Microsoft.NET Framework



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Transkript:

Microsoft.NET Framework Anita Sosnecki Universität Bonn Institut für Informatik Seminar Softwaretechnologie WS 2003

Übersicht Einleitung Was ist.net?.net Framework.NET Komponenten Assemblies Deployment Sprachen in.net Vor- und Nachteile von.net Beispiele Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 2

Einleitung.NET steht für eine Strategie von Microsoft Benutzer sollen eine Software jederzeit, an jedem Ort und auf jedem Gerät mit optimalem Nutzen einsetzen können Verschiedene Programme und Programmbausteine sollen nur mit geringem Aufwand integriert werden Komplette Entwicklungsplattform.NET Framework Mächtige Entwicklungsumgebung: Visual Studio.NET Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 3

Was ist.net?.net besteht aus folgenden Komponenten:.NET Framework (Web-basierte) Applikationen, Web Services, Windows Services Internetdienste (Web Services) Komponenten, die Dienste und Funktionalitäten zur Verfügung stellen Verwendung: speziell im Netzwerk.NET Enterprise Server (Windows Server 2003, SQL Server, BizTalk Server ) Unterstützt viele Sprachen C++, C#, VB Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 4

.NET Framework Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 5

.NET Framework Web Forms ASP.NET Web Services Windows Applik. Dienste und Bibliotheken I/O Netzwerk Common Language Runtime (CLR) Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 6

.NET Framework Source Code Managed Code VB.NET C#.NET C++.NET Compiler Compiler Compiler IL Code IL Code IL Code Common Language Runtime ( CLR ) Unmanaged Component JIT Compiler Native Code Operating System Services Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 7

ASP.NET Web Forms Web Services Windows Applik. Common Language Runtime Dienste und Bibliotheken I/O Netzwerk Common Language Runtime Aufgaben: Compiler (JIT) Codeverwaltung (Laden + Ausführen) Fehlerbehandlung Speicherverwaltung (Garbage Collector) Nebenläufigkeit Überprüfung von Typensicherheit Überprüfung der Herkunft und Identitäten von Komponenten Bietet einen einheitlichen Satz von Datentypen (CTS Common Type System) Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 8

Common Language Runtime (CLR) Common Language Runtime (CLR) IL Sprachen Compiler.NET Anwendung.NET Klassen und Bibliotheken class loader CLR Ausführung JIT Compiler Native Code Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 9

ASP.NET Web Forms Web Services Windows Applik. Dienste und Bibliotheken Dienste und Bibliotheken I/O Netzwerk Common Language Runtime Basisklassen des Frameworks I/O, Security Management, Network Communication, Thread Management, Text Management, User Interface Design Features Daten und XML Klassen ADO.NET (ActiveX Data Objects) Verwaltung von Daten XML Klassen XML-Datenbearbeitung Klassen, die Zugriff auf Dienste des Betriebssystems haben Von jeder.net Sprache aufrufbar Klassen in Namespaces strukturiert und verwaltet Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 10

ASP.NET Web Forms Web Services Windows Applik. ASP.NET Dienste und Bibliotheken I/O Netzwerk Common Language Runtime Erstellen von Web-Anwendungen Web Forms (dynamisch erzeugte Webseiten) Web Services (Dienste für Prozesse im Internet) Erweiterung von ASP (Active Server Pages) Unterstützt alle.net-sprachen ASP.NET viel schneller als ASP Code wird kompiliert und nicht mehr interpretiert Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 11

Web Forms Erstellen von dynamischen Webseiten Dateien mit der Endung.aspx Trennung von Layout und Logik (Code Behind) Layout MyForm.aspx Code MyForm.aspx.cs (Code in C#) Wird nur einmal kompiliert Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 12

Web Services Web Services (Dienste für Prozesse im Internet und Intranet) Nutzung durch unterschiedliche Clients (Laptop, PDA, ) Basieren auf offenen Standards (XML, HTTP, SOAP) Adressierung über URL Black Boxes (Implementierung nicht einsehbar) Implementierung Kommunikationsprotokoll muss allen Beteiligten bekannt sein HTTP Asynchrone Kommunikation mittels Versendung von Nachrichten SOAP Microsoft Internet Information Server (IIS) Textdatei mit der Endung.asmx Programmierbares Web Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 13

Web Services Web Service kann mittels einer URL aufgerufen werden Nutzung des Web Services Wo befindet sich dieser Web Service? URL Was kann der Service? WSDL-Beschreibung wird benötigt Detaillierte Beschreibung des Web Services Syntax: URL + "?WSDL" (Web Service Description Language) Beispiel: http://localhost/myservices/myservice.asmx?wsdl Suche von Web Services http://www.uddi.org Uddi steht für: Universal Description, Discovery, and Integration Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 14

Web Services Web Browser Oder andere Geräte Applikation Internet Web Services Betriebssystem Und lokale Dienste Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 15

ASP.NET Web Forms Web Services Windows Applik. Windows Applikationen Dienste und Bibliotheken I/O Netzwerk Common Language Runtime Windows Forms Windowsapplikation mit Benutzeroberfläche Windows Services Dienste, die im Hintergrund laufen Beispiel: Windows Update Service Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 16

Windows Services Windows Services Programme, die im Hintergrund laufen Müssen registriert werden (Einträge in der Windows-Registry) Installationsroutine Benötigt InstallUtil.exe für die Ausführung Status Ausgeführt Beendet (Ressourcen wieder freigegeben, Dienst weiterhin registriert) Angehalten (Ressourcen nicht wieder freigegeben) Implementierung Muss von ServiceBase abgeleitet sein Zusätzlich: Klasse ProjectInstaller Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 17

.Net Komponenten Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 18

Was ist eine.net Komponente Baustein für eine Anwendung Unabhängige Softwareeinheit Besitzt eine Reihe von Funktionen Kann von vielen Anwendungen benutzt werden Komponentenklasse, -struct, -modul (nur in Visual Basic) Komponenten werden in Assemblies gepackt CLR beruht auf Komponenten-Architektur (Komponenten- Bibliothek) Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 19

.NET Komponenten: Nutzen Komponenten : Wiederverwendbare Programmteile Kapseln bestimmte Funktionalitäten Werden in Bibliotheken angelegt Erleichterung der Programmierung Verkürzung der Entwicklungszeit Bessere Wartbarkeit des Codes Kleinere Codeeinheiten Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 20

.Net Komponenten: Implementierung Komponentenklasse Implementiert Interface System.ComponentModel.IComponent oder Wird von System.ComponentModel.Component abgeleitet Klasse Component als Basisklasse für alle Komponenten in System.Windows.Forms Implementiert IComponent (Funktionalität, die alle Komponenten gemeinsam haben) Implementiert IDisposable (Fähigkeit, Ressourcen aufzuräumen) Dispose(), Finalize() Zugriffsmodifizierer Public, Private Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 21

.NET Komponenten: Nutzung von "altem" Code Nutzung alter COM-Komponenten Kommunikation zwischen COM und.net Klassen mit Hilfe von RCW (Runtime Callable Wrapper) Was passiert im Hintergrund COM-Bibliotheken werden in Assemblies umgewandelt In Visual Studio.NET übernimmt diese Aufgabe der Type Library Importer (tlbimp) Unmanaged Code Einschränkungen bei der Sicherheit und höherer Speicherbedarf Nutzung von Win32 API Gewünschte DLL in ein.net Projekt importieren (Platform invocation - PInvoke) z.b. [DllImport("user32")] Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 22

Assemblies Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 23

Was ist eine Assembly? Kleinste verteilbare Einheit in.net Code in IL (Intermediate Language) Informationen über sich selbst Informationen über den Code (Manifest) Teil der Metadaten Manifest! Assembly-Identität = Name + Version + Ländercode Ländercode gemäß RFC 1766, z.b. de-de Liste der Module, aus denen die Assembly besteht Referenzierte Assemblies Exportierte Ressourcen Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 24

Funktionen einer Assembly Code (IL) muss ein Assemblymanifest enthalten Sicherheit Berechtigungen anfordern und erteilen Identität eines jeden Typen wird überprüft Auflösung von Typen und Bereitstellung angeforderter Ressourcen Versionierung Alle Typen und Ressourcen in einer Assembly bilden eine Einheit mit der selben Version Gleiche Assemblies verschiedener Versionen können koexistieren Parallele Ausführung Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 25

Arten von Assemblies Ausführbare Assembly.exe Bibliothek.dll Statisches Assembly Persistent Dynamisches Assembly Transient Private Assembly Wird im Verzeichnis der referenzierten.net Anwendung gespeichert Shared Assembly Öffentlich Liegt im globalen Verzeichnis GAC (Global Assembly Cache) Zugriff von mehreren.net Anwendungen möglich Strong Names Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 26

Deployment Deployment Verteilung einer Applikation Erstellen einer Installationsversion inklusive evtl. notwendiger Konfigurationsdateien Wichtigstes Element : Assembly XCopy-Deployment Komplette Applikation kann einfach in ein anderes Verzeichnis und sogar auf einen anderen Computer kopiert werden Verweise innerhalb der Verzeichnisstruktur sind relativ Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 27

Sprachen in.net Über 20 Programmiersprachen werden unterstützt C#, eine von Microsoft neu entwickelte Sprache Syntax und Semantik ähnlich wie bei Java und C++ Durchgehend objektorientiert class MyApp { public static void Main() { System.Console.WriteLine ("Hello, C#!"); } } Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 28

Sprachen in.net VB.NET Aber: Redesign war nötig, um Anforderungen des Frameworks zu erfüllen C++ Erweiterung um automatische Speicherverwaltung Features wie Destruktor, delete() werden nicht mehr unterstützt Viele weitere Sprachen Java, JScript, Delphi, Cobol, Fortran, Haskell, Pascal, Perl, Python, Scheme Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 29

Vor- und Nachteile von.net + Spracheninteroperabilität, d.h. keine sprachenspezifische Runtime mehr. + CTS (Common Type System), ein gemeisames Typkonzept Klassen, die in unterschiedlichen Sprachen erstellt wurden, können voneinander erben +.NET ist vollkommen objektorientiert und komponenetnorientiert aber: hoher Lern- bzw. Einarbeitungsaufwand + Ende der DLL-Hölle - Betriebsystemunabhängigkeit??? (http://www.go-mono.com) - ASP und ASP.NET nicht kompatibel (unmanaged Code) - Entwicklungsumgebung sehr teuer (Visual Studio.NET) Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 30

Beispiele Windows Anwendung (Visual Studio.NET) Web Service Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 31

Universität Bonn, Seminar Softwaretechnologie WS 2003, Anita Sosnecki 32