Installationszeichnen. Installationsplan

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Transkript:

TD TECHNISCHE DOKUMENTATION Kapitel 12 Installationszeichnen Kapitel 12.9 Installationsplan Verfasser: Hans-Rudolf Niederberger Elektroingenieur FH/HTL Vordergut 1, 8772 Nidfurn 055-654 12 87 Ausgabe: März 2009

TD TECHNISCHE DOKUMENTATION Seite 1 Inhaltsverzeichnis 12.9 Installationsplan 12.9.1 Einführung 12.9.2 Schaltzeichen (Symbole für Betriebsmittel) 12.9.3 Schaltzeichen (Symbole für Leitungen) 12.9.4 Installationsplan Merkpunkte 12.9.5 Finde die Fehler im Installationsplan BiVo Probleme umfassend bearbeiten Verstehen und anwenden Erinnern TD Technische Dokumentation 4.1 Arbeitsdokumentation 4.2 Anlagendokumentation 4.2.3 Symbole - Graphische Symbole gemäss Schaltplänenormen (IEC 617, SN EN 60617) - Kennzeichnungen: Kennbuchstaben, Zählnummern, Funktionszeichen 4.2.4 Symbole - Graphische Symbole gemäss Schaltplänenormen (IEC 617, SN EN 60617) - Kennzeichnungen: Beschriftungen, Leiterzahlen, Leiterquerschnitte 4.2.4 Installationspläne für Wohnungen - Netzinstallationen (Starkstrom) - Schwachstrominstallationen - Symbole nach electrosuisse 4.2.4 Installationspläne für Einfamilienhäuser und Kleinbetriebe - Netzinstallationen (Starkstrom) - Schwachstrominstallationen - Symbole nach electrosuisse BET Bearbeitungstechnik TG Technologische Grundlagen EST Elektrische Systemtechnik KOM Kommunikationstechnik

TD TECHNISCHE DOKUMENTATION Seite 2 12 Installationszeichnen 12.9 Installationsplan 12.9.1 Einführung Installationspläne werden in die Grundrisszeichnungen der Gebäude, meist im Massstab 1:50 eingetragen. Aus diesem Plan kann der Elektroinstallateur alle zur Leitungsverlegung und zur Platzierung von Schaltern, Steckdosen und Apparaten erforderlichen Angaben entnehmen. Zusätzlich zum Installationsplan wird auch ein Prinzipschema (Übersichtsschema) der Installation erstellt. 12.9.2 Schaltzeichen (Symbole für Betriebsmittel) Licht und Kraftinstallationen

TD TECHNISCHE DOKUMENTATION Seite 3 Sonnerie, Telefon, TV Prinzipschema

TD TECHNISCHE DOKUMENTATION Seite 4 12.9.3 Schaltzeichen (Symbole für Leitungen) Farbcode für Elektroinstallationen Leitungsführung

TD TECHNISCHE DOKUMENTATION Seite 5 12.9.4 Installationsplan Merkpunkte Beim Zeichnen eines Installationsplans gibt es nicht nur eine richtige Lösung. Meistens sind mehrere gleich gute Lösungsvarianten möglich. Es gibt aber einige Punkte, die beim Planzeichnen auf jeden Fall berücksichtigt werden müssen Aufgabenstellung und Plan genau studieren. Als Erstes alle Apparate, Dosen, Schalter usw. platzieren (ev. mit Bleistift). o Standort Unterverteiler: nicht in eine Wand zu Wohn- oder Schlafzimmer, wenn möglich zentral und in der Nähe der Küche. Zuleitung UV: M32 5x6mm 2 plus Steuerleitungen 4x1.5mm 2. o Steckdosen nicht hinter Möbeln und nicht mitten in einer Wand platzieren. o Im Korridor Steckdose (Staubsauger) einzeichnen. o In Wohn-, Ess- und Schlafzimmer Mehrfachsteckdosen vorsehen, ebenso für die Apparatesteckdosen in der Küche. o In Bad, Dusche, Küche und im Aussenbereich (Balkon) Typ 13 einzeichnen. Im Bad Steckdose genügend Abstand zu Dusche und Bad. o Steckdosen für Geschirrspüler nebenan im Kübelfach unter dem Waschbecken platzieren. o In Wohn- und Schlafzimmer ist bei den Schaltern auch eine Steckdose notwendig. o Bei Schaltstellen mit mehreren Schaltern ist die Zugehörigkeit zu den Lampenstellen zu bezeichnen (A, B,.). o Bei Telefonsteckdosen oder Antennensteckdosen immer Netzsteckdose vorsehen. o Anzahl Lichtgruppen bestimmen. Drei Gruppen ist in Wohnungen stand der Technik. Es dürfen pro Gruppe mehrere Dosen eingesetzt werden, welche untereinander verbunden werden. o Zuleitungen zu Gruppen und Einzelverbrauchern mit Gruppennummer bezeichnen. o Es dürfen maximal 8 Leitungen auf eine Dose geführt werden, ansonsten ist eine zweite Dose vorzusehen. o Dosen so platzieren, dass Sie nicht verdeckt werden z.b. durch Einbauschrank etc. Dosen möglichst im Zentrum des Installationsbereichs setzen. Mit dem Einzeichnen der Leitungen erst beginnen, wenn wirklich alles fix platziert ist. o Aufputz-Leitungen sind entsprechend ihrem Verlauf einzuzeichnen, also den Wänden entlang. o Unterputz-Leitungen in Decken und Wänden sind auf kürzestem Weg einzuzeichnen, wobei keine Symbole überfahren werden dürfen. o Die Leitungen können mit einem Massstab oder einem Kurvenlineal gezeichnet werden. o Keine Leitungen durch Aussparungen wie Treppenhäuser, Kamine, Aufzugsschächte usw. führen. o Bei Lampenstellen, Schaltern und Steckdosen maximal 2 Rohre! o Direkt angeschlossene Verbraucher (Kochherd, Backofen, Wassererwärmer etc.) und Steckdosen für Geschirrspüler, Handtuchradiator usw. werden über Bodenleitungen gespeist (alle roten Leitungen sind möglichst als Bodenleitungen zu zeichnen) Achtung bei Dampfabzügen über Kochinseln, Leitung muss über Decke geführt werden, Kochherd über Boden. o Rohre, die grösser als M20 sind, bezeichnen. Leiterzahlen mit Bleistift eintragen. o In ein M20 Rohr max. 7x1.5mm 2. Leiterquerschnitt grösser als 1.5mm 2 sind zu bezeichnen. o Auf jede Lampenstelle ist ein Schutzleiter einzuziehen. Für nachfolgende Steckdosen ist ein separater Schutzleiter vorzusehen. o Die Schalterzuleitung in Bad oder Dusche muss ebenfalls ein Schutzleiter enthalten.

TD TECHNISCHE DOKUMENTATION Seite 6 12.9.5 Finde die Fehler im Installationsplan Studieren Sie den Installationsplan und suchen Sie die Fehler die den Grundsätzen von 12.0.3 nicht entsprechen. Notieren Sie ihre Verbesserungsvorschläge auf der Folgeseite.

TD TECHNISCHE DOKUMENTATION Seite 7 Treppenhaus Korridor Bad Kind Eltern Balkon Küche