Thomas Kuster. 30. Mai 2007

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Transkript:

Zerfälle Thomas Kuster 30. Mai 2007 1 Information ˆ Unterrichtsziele Kernumwandlung kennenlernen (Element wird in ein anderes Element umgewandelt) Die gebildeten Kerne (Tochterkerne) im Periodensystem bestimmen können Kennenlernen der dabei ausgesendeten Strahlen Verstehen wie diese Strahlen gemessen werden können Theoretische Vorhersagen ˆ Bekanntes wird notiert ˆ Kernumwandlung kennenlernen (α Zerfälle) ˆ Nachweisen der Zerfälle (Geiger-Müller-Zählrohr) ˆ Weitere Kernumwandlungen (β - und β + -Zerfälle) ˆ Neues Elementarteilchen (Neutrino) 1

2 Repetition 2.0.1 Nuklid A : Anzahl Nukleonen, Massenzahl Z : Anzahl Protonen, Anzahl Elektronen, Ordnungszahl N : Anzahl Neutronen A = Z + N Bezeichnung eines Nuklid A ZX = X-A Beispiele 16 8 O Sauerstoff (stabil) 18 8 O Sauerstoff (stabil) 226 88 Ra Radium (radioaktiv) 238 92 U Uran (radioaktiv) 3 α-zerfall Beispiel ˆ Americium ( 243 95 Am) zerfällt zu Neptunium ( 239 93 Np) ˆ Radon ( 222 86 Rn) zerfällt zu Polonium ( 218 84 Po) (Alexander Walterowitsch Litwinenko wurde mit Po-210 vergiftet ) 3.1 Schüler erarbeiten selber ˆ Wie verändert sich die Zahl der: Nukleonen Protonen 2

Neutronen ˆ Was bleibt übrig? ˆ Wie sieht es im Periodensystem aus? Lösung (an Wandtafel schreiben) A A 4 Z Z 2 N N 2 A ZX A 4 Z 2 Y + α Der Kern wandelt sich in den Kern welcher zwei Positionen links im Periodensystem steht um. Das entstehende Teilchen muss aus 2 Protonen und 2 Neutronen bestehen und wird α genannt: α = 4 2He zweifach positiv geladener Heliumkern Die Energie (massen- und kinetische-energie) des α-teilchens ist fest vorgegeben: 3.2 Geschichtliches E α = E Edukt E Produkt Becquerel und das Ehepaar Curie erhielten für ihre Arbeiten über Strahlungen 1903 den Physiknobelpreis (Abbildung 1 und 2). Die Gefährlichkeit der Strahlung war damals noch nicht bekannt, Marie starb an einer durch die Strahlenbelastung hervorgerufenen Mangel an Blutkörperchen. Marie Curie ist die einzige Frau neben Maria Goeppert-Mayer die den Physiknobelpreis erhielt (jeweils nur 1 des Preises). 4 4 Geiger-Müller-Zählrohr Nachweis von α-strahlen ist mit einem Geiger-Müller-Zählrohr möglich. Wird vorgeführt, am Schulpräperat und wenn möglich am Glühstrumpf (enthält Thoriumoxid). 3

Abbildung 1: Nobelpreis 1903 (1/2): Antoine Henri Becquerel (* 15. Dezember 1852 in Paris; 25. August 1908 in Le Croisic): als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der spontanen Radioaktivität erworben hat. (a) Marie Curie (geb. Maria Sk lodowska) * 7. November 1867 in Warschau; 4. Juli 1934 in Sancellemoz (b) Pierre Curie (* 15. Mai 1859 in Paris; 19. April 1906 in Paris) Abbildung 2: Nobelpreis 1903 (je 1/4): Pierre und Marie Curie: als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das sie sich durch ihre gemeinsamen Arbeiten über die von H. Becquerel entdeckten Strahlungsphänomene erworben haben 4

Metallzylinder, Kathode Edelgas (p = 100 hpa) Anode Isolation - - - + + + Glimmerfenster ionisierende Strahlung - + U 500 V R 1 MΩ Verstärker Abbildung 3: Geiger-Müller-Zählrohr Abstandsabhängigkeit wird ebenfalls gezeigen. Eine Schematische Darstellung des Geiger-Müller-Zähler ist in Abbildung 3 dargestellt (auf Wandtafelzeichnen und Funktionsweise erklären) 4.0.1 Funktionsweise ˆ Längs der Achse ist ein positiv geladener ( 500 V) dünner Draht gespannt. ˆ Zylinder ist mit einem Edelgas bei p = 100 hpa gefüllt. ˆ Stahlung ionisiert das Edelgas frei Elektronen werden in das stakre Feld um den Draht gezogen Lawinenartige Stossionisation Gasentladung 5

ˆ Entladung erfolgt Strom fliesst Signal wird verstärkt und ein Knacksen ertönt 5 β -Zerfall Auch andere Zerfälle sind möglich. Ein Neutron kann sich in ein Proton umwandeln. Wie ändert sich A, Z, N und wie sieht es im Periodensystem aus? Um was muss es sich bei den β -Strahlen handeln? A A Z Z + 1 N N 1 A ZX A Z+1Y + β Als Tochterkern entsteht der Kern der rechts von diesem Kern im Periodensystem steht. Die Ladung muss erhalten bleiben β muss ein Elektron sein. Beispiel 90 38Sr (Strontium) 90 39Y (Yttrium) + β 5.1 Experiment Die β -Strahlen müssten sich wie Elektronen verhalten. Ablenkung mit einem Magnetfeld muss also möglich sein. Rechte-Hand-Regel Daumen Stromfluss in Richung 90 Sr-Präparat (technische Stromrichung ist der Elektrischen Entgegengesetzt) Zeigfinger Magnetfeld von Nord (rot) nach Süd (grün) Mittelfinger Lorentzkraft Teilchen werden durch das Magnetfeld abgelenkt. Mehr Impulse wenn der Strahler rechtsoben vom Zähler ist (Südpol des Magneten gegen Zuschauer). Keine Ablenkung wenn kein Magnetfeld vorhanden ist. 6

5.2 Neue Teilchen Die Energie der β -Teilchen (schnelle Elektronen) ist kontinuierlich. Dies widerspricht der Enegrie- und Impulserhaltung. Wolfgang Pauli (Abbildung 4) äusserte sich zuerst wie folgt über dieses Phänomen: Brief an Oskar Klein, Stockholm, vom 18. 2. 1929 Aber ich verstehe zu wenig von Experimentalphysik um diese Ansicht beweisen zu können und so ist Bohr in der für ihn angenehmen Lage, unter Ausnützung meiner allgemeinen Hilflosigkeit bei der Diskussion von Experimenten sich selber und mir unter Berufung auf Cambridger Autoritaten (übrigens ohne Literaturangabe) da etwas beliebiges vormachen zu können. Brief an Oskar Klein, Stockholm, 1929 Ich selbst bin ziemlich sicher (Heisenberg nicht so unbedingt), dass γ-strahlen die Ursache des kontinuierlichen Spektrums der β-strahlen sein müssen und dass Bohr mit seinen diesbezüglichen Betrachtungen über eine Verletzung des Energiesatzes auf vollkommen falscher Fährte ist. Auch glaube ich, dass die wärmemessenden Experimentatoren irgendwie dabei mogeln und die γ- Strahlen ihnen nur infolge ihrer Ungeschicklichkeit bisher entgangen sind. 5.2.1 Neutrino Schlug dann aber 1930 die Existenz eines neuen Teilchens (Neutrino) vor (Abbildung 5), experimenteller Nachweis 1957: A ZX A Z+1Y + β }{{} + ν e 7

Abbildung 4: Wolfgang Ernst Pauli (* 25. April 1900 in Wien; 15. Dezember 1958 in Zürich) 8

Abbildung 5: Offener Brief an die Radioaktiven von Wolfgang Pauli. Das vorgeschlagene Neutron ist das heutige Neutrino. Abschrift (gekürzt): Liebe radioaktive Damen und Herren, wie der Überbringer dieser Zeilen, den ich huldvollst anzuhören bitte, Ihnen des näheren auseinandersetzen wird, bin ich... auf einen verzweifelten Ausweg verfallen, um den Wechselsatz der Statistik und den Energiesatz zu retten. Nämlich die Möglichkeit, es könnten elektrisch neutrale Teilchen, die ich Neutronen nennen will, in dem Kern existieren...das kontinuierliche β-spektrum wäre dann verständlich unter der Annahme, dass beim β-zerfall mit dem Elektron jeweils noch ein Neutron emittiert wird, derart, dass die Summe der Energien von Neutron und Elektron konstant ist. Ich traue mich vorläufig aber nicht, etwas über diese Idee zu publizieren, und wende mich erst vertrauensvoll an Euch, liebe Radioaktive, mit der Frage, wie es um den experimentellen Nachweis eines solchen Neutrons stände, wenn dieses ein ebensolches oder etwa 10 mal größeres Durchdringungsvermögen besitzen würde wie ein γ-strahl. Ich gebe zu, dass mein Ausweg vielleicht von vornherein wenig wahrscheinlich erscheinen mag,... Aber nur wer wagt, gewinnt... Also, liebe Radioaktive, prüfet und richtet. Leider kann ich nicht persönlich in Tübingen erscheinen, da ich infolge eines in der Nacht vom 6. zum 7. Dez. in Zürich stattfindenden Balles hier unabkömmlich bin. Euer untertänigster Diener W. Pauli 9

6 β + -Zerfall Ein Proton kann sich in ein Neutron umwandeln. Wie ändert sich A, Z, N und wie sieht es im Periodensystem aus? Um was muss es sich bei den β + -Strahlen handeln? A A Z Z 1 N N + 1 A ZX A Z 1Y + β }{{} + +ν =e + Als Tochterkern entsteht der Kern der links von diesem Kern im Periodensystem steht. Die Ladung muss erhalten bleiben β muss ein Positron sein (ein positives Elektron). Beispiel 40 19K (Kalium) 40 18Ar (Argon) + e + + ν 10

A Unterrichtsablauf Klasse 3. GYM, 22 Schüler Beginn 09:10 Ende 09:55 09:10-09:15 5 Vorstellen und Information, Folie 09:15-09:16 1 Bekanntes notieren, Wandtafel 09:16-09:17 1 Beispiele für Nuklide notieren, Wandtafel 09:17-09:19 2 Zerfallsbeispiele notieren, Wandtafel 09:19-09:20 1 Lernaufgabe: Wie verändert sich A, Z, N? Periodensystem? Was bleibt übrig? Folie Periodensystem auflegen 09:20-09:22 2 Lösung notieren. Aufbau α-teilchen erklären. Energie α- Teilchen erklären. 09:22-09:24 2 Nobelpreis 1903, wussten nicht von der Gefährlichkeit von Strahlung, einzige Frau neben Maria Goeppert-Mayer, Folie 09:24-09:26 2 Nachweis: Geiger-Müller-Zählrohr vorführen, an Schulpräperat und wenn möglich an Glühstrumpf. Zufälligkeit erklären. 09:26-09:31 5 Geiger-Müller-Zählrohr an Wandtafel skizzieren und erklären 09:31-09:33 2 β -Zerfall. Neutron wandelt sich in ein Proton um. Wiederum A, Z, N? Periodensystem? Was bleibt übrig? Lösung an Wandtafel schreiben. 11

09:33-09:36 3 Müssen sich wie Elektronen verhalten. Ergebnis des Experiment abschätzen lassen! Experiment mit Magnet vorführen. Auswerten, Rechte-Hand-Regel erklären, Stromrichtung! 09:36-09:37 1 Energie des β-teilchens ist kontinuierlich. Mit Skizze erklären wieso das nicht so sein sollte! 09:37-09:38 1 Pauli hatte damit ein Problem, kurz erklären wer Pauli war, Folie Pauli 09:38-09:40 2 Briefe von Pauli, Literaturangaben sind wichtig! Pauli war ein reiner Theoretiker, Folie Brief an Klein 09:40-09:42 2 Brief von Pauli an die Radioaktiven, Folie Brief an die Radioaktiven 09:42-09:43 1 Neutrino: Korrekte Reaktion aufschreiben, Wandtafel 09:43-09:45 2 β + -Zerfall Proton wird zu Neutron, Was geschieht? 12

30. Mai 2007 1 Information ˆ Unterrichtsziele Kernumwandlung kennenlernen (Element wird in ein anderes Element umgewandelt) Die gebildeten Kerne (Tochterkerne) im Periodensystem bestimmen können Kennenlernen der dabei ausgesendeten Strahlen Verstehen wie diese Strahlen gemessen werden können Theoretische Vorhersagen ˆ Bekanntes wird notiert ˆ Kernumwandlung kennenlernen ˆ Nachweisen der Zerfälle (Geiger-Müller-Zählrohr) ˆ Weitere Kernumwandlungen ˆ Neues Elementarteilchen 1 13

Die Energie der β -Teilchen (schnelle Elektronen) ist kontinuierlich. Dies widerspricht der Enegrie- und Impulserhaltung. Wolfgang Pauli (Abbildung 4) äusserte sich zuerst wie folgt über dieses Phänomen: Brief an Oskar Klein, Stockholm, vom 18. 2. 1929 Aber ich verstehe zu wenig von Experimentalphysik um diese Ansicht beweisen zu können und so ist Bohr in der für ihn angenehmen Lage, unter Ausnützung meiner allgemeinen Hilflosigkeit bei der Diskussion von Experimenten sich selber und mir unter Berufung auf Cambridger Autoritaten (übrigens ohne Literaturangabe) da etwas beliebiges vormachen zu können. 14 Brief an Oskar Klein, Stockholm, 1929 Ich selbst bin ziemlich sicher (Heisenberg nicht so unbedingt), dass γ-strahlen die Ursache des kontinuierlichen Spektrums der β-strahlen sein müssen und dass Bohr mit seinen diesbezüglichen Betrachtungen über eine Verletzung des Energiesatzes auf vollkommen falscher Fährte ist. Auch glaube ich, dass die wärmemessenden Experimentatoren irgendwie dabei mogeln und die γ- Strahlen ihnen nur infolge ihrer Ungeschicklichkeit bisher entgangen sind. 5.2.1 Neutrino