Komprimieren von Bildern



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Transkript:

Komprimieren von Bildern Weshalb komprimiert man Bilder? Internet-Browser können lediglich eine begrenzte Zahl von Bilddateien lesen: Dies sind die Formate.gif,.jpg und.png. Man kann Bilder jedoch in einer Vielzahl von Dateiformaten speichern. Die am häufigsten genutzten Formate sind das Format.bmp und das Format.tif. Beide bieten eine große Bildqualität, nehmen allerdings auch viel Speicherplatz ein (gemessen in KB - Kilobytes). Wenn Sie ein Bild im Format.bmp (Bitmap) oder.tif vor sich haben und es auf Ihre Website setzen wollen, müssen Sie es notwendigerweise komprimieren. Dies bedeutet, ein Bild in einem anderen Format als.bmp oder.tif zu speichern. Dadurch kann das Bild dann einerseits vom Internet-Browser gelesen werden und nimmt andererseits weniger Speicherplatz ein. Achtung! Sie haben sicherlich vom Dateikomprimieren mit Hilfe der Software-Programme Winzip (für PCs) oder Stuffit Expander (für Macintosh) gehört. Diese Programme dienen vor allem dazu, eine bestimmte Zahl von Dateien in einem komprimierten Ordner zusammenzufassen, um sie anschließend per E-Mail zu verschicken. Man kann so beispielsweise ein Dokument von 45 KB, ein Dokument von 100 KB und ein Dokument von 200 KB (insgesamt 345 KB) versenden. Mit Winzip oder Stuffit Expander werden die drei Dokumente in ein einziges Dokument zusammengepackt und gleichzeitig komprimiert. Letztlich verschicken Sie anstelle der 3 Dokumente ein einziges Dokument, das kleiner als 345 KB ist. Dieses Komprimieren (.zip) hat nichts mit dem Komprimieren von Bildern zu tun, um diese im Internet verwenden zu können! Qualitätsverlust: Der Übergang von einem nicht komprimierten zu einem komprimierten Format bringt notwendigerweise einen Qualitätsverlust der Bilder mit sich. Aus diesem Grund führt man zunächst am noch nicht komprimierten Format alle gewünschten Veränderungen durch. Erst dann speichert man das Bild in einem für das Internet geeigneten Format (.gif,.jpg,.png). Mit Unterstützung der Europäischen Union

Komprimieren von Bildern Anmerkung: Jedes Bildbearbeitungsprogramm (wie Photoshop ) bietet die Möglichkeit, ein Bild zu komprimieren. Die Befehle sind meist Speichern als, Speichern unter oder Exportieren. Verschiedene Arten des Bildkomprimierens Bilddateien nehmen häufig viel Speicherplatz ein (gemessen in KB). Dies macht sie für das Internet ungeeignet. Das Laden der Datei würde zu lange dauern (denken Sie an die Zeit, um ein 10 Megabyte großes Bild zu laden und dies bei einer Verbindung von 3 bis 4 Kilobyte/Sekunde...). Man hat sich entsprechend sehr schnell darum bemüht, Bilddateiformate zu verwenden, die kleinere Dateien hervorbringen. Es gibt verschiedene Methoden, kleinere Bilddateien zu erhalten. Alle Methoden basieren auf einem Komprimieren der zu übermittelnden Daten. Die Methoden können in zwei große Kategorien unterteilt werden: - Komprimieren der Dateien ohne Datenverlust (hiervon wird abgeraten, wenn die Bilder für das Internet bestimmt sind). - Komprimieren der Dateien mit Datenverlust. Diese Kategorie des Komprimieren führt zu sehr guten Ergebnissen, bringt jedoch unweigerlich eine Veränderung der Ursprungsdaten mit sich. Beide Methoden werden gleichermaßen genutzt, um Bilddateien für das Internet zu komprimieren. Sie bestimmen die im Internet am häuftigsten genutzten Formate: Die Formate GIF und JPEG. Das Format GIF Das Format GIF (Graphic Interchange Format) wurde Ende der 80er Jahre von CompuServe speziell für die Verbreitung im Netzwerk entwickelt. Das Format ist seither einer der wichtigsten Bildstandards für Bilder im Internet. Jedes Bild im GIF-Format hat einen sogenannten Index. Dies bedeutet, dass jedem GIF-Bild eine Farbpalette von maximal 256 Farben zugeordnet ist. Es gibt zwei unterschiedliche GIF-Versionen: GIF87a und GIF89a. Die erste Version erlaubt einen Interlaced-Modus (Erklärung: Im Interlaced-Modus gespeicherte GIF-Dateien werden nicht linienweise von oben nach unten auf dem Bildschirm aufgebaut, sondern beginnen mit einer groben Auflösung, um dann immer detaillierter dargestellt zu werden). Die zweite GIF-Version fügt die Optionen Transparenz und Animation hinzu... Die Option Transparenz ermöglicht es, ein Bild zu speichern und seine transparenten Bereiche beizubehalten. Was die Option Animation anbelangt, haben Sie sicherlich bereits von GIF-Animationen gehört: Es handelt sich um eine Bilddatei, in der das Bild nicht feststeht, sondern sich im Zeitverlauf bewegt. Um eine GIF-Animation zu erstellen, benötigt man spezielle Software-Programme wie Animation Shop oder GIF Animator (siehe hierzu die Ausbildungseinheit Animierte GIFs). Die meisten Software-Programme zum Retouchieren von Bildern und/oder auch Grafikprogramme bieten heutzutage die Optionen Interlaced-Modus und Transparenz. Allgemein nutzt man das Format GIF vor allem für Grafiken oder Zeichnungen, anders gesagt für Bilder mit wenig oder ganz ohne Farbabstufungen. Seite 2

Komprimieren von Bildern Wie funktioniert das Komprimieren im Format GIF? Das Format GIF kodiert ein Bild in Linien. Übersetzt würde dies Folgendes ergeben: Zeile 1: 348 Pixel rot, dann 12 Pixel braun, dann 625 Pixel gelb; Zeile 2: 655 Pixel weiß... Es ist nun offensichtlich, dass ein Bild mit großen einfarbigen Flächen im Format GIF einfach komprimiert werden kann. Das Format JPEG Im Gegensatz zum Format GIF besteht das Format JPEG (Joint Photographic Expert Group) aus Tausenden oder Millionen von Farben. Ein Komprimieren führt zu einem Datenverlust und bringt unweigerlich eine Veränderung des Originalbildes mit sich. Dem Problem kann man (teilweise) dadurch begegnen, dass JPEG ein variables Komprimieren (stark, mittel, gering...) zulässt. Die Qualität des komprimierten Bildes kann je nach seinem Verwendungszweck gewählt werden. Allerdings steht man unweigerlich vor der Entscheidung zwischen entweder einer guten Qualität oder einer kleinen Bilddatei (gemessen in KB). Webmaster müssen hier häufig einen Kompromiss finden. Wenn Ihr JPEG-Bild so klar wie möglich sein soll, entscheiden Sie sich für ein geringes oder mittleres Komprimieren. Umgekehrt sollten Sie ein starkes Komprimieren wählen, wenn Sie keine besonders gute Bildqualität benötigen. Im Gegensatz zum Format GIF bietet das Format JPEG weder die Option Transparenz noch die Option Animation. Dafür kann man ein JPEG-Bild schrittweise anzeigen lassen (man spricht vom JPEG-Progressiv). Wie funktioniert das Komprimieren im Format JPEG? Das Format JPEG komprimiert ein Bild, indem es nach ähnlichen Vierecken sucht, die 8x8 Pixel groß sind. Anschließend wird ein Referenzviereck für jede Kategorie von Vierecken geschaffen, das für jedes ähnliche Viereck verwandt wird. Die vorausgesetzte Mindestähnlichkeit der Vierecke bestimmt, wie stark das Bild komprimiert wird. Außerdem gilt: Je größer ein Bild ist, desto mehr gewinnt man durch dessen Komprimieren. Das Format eignet sich besonders gut für Fotos und Bilder mit vielen Farbübergängen (Aquarelle...). Das Format PNG Das Format PNG (Portable Network Graphics) ist ein neueres Format. Es erscheint jedoch langsam auf den Websites und findet bei den Internetnutzern mehr und mehr Beachtung. PNG basiert auf der Methode eines Komprimierens ohne Datenverlust. Alle Details eines Bildes werden ohne Qualitätsverlust erhalten. Es weist so Ähnlichkeiten mit dem Format GIF auf. Daneben ist das Komprimieren besonders leistungsstark und ähnelt somit der Methode JPEG. PNG ermöglicht die Optionen Interlaced-Modus und Transparenz, nicht jedoch die Option Animation. Gegenwärtig wird zunehmend die Verwendung des Formats PNG empfohlen, da es seit einiger Zeit heißt, dass CompuServe sein Format GIF nicht mehr kostenlos anbieten will. Die Nutzung des Formats GIF ist jedoch so weit verbreitet, dass dies schwierig erscheint. Seite 3