PRODUKTINFORMATION SDS1.1 1. Konstruktionsmerkmale 2. Durchmesser, Längen und Design-Parameter 3. Indikationen / Kontraindikationen 4. Chirurgie und Bohrsequenzen 5. Abformung 6. Prothetische Möglichkeiten 1. Konstruktionsmerkmale Folgende grundlegenden Überlegungen flossen in die Entwicklung dieses neuartigen, sowohl ein- als auch zweiteilig verwendbaren SDS1.1 Hybrid-Zirkonoxid-Implantates ein: es sollte die bekannten Vorteile von ein- und zweiteiligen Zirkonoxidimplantaten kombinieren und gleichzeitig bestehende Nachteile eliminieren der Anwender sollte entscheiden können, ob er das prinzipiell einteilige SDS1.1 Implantat zum zweiteiligen Implantat erweitert leicht möglich durch einfaches Verschrauben / Zementieren von vorgefertigten Mesio-Abutments es sollte sowohl für abnehmbare, als auch festsitzende Prothetik geeignet sein und damit die Option aufweisen durch Inserieren zusätzlicher Implantate zu einem späteren Zeitpunkt die Prothetik umzuarbeiten / zu erweitern es sollte die Grundform des zweiteiligen SDS2.0 Implantates aufgreifen und dessen in allen Knochenklassen bewährtes Dynamic Thread TM Gewinde (patent pending) verwenden das vom zweiteiligen SDS2.0 vorhandene Instrumentarium und Bohrprotokoll sollte 1:1 (bis auf das Eindrehtool) anwendbar sein, auch um jederzeit intraoperativ frei entscheiden zu können, ob ein einteiliges SDS1.1-, oder ein zweiteiliges SDS2.0 Implantat die Indikation optimal erfüllt es sollte keine Schutzmassnahme während der Osseointegration nötig sein der Anwender sollte entscheiden können, ob er Zubehörteile und prothetische Versorgungen verschraubt, zementiert oder einfach aufklickt es sollte mit Hilfe einer bereits montierten Übertragungshilfe die einfache und sichere Entnahme aus der Verpackung und Übertragung in den Mund ermöglichen es sollte ein verschraubbares Einbringinstrument zur sicheren, kontrollierten Kraftübertragung zur Verfügung stehen Kontrolle des Osseointegrationsverlaufs/-erfolgs sollte mittels Resonanzfrequenzanalyse (Osstell Mentor TM ) möglich sein. SDS Swiss Dental Solutions AG Zollstrasse 8 CH-8280 Kreuzlingen Fon +41 71 6712404; Fax +41 71 6712405 www.swissdentalsolutions.com info@swissdentalsolutions.com
Konstruktionsmerkmale des SDS1.1 Implantates Zusätzlich besitzt das SDS1.1 Abutment ein innenliegendes Schraubengewinde. Zubehörteile oder konfektionierte Mesio- Abutments können direkt verschraubt werden. Abb.: SDS1.1 - Implantat Die Übertragungshilfe kann später auch als Abformpfosten für die indirekte Abformung verwendet werden. Sie wird auch dazu einfach auf das Abutment aufgeklickt. Das SDS1.1 Implantat verfügt über das in allen Knochenklassen bewährte Dynamic Thread TM Gewinde des SDS2.0 Implantates. Es entspricht auch im Bereich des Überganges zum Abutment dem SDS2.0 Design mit Micro-Thread für optimale Implantatstabilität. Analog zu SDS2.0 Implantaten befindet sich über dem Microthread ein Bereich mit glatter Oberfläche. Das Abutment selbst ist so klein gestaltet, dass einteilige SDS1.1 Implantate ungeschützt einheilen können. Durch die ins Abutment eingefräste Rille können Kronen/Brücken langfristig sicher zementiert werden, da ein Zementschloss, bzw. Zementring gestaltet werden kann. Das Abutment ist als Locator TM -Patrize gestaltet und kann für herausnehmbare Arbeiten mit Locator TM -Matrizen verwendet werden (nicht beschleifen). Das Abutment ist beschleifbar (Rotringdiamant/ rotes Winkelstück/max. Wasserkühlung/ druckloses Arbeiten) und kann ohne weitere Arbeitsschritte direkt als Standard-Abutment zur Zementierung von Kronen-/Brückenversorgungen verwendet werden. Abb.: SDS1.1 Implantat mit Übertragungshilfe; roter Pfeil zeigt auf das Healing Cap, das in der Übertragungshilfe fixiert ist Provisorienbasis und verschiedene Abutments können sowohl aufgeklickt, zementiert, oder geschraubt werden. Abb.: SDS1.1 Implantat mit aufgeschraubter Provisorienbasis/aufgeklicktem Healing Cap/aufgeklicktem Scanbody Abb.: SDS1.1 Implantat ohne Mesio-Abutment / Mesio- Abutment / Implantat mit Mesio-Abutment
Abb.: SDS Mini-Tray Es können alle Bohrer und Tools aus dem SDS2.0 OP-Tray auch für das SDS1.1 Implantat verwendet werden. Es wird lediglich ein neuer Eindreh-Adapter benötigt, der mit einer innenliegenden Schraube sicher auf dem SDS1.1 fixiert wird. Abb.: SDS1.1 Durch Micro-Thread vergrösserter Kerndurchmesser für optimierte Frakturstabilität Abb.: SDS1.1 Verschraubbarer Eindrehadapter für Ratsche Abb.: SDS1.1 - Dynamic Thread TM mit 2 ½-facher Gewindetiefe im mittleren Teil Abb.: SDS1.1 ISO-Adapter für maschinelles Eindrehen auf Eindrehadapter aufgesetzt (roter Pfeil zeigt auf W&H Sechskant)
2. Durchmesser, Längen und Design-Parameter Abb.: SDS1.1 - Implantatauswahl SDS1.1 Implantate sind in den Durchmessern 3.2 mm, 3.8 mm, 4.6 mm und 5.4 mm verfügbar. Diese Durchmesser haben sich seit vielen Jahren beim einteiligen SDS1.0 DT (Dynamic Thread TM ) und beim zweiteiligen SDS2.0 Implantat bewährt. Die Tulpenbreite (prothetische Plattform) der 3.2 mm Implantate beträgt 4.2 mm der 3.8 mm Implantate beträgt 5.0 mm die der 4.6 mm und 5.4 mm Implantate beträgt 6.0 mm. SDS1.1 Implantate mit 3.2 mm Durchmesser sind ausschliesslich in 11.0 mm Länge verfügbar, die 3.8 mm und 4.6 mm Durchmesser in den Längen 8.0, 11.0 und 14.0 mm und 5.4 mm Durchmesser in 11.0 und 14.0 mm Länge, jeweils bezogen auf die tissue-level Insertion. Die eigentliche Oberflächenbehandlung durch Strahlen mit Zirkonoxidpartikeln endet im cranialen Bereich des Implantates am Ende des Mikrogewindes. SDS1.1 Implantate können auch bis zu 1.5 mm unter tissue-level inseriert werden. Das Healing Cap verhindert dann ein Überwachsen des Abutments durch die Gingiva. Abb.: SDS1.1 linkes Implantat auf tissue-level, rechtes Implantat 1.5 mm unter tissue-level mit aufgeklicktem Healing Cap
3. SDS1.1 Indikationen / Kontraindikationen Indikationen SDS1.1 Kontraindikationen SDS1.1 SDS1.1 Zahnimplantate werden im Ober- und Unterkiefer chirurgisch inseriert, um fehlende Zähne zu ersetzen. Sie dienen als Befestigungspunkt für Zahnersatz und sind auch für Patienten geeignet, die unter Metallunverträglichkeiten und den damit assoziierten Krankheiten leiden Indiziert bei Implantaten die durch Brücke oder Verblockung verbunden sind, oder bei implantatgetragenen Teil- oder Vollprothesen SDS1.1 3.2 mm Implantat ist ausschliesslich für obere laterale- und untere Inzisivi freigegeben SDS1.1 3.8 mm Implantat ist als Einzelzahnimplantat für obere laterale- und untere Inzisivi, sowie Prämolaren und verblockte Implantate freigegeben SDS1.1 4.6 mm und 5.4 mm Implantat ist als Einzelzahnimplantat für Front-,Eckzähne, Prämolaren und Molaren freigegeben 3.2 mm Implantat nicht als Einzelzahnimplantat für obere zentrale Inzisivi, Eckzähne, Prämolaren und Molaren freigegeben, keine Brückenversorgung 3.8 mm Implantat nicht als Einzelzahnimplantat für obere zentrale Inzisivi, Eckzähne und Molaren freigegeben, keine Brückenversorgung Implantatdurchmesser kleiner 4.6 mm bei Molaren und/oder Brückenversorgungen Versorgungen bei denen übermässige Biegemomente auftreten können: Krone/Brücke mit Anhänger Zwischengliederanzahl zwischen zwei Pfeilern dürfen eine Prämolarenbreite nicht überschreiten Locator TM Versorgung mit weniger als 4 Locatoren TM pro Kiefer Kein vollständig ausgeheilter Knochen (Restostitis) Schwerwiegende gesundheitliche Allgemeinerkrankungen des Patienten Bruxismus Unbehandelte Parodontitis, schlechte Mundhygiene, unbehandelte Zahn- und Knochenherde Kronenlänge länger als osseointegrierter Gewindeabschnitt Verbindung natürlicher Zahn mit Implantat fehlende Compliance des Patienten
4. Chirurgie und Bohrsequenzen Alle SDS-Bohrer können mit passenden Bohrstopps zur präzisen Tiefenkontrolle verwendet werden. Sie enthalten Laserbezeichnungen mit ihrem Typ und Durchmesser, sowie eine zusätzliche Farbcodierung, so dass Sie sehr einfach diese Bohrsequenzen nachvollziehen können. Die Bohrsequenzen für SDS1.1 Implantate mit 3.2 mm Durchmesser entsprechen exakt den der jeweiligen Knochenqualität angepassten Bohrsequenzen für einteilige SDS1.0DT (Dynamic Thread TM ) Implantate. Die Bohrsequenzen für SDS1.1 Implantate mit 3.8 mm, 4.6 mm und 5.4 mm Durchmesser entsprechen exakt den der jeweiligen Knochenqualität angepassten Bohrsequenzen für zweiteilige SDS2.0 Implantate. Diese Bohrsequenzen beziehen sich auf die Standardeinsetztiefe, auf tissue-level", bei der die 3 mm hohe Tulpe oberhalb der Knochengrenze liegt: Die Tulpenhöhe von 3 mm entspricht der mittleren Gingivahöhe (biologische Breite), der Rand des Implantates kommt damit in etwa auf Gingivaniveau zu liegen. Die zementierte Krone liegt dann mit ihrem Rand auf Gingivaniveau (equigingival). SDS1.1 Implantate sind so konzipiert, dass sie auch ca. 1.5 mm unter tissue-level Position eingesetzt werden können. SDS empfiehlt den Rand der Krone nur im ästhetischen Bereich geringfügig subgingival zu positionieren. Im Seitenzahnbereich sollte der Kronenrand auf Gingivaniveau liegen. Abb.: SDS1.1 linkes Implantat auf tissue-level versus rechtes Implantat 1.5 mm unter tissue-level mit aufgeklicktem Healing Cap
SDS1.1 Implantat mit Ø 3.2 mm 3.2 mm Implantat ist nur als Einzelzahnimplantat für obere laterale Inzisivi/untere Inzisivi freigegeben, keine Brückenversorgung
SDS1.1 Implantat mit Ø 3.8 mm SDS1.1 3.8 mm Implantat ist als Einzelzahnimplantat für obere laterale- und untere Inzisivi, sowie Prämolaren und verblockte Implantate freigegeben 3.8 mm Implantat nicht als Einzelzahnimplantat für obere zentrale Inzisivi, Eckzähne und Molaren freigegeben, keine Brückenversorgung
SDS1.1 Implantat mit Ø 4.6 mm / Ø 5.4 mm SDS1.1 4.6 mm / 5.4 mm Implantat ist als Einzelzahnimplantat für Front-,Eckzähne, Prämolaren und Molaren freigegeben
Die Bohrsequenzen entsprechen denen der zweiteiligen SDS2.0 Implantate.
Implantatübertragung SDS1.1 Implantate werden mit vormontierter Übertragungshilfe aus Pekkton ausgeliefert. Diese Übertragungshilfe ist bereits aufgeklickt und dient sowohl der einfachen Implantatentnahme aus der Verpackung, als auch der sicheren Überführung in den vorbereiteten Bohrstollen. Für das Eindrehen per Winkelstück steht ein zusätzlicher Adapter (ISO-Ansatz und W&H Sechskant) zur Verfügung. Er wird einfach auf den Ratschen-Eindrehadapter aufgesteckt. Im oberen Teil der Übertragungshilfe ist das zum jeweiligen Implantat passende Healing Cap fixiert. Abb.: SDS1.1 ISO-Adapter für maschinelles Eindrehen (auch möglich über W&H Sechskant) auf Eindrehtool aufgesetzt Abb.: SDS1.1 Implantat mit aufgeklickter Übertragungshilfe; roter Pfeil zeigt auf das Healing Cap, das in der Übertragungshilfe fixiert ist Einsetzen des Healing Caps Nach dem Inserieren des SDS1.1 Implantats wird, falls gewünscht, das sich im oberen Teil der Übertragungshilfe befindliche Healing Cap einfach mittels umgedrehter Übertragungshilfe auf das Abutment aufgeklickt. Nach dem Einbringen in den Bohrstollen wird das SDS1.1 Implantat mit der Einbringhilfe per Hand so weit wie möglich eingedreht und die Einbringhilfe abgezogen. Implantatinsertion Das eigentliche Eindrehen des SDS1.1 Implantates auf Zieltiefe erfolgt anschliessend mit dem Ratschen-Eindrehadapter aus gehärtetem Stahl und der SDS Drehmomentratsche. Abb.: SDS1.1 Schnittzeichnung durch Übertragungshilfe und Healing Cap Der Eindrehadapter wird mittels einer innenliegenden Titanschraube kräftig per Hand (Drehmoment ca. 10 Ncm) auf dem SDS1.1 Implantat fixiert. Empfohlenes Eindrehmoment für das SDS1.1 Implantat sind 35 Ncm, wobei 45 Ncm zur Vermeidung von Knochennekrosen nicht überschritten werden sollten (ggf. Implantat vor- und zurückdrehen, oder nachbohren). Abb.: SDS1.1 Implantat 1.5mm unter tissue level inseriert, ohne/mit aufgeklicktem Healing Cap Abb.: SDS1.1 Ratschen-Eindrehadapter mit innenliegender Titan-schraube und aufgelaserter Positionsmarkierung
5. Abformung Überprüfen der Osseointegration Dank aufschraubbarem SmartPeg kann die erfolgreiche Osseointegration beim einteiligen SDS1.1 Implantat einfach nach dem Prinzip der Resonanzfrequenzanalyse überprüft werden. (www.osstell.com). Indirekte (offene) Abformung Für die indirekte Abformung darf das Abutment nicht beschliffen werden und gleichzeitig müssen die Implantate möglichst parallel zueinander inseriert sein. In einem ersten Schritt wird die ehemalige Einbringhilfe (hergestellt aus dem Kunststoff Pekkton ) eingekürzt. Dazu einfach den oberen Teil abtrennen, in dem ursprünglich das Healing Cap befestigt war. Die so verkürzte Einbringhilfe funktioniert jetzt als hochretentiver Abformpfosten, der einfach auf das Abutment des SDS1.1 Implantats aufgeklickt wird. Abb.: SDS1.1 SmartPeg für Osstell Mentor TM Direkte (geschlossene) Abformung Falls erforderlich kann das Abutment vor der direkten Abformung beschliffen werden (rotes Winkelstück, Rotringdiamant, maximale Wasserkühlung, druckloses Arbeiten). Anschliessend wird das SDS1.1 Implantat konventionell, analog zum beschliffenen Zahnstumpf (kein Retraktionsfaden, Impregum TM ) mittels irreversiblen elastischen Abformmaterialien, direkt abgeformt. Abb.: SDS1.1 Blick in die direkte Abformung Abb.: SDS1.1 Tools für die indirekte Abformung/Modellherstellung (1) Einbringhilfe mit Halterung für Healing Cap (2) Einbringhilfe wird im oberen Teil gekürzt und als Abformpfosten aufgeklickt (3) Laboranalog (4) Laboranalog auf Abformpfosten zur Modellherstellung aufgeklickt Im nächsten Arbeitsschritt wird die Abformung ausgegossen und das Sägemodell ohne Laboranalog hergestellt. Abb.: SDS1.1 Sägemodell ohne Laboranaloge
Procedere indirekte Abformung: Nach erfolgreicher Osseointegration wird der Abformpfosten aufgeklickt. Der Abformpfosten muss jetzt kontaktfrei innerhalb des Löffels liegen. Sollte das nicht der Fall sein kann der Abformpfosten noch leicht eingekürzt werden, oder es wird ein individueller Abformlöffel hergestellt. Modellherstellung indirekte Abformung Für die Modellherstellung setzt der Zahntechniker das passende Laboranalog auf den in der Abformung verankerten Abformpfosten und klickt das Laboranalog ein. Mit dem so vorbereiteten und mit Abformmaterial beschickten Abformlöffel wird dann die Abformung in der perfekten Position über den Implantaten durchgeführt (kein Retraktionsfaden, Impregum TM ). Nach dem Aushärten des Abformmaterials kann der Abformlöffel mit den fest und präzise im Abformmaterial positionierten Abformpfosten aus dem Mund entnommen werden. Abb.: SDS1.1 - Schematische Darstellung der Modellherstellung nach indirekter Abformung (1) Abformlöffel mit Abformpfosten im Abformmaterial (2) Laboranalog aufgeklickt auf Abformpfosten (3) Abformung mit Gips ausgegossen Anschließend wird die Abformung ausgegossen und das Sägemodell hergestellt. Scanbody Alternativ kann ein Scanbody für intraorale Scans auf das unbeschliffene Abutment aufgeklickt werden. Abb.: SDS1.1 Schematische Darstellung indirekte Abformung (1) Abformpfosten auf Abutment geklickt + Anprobe Abformlöffel (2) Abformung (3) Achsengerechtes Abnehmen der Abformung Provisoriumsherstellung CAVE: Der Abformlöffel sollte möglichst in der Achsenrichtung der Implantate entnommen werden. Hebeln und Drehen dabei unbedingt vermeiden, um die sichere Verankerung der Abformpfosten im Abformmaterial nicht zu gefährden. Abformpfosten und Laboranaloge sollten jeweils nur einmal verwendet werden um schlechte Passungen der prothetischen Arbeit zu vermeiden. Abb.: SDS1.1 Provisoriumsbasis zum Klicken / Schrauben Schnelle und einfache Herstellung eines Provisoriums aus Luxatemp TM über Formteil durch Verwendung der vorgefertigten Provisoriumsbasis. Provisorium kann aufgeklickt, zementiert oder geschraubt werden (Titanschraube/10Ncm).
SDS1.1 Prothetikteile - Friktion anpassen Die Friktion von Healing Cap, Provisorium Cap und Abformpfosten kann bei Bedarf individuell eingestellt bzw. reduziert werden. Im Innenlumen dieser aufklickbaren Produkte befinden sich immer 3 Retentionsnasen (im Bild unten rot markiert). Sollte die Friktion einmal zu gross sein, kann diese einfach mit einem geraden Skalpell durch einfaches Reduzieren der Rententionsnasen angepasst werden.
6. Prothetische Möglichkeiten Generelle Überlegungen SDS1.1 Implantate eignen sich sowohl für festsitzende Kronen- und Brückenversorgungen, als auch für herausnehmbare Locator TM Versorgungen. Indikationen/Kontraindikationen für einteilige SDS1.1 Implantate unbedingt beachten (siehe Kap.: 3). Für obere zentrale Inzisivi, Eckzähne, Molaren und Brückenversorgungen muss immer das 4.6 mm oder 5.4 mm Implantat gewählt werden. Festsitzende prothetische Standard-Versorgung sollte mit Zirkonoxid-Konstruktionen erfolgen. Prothetik muss immer passiviert/absolut spannungsfrei sitzen und darf keine Friktion auf dem Abutment aufweisen. Zementierung mit Glasionomerzement (Ketac TM Cem) kombiniert optimale Langzeitstabilität mit guter Biokompatibilität. Prothetische Versorgung von Patienten mit Bruxismus/Parafunktionen etc. mit Hochleistungskunststoff, z.b. PEEK (Polyetheretherketon). Allgemein wird die equigingivale ( tissue-level ) Implantat-Positionierung präferiert. Einerseits wird dies als die beste biologische Variante angesehen (Weichgewebsstützung und ausformung, Einhalten der biologischen Breite, etc.), andererseits führt es zu einer optimierten Kraftverteilung der Kaudrücke auf die einzelnen Komponenten (Implantat, Abutment und Krone).
a) SDS1.1 Unbeschliffenes Abutment mit zementierter Krone/Brücke Abb.: SDS1.1 Vorbereitet zur direkten Abformung Abb.: SDS1.1 Festsitzende Versorgung auf unbeschliffenem Abutment zementiert; weisser Pfeil zeigt auf das in die Krone zirkulär eingearbeitete Zementschloss (blau) Das SDS1.1 Abutment kann bei Bedarf einfach intraoral beschliffen werden (rotes Winkelstück, Rotringdiamant, maximale Wasserkühlung, druckloses Arbeiten) um Angulationen oder Scalopierungen individuell zu gestalten. Sowohl das nicht modifizierte, als auch das durch Beschleifen modifizierte SDS1.1 Abutment bildet eine geeignete Basis für Standard-Versorgung mit zementierter Krone/ Brücke. Bei unbeschliffenem Abutment ist sowohl die direkte, als auch die indirekte Abformung möglich, bei beschliffenem Abutment ist nur die direkte Abformung möglich. Zementierung mit Glasionomerzement (Ketac TM Cem) kombiniert optimale Langzeitstabilität mit guter Biokompatibilität. Die in das Abutment eingearbeitete Rille erlaubt das Anfertigen eines Zement-schlosses um die langfristig sichere Zementierung sicherzustellen. Hierzu wird vom Zahntechniker an der korrespondierenden Stelle der Krone eine zirkuläre Rille eingearbeitet. Abb.: SDS1.1 Modell ohne Laboranalog Abb.: SDS1.1 Zirkonoxidbrücke individuell verblendet Abb.: SDS1.1 Zirkonoxidbrücke mit Ketac TM Cem zementiert
b) SDS1.1 Mesio-Abutment bei tiefer Insertion Bei tiefer Insertion oder bei hoher Kronenlänge kann die Abutmenthöhe durch das Aufsetzen eines Mesio-Abutments erhöht werden. Dies ist ein Abutment, das auf dem Pfosten des SDS1.1- Implantates zementiert und verschraubt wird. Der Zahntechniker verwendet dafür auf dem Laboranalog die Titanschraube ohne Zement. Der Zahnarzt zementiert dieses Abutment mit GIZ und verschraubt zusätzlich mit der Goldschraube. Dieses Abutment enthält bereits einen Rand, welches zusätzlich vom Zahntechniker präpariert werden kann. Auch Divergenzen in der Einschub-richtung können mit diesem Mesio- Abutment korrigiert werden. Abb.: SDS1.1 linkes Implantat auf tissue-level ohne Mesio- Abutment/Mesio-Abutment/rechtes Implantat auf bone-level mit Mesio-Abutment Abb.: SDS1.1 Implantat ohne Mesio-Abutment/Mesio- Abutment/Implantat mit Mesio-Abutment
c) Locator TM -Abutment Das Locator TM -Abutment ist für die indirekte Abformung mit Hilfe des Abformpfostens konzipiert. Die Abzugskraft der Matrize kann durch einfachen Austausch des Retentionseinsatzes variiert werden. Es sollten immer mindestens 4 Locator TM Implantate pro Kiefer verwendet werden. Trapezförmige Abstützung ist zu beachten. SDS empfiehlt die Verwendung von metallfreien Novaloc TM Kunststoffmatrizen. Es stehen unterschiedliche Retentionseinsätze zur Verfügung (rot 300 g / weiss 750 g / gelb 1200 g / grün 1650 g / blau 2100 g / schwarz 2550 g). Bitte beachten Sie die entsprechende Arbeitsanleitung des Herstellers Valoc (www.valoc.ch). Abb.: Novaloc TM - metallfreie Kunststoffmatrize Abb.: Novaloc TM - Produktsortiment Abb.: Novaloc TM - metallfreie Kunststoffmatrize Abb.: herausnehmbare Prothese auf metallfreien Novaloc TM Matrizen Kreuzlingen 15. Januar 2016