsbereiche Psychologische Dienstleistungen Pädagogische Dienstleistungen Kulturelle Dienstleistungen Gesundheitsdienstleistungen/ Healthcareservices Unternehmensberatung Therapie/Lebensberatung, Personalentwicklung, Supervision, Karrierecoaching, Erlebnispädagogik, Theaterpädagogik, Erwachsenenbildung, Individuelle Lernförderung, Bildungsreisen, Städtetouren, Eventgastronomie, Eventmanagement, Kochschule, Wellness, Ernährungsberatung, (mobile) Pflege/Betreuung, Fitnessstudio, Interimsmanagement oder Outsourcing kaufmännischer Verwaltung (z. B. Buchführung), Organisationsentwicklung/Change Management, Strategieentwicklung/-beratung (im Bereich Werbung, Standort, Produkt, Personal usw.),
4. Rollenprofile der Gründungspersonen Die folgenden Profile finden in der vorgeschlagenen Seminarplanung Verwendung und sollen daher hier aufgeführt werden, um einen Überblick über die beabsichtigte Diversität der handelnden Gründungspersonen zu bekommen und um damit die Relevanz dieser Unterschiedlichkeit in Entscheidungsprozessen offenzulegen (vgl. dazu auch Kapitel 5.2.7).
5. Profil der Gründerin Sandra Paschke Geschäftsbereich Name Geschlecht Unternehmensberatung Sandra Paschke Weiblich Alter 27 Familienstand Kinderzahl Beruf Schulischer und beruflicher Werdegang Kompetenzen, persönliche Eigenschaften, Gründungsmotivation Finanzielle Situation Sonstiges ledig (ohne Partner/-in) 1 Kind (4 Jahre alt) Dipl. Kauffrau (FH) Fachabitur, Lehre als Bankkauffrau, FH-Studium der BWL, Nachwuchsführungskraft in einem IT-Unternehmen, das zurzeit Umsatzprobleme hat und nun von der amerikanischen Muttergesellschaft stark kontrolliert wird. Frau Paschke verfügt über Erfahrungen im Projektmanagement, in der Projektleitung; sie ist sehr verantwortungsbewusst und gewissenhaft. Frau Paschke möchte eine drohende Arbeitslosigkeit abwenden und ihre eigene Chefin sein. Verfügt über Barvermögen in Höhe von 10.000 und Antiquitäten im Wert von 10.000. Leidet als Alleinerziehende unter chronischem Zeitmangel; hat häufig ein schlechtes Gewissen ihrem Kind gegenüber.
6. Profil des potentiellen Gründers Stefan Rupp Geschäftsbereich Name Geschlecht Gesundheitsdienstleistungen/ Healthcareservices Stefan Rupp Männlich Alter 32 Familienstand Kinderzahl Beruf Schulischer und beruflicher Werdegang Kompetenzen, persönliche Eigenschaften, Gründungsmotivation Finanzielle Situation Sonstiges verheiratet (aber getrennt lebend) 1 Kind (7 Jahre alt; nur am WoE bei Herrn Rupp) Pflegewirt (Diplomstudium Pflegemanagement) Abitur, Zivildienst (im Krankenhaus), Ausbildung zum Krankenpfleger sowie mehrjährige Tätigkeit in der stationären und ambulanten Krankenpflege; Studium; derzeit im Management einer Rehabilitationseinrichtung tätig. Herr Rupp verfügt über Führungskompetenzen und Organisationsfähigkeit; kaufmännische Kenntnisse sind vorhanden. Herr Rupp möchte seine langjährigen Erfahrungen nutzen, um neue Wege in der Gesundheitsbranche zu gehen. Verfügt über Eigenkapital in Höhe von 25.000. Partnerin zeigt kein Verständnis für die Gründung.