Pflegetipps rund um den Rasen



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Transkript:

Pflegetipps rund um den Rasen Machen Sie Ihrem Rasen Beine! Damit Sie auch in diesem Sommer von einer Rasenfläche reden können (und nicht von einer Moosfläche), sollten Sie im Frühjahr Ihren Rasen vertikutieren und/oder aerifizieren! Beim Vertikutieren holen Sie das gesamte Moos aus Ihrer Rasenfläche. Ein Tipp: Streuen Sie ca. 10 Tage vor dem Vertikutieren den gesamten Rasen gleichmäßig mit Eisensulfat. Durch das Eisensulfat stirbt das Moos ab (es wird schwarz!) und beim Vertikutieren kann das Moos leichter durch den Vertikutierer entfernt werden. Beim Aerifizieren bohren Sie mit der entsprechenden Maschine in den ganzen Rasen ca. 8 cm tiefe Löcher. Dies führt zu einer schnelleren Trocknung der Rasenfläche und somit kann das Moos schlechter nachwachsen. Wichtig: Sie sollten nicht direkt bei den ersten Sonnenstrahlen den Rasen bearbeiten, da dieser von dem nassen Herbst und Winter noch sehr feucht ist. Nachdem die Rasenfläche vertikutiert und/oder aerifiziert wurde, muss natürlich das gesamte Material abgeharkt und entfernt werden. Sinnvoll ist es auch, auf dem ganzen Rasen eine dünne Schicht (max. 1 cm!) Sand gleichmäßig zu verteilen, damit die Freiräume (wo vorher das Moos war) geschlossen sind. Vergessen Sie das Nachsäen nicht, denn dadurch erhalten Sie wieder eine geschlossene Rasenfläche! Falls Sie Fragen zum Vertikutieren oder Aerifizieren haben, rufen Sie uns an. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung! Natürliche Schönheit kommt von innen! Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehört die regelmäßige Düngung! Hierdurch werden die Nährstoffe ersetzt, die im Laufe des Jahres durch die Pflanzen und durch Auswaschung dem Boden entzogen werden. Hierbei können Sie zwischen organischem und künstlichem Dünger wählen. Bei organischem Dünger, z.b. Hornspäne, handelt es sich meistens um einen Langzeitdünger. Das heißt, dass der Dünger sich langsam auflöst und die Nährstoffe der Pflanzen länger zur Verfügung stehen. Die künstlichen Dünger, z.b. Blaukorn (Nitrophoska) lösen sich in Wasser schnell auf und sind in großen Mengen sofort pflanzenverfügbar. Hierbei besteht die Gefahr, dass bei zu hoher Dosierung des Düngers die Nährstoffe ausgewaschen werden. Wichtig: künstliche Dünger lieber öfter, dafür in kleineren Mengen dosieren. Sie können die Anreicherung von Nährstoffen durch die Einarbeitung von Kompost ergänzen. Der Kompost lockert nach anschließendem Einarbeiten den Boden auf. Pflege für den neu angelegten Rasen Dünger Warum wird gedüngt? Dem Rasen wird durch das Mähen ständig Biomasse entzogen, und damit Nährstoffe. Diese Nährstoffe müssen ihm wieder durch Düngung zugeführt werden. Zum ersten, um eine saftig grüne Farbe und eine dichte belastbare Grasnarbe zu erhalten und zum Zweiten, um Rasenunkräuter zu verdrängen. Die Rasenunkräuter können

sich in nährstoffarmen Situationen besser behaupten, bleiben so niedrig, dass sie nicht vom Mäher erfasst werden. Durch Düngung, und angeregt durch das Graswachstum (Lichtkonkurrenz), wachsen die Wildkräuter in die Höhe, und können so vom Rasenmäher erfasst und letztlich ausgerottet werden. Wann wird gedüngt? Die Frage, wann gedüngt wird, lässt sich nur in Zusammenhang mit der Nutzung und der damit verbundenen Häufigkeit der Düngegaben klären. Eine selten benutzte Rasenfläche, auf der Wildkräuter wie Gänseblümchen u.a. erwünscht sind, wird zur Erhaltung im Oktober gedüngt. Wie oft wird gedüngt? Will man den Rasen nur einmal im Jahr düngen, dann sollte man das im Oktober tun. Besser sind allerdings zwei Düngergaben im Juni und nochmals im Oktober. Handelt es sich um einen stark beanspruchten Gebrauchsrasen, düngt man im Frühjahr, wenn die Gräser ihren höchsten Nährstoffbedarf haben. Im Sommer nochmals, um eine gute Regeneration zu unterstützen und schließlich im Spätherbst, damit der Rasen Kraftreserven für das Frühjahr hat. Intensiv genutzte Sportrasen können bis zu 5 Düngungen im Jahr bekommen. Welche Dünger gibt es? Im Handel werden jede Menge von Rasendünger Arten angeboten. Die rein mineralischen, leicht wasserlöslichen Dünger, z.b. Blaukorn, wirken schnell. Sie sind aber vorsichtig zu dosieren, dass es nicht zu Verbrennungen und Auswaschungen kommt. Ja, man kann sogar sagen, dass Rasen besonders empfindlich auf hohe Stickstoffgaben reagiert. Die Gräser werden schwammig und vertragen keine hohen Belastungen mehr. Daher sollte man Rasendünger mit Depotwirkung wählen. Die organischen Dünger geben ihre Nährstoffe langsam ab. Verbrennungen durch falsche Dosierung kommen fast nie vor. Die Nährstoffe werden auch vollständig vom Rasen aufgenommen, also nicht ausgewaschen. Mit ihnen gelangt Humus in den Boden. Ein Nachteil mag ihr hoher Preis sein. Eine weitere Gruppe von Rasendüngern sind die synthetischen - organischen Dünger. Hier liegt der Stickstoff in organischer Form vor, und kann somit auch nicht schnell ausgewaschen werden. Er steht den Rasen aber auch nicht sofort zu Verfügung. Wie wird gedüngt? Wenn es regnet oder Regen erwartet wird streut man auf kleinen Flächen den Dünger breitwürfig aus. Das hat den Vorteil, dass die Gefahr von Verbrennung gering ist und eine Wirkung schnell eintreten kann. Auch hier findet bei mittelgroßen Flächen oder bei wenig Erfahrung mit dem Streuen von Hand der Streuwagen Anwendung. Pflegeanleitung für Rasenflächen Pflege von Rasenflächen Die Pflege eines Rasens erfordert eine Reihe von Maßnahmen. Je nach Anforderung die an den Rasen gestellt wird handelt es sich um Mähen, Düngen, Wässern, Belüften, Senkrechtschneiden sowie die Bekämpfung von Krankheiten, Schädlingen und unerwünschtem Fremdartenbesatz.

Mähen Ein Rasen sollte regelmäßig gemäht werden. Unterbleibt das Mähen, entwickelt sich eine Wiese mit Hochwerdenden Gräsern und Kräutern. Eine Benutzung durch regelmäßiges Betreten ist dann jedoch nicht möglich, weil sich im hohen Gras keine belastbare Grasnarbe ausbildet. Die Häufigkeit des Mähens hängt in erster Linie von der geplanten Benutzung ab. Wird seltener gemäht muss anschließend das Mähgut entfernt werden. Abrechen muss man immer dann, wenn das Mähgut Klumpen oder Schwaden bildet. Es ist nützlicher einmal öfter zu mähen um nicht abrechen zu müssen. Sind Blumenzwiebeln im Rasen, mäht man erstmals im Juni und hält den Rasen von da ab kurz. Je nach Witterungsverlauf muss eventuell schon im März mit dem Mähen begonnen werden, sonst im April. Der letzte Schnitt muss im Herbst unbedingt abgerecht werden. Auch das von den Bäumen abgefallene Laub muss entfernt werden. Schnitthöhe ca. 4-8cm. Düngen In einem gut ernährten und deshalb dichten Rasen finden Unkräuter weniger Möglichkeit sich zu entfalten. Wird nicht oder nur wenig gedüngt, so kann sich kein unkrautfreier und saftig grüner Rasen entwickeln. Häufigkeit und Menge hängen wieder stark von den Anforderungen ab. Es wäre falsch, auf selten benutzten Flächen viel zu düngen, mit dem Erfolg, dann auch viel mähen zu müssen. Hier wird nur gedüngt, um den Rasen zu erhalten. Auf stark benutzten Spiel-, und Liegewiesen ist eine regelmäßige Düngung jedoch unerlässlich. Eine Düngung im Oktober oder Anfang November hat sich als besonders wirkungsvoll erwiesen. Das Wurzelwachstum wird angeregt, denn Gräserwurzeln wachsen auch bei Temperaturen von 3-5 Grad. Der Rasen bleibt auch im Winter grün. Eine Frühjahrsdüngung würde einen zu starken Wachstumsschub verursachen, da das Gras im Frühjahr von selbst wächst. Man düngt also erst wenn das natürliche Wachstum im Frühjahr nachzulassen beginnt, ca. Ende Mai -Anfang Juni. Düngt man nur einmal, dann im Oktober. Düngt man zweimal, dann im Oktober und Juni. Aus ökologischen Gründen empfehlen wir organische bzw. organisch-mineralische Dünger, die im Fachhandel problemlos mit Gebrauchsanweisung zu erhalten sind. Wässern Auf lehmigem Boden stirbt eine alte eingewachsene Grasnarbe nur langsam durch Trockenheit ab. Der Rasen wird gelb und später braun, nach einem Regen treibt er aber durch und wird wieder grün. Bei Sandböden und auch bei jungem Rasen ist bei längerer Trockenheit mit Totalausfällen zu rechnen. Wenn man bereit ist, zeitweise einen braunen und später auch etwas struppigeren Rasen hinzunehmen, kann auf normalen Böden auf das Wässern verzichtet werden. Bei Sandböden, auf Spiel-, und Sportrasen muss bewässert werden. Es ist wichtig, dass kräftig und durchdringend gewässert wird. Die Vegetationsschicht sollte mindestens 10cm tief durchfeuchtet werden. Unerwünschte Fremdarten, Unkräuter Die beste vorbeugende Bekämpfung ist durch eine ausgewogene Nährstoffversorgung und den regelmäßigen Schnitt gewährleistet.

Ursachen für Moos im Rasen Nährstoffmangel, dadurch schwaches Rasenwachstum Schatten Bodenverfestigung, Staunässe Beseitigungsmöglichkeiten Belüften mittels Aerifiziergeräten, Einarbeiten von Sand Aufreißen der oberen Schicht mit Vertikutiergerät, Einarbeiten von Sand Düngung Der Rasen in der Keimphase Sobald das Saatgut Wasser erhält (Beregnung, Regenfall) beginnt es zu keimen. In der Regel dauert die Keimphase ca. 2 Wochen. Während dieser Zeit ist der Rasen empfindlich gegenüber Trockenheit und Frost. Sollte die Keimphase in eine heiße Trockenperiode im Sommer fallen, so sollten Sie morgens oder abends täglich den Rasen bewässern, so dass die oberste Schicht ständig etwas feucht gehalten wird. Zuviel Nässe wirkt der Entwicklung einer geschlossenen Rasendecke entgegen. Bei normalen Witterungsverhältnissen mit gelegentlichen Regenfällen muss kaum gewässert werden (Beobachtung des Feuchtegehalts der oberen Bodenschicht). Das ausgebrachte Saatgut kann ohne weiteres über längere Zeit, auch im Sommer, ohne Bewässerung auf der Fläche verbleiben, der Rasensamen nimmt hierdurch keinen Schaden, die Keimung wird nur hinausgezögert bis dass durch Regenfälle die Keimphase eingeleitet wird. Sollte während der Keimphase ein Nachtfrost auftreten, so wird das Saatgut teilweise zerstört und kann durch eine Nachsaat erneuert werden. Eine gleichmäßige Rasendecke entwickelt sich je nach Witterung in ca. 6-8 Wochen. Verlege- und Pflegeanleitung für Rollrasen/Fertigrasen Bodenvorbereitung: Den Boden tiefgründig lockern (am besten mit Fräse), Steine und Pflanzenreste entfernen (!) und ebenflächige Feinplanie herstellen. Grobe Erdstücke (!) unbedingt feinkrümelig zerkleinern. Mit einer Walze oder durch Antreten mit Brettern wird der Boden rückverdichtet, um spätere Bodensetzungen zu vermeiden. Den Oberboden danach mit einer Harke leicht lockern. (Hinweis: man darf nicht tiefer als die Stärke einer Schuhsohle in den Boden einsinken). Evt. Grunddüngung mit mineralischem Volldünger (ca. 30g/m²) ausbringen und mit Rechen leicht in den Boden einarbeiten. Sollte der Boden stark ausgetrocknet sein, empfiehlt es sich, den Boden erdfeucht zu wässern Verlegung: Der Rollrasen muss nach der Ankunft sofort verlegt werden. Die Verwendung von Holzbrettern und Schaltafeln hilft, Trittspuren und Rückverdichtungen des Bodens zu vermeiden. Bahnen dicht und versetzt (wie Parkettboden) aneinanderlegen. Fugen auf alle Fälle vermeiden (diese eventuell mit Mutterboden auffüllen).

Anschließend ist der Rasen mit einer leichten Walze diagonal abzuwalzen und mit ca. 15-20 l/m² durchdringend zu bewässern. Beregnung, Pflege und Düngung: Während der ersten 10 Tage nach dem Verlegen ist der Rollrasen gegenüber Trockenheit sehr empfindlich. Daher muss der Rasen bei trockener Witterung morgens und abends ausreichend bewässert werden. (Tipp: Soden leicht anheben und prüfen ob Oberboden durchfeuchtet). Richtwert bei sehr trockenem Wetter: ca. 15-20 l Wasser/m². (Wasseruhr beobachten: für 100 m² Rollrasen werden pro Tag in der Anwachsphase ca. 2000 l benötigt). In den ersten Tagen sollte der Rollrasen nicht zu stark betreten werden um ein optimales Anwachsen zu gewährleisten. Rollrasen muss nach 5-6 Tagen gemäht werden, dabei das Schnittgut auffangen. Nach zwei Wochen ist der Rollrasen angewachsen und lässt sich nicht mehr anheben. Weitere Pflegemaßnahmen: Nach ca. 6 Wochen kann die erste Folgedüngung durchgeführt werden. Soll der Rasen dauerhaft seine gute Rasenqualität behalten, sind ca. 3 Düngergaben pro Jahr (von März bis Oktober) notwendig, sowie ein regelmäßiger Mährhythmus bei einer Schnitthöhe von 4-5 cm. Faustregel: Rasen nie mehr als um die Hälfte der Wuchshöhe kürzen. In den heißen Sommermonaten ist das Wässern für einen schönen Rasen unumgänglich. Hier gilt die Faustregel: Besser selten und viel, statt häufig und wenig. Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß und Freude mit Ihrem neuen Rollrasen! Volker Fleischmann e.k. Abt. Garten- und Landschaftsbau