Kleines Objektiv, Große Liebe von Uwe Richter Photography
Kleines Objektiv, Große Liebe Uwe Richter Photography Veröffentlicht 2015 Bitte zögern Sie nicht, dieses ebook zu teilen, zu verlinken oder auf ihre Plattform hochzuladen, sofern sie nicht im Gegenzug dafür kommerziellen Gewinn erwirtschaften und Sie es in seiner vollständigen Form, wie es hier veröffentlicht wird, weitergeben. Dieses Werk darf nicht in irgendeiner Weise verändert und die Rechte dürfen nicht an eine andere Organisation oder andere Personen als den Autor übertragen werden. Dieses ebook und seine Inhalte sind das Eigentum des Autors, Uwe Richter, und unterliegen seinem Urheberrecht. Copyright 2015 Uwe Richter
Ich möchte die Wahrheit zeigen, die Schönheit muss sich um sich selbst kümmern." Fred Zinnemann (1907-1997)
Inhalt Inhalt Über den Autor und dieses Buch Die Kamera und das Objektiv Mein Weg zu dieser Ausrüstung Menschen in Farbe Menschen in Schwarz-Weiss Menschen zu Hause Menschen im Alltag Linkliste
Über den Autor und dieses Buch Ich bin Uwe Richter aus Bochum, Deutschland und liebe, wie viele andere auch, die Fotografie. Als Kind des Ruhrgebietes mit seiner hohen Bevölkerungsdichte und dem Leben auf engem Raum, interessieren mich vor allem Menschen. Menschen in ihrem natürlichen Lebensraum. In ihren Wohnungen. In ihrer Rolle in der Gesellschaft. Als Freunde. Als Modelle. Ich lebe hier im Ruhrgebiet mitten unter ihnen, zusammen mit meiner Frau. Meinen Lebensunterhalt verdiene ich in einem anderen Beruf. Somit ist für mich die Fotografie ein Hobby und meine Leidenschaft. Daher wird dieses ebook auch nicht kommerziell vertrieben, sondern frei zur Verfügung gestellt, wie es im Anfang beschrieben ist. In den letzten Jahren habe ich viele Menschen fotografiert. Alle unterschiedlicher, wie sie kaum sein könnten. Alle mit einer Kamera und einem kleinen Objektiv. Genau darum geht es mir in diesem Buch. Ich möchte berichten, wie es dazu kam, welchen Spaß ich dabei hatte und warum es mich fasziniert, mich auf dieses eine Objektiv zu reduzieren. Es geht um EIN Objektiv und die große (fotografische) Liebe zu diesem und im übertragenen Sinne auch zu den Menschen vor meiner Kamera. Es geht um Fotos und um deren Entstehung. Es geht nicht um einen Bericht über die Kamera und das Objektiv, sondern um meinen Weg in der Fotografie eben mit dieser Kamera. Habt Spaß beim Lesen des Buches und beim Betrachten der Fotos! Mein Profilbild wurde von Astrid Schulz aus Bremen gefertigt. Den Link zu ihr findet ihr in der Linkliste am Ende dieses Buches.
Die Kamera und das Objektiv Manche erkennen sie sicher sofort. Ein Blick genügt und es ist klar, was dort zu sehen ist. Ihr smarter, leicht verschmitzter Blick, ein kleiner Augenaufschlag, ein winziges Lächeln. Animation für Inspiration. Andere erkennen sie vielleicht nicht auf den ersten Blick. Darum gleich hier die Auflösung, in der Hoffnung, dass dies nicht ein Grund ist, gar nicht erst weiter zu lesen, sondern dass es neugierig macht, die nächsten Seiten zu lesen und anzuschauen. Fuji X-Pro1 & Fujinon XF 35mm F1.4R Mit dieser Kombination wurden also alle Fotos, die in diesem Buch zu sehen sind, aufgenommen. Ohne ausnahme. auch wenn ich in den letzten Jahren viel experimentiert habe und viele Objektive genutzt habe. Am Ende zog es mich immer wieder zu dieser Kombination zurück.
Mein Weg zu dieser Ausrüstung Ich kam schon als Kind zur Fotografie. Wenn ich mich recht erinnere, trug mein Vater immer seine Ausrüstung mit sich herum, sobald die Familie etwas unternahm. Auch wenn wir alleine Touren zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternahmen, war die Kamera immer präsent. Beim Fußball stand er am Spielfeldrand und fotografierte. Bei den sonntäglichen Ausflügen ebenfalls. Irgendwann fing dann auch mein Bruder an, Dinge im Bild festzuhalten und so blieb es nicht aus, dass auch ich irgendwann loslegen wollte. Zunächst lernte ich auf der guten alten Minolta SRT101 meines Vaters. Er hatte zu dieser Kamera drei Objektive. So, wie es für viele damals üblich war. Ein Weitwinkel, eine Normalbrennweite und ein Tele. Mehr brauchte es damals nicht und mehr brauchte er auch dreißig lange Jahre nicht. Ein Hype, ständig das neueste und beste haben zu müssen, gab es nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich deshalb auch eine eher kleine Ausrüstung mein eigen nenne. Nachdem die Grundlagen erlernt waren und ich etwas später mit der Kamera meines Bruders, eine Minolta XD-7, auch die Belichtungsautomatik kennen- und schätzen gelernt hatte, ersparte ich mir eine eigene Kamera. Natürlich lag die Anschaffung einer eigenen Minolta nahe, da es die passenden Objektive ja bereits in der Familie gab. So kaufte ich zunächst eine X-300 und rüstete später auf eine X-700 auf. Sie begleitete mich viele Jahre und bescherte mir viele schöne Bilder. Irgendwann erreichte mich auch das digitale Zeitalter und ich begann mit Olympus und später Canon zu fotografieren. Das ging so lange gut, bis mir Ende 2013 das Gewicht der Ausrüstung keinen Spaß mehr machte. Immer öfter blieb die Ausrüstung zu Hause. Immer öfter hatte ich keinen Spaß mehr. Änderung musste her und ich interessierte mich für spiegellose Systeme. Ihr deutlich geringeres Gewicht und Größe lockten zunächst in ein Fotogeschäft, wo mich die Vielfalt jedoch zunächst erschlug. Ich probierte einige Systeme der Marktführer aus, schaute mir Bilder im Internet an und entschied mich nach einiger Zeit, in den Laden zurückzukehren und mir drei Systeme genauer anzuschauen. Sony, Olympus und Fuji lagen auf dem Tisch. Alle im Stil der alten analogen Kameras. Es sah gut aus und fühlte sich recht gut an, bis mein Blick noch einmal zur Vitrine wanderte und mich die X-Pro anlächelte. Spontan ließ ich mir auch diese zeigen. Der Verkäufer redete etwas von völlig anderes Konzept und vielleicht nicht das was ich suche. Dann hatte ich sie in der Hand. Peng! Liebe auf den ersten Blick. Dazu gab er mir die (umgerechnet) Normalbrennweite, also das 35er Objektiv und es war um mich geschehen. Alles andere durfte er gleich wieder zurück in die Vitrinen stellen und mir meine Kamera einpacken. Auch wenn alle anderen Fotografen und Autoren behaupten, dass die Ausrüstung nicht wichtig sei, um gute Fotos zu machen und ich ihnen auch aus technischer Sicht weitgehend zustimme. Es hilft ungemein, wenn man seine Kamera vor allem gerne in die Hand nimmt, gerne mit sich herumträgt, sowie ihre Möglichkeiten und Eigenheiten blind versteht. Die mentale Verbindung zur Ausrüstung ist in meinen Augen deutlich mehr wert, als der schnellste Autofokus und die schärfste Optik, obwohl ich gerade beim letzten Punkt sicher nicht schlecht ausgestattet bin.
Menschen in Farbe Von Anfang an haben mich die Farben, welche die Fuji Sensoren einfangen, begeistert. Auch wenn ich schwarz-weiss Fotos sehr mag und sie manchmal Gefühle besser transportieren können, liebe ich Farbe in meinen Bildern. Insbesondere bei Fotos von Menschen und der Natur. Das Leben ist bunt! Die Welt ist bunt! All diese Facetten aufzusaugen und ein Stück weit festzuhalten, mag ich sehr.
Im Zusammenhang mit natürlichem Licht zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, spiegeln sie für mich das wieder, was ich mit dem bloßen Auge täglich sehe: Früher Nachmittag, bewölkter Himmel: Oder Sonne satt, im Gegenlicht:
Aber auch das künstliche Licht, welches uns in den Städten oft umgibt und uns sicher durch die Nacht bringt, hat seinen Reiz für meine Art der Fotografie und der Sicht der Dinge. Eine Straßenlaterne mag als Hauptlichtquelle reichen. Verkehr und Beleuchtung der Stadt geben dem Bild einen besonderen Zauber:
Die Abendsonne taucht das Leben in ganz besonderes Licht oder zaubert aus dem Menschen eine wunderbare Silouhette: Egal also, wann ich unterwegs bin. Mit der kleinen Linse lassen sich Farben, Lichter und Stimmungen wunderbar einfangen und dauerhaft speichern.
Menschen in Schwarz-Weiss Doch trotz aller Liebe zu den Farben und Facetten des Lebens, mag ich auch im Foto die Reduktion. Emotionen beeindrucken mich oft auch in schwarz-weiss. Ob die Langeweile eines einzigen Tages oder die Melancholie, die aus den letzten Lebensjahren entstand. Liebe, Lust, Leidenschaft, Angst oder Freude. Sucht euch das Thema und reduziert euch auf monochrom, um die Kraft der Fotografie auch in diesem Bereich zu erleben:
Menschen zu Hause Wenn ich Menschen zu Hause fotografieren darf, erfüllt mich das mit einer großen Freude. Es bedeutet Vertrauen. In mich und in meine Art der Fotografie. Ein Stück Nähe. Für mich gehört es dann dazu, unaufdringlich zu sein. keine großen Lichtanlagen, keine Hintergründe, die teile des Wohnbereiches abdecken. Alles gehört dann zu einem Foto dazu. Hat dieser Mensch alles vorher auf Hochglanz poliert und aufgeräumt, gehört das genauso zu ihm, wie ein wenig Unordnung zu einem anderen Menschen gehört. Mein Motto hierbei ist: wo ein Mensch leben kann, kann ich ihn auch fotografieren:
Menschen im Alltag Bei aller Liebe zur Person des oder der Einzelnen, fotografiere ich aber auch den Menschen als Individuum im Alltag gerne. Auf der Straße, in U-Bahnhöfen oder einfach im ganz alltäglichen dasein in unserer Gesellschaft. Mir ist wichtig, Menschen nicht in misslichen Lagen abzulichten. Ich mag keine Schadenfreude. Ich mag den würdigen und menschlichen Umgang miteinander und nebeneinander.
und auch die Straße an sich kann wunderbar sein, um seiner Leidenschaft freien Lauf zu lassen:
Linkliste Hier gibt es meine Portfolios und aktuelle Projekte: Homepage Blog Flickr 500px Sensual-Photography Hier schaue ich gerne mal vorbei und lasse mich inspirieren: People-Fotografie: Jan Scholz Astrid Schulz Mick Schultke Martina Woll Street-Fotografie: Sven Hoffmann Kevin Shelley Leanne Boulton Andere Inspirationen: Brandy Jaggers Kujaja Alexandra Dusin