Jahresberichte der Universität Zürich seit 1833 online Jahresbericht. Bericht. des. akademischen Senates.

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Transkript:

Kanton Zürich Staatsarchiv Jahresberichte der Universität Zürich seit 1833 online http://www.staatsarchiv.zh.ch/query Signatur Titel Jahresbericht Zeitraum [S. 381] Bericht des akademischen Senates an die hohe Direction des Erziehungswesens über die Wirksamkeit der Universität vom 1. April bis Ende Dezember 1899 a- 1. April bis Ende Dez. 1899. -a a. Zahl der Studirenden. I Im Sommersemester 1899. a. Immatrikulirte b. Nichtimmatrikulirte Schweizer Ausländer Auditoren Fakultäten Männl. Weibl. Männl. Weibl. Summe Männl. Weibl. Total Theologen 9 9 1 10 Juristen 62 16 3 81 42 3 126 Mediziner 175 11 53 112 351 6 6 363 Philosophen I. 60 8 35 27 130 14 21 165 Philosophen II. 69 3 79 12 163 22 9 194 [Summa] 375 22 183 154 734 85 39 858 by Staatsarchiv des Kantons Zürich 2016

Seite 2/32 b. Davon wurden neu immatrikulirt Theologen Juristen Mediziner Philosophen I. Philosophen II. Total 1 Männl. Weibl. Männl. Weibl. Männl. Weibl. Männl. Weibl. 1 24 48 20 30 11 63 5 202 // [S. 382] c. Von der Gesammtzahl der Immatrikulirten waren Schweizer Kantone Theologen Juristen Mediziner Philos. I. Philos. II. Total Männl. Weibl. Männl. Weibl. Männl. Weibl. Männl. Weibl. Zürich 7 32 52 5 23 1 34 1 155 Bern 2 7 4 1 14 Luzern 2 12 1 15 Uri 1 1 Schwyz 2 5 1 2 10 Nidwalden 1 4 1 6 Glarus 6 4 1 3 14 Zug 2 1 3 Freiburg 1 1 Solothurn 2 1 1 2 6 Basel-Stadt 1 2 1 2 6 Basel-Land 2 2 Schaffhausen 2 4 2 3 1 12 Appenzell A.-Rh. 1 1 3 4 1 10 Appenzell I.- 1 1 St. Gallen 3 23 1 4 8 1 40 Graubünden 4 8 3 1 2 18 Aargau 6 15 2 5 1 2 31 Thurgau 5 15 1 9 7 37 Wadt 2 1 1 1 5 Wallis 3 3 Neuenburg 6 6 Genf 1 1 Summa 9 62 175 11 60 8 69 3 397 // [S. 383]

Seite 3/32 d. Von der Gesammtzahl der Immatrikulirten waren Ausländer Staaten Theologen Juristen Mediziner Philos. I. Philos. II. Total [Männl.] [Weibl.] [Männl.] [Weibl.] [Männl.] [Weibl.] [Männl.] [Weibl.] Deutsches Reich 6 1 11 26 14 9 30 3 100 Oesterreich- Ungarn 2 5 6 5 5 12 1 36 Lichtenstein 1 1 Italien 1 2 1 2 6 Niederlande u. Kolonien 4 1 2 3 10 Luxemburg 1 1 Grossbritanien u. Kol. 1 2 3 1 7 Schweden 1 1 Russland 2 2 15 77 4 3 22 5 130 Rumänien 1 1 1 3 Serbien 1 1 1 1 4 Bulgarien 4 2 6 5 1 18 Türkei 1 1 1 3 Nord-Amerika 2 4 1 1 8 Central-Amerika 2 2 West-Indien 1 1 Süd-Amerika 3 1 4 Australien 1 1 Afrika 1 1 Summe 16 3 53 112 35 27 79 12 337 // [S. 384] B. Vorlesungen I Im Sommersemester 1899. a. Theologische Fakultät Von 27. angekündigten Vorlesungen wurden 16. gelesen N o Zuhörer 1 Allgemeine Religionsgeschichte, I Teil: Prof. Furrer 5 2 Die sogenannte Wellhausen sche Frage: Privatdoz. Kappeler 3 3 Erklärung der Psalmen: Prof. Ryssel 8 4 Einleitung in das neue Testament: Prof. Schmiedel 4

Seite 4/32 5 Erklärung des Johannesevangeliums: Derselbe 4 6 Erklärung der Apostelgeschichte und Geschichte des apostolischen Zeitalters: Prof. Kesselring 4 7 Kirchengeschichte, III Teil (Neuzeit): Prof. Egli 6 8 Schweizerische Reformationsgeschichte: Derselbe 7 9 Repetitorium der Kirchengeschichte: Derselbe 1 10 Geschichte der systematischen Theologie seit Schleiermacher: Prof. v. Schulthess- Rechberg 1 // [S. 385] 11 Glaubenslehre I Teil: Prof. Christ 1 12 Geschichte und Theorie des Kultus: Prof. Kesselring 2 13 Die kirchliche Lage der Gegenwart: Privatdoz. Meili 3 Theologisches Seminar 14 Messianische Weissagungen: Prof. Ryssel 5 15 Die Leidensgeschichte Jesu nach den 4. Evangelien: Prof. Kesselring 5 16 Kirchenhistorische Uebungen: Prof. Egli 3 Gesamtsumme der Zuhörer 62 Je ein weiteres Kolleg der Herren Proff. D r Christ und Ryssel siehe philosoph. Fakultät I. Sect. N o 7 & 15. [b.] Staatswissenschaftliche Fakultät Von 32. angekündigten Vorlesungen wurden 32 gelesen. N o Zuhörerzahl 1 Allgemeine Rechtslehre: Prof. a- Kleiner -a a- Treichler -a 8 2 Institutionen des römischen Rechts: Prof. H. F. Hitzig 10 3 Pandekten, Allgemeiner Teil und Sachenrecht in Vergleichung mit dem schweizerischen Recht und dem bürgerlichen Gesetzbuch Deutschlands: Prof. Schneider 4 Römisches Familienrecht: Derselbe 25 5 Römischer Zivilprozess: Prof. H. F. Hitzig 25 6 Deutsche und schweizerische Rechtsgeschichte: Prof. Cohn 17 7 Die sämmtlichen Entwürfe für ein einheitliches, schweizerisches Privatrecht mit spezieller Berücksichtigung des Gesetzbuches des Kantons Zürich und der Gesetzgebung der andern Kantone: Prof. Meili 8 Zürcherisches Privatrecht II Teil, Familien und Erbrecht: Privatdoz. Wächter 13 9 Ausgewählte Lehren des französischen Zivilrechts: Prof. H. F. Hitzig 15 10 Handels und Seerecht: Prof. Cohn 10 11 Das moderne Verkehrs und Transportrecht: Prof. Meili 15 27 13

Seite 5/32 12 Strafrecht mit Zugrundelegung des schweizerischen Vorentwurfs und des zürcherischen Strafgesetzbuches: Prof. Zürcher 13 Die schweizerischen Zivilprozessrechte: Derselbe 9 14 Das Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs: Prof. Meili 28 15 Allgemeines Staatsrecht: Prof. Vogt 34 16 Auswärtige Beziehungen der Schweiz: Derselbe 12 17 Verwaltungsrecht, allgemeiner Teil: Derselbe 23 18 Verwaltungsrecht der schweizerischen Kantone, II Hälfte (äussere Verwaltung und Verwaltungsprozess: Prof. Schollenberger 19 Der kantonale Behördenorganismus der Schweiz: Derselbe 11 20 Allgemeine Nationalökonomie: Prof. Herkner 41 21 Statistik und Gesellschaftslehre: Derselbe 24 22 Wirtschafts und Sozialpolitik mit besonderer Berücksichtigung der Aufgaben der Arbeiterbewegung: Privatdoz. Goldstein Staatswissenschaftliches Seminar 14 3 7 Uebertrag 384 // [S. 386] 23 Interpretationsübungen für Anfänger: Prof. H. F. Hitzig 14 24 Pandektenexegetikum: Derselbe 20 25 Pandektenpraktikum: Derselbe 13 26 Entscheidung von privat und handelsrechtlichen Fällen: Prof. Cohn 14 27 Praktische Uebungen aus dem Privatrecht des Bundes und der Kantone: Prof. Meili 7 28 Praktische Uebungen an ausgewählten Schwurgerichtsfällen: Prof. Zürcher 15 29 Praktische Uebungen im kantonalen Verwaltungsrecht: Prof. Schollenberger 23 30 Konversatorium über Fragen der speziellen Nationalökonomie und Sozialpolitik: Prof. Herkner 31 Volkswirtschaftliche Uebungen: Derselbe 20 32 Wirtschafts- und sozialpolitische Uebungen: Privatdoz. Goldstein 6 17 Gesammtzahl der Zuhörer 533 [c.] Medizinische Fakultät Von 73. angekündigten Vorlesungen wurden 56. gelesen 1 Anatomie des Menschen, II Teil: Prof Ruge 80 2 Mikroskopisch-technischer Kurs der normalen Gewebelehre: a- Derselbe gemeinsam mit -a Prof. Felix 3 Entwicklungsgeschichte des Menschen und der höheren Tiere: a- Derselbe -a a- Prof. Ruge -a 76 4 Arbeiten im Laboratorium für Mikroskopie und Entwicklungsgeschichte für Geübtere: Derselbe 79 2

Seite 6/32 5 Topographische Anatomie, II. Teil: Prof. Felix 50 6 Anatomie am Lebenden, mit praktischen Uebungen: Privatdoz. Bühler 19 7 Osteologie und Syndesmologie: Prof. Felix 36 8 Anatomie des Hirns und des Rückenmarks I Teil: Prof. v. Monakow 54 9 Arbeiten im hirnanatomischen Laboratorium: Derselbe 2 Grundzüge der Entwicklungsgeschichte des Menschen (Anatomie I. Teil) 10 Zur Morphologie des Gehörorganes: Privatdoz. Rohrer 3 11 Physiologie der Empfindung und Bewegung inkl. des Zentralnervensystems: Prof. Gaule 80 12 Physiologische Chemie: Derselbe 78 13 Physiologie der Sinne: Prof. v. Frey 77 Uebertrag 636 // [S. 387] 14 Physiologische Uebungen: Derselbe 17 15 Das Verhalten der Lösungen in tierischen und pflanzlichen Organismen: Privatdoz. Höber 15 16 Hygiene, allgemeiner Teil: Prof. O. Wyss 51 17 Demonstrationen aus dem Gebiete der Hygiene: Derselbe 19 18 Gesundheitspflege nebst Schulhygiene, für Nicht-Mediziner: Privatdoz. Silberschmidt 29 19 Arbeiten im Hygien. Institut: Derselbe 3 20 Spezielle pathologische Anatomie: Prof. Ribbert 60 21 Sections- und Demonstrationskurs: Derselbe 70 22 Kurs der pathologischen Histologie: Derselbe 52 23 Bakteriologischer Kurs: Privatdoz. Silberschmidt 15 24 Einführung in die Serumtherapie, Serumdiagnose und Immunitätslehre: Derselbe 6 25 Repetitorium der speziellen Arzneimittellehre: Prof. Goll 9 26 Arzneiverordnungslehre mit Uebungen im Rezeptschreiben: Derselbe 32 27 Examinatorium d. speziellen Arzneimittellehre für Vorgerücktere: Derselbe 22 28 Experimentell Pharmakologie I. Teil: Privatdoz. Cloetta 7 29 Medizinische Klinik: Prof. Eichhorst 117 30 Spezielle Pathologie und Therapie der Krankheiten der Atmungsorgane mit Demonstrationen und praktischen Uebungen: Derselbe 31 Ueber Magenkrankheiten: Derselbe 26 32 Repetitorium der innern Medizin: Privatdoz. Th. Hitzig 16 33 Pädiatrische Klinik im Kinderspital: Prof. O. Wyss 18 34 Aphasische Sprachstörungen: Prof. von Monakow 2 35 Nervenpoliklinik: Derselbe 8 36 Medizinische Poliklinik: Prof. H. Müller 35 37 Kurs über Haut und Geschlechtskrankheiten: Derselbe 26 38 Uebungen in der physikalischen Diagnostik: Derselbe 15 24

Seite 7/32 39 Theoretisch-praktischer Kurs über Hautkrankheiten: Privatdoz. Kreis 16 40 Chirurgische Klinik und Poliklinik: Prof. Krönlein 107 Uebertrag 1453 // [S. 388] 41 Chirurgischer Operationskurs: Derselbe 115 42 Ueber Unfallverletzungen für Juristen und Mediziner: Privatdoz. Kaufmann 7 43 Chirurgische Wundbehandlung und Verbandlehre mit praktischen Uebungen in Wund und Frakturverbänden: Prof. a- Privatdoz. -a Schlatter 44 Diagnostisch-therapeutischer Kurs in der chirurg. Poliklinik: Derselbe 27 45 Ophthalmologische Klinik: Prof. Haab 70 46 Augenspiegelkurs für Vorgerücktere: Derselbe 67 47 Privat-Poliklinik für Augenkranke: a- Prof. Felix -a a- Privatdoz. Fick -a 12 48 Geburtshülflich-gynäkologische Klinik und Poliklinik: Prof. Wyder 95 49 Geburtshülflicher Operationskurs: Derselbe 102 50 Gynäkologie, I. Teil: Derselbe 34 51 Examinatorium der Geburtshülfe und Gynäkologie: Privatdoz. H. Meyer 7 52 Psychiatrische Klinik: Prof. Bleuler 61 53 Pathologie und Therapie der Mundorgane: Prof. Billeter 3 54 Zahnärztliche Poliklinik: Derselbe 6 55 Theoretisch-praktischer Kurs der Rhino-Laryngoskopie verbunden mit klinischen Demonstrationen u. Operationsübungen: Privatdoz. Suchannek 56 Otiatrisch-poliklinischer Kurs: Privatdoz. Rohrer 3 27 Gesammtzahl der Zuhörer 2096 7 [d.] Philosophische Fakultät I. Section Von 90. angekündigten Vorlesungen wurden 75. gelesen. Philosophie und Pädagogik 1 Geschichte der neuern Philosophie bis Kant: Prof. Meumann 28 2 Darstellung und Kritik der Philosophie von Kant bis Hegel: Prof. Kym 13 3 Geschichte der Philosophie auf kulturhistorischer Grundlage dargestellt: I. Die Philosophie der Griechen: Privatdoz. Eleutheropulos Uebertrag 41 // [S. 389] 4 Grundzüge der Erkenntnistheorie: Derselbe 8 5 Psychologie: Prof. Kym 4 6 Experimentell-psychologisches Praktikum: Prof. Meumann 10 10

Seite 8/32 7 Ethische Prinzipienlehre: Prof. Christ 4 8 Das Tragische, mit besonderer Rücksicht auf moderne Dichtungen: Prof. Stiefel 19 9 Philosophische Uebungen; Prof. Kym 4 10 Philosophische Diskussionen mit schriftlichen Arbeiten über die Erkenntnistheorie Locke s: Privatdoz. Eleutheropulos 8 11 Pestalozzis Begründung der systematischen Pädagogik: Prof. Meumann 41 Sprach und Altertumswissenschaft, Literaturgeschichte 12 Ausgewählte Kapitel aus der vergleichenden Grammatik des Altindischen, Altgriechischen, Altitalischen und Altgermanischen: Prof. Kägi 7 13 Mânava-Dharmaçâstra: Derselbe 3 14 Epische Sanskrittexte: Derselbe 4 15 Lectüre von Brünnows Chrestomathie aus arabischen Prosaschriftstellern: Prof. Ryssel 2 16 Geographie von Alt-Griechenland: Prof. Hitzig 7 17 Topographie von Athen: Prof. Blümner 6 18 Attische Staatsaltertümer: Prof. Hitzig 8 19 Kursorische Lektüre eines griechischen Autors: Prof. Kägi 4 20 Kursorische Lektüre eines lateinischen Schriftstellers: Prof. Blümner 12 21 Einführung in die römische Epigraphik: Privatdoz. O. Schulthess 6 22 Archäologische Uebungen: Prof. Blümner 6 Philologisch-pädagogisches Seminar 23 Pausanias Messeniaka: Prof. Hitzig 7 24 Martials Epigramme: Prof. Blümner 7 Uebertrag 228 // [S. 390] 25 Lateinische und griechische Schreibübungen: Prof. Kägi 10 26 Gotisch: Prof. Bachmann 14 27 Ausgewählte Lieder der Edda: Derselbe 4 28 Historische Grammatik des Neuhochdeutschen, insbesondere für Lehramtskandidaten: Derselbe 59 29 Althochdeutsche und mittelhochdeutsche Literaturgeschichte: Prof. Frey 69 30 Goethe: Prof. Frey 52 31 Goethes Faust, ästhetisch betrachtet: Prof. Stiefel 25 Deutsches Seminar 32 Sprachgeschichtliche Uebungen: Prof. Bachmann 8 33 Neuhochdeutsche Uebungen: Derselbe 26 34 Literarhistorische Uebungen: Prof. Frey 29 35 Deutsch-pädagogische Uebungen: Derselbe 28

Seite 9/32 36 Aesthetische Literaturbehandlung: Prof. Stiefel 11 37 Redeübungen: Derselbe 5 38 Angelsächsische Uebungen: Privatdoz. Schirmer 3 39 * The early English drama: Prof. Vetter 1 40 * Shakespeare s Macbeth, Lectüre und Erklärung: Prof. Vetter 1 41 Geschichte der englischen Literatur im 19. Jahrhundert: Derselbe 20 Englisches Seminar 42 Chaucer: Prof. Vetter 4 43 Tennyson s Gedichte. Neuenglische Uebungen: Derselbe 17 44 Vergleichende Syntax der italienischen u. französischen Sprache: Prof. Ulrich 5 45 Grammaire élémentaire du vieux français: Privatdoz. Gauchat 8 46 Phonetik des Neufranzösischen: Prof. Morf 40 47 Exercices et interprétation de français moderne: Derselbe 60 48 Geschichte der neueren französischen Literatur: Derselbe 72 49 Le théâtre de Victor Hugo; analyse de ses principaux drames; lecture de Ruy Blas: Privatdoz. Morel. 4 50 Lectüre italienischer Volkslieder: Prof. Ulrich 6 Uebertrag 789 [recte: 809] // [S. 391] 51 Einführung in die engadinische Sprache und Literatur: Derselbe 4 Romanisches Seminar 52 Provencalische (oder spanische) Uebungen: Prof. Morf 10 53 Altfranzösische Uebungen: Prof. Ulrich 11 Geschichte, Kultur und Kunstgeschichte 54 Alte Geschichte II. Teil: Griechische Geschichte: Prof. Meyer v. Knonau 16 55 Verfassung und Verwaltung der römischen Republik: Privatdoz. Bloch 6 56 Geschichte des 30.jährigen Krieges: Prof. Schweizer 3 57 Neueste Geschichte seit 1814: Prof. Meyer v. Knonau 21 58 Schweizergeschichte des XVI., XVII. und XVIII. Jahrhunderts: Prof. Oechsli 10 59 * Schweizergeschichte seit 1848: Derselbe 10 60 Schweizerische Verfassungsgeschichte bis 1798: Prof. Dändliker 8 61 Prähistorische Kulturbilder aus der Schweiz: Privatdoz. Heierli 6 62 Griechische Kulturgeschichte: Privatdoz. Bloch 13 63 Ausgewählte Kapitel aus der Kulturgeschichte der Zeit des Humanismus und der Reformation mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz: Privatdoz. Häne 7 64 Erklärung der Gipsabgüsse in der archäologischen Sammlung: Prof. Blümner 10 a- Die christlichen Altertümer -a

Seite 10/32 65 Stadt, Burg und Edelsitz in der Schweiz: Prof. Rahn 3 66 Rembrandt mit Benutzung seines Werkes in der Kupferstichsammlung des Polytechnikums: Privatdoz. Brun 67 Einleitung in die Geschichtswissenschaft: Privatdoz. Caro 6 68 Archivlehre: Prof. Schweizer 7 69 Historische Genealogie: Privatdoz. Stückelberg 4 Historisches Seminar 70 Kritische Uebungen aus der mittleren Geschichte: Prof. Meyer v. Knonau 8 14 Uebertrag 966 [recte: 986] // [S. 392] 71 Pädagogische (Vortrags) Uebungen aus der alten Geschichte: Derselbe 13 72 Quellen der neuern Geschichte: Prof. Schweizer 6 73 Kritische Uebungen aus der Schweizergeschichte: Prof. Oechsli 10 74 Schweizergeschichtliches Konversatorium: Prof. Dändliker 10 75 Kunstgeschichtliche Uebungen mit Besuchen im Landesmuseum: Prof. Rahn 10 1015 [recte: 1035] II. Section. Von 75. angekündigten Vorlesungen wurden 70. gelesen Mathematik und Naturwissenschaften 1 Algebräische [sic!] Analysis: Prof. H. Burkhardt 17 2 Potentialtheorie: Derselbe 4 3 Mathematisches Seminar: Derselbe 6 4 Neuere synthetische Geometrie: Privatdoz. Kraft 3 5 Analytische Mechanik: Derselbe 2 6 Mathematische und mechanische Hülfswissenschaften zur Psychophysik: Derselbe 2 a- Quaternionentheorie: Derselbe -a 7 Mathematisches Seminar: Derselbe 2 8 Darstellende Geometrie mit Uebungen: Privatdoz. Weiler 16 9 Analytische Geometrie: Derselbe 12 10 Mathematische Geographie: Derselbe 8 11 Kartenprojektionen: Derselbe 7 12 Integralrechnung mit Uebungen: Privatdoz. Gubler 12 13 Inhalt und Methode des mathematischen Unterrichts in der Mittelschule: Derselbe 11 14 Ausgewählte Kapitel der höhern Algebra: Derselbe 4

Seite 11/32 15 * Geographische Ortsbestimmung: Prof. A. Wolfer 4 16 * Uebungen im astronom. Beobachten, in Gruppen je 3. Stdn.: Derselbe 4 17 * Einleitung in die Physik des Himmels: Derselbe 4 18 Experimentalphysik: Prof. Kleiner 112 Uebertrag 230 // [S. 393] 19 Theoretische Physik: Derselbe 13 20 Physikalisches Praktikum für Anfänger: Derselbe 54 21 Physikalisches Praktikum für Vorgerücktere: Derselbe 5 22 Organische Chemie: Prof. Werner 133 23 Chemisches Laboratorium für Anfänger (Analyse): Derselbe 17 24 Chemisches Laboratorium für Vorgerücktere: Derselbe 38 25 Stereochemie: Derselbe 39 26 Vorträge und Diskussion über ausgewählte Kapitel der Chemie für Vorgerücktere: Derselbe 27 Quantitative chemische Analyse: Prof. H. Abeljanz 9 28 Ausgewählte Kapitel aus der Chemie der Metalle: Derselbe 48 29 Anleitung zu medizinisch-chemischen Arbeiten im Laboratorium: Derselbe 22 30 Chemie und Untersuchung der Nahrungsmittel: Derselbe 16 31 Uebungen im chemischen Laboratorium für Mediziner: Derselbe 59 32 Chemisches Praktikum für Anfänger und Vorgerücktere: Derselbe 6 33 Chemische Uebungen für Lehramtskandidaten: Derselbe 4 34 Organische Elektrochemie: Privatdoz. C. Schall 12 35 Organisch-chemische Technologie: Privatdoz. Bischler 11 36 Besprechungen neuerer Arbeiten auf dem Gebiete der organischen Chemie: Privatdoz. Feist 37 Ausgewählte Kapitel aus der Chemie des Naphthalins und höherer Kerne: Derselbe 1 38 * Petrographie: Prof. Grubenmann 6 39 * Uebungen im makroskopischen Bestimmen von Gesteinen: Derselbe 5 40 * Mineralogisch-petrographisches Praktikum, Leitung selbständiger Arbeiten: Derselbe 41 * Geologie der Schweiz: Prof. Heim 16 42 * Geologische Entwicklungsgeschichte der organisierten Natur: Derselbe 15 43 * Geologische Exkursionen: Derselbe 13 44 * Besprechung der geologischen Exkursionen: Derselbe 14 9 4 1 Uebertrag 798 [recte: 800] // [S. 394]

Seite 12/32 45 Physikalische Geographie: Prof. O. Stoll 9 46 Wirtschafts- und Handelsgeographie der europäischen Kolonialgebiete, II. Teil: Derselbe a- Geographische Verbreitung der Tiere: Derselbe -a 47 Länderkunde von Amerika: Derselbe 11 48 Ozeanographie incl. Seen: Privatdoz. Früh 7 49 Physiologie der Zeugung: Prof. Dodel 18 50 Ausgewählte Kapitel aus der Experimental-Physiologie der Gewächse: Derselbe 17 51 Mikroskopische Demonstrationen und praktische Uebungen für Anfänger: Derselbe a- mit Privatdoz. Overton -a 52 Botanisches Halbpraktikum für Lehramtskandidaten: Derselbe a- gemeinsam mit Dr. Overton -a 53 Spezielle Botanik II. Teil: Prof. Schinz 80 54 Repetitorium und Examinatorium dazu: Derselbe 43 55 Uebungen im Pflanzenbestimmen für Anfänger, in Gruppen: Derselbe 65 56 Systematisch-botanisches Halbpraktikum: Derselbe 9 57 Vollpraktikum für Vorgerücktere und Leitung selbständiger Arbeiten: Derselbe 4 58 Makro- und mikroskopische Demonstrationen als Ergänzung zur Vorlesung: Derselbe 47 59 Botanische Exkursionen: Derselbe 49 60 Ausgewählte Kapitel aus der Physiologie der Zelle: Privatdoz. E. Overton 9 61 Zoologie: Prof. A. Lang 113 62 Zootomisch-mikroskopischer Uebungskurs für Anfänger: a- Derselbe -a a- Derselbe mit Privatdoz. Hescheler -a 63 Zoologisch-vergl. anatomisches Vollpraktikum für Vorgerücktere und Leitung selbständiger Arbeiten: Derselbe a- mit Dr. Hescheler -a 64 Zoologisches Halbpraktikum, nur für Lehramtskandidaten: Derselbe a- mit Dr. Hescheler -a 65 Systematik der Insekten: Privatdoz. Standfuss 11 66 Zoologie des Süsswasserplanktons mit besonderer Berücksichtigung des Zürichsees. Mit Exkursionen: Privatdoz. Heuscher 12 11 4 63 6 3 2 Uebertrag 1391 [recte: 1393] // [S. 395] 67 Das Mikroskop und die mikroskopische Technik: Privatdoz. Hescheler 3 68 Allgemeine physische Anthropologie: Privatdoz. Martin 54 69 Kursus der angewandten Anthropometrie mit Beobachtungen und Uebungen am Lebenden und am Skelett: Derselbe 70 Grundzüge der Entwicklungsgeschichte des Menschen: Derselbe 35 6 1389 [recte: 1491]

Seite 13/32 Generalübersicht der Vorlesungen und Zuhörer im Sommersemester 1899. Theologen Juristen Mediziner Philos. I. Sect. Philos. II. Sect. Vorles. Zuhörer Voles. Zuhörer Vorles. Zuhörer Vorles. Zuhörer Vorlesung Zuhörer 16 62 32 533 56 2088 [recte: 2096] Gesamtzahl der Vorlesungen 249. Zuhörer 5087 [recte: 5217]. 75 1015 [recte: 1035] 70 1389 [recte: 1491] Keine! C. Promotionen. Von der theologischen Fakultät rite: Von der staatswissenschaftl. Fakultät Gubler, Heinrich, von Pfäffikon, (Zürich) Dissertation: Die Kontrolle des Bundes über das Rechnungswesen der Eisenbahnen. Thalberg, Michael von Büttenhardt, Schaffhausen Dissertation: Der Dienstvertrag nach schweizerischem Obligationenrecht. // [S. 396] Rascher Otto, von Zürich Dissertation: Das Contumazialverfahren in der schweizerischen Zivilprozess- Gesetzgebung Räber, Joseph, von Küssnacht, Schwyz Dissertation: Die schweizerische Armenpolizei Leist Emil, aus Neckargemünd Dissertation: Der Wechselprotest und seine Reform. (Ein Beitrag zur Revision des Wechselrechts) Cahn Georges, von Carouge, Genève Dissertation: Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Gesellschaftsrecht, insbesondere ihre Stellung zum schweizerischen Obligationenrecht. Lutz Otto, von Zürich& Thal (St. Gallen) Dissertation: Die Arbeit in den Strafanstalten und der Verdienstanteil der Sträflinge. v. Grebel, Hans, aus Zürich Die Aufhebung des Geständniszwanges in der Schweiz Escher, Arnold, aus Zürich Dissertation: Der Einfluss des Geschlechtsunterschiedes der Descendenten im schweizerischen Erbrecht.

Seite 14/32 rite: Von der medizinischen Fakultät Jakowlewa, Olga von Nischne-Tschirsk, Russland Dissertation: Ueber die knotige kompensatorische Hypertrophie der Leber. Schneller, Eduard, von Rheinau, Zürich Dissertation: Veränderungen im Nervensystem nach Amputationen und Nervendurchschneidungen. Gros, Jean, von Jassy, Rumänien. Dissertation: Beiträge zu den Wirkungen des Jodoforms. // [S. 397] Klinkowstein, Romana aus Lomza, Russ.-Polen Dissertation: Bericht über 50 von Prof. D r O. Haab ausgeführte Myopie-Operationen. Firükowa Elisaweta von Perm, Russland Dissertation: Ueber Lebercysten Sachs, Helena, von Warschau Dissertation: Statistischer Beitrag zur Kenntnis der einfachen und periodischen Melancholie Müller Edmund, von Hospenthal, Uri Dissertation: Ueber das Vorkommen und die Verteilung des Glykogens in Geschwülsten. Hess, Joseph, von Engelberg, Obwalden. Dissertation: Beiträge zur Pathologie der Totalskoliose Streiff, Josua Jakob, von Glarus Dissertation: Mikroskopische Untersuchung über Altersveränderungen der Vasa centralia retinae. Plincz Johannes, von Posen Dissertation: Der Einfluss der Unterbindung der Vena saphena major auf Varicen der untern Extremität und auf Ulcera cruris. Gut, Adolf, von Otelfingen, (Zürich) Dissertation: Ein Beitrag zur Casuistik der Hypophysistumoren. Barth Adolf von Willisau, (Luzern) Dissertation: Ueber das Verhalten des linken Ventrikels bei Mitralstenose. Bass, Oscar von Prossnitz, Oesterreich Dissertation: Ein Fall von Carcinom und Tuberkulose des Uterus. Dürst Heinrich, von Zürich Dissertation: Ueber einen Fall von kompensatorischer Hypertrophie der Nebenniere. // [S. 398] Bresci, Carlo von Prato, Italien Dissertation: Bakterienbefunde bei Compressionsmyelitis durch tuberkul[ö]se Caries der Wirbelsäure. Fischer, Paul, von St. Gallen Dissertation: Ein Beitrag zu den Missbildungen des Ureters, der Samenblase und der Niere.

Seite 15/32 Staub, Th. Paul von Männedorf Dissertation: Ueber Verdickung der Tunica muscularis bei Carcinoma Ventriculi. Wurhaft, Elisabeth von Odessa, Russland Dissertation: Ueber die Genese der Riesenzellen in einem grosszelligen Sarkom des Uterus. Wenner, Otto, von St. Gallen Dissertation: Die Resultate der Diphteriebehandlung seit Einführung des Diphterieheilserums am Kinderspital Zürich. Köttgen, Anna von Liestal, Baselland Dissertation: Klinische Katatonien bei organischer Erkrankung des Schädelinhaltes. Weber, Felix von Netstall [sic!] Dissertation: Klinischer Beitrag zur Kenntnis der Nierentumoren im Kindesalter. Triesch, Franz, von Frankfurt a/m. Dissertation: Ueber das Keliod [recte: Keloid]. Schmidt, Christian, aus Wald-Schönengrund Dissertation: Kasuistische Beiträge zur Röntgenuntersuchung aus dem Krankenhause Herisau und der eigenen Praxis Wichser, Jost von Schwanden, Glarus Dissertation: Ueber Urnierreste in den Adnexen des menschlichen Uterus. Lesnik, Paula, aus Suwalki, Russland Dissertation: Ueber die Histogenese der Miliartuberkel der Dura. // [S. 399] Kappeler Otto D r phil von Biel, Dissertation: Beitrag zur Genese der Lebercavernome. Fischer August von St. Gallen Dissertation: Ein Beitrag zu den Missbildungen des Ureters und der Niere. Bauhofer Pelag von Glarus Dissertation: Ueber einen Fall von Miliartuberkulose. Kunzmann, Fritz aus Zürich Dissertation: Ueber Infantiles Glaucom (Hydrophthalmus) und dessen Behandlung durch Sklerotomie. Stahel, Jakob von Zell, Zürich Dissertation: Klinische Studien über die Lendenskoliose. Hegi, Albert von Hausen Dissertation: Klinische und experimentelle Beiträge zur Lehre von den Pilzvergiftungen. Zollikofer, Emil von St. Gallen Dissertation: Ein Fall von angeborner Vierzahl der Aortaklappen. Frick, Ida von Hausen a/albis Dissertation: Ueber chronische Bauchfelltuberkulose im Kindesalter. Scharplaz Domenic, von Poschiavo, Graubünden Dissertation: Der Einfluss des Thyphus Abdominalis auf die Epilepsie.

Seite 16/32 honoris causa: rite // [S. 401] rite Von der I. Section der philosophischen Fakultät Seyffarth Ludwig Wilhelm, Pastor in Liegnitz Wegen seiner vielfachen Verdienste um das Volksschulwesen und um die Pestalozziforschung Glättli, Walther von Bonstetten, Dissertation: Geschichte der Unruhen auf der Landschaft Zürich in den Jahren 1645 & 1646. // [S. 400] Gineff, Dimitri von Baltschik Dissertation: Prüfung der Methoden zur Messung geistiger Ermüdung. Gosche Agnes von Halle a/s. Dissertation: Simone Martini. Ein Beitrag zur Geschichte der sienesischen Malerei im XIV Jahrhundert. Rittershaus, Adeline, von Barmen Dissertation: Die Ausdrücke für Gesichtsempfindungen in den altgermanischen Dialekten. Ein Beitrag zur Bedeutungsgeschichte. Friedrich, Johann, von Würzburg Dissertation: Systematische und kritische Darstellung der Psychologie Jakob Froschhammers. Ganz, Paul von Zürich Dissertation: Geschichte der Heraldischen Kunst in der Schweiz im XII und XIII Jahrhundert. Rzesnitzek, Emil von Breslau Dissertation: Zur Frage der psychischen Entwickelung der Kindersprache. Zollinger, Oskar, von Zürich Dissertation: Louis-Sébastien Mercier als Dramatiker und Dramaturg (Erster Teil) Langmesser, August von Basel Dissertation: Jakob Sarasin der Freund Lavaters, Lenzens, Klingers u. a. Dalheimer, Victor, von Mörschied Dissertation: Die Sprache Alexander Barclay s in The Shyp of Folys oft the Worlde (1509) Ott, André G., von Zürich Dissertation: Etude sur les couleurs en vieux Français. Rothpletz, Emil, von Aarau Dissertation: Der Genfer Jean Gabriel Eynard als Philhellene (1821 1829) Von der II. Section der philosophischen Fakultät. Rongger Niklaus, von Valendas, Graubünden. Dissertation: Ueber die Bestandteile der Samen von Picea ex[c]elsa (Link) und über die Spaltungsprodukte der aus diesen Samen da[r]stellbaren Proteinstoffe. Szolayski, Bogdan von Krakau, Galizien.

Seite 17/32 Dissertation: Zur Kenntnis des p. Nitrosobenzols und Nitrosotoluols. Gerlach, Rudolf, von Zürich. Dissertation: Die Metrik in projektivischen Koordinaten. Brandenberger, Conrad von Flaach, Zürich. Dissertation: Anwendung der elliptischen Funktionen auf durch algebraische Funktionen vermittelte konforme Abbildungen. Künzli, Emil von Strengelbach, Aargau. Dissertation: Contactzone um die Ulten-Iffingermasse bei Meran. Dürst, Johann Ulrich von Mitlödi, Glarus. Dissertation: Die Rinder von Babylonien, Assyrien, und Aegypten und ihr Zusammenhang mit den Rindern der alten Welt. Fisch, Ernst von Zihlschlacht, Thurgau. Dissertation: Beiträge zur Blütenbiologie. Weintraub, Ezéchiel von Mohilew, Russland. Dissertation: Ueber das Verhalten der Untersalpetersäure zu Schwefelsäure und Salpetersäure. Beiträge zur Kenntnis der Nitrocellulose. Brand, Philibert von Lischnitz, Böhmen. Dissertation: Ueber Derivate des v-m. Xylidins. Bretscher, Konrad, von Zürich. Dissertation: Beitrag zur Kenntnis der Oligochaetenfauna der Schweiz. // [S. 402] Lagutt, Jan von Warschau. Dissertation: Beiträge zur Kenntnis des β-phenylhydroxylamins. Volkart, Albert von Zürich. Dissertation: Untersuchungen über den Parasitismus der Pedicularisarten. Fritz, Franz von Zürich. Dissertation: Ueber die Struktur des Chiasma nervorum opticorum bei Amphibien. Labhardt, Hans von Basel. Dissertation: Zur Kenntnis der Einwirkung von einigen Derivaten der Kohlensäure auf Abkömmlinge des Phenylhydrazins. Werdenberg, Heinrich, von Allschwil, Baselland. Dissertation: Ueber Sulfosäuren und einige andere Derivate des Diphenylamins. Letsch, Emil von Dürnten. Dissertation: Die schweizerischen Molassekohlen östlich der Reuss. Baum, Marie von Danzig. Dissertation: Ueber p-xylylhydroxylamin. Beiträge zur Kenntnis des 1-2 Naphtalendiazooxyds. Weber, Oskar H. von Magdala. Dissertation: Ueber die Aenderungen der freien Energie bei geschmolzenen Halogenverbindungen einiger Metalle. Krämer, Hermann aus Darmstadt.

Seite 18/32 Dissertation: Die Haustierfunde von Vindonissa. Gramann, August, aus Zürich. Dissertation: Ueber die Andalusitvorkommnisse im rhätischen Fl[ü]ela- und Scalettagebiet und die Färbung der alpinen Andalusite. // [S. 403] Heymann Ludwig aus Raab, Ungarn. Dissertation: Absolute Messung der Capacität eines electrischen Condensators mit der Wage. Erb, Joseph, von Zürich Dissertation: Die vulkanischen Auswurfsmassen des Höhgaus. Grob, Jakob von Degersheim, St. Gallen. Dissertation: Ueber Acetylamidrazon und Hydrazone aliphatischer Nitroverbindungen. Uebersicht der Promotionen Schweizer Kantone Theologen Juristen Mediziner Phil. I. Sekt. Phil. II. Sekt. Total honoris causa Männl. Weibl. Männl. Weibl. Männl. Weibl. Männl. Weibl. Deutschland 1 1 rite Zürich 5 7 1 3 1 a-? -a 8 25 Bern 1 1 Luzern 1 1 Uri 1 1 Schwyz 1 1 Nidwalden 1 1 Glarus 4 1 5 Basel-Stadt 1 1 2 Basel-Land 1 1 2 Schaffhausen 1 1 Appenzell A. Rh. 1 1 St. Gallen 4 1 5 Graubünden 1 1 2 Aargau 1 1 2 Thurgau 1 1 Genf 1 1 Summe 8 21 2 6 1 15 53 // [S. 404]

Seite 19/32 Ausländer. Theologen Juristen Mediziner Philos. I. Sekt. Philos. II. Sekt. Total Männl. Weibl. Männl. Weibl. Männl. Weibl. Männl. Weibl. Deutschland 1 2 3 2 1 2 11 Oesterreich 1 3 4 Italien 1 1 Russland 6 2 8 Bulgarien 1 1 Rumänien 1 1 Summe 1 5 6 4 2 6 2 26 Gesammtsumme 9 26 8 10 3 21 2 79 // [S. 405] D. Lehrpersonal. (Veränderungen in demselben; Neue Professuren und Lehraufträge. Amtliche Erlasse). Theologische Fakultät. Urlaub erhielten: Herr Prof. Dr. Ryssel die ersten drei Wochen des Sommersemesters wegen Vollendung einer wissenschaftl. Arbeit. Herr Privatdozent Rüegg wegen einer wissenschaftlichen Reise n. Palästina von Anfang des Sommersemesters bis Mitte Juni & Herr Prof. v. Schulthess-Rechberg wegen gestörter Gesundheit vom 17. Juli bis Semesterschluss. Staatswissenschaftliche Fakultät. Herr Prof. Dr. Zürcher erhielt während der Dauer der Wintersession des Nationalrates Urlaub & Herr Privatdoz. Dr. Goldstein zum Zwecke der Vollendung einer wissenschaftl. Arbeit für das ganze Wintersemester 1899/1900. Medizinische Fakultät: In Folge eines von den Kneippvereinen Zürich und Sanitas am Bachtel an den h. Kantonsrat eingereichten Initiativbegehrens für Errichtung einer Professur für Wasserheilkunde und Wasserheilverfahren, verbunden mit einer Klinik, an der medizinischen Fakultät der Hochschule, fasste der h. Kantonsrat am 21. August 1899 folgenden Beschluss: 1) Dem von den Kneippvereinen Zürich & Sanitas am Bachtel eingereichten Initiativbegehren betreffend Errichtung einer Professur für Wasserheilkunde und Wasserheilverfahren, verbunden mit einer Klinik, an der mediz. Fakultät der Hochschule wird keine a- weitere -a Folge gegeben, dagegen dem Regierungsrate bezw. der zuständigen Direktion des Regierungsrates die Errichtung einer besonderen Assistentenstelle für die Ausführung der Wasserbehandlungs- // [S. 406] methode und die Erteilung der diesfalls nötigen Kurse an die Studirenden überlassen.

Seite 20/32 2) Der Regierungsrat wird eingeladen, die Frage der Verbesserung und Erweiterung der für die Anwendung des Wasserheilverfahrens notwendigen Einrichtungen der medizinischen Klinik am Kantonsspital in Verbindung mit andern in Aussicht zu nehmenden dringenden Erweiterungen des Kantonsspitals zu prüfen & zu geeigneter Zeit darüber Bericht und Antrag einzubringen. Hierauf verfügte die h. Erziehungsdirektion: I. Die medizinische Fakultät der Hochschule wird eingeladen, betreffend die Ausführung des in Dispositiv 1 des Kantonsratsbeschlusses vom 21. August 1899 dem Regierungsrat erteilten Auftrages ihr Gutachten abzugeben. Für allgemeine Chirurgie, für Wundbehandlung & Verbandlehre wurde am 16. März vom Regierungsrat eine ausserordentliche Professur errichtet & dieselbe mit Amtsantritt auf 1. April Herrn Privatdoz. Dr. Schlatter übertragen. Herr Privatdoz. Dr. Silberschmidt erhielt einen Lehrauftrag für Gesundheitspflege & Schulhygiene für Lehramtskandidaten & Nichtmediziner & zwar vom Wintersemester 1899/1900 an. In Folge Berufung nach Würzburg wurde Herrn Prof. M. v. Frey auf 1. Oktober der nachgesuchte Rücktritt bewilligt. Von der Wiederbesetzung dieser zweiten Professur für Physiologie wurde Umgang genommen. Beurlaubt für Studienzwecke a- wurde -a für ein Jahr, von Mitte Juli an Herr Privatdoz. Dr. Theodor Hitzig. Philosophische Fakultät I. Sektion. Herr Prof. Dr. Ludwig Kym wurde auf sein Gesuch hin auf Schluss des Wintersemesters 1899/1900 als ordentlicher Professor unter bester Verdankung der geleisteten langjährigen Dienste entlassen & in den // [S. 407] Ruhestand versetzt. Ferner erhielt er die Berechtigung, mit dem Titel eines Honorarprofessors auch fernerhin einzelne Vorlesungen zu halten. Der ausserordentl. Professor Herr Dr. Meumann wurde mit Antritt auf 1. April 1900 zum Ordinarius für systematische Philosophie, Geschichte der Philosophie und allgemeine Pädagogik ernannt. Von der Besetzung des von der philosophischen Fakultät I. Sektion in Anregung gebrachten Extraordinariates für Geschichte der antiken und mittelalterlichen Philosophie, Metaphysik und Religionsphilosophie, letztere beiden Disziplinen mit besonderer Rücksicht auf die Bedürfnisse der Theologiestudirenden, wird durch Beschluss des h. Regierungsrates vom 14. Dezember 99 Umgang genommen. Für das Wintersemester 1899 wurde Herr Prof. Dr. Kym von der Vorlesung über Psychologie entlastet & diese Herrn Privatdozent Dr. Kreyenbühl übertragen. Beurlaubt waren: Für a- das Sommersemester & -a das Wintersemester 1899/1900 die Herren Privatdozenten Dr. Betz und Kraeger. Im Sommersemester Herr Prof. Dr. Hunziker & Herr Privatdozent Dr. Förster. Im Wintersemester 1899/1900 Herr Privatdoz. Dr. Bloch. Herr Privatdozent Dr. Schirmer verzichtete zu Beginn des Wintersemesters auf die Venia legendi. Die Venia legendi wurde im Sommersemester an Herrn Dr. phil. Gustav Billeter verliehen.

Seite 21/32 Philosophische Fakultät II. Sektion. Der h. Regierungsrat errichtete am 10. Juni 1899 eine ausserordentliche Professur für Geometrie und am 5. Juni 1899 eine solche für physische Anthropologie & Anatomie für Nichtmediziner und wählte Herrn Privatdozent Dr. Weiler von // [S. 408] Winterthur für erstere und Herr[n] Privatdozent Dr. Martin von Zürich für letztere, beide mit Amtsantritt auf 1. Oktober 1899. Lehraufträge erhielten: Herr Privatdozent Dr. Standfuss für eine zweistündige im Sommersemester zu haltende Vorlesung über nützliche und schädliche Insekten und einen solchen für ein zweistündiges im Wintersemester zu lesendes Kolleg über die Biologie der Insekten; Herr Privatdozent Dr. Gubler für die Methodik des mathematischen Unterrichts an den Mittelschulen. Beurlaubt waren: Herr Privatdozent Dr. H. G. v. Wyss während des ganzen Berichtsjahres; während des Sommersemesters Herr Privatdozent Dr. Kündig & im Wintersemester Herr Privatdozent Dr. Overton; ferner Herr Dr. Feist, Privatdozent, vom 18. Dezember 1899 bis 20. Januar 1900. Auf die Venia legendi verzichteten die Herren Privatdozenten Bischler, Messerschmitt & Früh; erstere beiden auf den Anfang & letzterer auf den Schluss des Wintersemesters 1899/1900. E. Rektorat, Senat und Senatsausschuss. Der Senat hielt im Berichtsjahre drei und der Senatsausschuss fünf Sitzungen ab, ausserdem wurden von letzterem eine Anzahl Traktanden auf dem Zirkularwege erledigt. Die hauptsächlichsten Geschäfte bildeten die Raumnot und die Lok[a]l- resp. Baufrage. Das Rektorat und die Rektoratskanzlei erledigten auf schriftlichem Wege 3030 kleinere und grössere Geschäfte. // [S. 409] F. Beginn der Vorlesungen. Mit Datum vom 22. Juni 1899 wurde das Rektorat von der h. Erziehungsdirektion eingeladen, für die genaue Beobachtung des Senatsbeschlusses betreffend Semester- Anfang und Schluss besorgt zu sein. Diese Einladung wurde am 14. Oktober 1899 erneuert, mit dem Beifügen: Für allfällige Ausnahmen von der offiziell festgestellten Regel ist von den betreffenden Dozenten die Genehmigung der Erziehungsdirektion einzuholen. Diese Verfügungen wurden durch Zirkular dem gesammten Lehrkörper zur Kenntnis gebracht. Die Vorlesungen, deren genauer Beginn überhaupt möglich ist, wurden mit ganz vereinzelten, entschuldigten Ausnahmen, auch exakt mit Semesteranfang begonnen. // [S. 410] [leer] // [S. 411] [leer] // [S. 412] [leer] // [S. 413]

Seite 22/32 G. Raumnoth. Baufrage. Am 9. ten Januar beschloss der hohe Kantonsrat den Bau und die Ausrüstung eines Gebäudes hinter der neuen medizinischen Poliklinik für die Laboratorien des Kantonschemikers. In der den Antrag begleitenden Weisung des h. Regierungsrates finden sich folgende auf die Universität bezüglichen Stellen: [gedruckter Text] Weisung. Die Arbeitsräume des Kantonschemikers und des demselben beigegebenen Hülfspersonals befinden sich seit März 1887 im Chemiegebäude der Hochschule. Da auch das hygieinische Institut in demselben Gebäude untergebracht ist, bleiben für die Laboratorien der Hochschule und für die übrigen Zwecke des Chemieunterrichtes so beschränkte Lokalitäten frei, dass seit Jahren die Behörden der Hochschule über Raummangel berechtigte Klagen erhoben. Sie wandten sich bereits im März des Jahres 1897 an den Regierungsrat, um ihm in einlässlicher Weise die Unhaltbarkeit der vorhandenen Zustände darzulegen und auf die Mittel hinzuweisen, die der bestehenden Raumnot abzuhelfen geeignet wären. Als ein solches bezeichneten sie vor allem die Entfernung des Kantonschemikers aus den bisher benutzten Räumen. Bis die erweiterte Anatomie von der Chemie bezogen werden kann, gibt es nur ein Mittel, der Chemie die allernötigste Ausdehnung zu gestatten, die Dislozirung des Kantonschemikers aus dem jetzigen kantonalen Chemiegebäude. Der Kantonschemiker hat mit den kantonalen Lehranstalten nichts zu tun. Seine Laboratorien können ohne Schaden anderswo in Zürich sich befinden. Wenn geeignete Lokalitäten weder mietweise noch käuflich erhältlich sind, so wird nichts anderes übrig bleiben, als für den Kantonschemiker so rasch wie möglich ein eigenes neues Institut zu erstellen. Das wird sich ohne weiteres rechtfertigen lassen, denn über kurz oder lang wird er doch ausziehen müssen. Die Laboratorien des Kantonschemikers stehen in der Tat nicht in organischem Zusammenhang mit der Hochschule, und die Verlegung derselben in die Räume der letztern war nur ein Notbehelf. Das Begehren der akademischen Behörden, es möchten in erster Linie ihre eigenen Bedürfnisse Berücksichtigung finden, ist deshalb begreiflich. [Ende des gedruckten Texts] In der gleichen Sitzung beschloss der h. Kantonsrat den Bau und die Ausrüstung eines zweiten aseptischen Operationssaales im Kantonsspital für Frk. 40, 000, wovon 20, 000 durch eine Schenkung der Erben des Herrn Karl Diggelmann von Zürich gedeckt wurden. Unter dem Datum vom 31. Januar stellte der h. Regierungsrat an den h. Kantonsrat den Antrag, dass für den Umbau des alten Anatomiegebäudes beim Kantonsspital Zürich nach den vorliegenden Plänen ein Kredit von 215, 000 Frk. bewilligt werde. Diese Pläne sahen einen An- // [S. 414] und Umbau auf der südlichen Seite vor, der als Provisorium für die Anatomie, als späteres Definitivum für die Chemie dienen sollte. Eine spätere Um- und Aufbaute des Mittelgebäudes und ein späterer Anbau auf der Nordseite sollte den ganzen Bau zu einer Anstalt für Hygiene, Pharmakologie und Chemie gestalten. (Vergl. Weisung des h. Regierungsrates Zürich. Amtsblatt 1899, 3. Februar p. 138 u. ff.)

Seite 23/32 Gegen diese Projekte erhoben die Herren Prof. O. Wyss, Prof. Eichhorst und Prof. U. Krönlein öffentlichen Protest. Der Senatsausschuss und der Senat beschäftigten sich mit der Angelegenheit in ihren Sitzungen vom 24. ten Februar. Der Senat beschloss folgende, der Oberbehörde zu übermittelnde Resolution: Der Senat erklärt einstimmig seine Zustimmung zu dem vom h. Regierungsrat dem h. Kantonsrate vorgelegten Plane einer Erweiterung der Anatomie durch einen Anbau, ohne dass damit für eine spätere anderweitige Verwendung des Gebäudes etwas präjudizirt sei. Daraufhin beschloss der hohe Kantonsrat am 13. März den Anatomieanbau gemäss dem Antrage der hohen Regierung. Aus dem Protokoll geht hervor, dass für die spätere Verwendung damit nicht[s] präjudizirt sein sollte. Am 12. Mai 1899 fasste der akademische Senat auf Antrag des Senatsausschusses folgenden Beschluss: Es wird aus dem Schosse des Senates eine Kommission von 9 Mitgliedern unter dem Vorsitze des Rektors bestellt, mit dem Auftrage, über das weitere Vorgehen in der gesammten Baufrage der Universität zu beraten und dem Senate beförderlichst bestimmte positive Vorschläge zu unterbreiten. Diese Kommission referirte in der // [S. 415] Senatssitzung vom 9. Juni. Der Senat fasste darauf folgenden Beschluss: Der Senat spricht zu Handen der Oberbehörden den dringenden Wunsch aus, es möchte, für den Fall, dass die Wässerwiese jetzt oder künftig zu andern als klinischen Zwecken verwendet werden sollte, das jetzige Spitalareal ausschliesslich für klinische, incl. anatomische & pathologisch-anatomische Anstalten reservirt bleiben. Der Senat verdankt dem h. Regierungsrate die zur Erwerbung der Liegenschaft zum Rechberg für Hochschulzwecke gethanen Schritte, das in der bezüglichen Weisung bekundete warme Interesse für die Universität, und das kräftige Einstehen für ihre unabweisbaren Raumbedürfnisse. Es erblickt darin die Gewähr dafür, dass die hohe Behörde unentwegt auf der eingeschlagenen Bahn fortschreiten wird, um den im Memorial des Rektorates aufgeführten Uebelständen abzuhelfen. Die dringendsten Bedürfnisse der Universität sind der bereits in Angriff genommene Umbau der Anatomie & die Erstellung eines neuen Chemiegebäudes. Was den ersteren anbetrifft, so möchte der Senat auf s Angelegentlichste empfehlen, nicht bei dem bereits vom h. Kantonsrate beschlossenen Anbau im Kostenbetrage von 215, 000 Frk. stehen zu bleiben, sondern das anatomische Institut gleich definitiv & vollständig als solches auszubauen. Im Übrigen zweifelt der Senat nicht daran, dass es dem hohen Regierungsrate gelingen werde, dem gegenwärtigen Mangel an Auditorien & Seminarien, welche[r] durch die Miete einiger Lokalitäten ausserhalb der Universität wohl etwas gemildert, aber keineswegs gehoben werden könnte, abzuhelfen. Die nächstliegenden Schritte nach dieser Richtung erblickt der Senat darin, dass das ganze Gebäude zum Rechberg der Universität zur Verfügung gestellt // [S. 416] wird, die demselben sofort & ohne bauliche Veränderungen in zweckdienlicher Weise die meisten Seminarien, mehrere kleinere Hörsäle, Dozenten-, Sitzungs- & Klausurzimmer, sowie die ganze Universitätsverwaltung unterbringen würde. Alsdann könnte der Miethvertrag mit Frau Weiss, Schönberggasse 2, schon auf nächsten Mai gekündet werden & es liessen sich

Seite 24/32 mit Leichtigkeit durch Entfernung von Hobelspahnwänden im Universitätsflügel des Polytechnikums die schon längst ersehnten & absolut nothwendigen grossen Auditorien einrichten. Es könnten auch die unerquicklichen Verhältnisse der Pedellenwohnung endlich sanirt werden. Nachdem im Juni die Erdarbeiten für den Anbau und den teilweisen Umbau der Anatomie begonnen hatten, wurden sie eine Zeit lang unterbrochen. Dann wurde im Oktober mit den Erd- und Bauarbeiten entsprechend den dem h. Kantonsrate vorgelegten Plänen wieder begonnen, bis die Witterung eine Festsetzung unmöglich machte. Inzwischen hatte der h. Regierungsrat mit Datum vom 20. Mai 1899 dem h. Kantonsrat den Ankauf des Gutes zum Rechberg beantragt. In der bezüglichen Weisung (Zürich. Amtsblatt 1899. 26. M[ai] p. 605) heisst es unter Anderem: [gedruckter Text] Weisung. Die Studien für die Erweiterungsbauten der Hochschule, soweit bis jetzt solche gemacht werden konnten, haben deutlich ergeben, dass die bereits dem Staate gehörende Spital- oder Wässerwiese die erforderlichen Bauten mit Mühe aufnehmen könnte. Tritt, was nicht ausgeschlossen ist, und worüber zur Zeit Verhandlungen zwischen Abgeordneten des Bundes und des Kantons schweben, der Fall ein, dass der bis jetzt von der Hochschule benutzte südliche Flügel des Polytechnikums an die Eidgenossenschaft übergeht, so müsste die Wässerwiese, wenn auf derselben neben den verschiedenen Instituten der Hochschule auch noch das Kollegiengebäude erstellt werden wollte, baulich sehr stark ausgenutzt werden. Abgesehen davon, dass eine derartige Ausnützung des Terrains durch den Staat und für öffentliche Bauten nicht wohl angeht, auch eine ästhetisch befriedigende Lösung auf diese Weise sehr schwer ist, so wäre dadurch eine spätere Erweiterung der Hochschule mit unverhältnismässigen Opfern verbunden, wenn nicht überhaupt unmöglich. Wenn zweifellos die kantonalen Hoch- // [S. 417] schulen die betreffenden Staatswesen schwer belasten, so wird doch Zürich der letzte Kanton sein, der die Entwicklung seiner Universität unterbinden und ihr nicht vorsorglich die Möglichkeit der Ausdehnung oder Anpassung an künftige Bedürfnisse und Anforderungen wahren wollte. Dazu kommt, dass sich gegen die gänzliche Inanspruchnahme der Wässerwiese durch Hochschulbauten sowohl aus den Kreisen der Spitaldirektoren und Aerzte, als auch aus der Bevölkerung Widerspruch erhob, in dem Sinne, dass jenes Areal für Spitalzwecke reservirt werden sollte. Es kann hier füglich unterbleiben, zu untersuchen, inwiefern diese Opposition begründet sei und ob nicht mindestens von Seite der Spitaldirektoren ein früheres Eingreifen direkt oder durch ihre vorgesetzten Behörden statt im letzten Augenblick durch das Mittel der Presse hätte erwartet werden dürfen. Aber das wird man nach unbefangener Prüfung sagen müssen, dass der zürcherische Kantonsspital gleicherweise wie die Hochschule das Recht hat, zu verlangen, dass auch ihm eine weitere Entwicklung nicht unmöglich gemacht werde. Es ist dabei vielleicht weniger an direkte Erweiterung des eigentlichen Spitals zu denken, die nach den Erfahrungen mit dem Winterthurer Kantonsspital unter Umständen richtiger in der Dezentralisation gesucht wird, als daran, dass der Spitalbetrieb mit dem Fortschreiten der Wissenschaft neue Institute erfordert, welche anders nicht als auf der Wässerwiese erstellt werden können.

Seite 25/32 Die Liegenschaft käme, wie angedeutet, in erster Linie für Universitätsbauten in Betracht, wozu sie sich nach Abtragung der Schanze in ausgezeichneter Weise eignen würde. In jedem Falle, da nicht anzunehmen sein wird, dass die staatlichen Aufgaben sich in Zukunft reduziren werden, erscheint der Ankauf des Rechberggutes, der der staatlichen Verwaltung, der Hochschule oder dem Spital die Möglichkeit späterer Ausdehnung und Entwicklung sichert, als eine vorsorgliche Massregel, die zu treffen die heutige Generation die Pflicht hat. [Ende des gedruckten Texts] Schon am 19. Juni stimmte der h. Kantonsrat dem Antrage der [sic!] h. a- Erziehungsdirektion -a Regierungsrates ohne Wiederspruch zu, nachdem der Referent der bestellten Kommission Herr Prof. Zürcher den Ankauf Namens dieser warm befürwortet hatte. Die Auditoriennot war besonders auch in Folge der Unterbringung der Bächtold schen Bibliothek im Hörsaal 13 so akut geworden, dass die h. Erziehungsdirektion sich am 12. Februar zu folgender Verfügung genötigt sah: Die Privatdozenten der philosophischen Fakultät I. Sektion, welche keine speziellen Lehraufträge erhalten haben, werden eingeladen, bis auf Weiteres ihre Kollegien, die sie bis anhin im Hörsaal XIII der Universität gelesen haben, im Souterrain des Hochschulgebäudes zu halten. Nach erfolgtem Ankauf des Rechberggutes wurde das Rektorat, in Antwort auf die Zuschrift des Senates, von der h. Erziehungsdirektion // [S. 418] am 12. Juli 1899 eingeladen, mit Beförderung seine Vorschläge einzureichen, welche Räume die Universität für ihre Zwecke beanspruchen wollte, falls das Rechberggut für den Staat auf 1. Oktober 1899 zur Verfügung stünde. Dieser Aufforderung kam das Rektorat am 15. Juli nach, nachdem schon am 30. Juni zwischen ihm und den beteiligten Professoren eine Besprechung und Verständigung stattgefunden hatte. In der Zuschrift an die hohe Erziehungsdirektion wurde das ganze Haus zum Rechberg für Universitätszwecke beansprucht und die Zweckbestimmung aller Räume im Einzelnen motivirt. Am 30. September fasste der h. Regierungsrat den Beschluss das Haus zum Rechberg wird nach dessen Räumung seitens der gegenwärtigen Besitzerin der Hochschule für Unterrichts- und Verwaltungszwecke überlassen. Zu Ende der Herbstferien wurde dann mit dem Bezug und der Einrichtung des Kollegiengebäudes zum Rechberg begonnen. Am 13. Oktober siedelte das Rektorat und seine Kanzlei über. Am 26. Oktober zog Frau a. Staatsschreiber Vogel aus und übergab dem Rektor die Schlüssel. Die offizielle Schlüsselübergabe erfolgte einige Tage später. Es wurden dann bis Neujahr folgende Lokalitäten für a- Unterrichts -a Universitätszwecke im Rechberg eingerichtet: Im Parterre: Rektoratszimmer, Kanzlei, Dozentenzimmer, Archiv, mathematisches Seminar & zwei Hörsäle. Im I. Stock: 2 Sitzungs- & Prüfungszimmer, Klausurzimmer, philologischpädagogisches Seminar, englisches Seminar, staatswissenschaftl. Seminar, staatswissenschaftl. Bibliothek & zwei Hörsäle. // [S. 419]