STERNSTUNDEN DER EU. Nr. 489

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Nr. 489 Mittwoch, 9. Februar 2011 STERNSTUNDEN DER EU Hallo! Wir kommen aus der NMS-Voitsberg. Wir gehen in die 4B und sind seit Montag auf Wienwoche. Unser Thema in der Demokratiewerkstatt war Österreich in der EU. Aber in unserer Zeitung gibt es noch die Artikel über Die Geschichte der EU, Schüleraustausch und Welche Aufgaben hat das EU Parlament, der Rat der EU, die EU Kommission und der Europäische Gerichtshof? Viel Spaß beim Lesen!

EU-STERNE DER VERGANGENHEIT Wir berichten euch über die geschichtlichen Highlights der EU. 2002: Der Euro wird als neue Währung eingeführt. 1995: Österreich tritt der EU bei. 1992: Aus der EG wird die Europäische Union. 1951: Um die Rohstoffe, aus denen Waffen erzeugt werden, zu kontrollieren, um Europa zu vereinigen, um Frieden, Stabilität und Sicherheit der Europäischen Bürger zu gewährleisten, gründeten die Staaten Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und Niederlande die Eurpäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Die EU hat 27 Mitgliedsstaaten. Es könnten in Zukunft aber noch mehrere Staaten werden, denn Kroatien und die Türkei wollen z.b. auch beitreten. Um der EU beizutreten braucht man folgende Kriterien: Eine stabile Demokratie Eine rechtsstaatliche Ordnung Die Menschenrechte müssen beachtet werden Eine gute Marktwirtschaft und die Übernahme des EU-Rechts. 1989: Österreich möchte auch Mitglied der EG werden, aber das dauert noch ein bisschen. 1986: Zwölf Länder sind bereits der EG beigetreten. 1968: Die EG schafft die Zölle zwischen den Mitgliedsstaaten ab. 1979: Das Europäische Parlament wird zum 1. Mal gewählt. Bianca (14), Benjamin (13), Öznur (13) 2

SCHÜLERINNEN LERNEN ANDERE KULTUREN KENNEN In unserem Bericht erzählen wir euch etwas über SchülerInnenaustausch innerhalb der Europäischen Union. Es gibt viele Jugendliche, die gerne einen SchülerInnenaustausch machen würden zum Beispiel in Paris. Dort lernen sie eine neue Sprache und Kultur kennen. Die Schüler kommen zu Gastfamilien und wohnen dort, dadurch lernen sie das Alltagsleben besonders gut kennen. Auch die Speisen und Getränke sind oft anders als im Heimatland. Außerdem können Jugendliche dort zur Schule gehen und die französische Sprache lernen. Damit für viele SchülerInnen dieser Austausch möglich ist, gibt es das Comenius-Programm. Das Comenius-Programm gibt es seit 2007 und wurde durch das europäische Parlament beschlossen. Es hilft europäischen Schulen sich miteinander auszutauschen beispielsweise durch eine Schulpartnerschaft. Das bedeutet, dass sich zwei Schulen zusammentun und eine Partnerschaft gründen. So können sie gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Das wird von der EU unterstützt. 2008 wurden 121 Projekte von Partnerschulen gemacht, dabei ging es z.b. um soziales Lernen oder Geschichtsprojekte. Sarah (14), Sabrina (13), Benjamin (13), Nadine (13) Bereit für eine neue Kultur? Französische Spezialitäten, gezeichnet von Sabrina (13). 3

EINE REISE DURCH DIE INSTITUTIONEN DER EU Vier Jugendliche interessieren sich für die EU. Sie wollten die EU näher kennenlernen, daher haben sie sich auf den Weg gemacht, um die Institutionen zu besuchen. Hier berichten sie euch über die wichtigsten Einrichtungen der EU. Ich war im Europäischen Gerichtshof, dort gibt es 27 RichterInnen, aus jedem Land einen. Der Gerichtshof liegt in Luxemburg. Die RichterInnen urteilen nach dem Europarecht. Ich war im Rat der EU. Im Rat treffen sich die MinisterInnen der Mitgliedsstaaten, aus jedem Land nimmt eine/r teil. Wenn es z.b. um Außenpolitik geht, treffen sich die Außenminister. Hier werden die wichtigsten Entscheidungen getroffen. Jedes halbe Jahr übernimmt ein anderes Land den Vorsitz. Ich besuchte die EU-Kommission. Jedes EU Land schickt eine/n KommissarIn. Die EU-Kommission ist für die Verwaltung zuständig. Die Kommission macht Vorschläge aber die Entscheidung treffen Rat und Parlament. Ich besuchte das EU Parlament. Es ist die Vertretung der EU BürgerInnen. Nach dem Vertrag von Lissabon gibt es über 700 Mitglieder, die alle 5 Jahre neu gewählt werden. Das Parlament kontrolliert den Rat und die Kommission. Die VertreterInnen kann man wählen (ÖsterreicherInnen stimmen mit). Kathrin (14), Vanessa (13), Lisa (13), Daniel (14) 4

ÖSTERREICH IN DER EU Österreich ist schon seit 15 Jahren bei der EU. In der Zeit hat sich viel verändert! 1995 2011 1995 ist Österreich der EU beigetreten. Damals waren mit Österreich 15 Staaten in der EU: Spanien, Portugal, Italien, Frankreich, Deutschland, Schweden, Finnland, Irland, Großbritannien, Dänemark, Belgien, Niederlande, Luxemburg und Griechenland. Zu dieser Zeit liegt Österreich an der östlichen Grenze der EU. Österreich musste den Warenverkehr und den Personenverkehr an seiner Ostgrenze überwachen. Jetzt sind 27 Mitgliedsstaaten in der Europäischen Union. Seit der Osterweiterung 2004 sind 13 Staaten dazu gekommen und Österreich liegt nun in der Mitte und nicht mehr an der östlichen Grenze. Folgende Staaten sind beigetreten: Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Zypern, Bulgarien und Rumänien. Die Länder der EU 1995. Die Länder der EU heute. Das Schengen-Abkommen 1985 trafen sich die VertreterInnen der fünf damaligen EU-Länder in Schengen (Luxemburg) und unterzeichneten das Schengen-Abkommen. Ziel des Abkommens war es, die Grenzen zwischen den Ländern durchlässiger zu machen und damit den Personen- und Warenverkehr zu erleichtern. Gemeinsame Sicherheitsmaßnahmen sollten zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität geschaffen werden. Mittlerweile sind alle EU-Länder Schengenstaaten. Für mich bedeutet das: Ich darf in alle EU Länder ohne einen Pass einreisen und man muss keinen Zoll mehr zahlen. Das Schengen-Abkommen kann auch für kurze Zeit außer Kraft gesetzt werden. Das geschah z.b während der EURO 2008. IMPRESSUM Eigentümer, Herausgeber, Verleger, Hersteller: Parlamentsdirektion Grundlegende Blattrichtung: Erziehung zum Demokratiebewusstsein. Europawerkstatt Silvia(14), Jona (14), Marion (14), Dominik (13) 4B, HS1 Voitsberg, Mühlgasse 21 5

Nr. 489 Mittwoch, 9. Februar 2011 6