Die Geschäftsentwicklung 2010 der Raiffeisen-Volksbank eg (RVB) Bericht des Vorstandes Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands war im Jahr 2010 von einem kräftigen Konjunkturaufschwung geprägt und hat sich deutlich besser entwickelt als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt nahm preisbereinigt um 3,6% zu und damit so stark wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Der deutsche Aktienindex (DAX) ist, mit einem Plus von 16,1%, stärker gestiegen als die Aktienindizes vieler anderer europäischer Industrieländer. Die europäische Zentralbank (EZB) musste aufgrund der Krise in den hochverschuldeten GIPS- Staaten (Griechenland, Irland, Portugal, Spanien) im Mai zusätzliche geldpolitische Sondermaßnahmen verabschieden. Dadurch wurde den Anspannungen an den Finanzmärkten entgegengewirkt. Im Umfeld niedriger Inflationsrisiken und einer sich moderat erholenden Konjunktur im Euroraum blieb der Leitzins über das ganze Jahr hinweg auf seinem Rekordtief von 1%. Der Euro hat in 2010 schwer unter der Schuldenkrise der GIPS-Staaten gelitten. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte belasteten die Turbulenzen um die Staatsfinanzen finanziell angeschlagener Euro-Staaten die Gemeinschaftswährung. Anfang Juni erreichte der Euro- Dollar Kurs mit 1,19 US-Dollar den tiefsten Stand seit über 4 Jahren. Erst mit der Einigung auf einen Rettungsschirm für finanziell angeschlagene Euro-Staaten entschärfte sich die zugespitzte Lage allmählich. Der Euro erholte sich im Jahresverlauf wieder deutlich und der Euro-Dollar Kurs stieg zum Jahresende auf 1,33 US-Dollar. Die RVB konnte im Geschäftsjahr 2010 ihre Marktanteile weiter kontinuierlich steigern und ein gutes Geschäftsergebnis erzielen. Im Rahmen der geschäftspolitischen Ausrichtung steht weiterhin der individuelle Kunde und damit der Mensch im Mittelpunkt der Geschäftsverbindung. Dieser durch gegenseitiges Vertrauen gekennzeichneten Kunden- Bank-Beziehung verleiht die RVB durch faire Konditionen und Preise Ausdruck. Die RVB hat ihre Kunden im Geschäftsjahr 2010 als Dank für die Treue und Verbundenheit durch die Aktion RVB-WeihnachtenPlus am gemeinsam erzielten Geschäftserfolg teilhaben lassen. RVB in der Region - RVB für die Region stellt kein Lippenbekenntnis dar, sondern eine Verpflichtung den Kunden gegenüber. Alle Entscheidungen werden vor Ort durch hochqualifizierte Mitarbeiter/ innen getroffen. Ca. 300 Mitarbeiter, die fast ausschließlich in Ostfriesland leben und damit Land und Leute kennen, und 21 Bankfilialen garantieren Kontinuität und Beratung vor Ort. Die RVB hat auch im Jahr 2010 Investitionen in ihr Filialnetz vorgenommen. Es wurde das Kundenzentrum in Aurich umgebaut und modernisiert, ebenso die Filialen in Burhafe und Firrel. Auch in den Filialen in Werdum und Horsten wurden Umgestaltungsmaßnahmen durchgeführt. Dies zeigt auch, dass die RVB als Auftraggeber in der Region agiert. Dezentralität ist der Schlüssel zum klaren Bekenntnis zur ostfriesischen Region. Im Geschäftsjahr 2010 konnte die RVB ihre Bilanzsumme um 7,3% auf 1,2 Mrd. Euro steigern und zählt damit nach wie vor zu den großen Raiffeisen- und Volksbanken in Norddeutschland. Das Hauptaugenmerk der RVB liegt auf der nachhaltigen Sicherung der Rentabilität und der Früherkennung von potenziellen Risiken. Aus diesem Grund wurden alle erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft durch entsprechende Wertberichtigungen abgesichert. Die Geschäftsentwicklung Das Kreditvolumen stieg insgesamt um 7,7% auf 866 Mio. Euro. Im Bereich der gewerblichen Finanzierung konnte ein Anstieg von 8,7% erzielt werden. Die RVB hat in 2010 neue Kredite mit einem Gesamtvolumen von etwa 250 Millionen Euro bewilligt und bleibt somit ein verlässlicher Finanzierungspartner für Mittelstand und Privatkunden. Die Einlagen stiegen um 8,1% auf 894 Mio. Euro. Der Zuwachs entfällt zum größten Teil auf die Produkte Festgeld und Wachstumssparen. Der Trend zu kurzfristig verfügbaren Anlagen ist noch nicht gänzlich gebrochen, gleichwohl legten die Kunden auch wieder verstärkt einen Teil ihres Geldes mittel- bis langfristig an, um sich Zinsvorteile zu sichern. Die Ertragslage blieb in 2010 nachhaltig stabil. Ein Betriebsergebnis in Höhe von 1,53% des durchschnittlichen Geschäftsvolumens konnte durch ein straffes Kostenmanagement erwirtschaftet werden. Die sehr sparsame Wirtschaftsweise ist Basis für marktgerechte Preise und wird durch die bemerkenswert niedrige Cost-Income-Ratio von 53 deutlich sie besagt, dass die RVB nur 53 Euro aufwendet, um 100 Euro Ertrag zu erwirtschaften. Dies stellt einen Spitzenwert dar. Der Vorstand der RVB erwartet für 2011 ein moderates Wachstum des Geschäftsvolumens und eine weiterhin stabile Ertragslage. Bericht des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Der vorliegende Jahresabschluss 2010 mit Lagebericht wird vom Genossenschaftsverband Weser-Ems e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus. Kurzfassung Jahresabschluss Der Jahresabschluss 2010 ist in verkürzter Form dargestellt. Der in gesetzlicher Form erstellte Jahresabschluss trägt den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems e.v. Die Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger erfolgt noch.
Unsere Bank in Zahlen (Jahresabschluss Kurzfassung)
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