Elastische Werkstoffe

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Transkript:

Elastische Werkstoffe für Trinkwasser in Stand 07/2003 1

EN 681.1 FDA/NSF/UL BS 6920 KTW D1/D2 / W 270 KIWA ACS Kundenspezifische Anforderungen Anforderungsübersicht Mechanische Werte sind geregelt in der EN 681.1 Organoleptische (Geruch, Geschmack,) und Migrationsanforderungen (TOC, Chlorzehrung und Metalle, GC MS MS Screening Screening) ) sind noch länderspezifisch l geregelt. weite verbindliche Regelungen im Rahmen von EAS stehen nach wie vor aus (in 2010???) Die mikrobiologischen Anforderungen liegen im europäischen Wettbewerb, nämlich n W 270(D) vs ATP(NL) vs MDOD(GB). Rohstoff Positiv Positiv Listen Diese sind nicht deckungsgleich und erschweren erheblich die Variationsmöglichkeiten an Qualität t und Quantität. t. Kundenspezifische Anforderungen Verarbeitung und Artikel. 2

Konsequenzen für f r den Rezepturaufbau Warum EPDM? Sauberes Sauberes Elastomer, dadurch keine negative Beeinflussung des Wassers Ozonbeständig ndig und nicht verfärbend rbend Schwefel (Kaltwasser) und Peroxyd (Heißwasser) vernetzbar Günstiges Preis Leistungs Leistungs Verh Verhältnis EN 681.1 Ununterbrochener Einsatz in Heißwasser bis zu 110 C C?! Verarbeitungsbedingungen Wirtschaftliche Mischungs und Rohlingsherstellung Kompressionsverfahren Spritzgießverfahren Spritzprägeverfahren Gummimetallverbindungen (Extrusion!) KTW Klasse C Konsequenzen aus den mikrobiologischen Anforderungen DVGW AB W 270 Test Messung des Wachstums von Mikroorganismen Eigentlich geht / ging gar nichts, aber... Die deutsche Positivliste lässt l Rohstoffe zu, die zu einem negativen W 270 Pr Prüfergebnis führen. Wenn man dann doch so weit ist mit der Rezeptur, dann waren diese Mischungen nicht oder nur sehr schwer verarbeiten. Mechanisch physikalische Schwächen chen 3

Konsequenzen aus den mikrobiologischen Anforderungen KIWA ATP Test Test ( Entwurf NEN 1225) Messung der Aktivität t von Mikroorganismen z.zt. entsprechen keine Gummimaterialien den vorgeschlagenen Grenzwerten. Probleme auch mit Kunststoffmaterialien (Ausnahme PVC) BS 6920 MDOD Test Messung des Sauerstoffverbrauches durch Mikroorganismen Eher kein Problem, wenn W 270 erfüllt wurde. Biofilm auf Schieberkeiloberfläche. che. Quelle: DVGW Forschungsstelle TUHH Mikrobiologischer Bewuchs auf Dichtoberfläche. che. Quelle: DVGW Forschungsstelle TUHH 4

Vergleich mikrobiologische Prüfmethoden ATP (Methode NEN 1225 Draft) Reproduzierbarkeit fraglich, da extrem hohe Standardabweichungen, Differenziert zu sehr, entsprechende Einstellung der Mischungen kaum möglich, m Hygienische Aussage umstritten (Momentaufnahme lebender Organismen), Toxische Stoffe helfen, Prüfzeit 4 Monate, Kosten: 1.100,, Abschlussbericht des EU finanzierten Forschungsprojektes (sollte in 4/2006) fertig sein, steht nach wie vor aus MDOD Reproduzierbarkeit unsicher, Hygienische Aussage ebenfalls umstritten (nur lebende Organismen,, toxische Stoffe helfen), Prüfzeit 2 Monate, Kostet 600, Vergleich mikrobiologische Prüfmethoden W 270 Hauptproblem Reproduzierbarkeit, Optimierungen bis Frühjahr 2006 Neue Prüfmethodik bis Ende 2006, Entwurf für f r CEN Norm wurde vom DVGW eingereicht, Einfach, nachvollziehbar, praxisnah, ermöglicht einfache Rückverfolgbarkeit R der Gummi Werkstoffe Prüfzeit 3 Monate Kostet 800, Die europäischen Teste sind nicht untereinander vergleichbar! 5

Erste Lösungen L für f r eine neue Mischungsgeneration Peroxidische Vernetzung AA7BCZ: Mischungsfreigaben: KTW D1 Kalt und Heißwasser DVGW Arbeitsblatt W 270, Kategorie A WRAS Conformity To Positive List (Circular( DGS/VS4 No 2000/232), für r Dichtungen < 63mm., Frankreich Voraussetzungen für f r Fertigteilfreigaben: ATA Prozess (KIWA) Hydrocheck Prozess (Belgaqua( Belgaqua) Rezeptur nach CFR21 177.2600 FDA Prozess nach NSF 61 ACS Prozess für f r großfl flächige Dichtungen, Frankreich Erste Lösungen L für f r eine neue Mischungsgeneration Schwefelvernetzung AA7GDZ und AA9BAZ Mischungsfreigaben: KTW D1 Kaltwasser DVGW Arbeitsblatt W 270, Kat. D1 WRAS Voraussetzungen für f r Fertigteilfreigaben: ATA Prozess (KIWA) Hydrocheck Prozess (Belgaqua( Belgaqua) Rezeptur nach CFR21 177.2600 FDA Prozess nach NSF 61 Freigaben in Frankreich nicht möglich m Zusammensetzung 6

Weitere Vorgehensweise: Weiterentwicklung auf Basis AA7GDZ/AA9BAZ mit möglichst m geringer Wasserquellung für f r Zulassungsmöglichkeiten glichkeiten auch in Frankreich Besondere Problematik Vernetzungssystem/Vulkanisationsverhalten und damit natürlich Verarbeitungsmöglichkeiten glichkeiten Lange Entwicklungszeiten für f r Neuentwicklungen weil: Verarbeitungsproblematik Aufwändige Verarbeitungsversuche Lange Prüfzeiten für f r EN 681.1 (Druckspannungsrelaxation 3 Monate) Lange Prüfzeiten für f r Trinkwasserprüfungen Hohe Prüfkosten für f r Trinkwasserprüfungen KRAIBURG entwickelt und fertigt EPDM Mischungen mit dem fokussiert auf groß und kleinflächige Formteilanwendungen für f r den Trinkwasserbereich Markttechnische Gründe Als Lösungsm sungsmöglichkeit glichkeit für f Öl und fettbeständige Trinkwasserbedarfsteile sieht KRAIBURG ausschließlich lich HNBR, da nach KTW 1.3.13/Syn.Doc. kein wirksamer Ozonschutz gemäß EN 681 1 möglich ist. KRAIBURG verfügt über ein breites Mischungsportfolio für r die Herstellung von Bedarfsteilen, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen. Und das nicht nur auf Basis von EPDM Kautschuk. Bitte fragen Sie uns! 7

Vielen Dank für r Ihre Aufmerksamkeit! Bernd Schultheis 8