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Transkript:

Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte-Infusionslösung 2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung 1000 ml Infusionslösung enthalten: Tyrosin 0,14 g Isoleucin 1,75 g Leucin 2,59 g Lysinhydrochlorid 2,885 g (= Lysin 2,31 g) Methionin 1,505 g Phenylalanin 1,785 g Threonin 1,54 g Tryptophan 0,70 g Valin 2,17 g Arginin 4,20 g Histidin 1,05 g Alanin 4,90 g Glycin 3,85 g Prolin 3,92 g Serin 2,275 g Taurin 0,35 g Glucose-Monohydrat 55,0 g (= 50 g wasserfreie Glucose) Natriumchlorid 1,169 g Calciumchlorid Dihydrat 0,294 g (= 0,222 g Calciumchlorid, wasserfrei) Magnesiumchlorid Hexahydrat (= 0,286 g Magnesiumchlorid, wasserfrei) 0,61 g Zinkchlorid 0,00545 g Natriumglycerophosphat-Pentahydrat (= 3,241 g Natriumglycerophosphat, wasserfrei) 4,592 g Kaliumhydroxid (=1,68 g Kaliumhydroxid, wasserfrei) 1,98 g Elektrolyte Na + 50 mmol/l K + 30 mmol/l Ca ++ 2 mmol/l Mg ++ 3 mmol/l Zn ++ 0,04 mmol/l Cl - 46,7 mmol/l Glycerophosphat -- 15 mmol/l Gesamtaminosäuren: 35 g/l Gesamtstickstoff: 5,75 g/l Gehalt an Kohlenhydraten: 50 g Glucose/l Gesamtenergie: 1428 kj/l (= 340 kcal/l) Nicht-Eiweißenergie: 840 kj/l (= 200 kcal/l) Titrationsazidität: 33,7 mmol NaOH/l Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1. 3. Darreichungsform Infusionslösung Die Lösung ist klar und farblos bis leicht gelb. ph-wert: 4,5-5,5 theoret. Osmolarität: ca. 768,54 mosmol 4. KLINISCHE ANGABEN 4.1 Anwendungsgebiete

Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte ist indiziert, wenn eine parenterale Zufuhr von Aminosäuren, Elektrolyten und Glucose für erwachsene Patienten erforderlich und eine orale oder enterale Ernährung nicht möglich, unzureichend oder kontraindiziert ist. 4.2 Dosierung und Art der Anwendung Dosierung Zur kontinuierlichen periphervenösen Anwendung. Die Tagesdosis richtet sich nach dem individuellen Flüssigkeitsbedarf. Maximale Tagesdosis: 40 ml Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte pro kg Körpergewicht (KG) = 1,4 g Aminosäuren/kg KG sowie 2,0 g Glucose/kg KG. Maximale Infusionsgeschwindigkeit: 1,7 ml Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte pro kg KG und Stunde = 0,06 g Aminosäuren/kg KG und Stunde sowie 0,085 g Glucose/kg KG und Stunde. Falls dieses Arzneimittel ohne zusätzliche Nahrungszufuhr verabreicht wird, kann Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte bei Patienten in befriedigendem bis gutem Ernährungszustand und leichter bis mittelschwerer Katabolie bis zu einer Woche angewendet werden. Art der Anwendung Zur kontinuierlichen periphervenösen Anwendung. 4.3 Gegenanzeigen Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte ist in folgenden Situationen kontraindiziert: Schock, Hypoxie, Hyponatriämie, Hyperkaliämie, Aminosäurenstoffwechselstörungen, Niereninsuffizienz, fortgeschrittene Leberinsuffizienz und insulinrefraktäre Hyperglycämie, die einen Einsatz von mehr als 6 Einheiten Insulin/Stunde erforderlich macht. Neugeborene, Säuglinge, Kinder unter 12 Jahre oder mit einem Körpergewicht unter 40 kg. Allgemeine Kontraindikationen für eine Infusionstherapie: Akute Lungenödeme Hyperhydratationszustände Dekompensierte Herzinsuffizienz Hypotone Dehydratation Instabile Zustände (z.b. schwere posttraumatische Zustände, dekompensierter Diabetes mellitus, akuter Myokardinfarkt, metabolische Acidose, schwere Sepsis und hyperosmolares Koma). 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung Die Serum-Ionogramme, die Wasserbilanz, die Nierenfunktion und der Blutzuckerspiegel sind regelmäßig zu kontrollieren. Im Allgemeinen können bei periphervenöser Infusion Reizung der Venenintima und Thrombophlebitis auftreten. Um das Risiko einer Venenreizung zu minimieren, wird empfohlen, die Punktionsstelle täglich zu kontrollieren. Die Wahl der periphervenösen bzw. der zentralvenösen Applikation hängt von der Osmolarität der zu infundierenden Mischlösung ab. Die allgemein anerkannte Obergrenze für die periphervenöse Infusion beträgt 800 mosmol/l, hängt jedoch vom Alter und vom allgemeinen Zustand des Patienten sowie von der Beschaffenheit der peripheren Venen ab. Fettemulsionen, Vitamine, zusätzliche Elektrolyte und Spurenelemente sind nach Bedarf zu verabreichen. Im Falle einer vorliegenden Hypokaliämie und/oder Hyponatriämie sollte gleichzeitig eine adäquate Menge an Kalium und/oder Natrium verabreicht werden. Aminosäurenlösungen können einen akuten Folatmangel begünstigen, daher sollte täglich Folsäure gegeben werden. Vorsicht ist geboten bei der Infusion größerer Flüssigkeitsmengen bei Patienten mit Herzinsuffizienz. 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen Bis heute sind keine Wechselwirkungen bekannt. Zu Inkompatibilitäten siehe Abschnitt 6.2. 4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit Mit Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte wurden weder Studien zur Fertilität noch Studien an schwangeren oder stillenden Frauen durchgeführt, um die sichere Anwendung von Aminoven 3,5 % Glucose/Elektrolyte in der Schwangerschaft und Stillzeit zu untersuchen. Klinische Erfahrungen mit vergleichbaren parenteralen Aminosäurenlösungen haben jedoch keine Hinweise auf ein Risiko für Schwangere und Stillende ergeben. Eine Nutzen/Risiko-Abwägung sollte vor einer Verabreichung von Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte während Schwangerschaft und Stillzeit erfolgen. 4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen Nicht zutreffend. 4.8 Nebenwirkungen Eine periphervenöse Infusion kann Irritationen an der Einstichstelle und eine Thrombophlebitis hervorrufen. Allergische Reaktionen gegenüber einem der Inhaltsstoffe von Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte können

auftreten. Erkrankungen des Immunsystems Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Häufigkeit: Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Allergische Reaktion Häufigkeit: Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Irritationen an der Injektionsstelle, Thrombophlebitis Die Inzidenz von Irritationen an der Einstichstelle und einer Thrombophlebitis kann sich erhöhen, falls Aminoven 3,5% Glucose/ Elektrolyte über einen längeren Zeitraum peripher verabreicht wird. Das Risiko einer Thrombophlebitis erhöht sich auch bei steigender Osmolarität der infundierten Lösung. Die Osmolarität von Aminoven 3,5% Glucose/ Elektrolyte beträgt 769 mosmol/l. Nebenwirkungen, die aufgrund einer Überdosierung auftreten (siehe Abschnitt 4.9 Überdosierung ) sind im Allgemeinen reversibel und gehen nach Beendigung der Therapie zurück. Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5 1200 Wien Österreich Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/ 4.9 Überdosierung Bei Überdosierung oder zu schneller Infusion von Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte kann es, wie bei allen Aminosäurenlösungen, zu Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen sowie zu erhöhten renalen Aminosäurenverlusten kommen. Falls Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte überdosiert wird, kann es zu Überwässerungszuständen, Hyperglycämie und Elektrolytstörungen kommen. Die Infusion ist in diesem Fall sofort abzusetzen oder gegebenenfalls mit reduzierter Dosis fortzusetzen. Es gibt kein spezifisches Antidot bei einer Überdosierung. Die Infusion sollte in solchen Fällen sofort beendet werden. Notfallmaßnahmen sollten generell als unterstützende Behandlung dienen, unter besonderer Berücksichtigung des Atmungs- und Herz-Kreislauf-Systems. Eine engmaschige Kontrolle biochemischer Parameter ist notwendig und Abweichungen sind entsprechend zu behandeln. 5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften Pharmakotherapeutische Gruppe: Aminosäuren-Lösung zur parenteralen Ernährung ATC Code: B05B A01 Alle in Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte enthaltenen Aminosäuren sind natürlich vorkommende, physiologische Verbindungen. Parenteral verabreichte Aminosäuren erreichen, wie alle aus der Aufnahme und der Assimilation von Nahrungsproteinen stammende Aminosäuren, den Körperpool freier Aminosäuren und alle nachfolgende Stoffwechselwege. Glucose wird als Energieträger von nahezu allen Geweben metabolisiert. Nach der Phosphorylierung fließt Glucose in den Stoffwechselzyklus der Glycolyse. Die Verstoffwechselung von Glucose als Energiesubstrat oder als Vorstufe endogener Synthesen ist allgemein bekannt. Die in Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte enthaltenen Elektrolyte sind unabdingbar für die Aufrechterhaltung und Korrektur der Flüssigkeits- und Elektrolythomöostase. Das Spurenelement Zink hat verschiedene physiologische Funktionen im Organismus. 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften Die in Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte enthaltenen Aminosäuren gelangen in den Plasmapool der entsprechenden freien Aminosäuren, verteilen sich aus dem intravaskulären Raum in der interstitiären Flüssigkeit und, für jede einzelne Aminosäure individuell gesteuert, nach Bedarf im Intrazellulärraum verschiedener Gewebe. Die Konzentrationen freier Aminosäuren im Plasma und im Intrazellulärraum werden innerhalb enger Grenzen, in Abhängigkeit vom Alter, Ernährungszustand und metabolischen Zustand des Patienten, reguliert. Bilanzierte Aminosäurenlösungen wie Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte verändern den physiologische Aminosäurenpool nicht signifikant, sofern sie kontinuierlich und langsam infundiert werden. Nur bei deutlich eingeschränkter Regulationsfunktion wichtiger Stoffwechselorgane, wie z.b. Leber oder Niere, sind charakteristische Änderungen des Aminosäurenprofils im Plasma zu erwarten. In solchen Fällen ist ggf. die Verabreichung speziell zusammengesetzter Aminosäurenlösungen zur Wiederherstellung der Homöostase zu empfehlen.

Beim Gesunden wird der Blutzuckerspiegel durch Insulin reguliert und im Normbereich gehalten. Insulin erleichtert die Passage von Glucose durch die Zellmembran sowie andere homöostatische Abläufe. Aufgrund der metabolischen Situation weisen parenteral ernährte Patienten häufig eine limitierte Glucosetoleranz auf; in solchen Fällen kann eine Insulinsubstitution notwendig werden. Die Verteilung der Elektrolyte wird durch intra- und extrazelluläre Konzentrationen von spezifischen Ionen reguliert. Nur ein geringer Anteil der infundierten Aminosäuren wird über die Nieren ausgeschieden. Für die Mehrzahl der Aminosäuren sind Plasma-Halbwertszeiten zwischen 10 und 30 Minuten gemessen worden. Die Elimination von Elektrolyten ist abhängig vom Bedarf des Patienten sowie von seiner metabolischen Situation und Nierenfunktion. Beim Gesunden wird Glucose praktisch nicht renal eliminiert. In pathologischen Stoffwechselsituationen wird bei Überschreiten der maximalen tubulären Reabsorptionskapazität (180 mg/100 ml bzw. 10 mmol/l) Glucose auch über die Nieren ausgeschieden. 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit Präklinische Toxizitätsdaten, die für einzelne Aminosäuren verfügbar sind, sind auf eine Aminosäurenmischung wie Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte nicht übertragbar. Mit Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte sind keine präklinischen Toxizitätsstudien durchgeführt worden. In Studien mit vergleichbaren Aminosäurenlösungen konnten jedoch keine toxischen Effekte festgestellt werden. Von Glucose sind bisher keine toxischen Effekte im Rahmen einer parenteralen Ernährung berichtet worden und sind auch nicht zu erwarten, da Glucose eine physiologische Substanz und ein ubiquitär vorkommender Nährstoff ist. Die in Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte enthaltenen Elektrolyte sind ebenfalls physiologische Verbindungen, die der Organismus zur Homöostase benötigt. Eine Toxizität ist bisher nicht berichtet worden und ist auch nicht zu erwarten, sofern die Elektrolyte gemäß dem individuellen Bedarf supplementiert werden. 6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN 6.1 Liste der sonstigen Bestandteile Acetylcystein Äpfeläure Wasser für Injektionszwecke 6.2 Inkompatibilitäten Durch Hinzufügen von polyvalenten Kationen, z.b. Calcium, können insbesondere in Kombination mit Heparin, Inkompatibilitäten auftreten. Anorganisches Phosphat sollte nicht hinzugefügt werden wegen einer möglichen Ausfällung von Calciumund Magnesiumphosphat. Aufgrund der erhöhten Gefahr einer mikrobiellen Kontamination sowie der Inkompatibilität, sollten aminosäurehalten Lösungen wie Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte keine Medikamente zugesetzt werden. Ist der Zusatz anderer Nährstoffe notwendig, siehe Abschnitt 6.3. c), 6.4. und 6.6. 6.3 Dauer der Haltbarkeit a) des Fertigarzneimittels im unversehrten Behältnis: 1 Jahr b) des Fertigarzneimittels nach Anbruch des Behältnisses: Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte sollte nach Anbruch des Behältnisses mit Hilfe von sterilen Überleitungsgeräten sofort verwendet werden. Nicht verbrauchte Lösung ist zu verwerfen. c) des Fertigarzneimittels nach Mischen mit anderen Komponenten: Im Allgemeinen können Infusionslösungen zur vollständigen parenteralen Ernährung nach dem Mischen mit anderen Komponenten maximal 24 Stunden bei 2 8 C gelagert werden, falls keine längere Lagerungsdauer geprüft wurde. Siehe Abschnitt 6.4. 6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung Nicht über 25 C lagern. Das Behältnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht einfrieren. Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung nach Mischen mit anderen Komponenten: Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte kann mit anderen Nährlösungen, wie z.b. Fettemulsionen, Kohlenhydrat- oder Elektrolytlösungen unter aseptischen Bedingungen gemischt werden. Chemische und physikalische Stabilitätsdaten sind für eine Reihe von Mischlösungen, die bis zu 7 Tage bei 4 8 C gelagert wurden, beim Hersteller auf Anfrage erhältlich. Aus mikrobiologischer Sicht sind Infusionslösungen zur vollständigen parenteralen Ernährung, die unter unkontrollierten und unvalidierten Bedingungen zubereitet wurden, sofort zu verwenden. Falls diese nicht

sofort verabreicht werden, übernimmt der Anwender nach Anbruch des Behältnisses die Verantwortung für die Lagerungsdauer und die Lagerungsbedingungen des Arzneimittels bis zur Anwendung. Normalerweise sollte die Mischlösung nicht länger als 24 Stunden bei 2 8 C aufbewahrt werden, es sei denn, die Zubereitung erfolgte unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen. 6.5 Art und Inhalt des Behältnisses 500 ml bzw. 1000 ml Glasflasche. Typ II, farbloses Glas, Gummiverschluss, Aluminiumkappe und Umkarton. Packungsgrößen: 10 x 500 ml Glasflasche 6 x 1000 ml Glasflasche, 1 x 500 ml Glasflasche (Musterpackung) 6.6 Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung Nach Anbruch der Flasche ist die Lösung sofort zu verwenden. Nur zur einmaligen Anwendung. Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr verwenden! Nur klare, partikelfreie Lösungen in unversehrten Behältnissen verwenden. Nicht verwendete Lösungen sowie nach der Infusion verbleibende Restmengen sind zu verwerfen. Aufgrund des erhöhten Risikos einer mikrobiellen Kontamination sowie aufgrund von Inkompatibilitäten, sollten aminosäurehaltigen Lösungen keine anderen Medikamente zugesetzt werden. Ist im Rahmen einer vollständigen parenteralen Ernährung der Zusatz anderer Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fettemulsionen, Elektrolyte, Vitamine oder Spurenelemente zu Aminoven 3,5% Glucose/Elektrolyte notwendig, so ist auf hygienisch einwandfreies Zuspritzen, eine gute Durchmischung und vor Allem auf die Kompatibilität zu achten. Kompatibilitätsdaten sind für eine Reihe von Mischlösungen beim Hersteller erhältlich. 7. Inhaber der Zulassung Fresenius Kabi Austria GmbH Hafnerstraße 36 A-8055 Graz Austria 8. Zulassungsnummer 1 23480 9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung 31. Jänner 2000 / 6. Jänner 2009. 10. Stand der Information Jänner 2015 Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig.