Mitglied im: Segeln für Behinderte e. V. Club für Behinderte und ihre Freunde Der Sitz des Vereins ist Köln Clubnachrichten 2002 Informationen Berichte - Meinungen Der Verein macht das gemeinsame Segeln von Behinderten und nicht Behinderten möglich. Jeder ist herzlich willkommen.
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Liebe Mitglieder, das Jahr mit vielen Aktivitäten neigt sich dem Ende entgegen. Herzlichen Dank sagt der Vorstand allen, die sich an den Arbeiten beteiligt haben, die das Segeln auf dem Zülpicher See und dem Rursee ermöglichten, denjenigen, die uns beim monatlichen Segeln und dem Törn auf dem Jisselmeer zur Seite standen und so vielen Jugendlichen zur einer Segelerfahrung verhalfen. Danke den Spendern, die durch ihre Spende Anschaffungen und Wartungsarbeiten ermöglichten. Ein ganz besonderer Dank geht an Herrn Karl Heinz Engels, der auch in diesem Jahr durch seine Segelkurse und die Teilnehmergebühren, die er dem Verein überwies (1250,00 ), den Verein sehr unterstützt hat. Adresse des Vereins: Grolmannstraße 22, 50825 Köln Postfach: 400725, 50836 Köln E-Mail: Brief@sfbeh.de Internet: www.sfbeh.de Die Internetpräsenz wurde von der Firma für unseren Vorstand Vorsitzender: Helmut Gröger 2. Vorsitzende: Sabine Prill Geschäftsführer: Meinolf Schreiber Erweiterter Vorstand: Kassenwart: Helmut Schaller Technischer Leiter: Robert Schiefbahn Verein ohne Kosten erstellt. Der Vorstand wünscht allen Förderern und Mitgliedern und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für Seite 3 das Jahr 2003
Einige Zahlen: Zur Zeit haben wir 175 Mitglieder, zu diesen gehören 11 Institutionen. Die Institutionen haben 2002 an folgenden Tagen gesegelt: Zülpicher See Montag 10 14 Uhr Uhr Psychiatrie Zülpich Dienstag 10 14 Uhr Uhr Hans Verbeek Schule Euskirchen 14 17 Uhr AGIS Mittwoch 10 14 Uhr Förderschule Zülpich 14 18 Uhr AGIS Donnerstag 10 14 Uhr Förderschule Zülpich 14 18 Uhr Kinder u. Jugendpsychiatrie Köln Freitag 11 18 Uhr Segelunterricht nach Bedarf oder Institutionensegeln nach Absprache Außerdem fand eine Segelfreizeit am Rursee statt (s.u.). Diese Termine bzw. Belegung der Wochentage werden sich 2003 ändern, da Anfragen von Institutionen bestehen. Terminwünsche äußern Sie bitte über brief@sfbeh.de. Jahresbericht 2002 in Stichworten Die letzten Arbeiten am Steg des Zülpicher Sees, der im letzen Jahr teilweise durch ein Feuer zerstört wurde, wurden beendet. Zur Jahreshauptversammlung im März, zogen sich Rose- Marie und Karl- Heinz Engels, nach vielen Jahren (18) aktiver Vereinsarbeit aus dem Vorstand zurück! Ende März wurde die Atlanta von Vereinsmitgliedern mit Antifouling versehen! Im April stellte sich ein Vereinsmitglied (Achim Messer) zum Wachsen und Polieren des Vereinsbusses zur Verfügung! Die beiden eingeteilten Gruppen aus Vereinsmitgliedern (Patenschaft ) brachten erstmals, unter Anleitung, die Delphin und Atlanta zu Wasser! Seite 4 Ein Taucher macht sich bereit den Steg an den Gewichten zu befestigen.
Das Ansegeln ( 5.Mai ), fand trotz widrigen Wetters statt! Die Beteiligung war prima, gegen Mittag hörte der Regen auf und mit guter Verpflegung und viel Spaß, wurde noch bis 17Uhr gesegelt! Durch Baggerarbeiten, veranlasst durch die Stadt Zülpich, wurde die Insel vor dem Nichtschwimmerbereich 20m abgetragen, dadurch wurde unsere Verankerung des Schwimmsteges zur Landseite abgerissen. Hier kam uns erstmals die DLRG Tauchergruppe, auf Anfrage unseres Vereins, zu Hilfe. Der Steg wurde auf Beschädigungen kontrolliert! In den Sommerferien wurden unter Anleitung unseres techn. Leiters, zwei neue Betongewichte angefertigt, an der die Ankerkette wieder befestigt werden sollte. Das gemeinsame Mitgliedersegeln, von Jugendlichen und Eltern, am Zülpicher See, wurde gut angenommen! Auch die Auslastung unserer Boote durch Vereinsmitglieder,war gut! Anfang Oktober wurden die Betongewichte an unserem Schwimmsteg versenkt. Die DLRG Tauchergruppe unter Anleitung Herrn Erich Bück befestigte uns die neue Ankerkette! Für die Hilfsbereitschaft, die uns auch weiterhin angeboten wurde und die geleistete Arbeit, möchte sich unser Verein ganz herzlich bedanken! Für die Zukunft haben wir die Nutzung unseres Steges und Container, durch die DLRG vereinbart! V o m 1 9. 1 0. 2 5. 1 H Ein Boot wird am Zülpicher See ins Wasser gelassen. e rbsttörn, Bericht erscheint gesondert! Ende Oktober, sowie erste Woche im November, wurden die Boote ins Winterlager gebracht! Leider hatte die Gruppe mit dem Delphin Bindfadenregen,aber dies wurde mit Humor genommen. Auch hier ein dickes Dankeschön an die AGIS Gruppe in Schönau,Haus am Bach! Seite 5
- Fachsimpeln vor dem Start am Zülpicher See (von Köln aus in 45 Minuten zu erreichen) Ganz herzlichen Dank auch an das Caritasheim in Euenheim, sowie auch an die Leitung des Heim`s, Herrn Bolay! Hier haben sich das ganze Jahr, immer wenn Not am Mann war, zwei Mann für anfallende Arbeiten unseres Vereines, zur Verfügung gestellt! Ein Dankeschön auch nach Rurberg zu den Engels, die sich um Vereinsboote Das winterfest Machen der Boote beginnt. und Mitgliedersegeln in Woffelsbach kümmerten, außerdem noch Segelausbildung betrieben und die Einnahmen von insgesamt 1250,00, dem Verein spendeten! Der Vorstand Seite 6
Segelaktivitäten von Institutionen: Projekttag der körperbehinderten Schule Belvederestr. aus Köln Müngersdorf. Anfang Juni verbrachten schwerbehinderte Jugendliche obiger Schule unter der Leitung von Jürgen Fischer eine Segelfreizeit bei uns am Rursee. Herr Fischer befand sich mit einigen Betreuern auf einer Klassenfahrt in der Eifel. Als besonderes Tagesprogramm war für die Jugendlichen Segeln auf unseren Vereinsbooten angesagt. Mein eigenes Boot wurde wegen der großen Anzahl von Teilnehmern auch gebraucht. Die Gruppe verlebte einen herrlichen Tag. Es war eine Freude, die Behinderten trotz ihres Handicaps auf den Booten zu erleben. Das Segeln und damit das Erleben von Wind- und Wasserkraft machte den Teilnehmern große Freude. Die Bewegung des Bootes wirkte therapeutisch. Die Begeisterung fand kein Ende. Alle waren zum Schluss traurig, als die Freizeit vorbei war. Karl Heinz Engels Am Wegesrand in Holland (das Bild stammt von einem früheren Törn) Seite 7
Seniorentörn Parallel zum Herbsttörn der Jugendabteilung wurde in diesem Jahr in der Zeit vom 19. 25.10. zum ersten Mal ein Seniorentörn auf unsere Anregung hin durchgeführt. Die Crew bestand aus 6 Ehepaaren (behindert-nichtbehindert) zur Hälfte aus unserem Club und zur anderen Hälfte aus Mitgliedern des Yacht Clubs Rursee. Das Boot war ein Plattbodenschiff aus der Zeilvaartflotte. Es wurde natürlich voll von den Teilnehmern finanziert. Auf unseren besonderen Wunsch hin hatten wir einen Skipper, mit dem wir schon oft gesegelt waren. Das Revier war wie gewohnt das Jisselmeer und das Wattenmeer. Der Unterschied zu den bisher von uns geleiteten Jugendtörns bestand darin, dass die Verantwortung für die Segelfreizeit auf vielen Schultern lag, so dass der Druck, den meine Frau und ich jahrelang gehabt hatten, nicht mehr so groß war. Neben den anfallenden Arbeiten konnten wir uns jetzt mehr der Schönheit des Törns widmen. Das Wetter war typisch für diese Jahreszeit. Regen, Sonne, schwacher und starker Wind wechselten miteinander. Die Vorboten des ein paar Tage später aufkommenden Orkans über Mitteleuropa machten sich schon stark bemerkbar. Für die übrigen Teilnehmer, Begegnung der beiden Schiffe vom Jugendschiff aus fotografiert Seite 8
selbst Segler und Schiffseigner, war dieser Törn etwas Besonderes. Zum ersten Mal erlebten alle das Segeln auf so einem großen Schiff mit einer großen Crew. Da der Wind oft sehr stark war, hielten wir uns nicht nur im Wattenmeer auf, sondern verkrochen uns Schutz suchend auf die Kanäle und Binnenseen von Friesland. Am schönsten waren die Abende in lustiger Runde. Zünftige Lieder aus der Jugendzeit erschallten mit Gitarrenbegleitung aus dem Salon nach draußen. Mitvon der Party waren immer unsere Skipper Marteyn und Reinhold, die tagsüber von uns seglerisch alles abverlangten. Ein schönes Erlebnis war zwischen Stavoren und Lemmer die Begegnung auf hoher See mit dem Schiff der Jugendabteilung (siehe Bild). Beim Anblick des Bootes beschlichen meine Frau und mich ein bisschen Wehmut und Traurigkeit nicht mehr bei der Jugend dabei sein zu können. Karl-Heinz Engels Bericht Herbsttörn des SFBEH e.v. vom 19. - 25.10. 2002 Auch dieses Jahr haben wir mit vereinten Kräften, für die Jugendabteilung, einen Herbsttörn ermöglicht Für dieses Jahr ist finanzielle Unterstützung der Stadt Köln fraglich, somit haben wir uns entschlossen den Teilnehmerbeitrag anzuheben. Durch Spenden der Kölner Stiftung Merten wurde der Törn erst möglich. An dieser Stelle noch einmal unseren herzlichen Dank. Der Herbsttörn hatte diesmal 2 Schwerpunkte. Erstens, das Projekt Seite 9
Umweltschutz durch das Befahren des Wattenmeeres zum Abschluss zu bringen. Zweitens durch Beteiligung Jugendlicher, die überwiegend aus der körperbehinderten Schule Belvederstr Köln kamen, das Interesse an der Mitarbeit in unserer Jugendabteilung zu wecken Der Vereinstörn wurde durch ein Betreuerteam, unter Anleitung von Jürgen Fischer, unterstützt Der Rest unseres Team's hat sich um das leibliche Wohl unserer Crew gekümmert Auch hier möchte ich ein Dankeschön, an alle Mitwirkenden, für die geleistete Arbeit aussprechen. Vieles wäre ohne dieses Engagement nicht möglich Leider wollte das Wetter nicht so wie wir, was für die Jahreszeit typisch war. Wir hatten von allem etwas, Sonne, Regen, Wind, gar keinen Wind und Sturm. Für viele Teilnehmer war dies die erste Fahrt auf einem großen Plattbodenschiff und bestimmt ein tolles Erlebnis. Schon nach kurzer Zeit, nachdem wir Enkhuizen hinter uns gelassen hatten, mussten wir wegen aufziehendem schweren Wetter Schutz suchen und liefen Stavoren an. Als wir am nächsten Tag den Abschlussdeich durch die Schleuse "Kornwerder Zand'' hinter uns ließen und ins Nordsee - Wattenmeerfuhren, hatten wir strahlenden Sonnenschein, keinen Wind und fast glatte See. So mussten wir unter Motorkraft nach Terschelling fahren. Dort lagen wir nun wegen zuviel Wind fest! Der Ideenreichtum des Betreuerteams hatte keine Grenzen, von Strandwanderung am Wattenmeer, Museumsbesuch mit Besichtigung eines Meeresaquariums, Städte-Turnier in Terschelling, Drachensteigen, bis hin zum Spieleabend war alles dabei. Dienstag, Verzögerung der Abfahrt durch Nebel, gegen 11 Uhr Ablegen und Fahrt nach Harlingen, nur teilweise unter Segel, da Wind ungünstig.ach ja, nicht zu vergessen unsere Senioren - Crew auf der Pelikan, die uns in Terschelling Seite 10
einholten. Übernachtung im Innenhafen von Harlingen. Am Mittwochmorgen früher Tagesbeginn, da wir um 9Uhr wieder durch die Außenschleuse sein mussten, da diese später wegen Sturmwarnung geschlossen wurde. Um dem Sturm zu entgehen hatte sich der Skipper zu einer Kanalfahrt entschieden. Wir fuhren bei Harlingen in das Kanalsystem nach Franeker, Richtung Leeuwarden und Übernachteten in Sneek. Auch so eine Kanalfahrt entfaltet einen eigenen Charakter, besonders wenn sie mit einer Bordolympiade ausgestaltet war. Donnerstag stand noch das letzte Stück Kanalfahrt bis Lemmer an und wir freuten uns darauf, weder unter Segel nach Medemblik fahren zu können. Dies war noch ein wunderbarer Segeltag, mit Windstärke 3-4 und Sonnenschein! Schleuse vom Prinzes Margret Kanal bei Lemmer zum Ijsselmeer Unter voller Besegelung und mehrmaligen Kreuzen" liefen wir Medemblik an. Bei der Kanalausfahrt Lemmer in das ljsselmeer kam unserer "Avanti" die "Pelikan" unter Segel entgegen, was für unsere Augen und Foto - Objektive ein wundervolles Bild war! Wir kamen erst fast im Dunkeln in Medemblik an und mussten uns im Päckchen legen, das heißt wir hatten 2 Schiffe neben uns. Jeder freute sich schon auf ein warmes Essen, das von Ingrid wie immer in schmackhafter weise angerichtet und mit Unterstützung ihrer zwei Küchenbullen verteilt wurde. Nach dem Abwasch und dem folgenden Spieleabend gingen alle müde, aber zufrieden, in die Seite 11
Koje. Morgen, am Freitag, wird wieder gepackt, Reinschiff gemacht, noch einmal unter Segel zum Ausgangshafen Enkhuizen zurück, dann die Fahrzeuge beladen und abends ist man wieder mit vielen Erlebnissen sowie auch Eindrücken, im Schoß der Familie! Wir alle als Mitwirkende hatten das Gefühl und den Eindruck, das sich trotz manchmal widriger Umstände, schon nach kurzer Zeit, unter den Jugendlichen ein harmonisches Miteinander einstellte. Auch tauchte der Wunsch auf so einen Segeltörn zu wiederholen. Wir alle hoffen auch in Zukunft den Herbsttörn weiterhin verwirklichen zu können! Verfasst am 12.11.2002, Helmut Gröger Seite 12