allensbacher berichte

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I N S T I T U T F Ü R D E M O S K O P I E A L L E N S B A C H

Transkript:

allensbacher berichte Institut für Demoskopie Allensbach 2007 / Nr. 13 MEHR GESUNDHEITSBEWUSSTSEIN IN DER BEVÖLKERUNG Allensbach am Bodensee, Anfang August 2007. - Die Zahl der Menschen, die sehr auf ihre Gesundheit achten, ist in den letzten Jahren Schritt für Schritt größer geworden. Anfang des Jahrzehnts betonten erst 27 Prozent, dass sie sehr gesundheitsbewusst leben, inzwischen sagen das 33 Prozent. Parallel dazu ist seit Beginn des Jahrzehnts auch die Zahl derer gewachsen, die regelmäßig zu einer medizinischen Vorsorgeuntersuchung gehen. 2001 taten das 35 Prozent, heute geht fast jeder Zweite (47 Prozent) regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung. www.ifd-allensbach.de Porträt des Instituts - Leistungsspektrum - Aktuelle Studien Belege an INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH, 78472 Allensbach am Bodensee

Wachsende Gesundheitsorientierung Personen, die sehr auf ihre Gesundheit achten 27 30 33 2001 2004 2007 Deutsche QUELLE: Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analysen (AWA), zuletzt AWA 2007 Vorsorgeuntersuchung Personen, die regelmäßig zu einer medizinischen Vorsorgeuntersuchung gehen 45 47 35 2001 2004 2007 Deutsche QUELLE: Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analysen (AWA), zuletzt AWA 2007-2 -

Gleichzeitig ist eine verstärkte Tendenz zu mehr Selbstverantwortung und Selbständigkeit zu beobachten. Die meisten gehen heute nicht mehr mit jeder Kleinigkeit zum Arzt. 67 Prozent der Bevölkerung sagen: "Wenn ich mich krank fühle und denke, dass es nicht so schlimm ist, besorge ich mir in der Apotheke Medikamente." Nur 23 Prozent fühlen sich erst nach einer Arztkonsultation sicher, auch wenn sie nichts Ernstes vermuten. Nicht mit jeder Kleinigkeit zum Arzt Unentschieden 10 23 "Wenn ich mich krank fühle, gehe ich zum Arzt - auch wenn ich meine, dass es nichts Schlimmes sein kann. Dass ich mir auf eigene Faust Medikamente besorge, ohne mich vom Arzt untersuchen zu lassen, das gibt es bei mir nicht." "Ich finde, man braucht nicht mit jeder Kleinigkeit zum Arzt zu gehen. Wenn ich mich krank fühle und denke, dass es nicht so schlimm ist, besorge ich mir in der Apotheke Medikamente; da brauche ich keinen Arzt." 67 QUELLE: Allensbacher Archiv, Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse (AWA 2007) Die Selbstmedikation in einfachen Krankheitsfällen mag durch die Einführung der Praxisgebühr in den letzten Jahren noch einmal gefördert worden sein, aber der Trend läuft schon wesentlich länger. Anfang der 90er Jahre ging noch ungefähr jeder Dritte auch bei Kleinigkeiten gleich zum Arzt. 56 Prozent besorgten sich in solchen Fällen selbst Medikamente. Beide Einstellungen haben sich in der Bevölkerung schon quer durch die 90er Jahre hinweg kontinuierlich in Richtung Selbstmedikation verändert. - 3 -

Selbstmedikation im Trend "Ich finde, man braucht nicht mit jeder Kleinigkeit zum Arzt zu gehen. Wenn ich mich krank fühle und denke, dass es nicht so schlimm ist, besorge ich mir in der Apotheke Medikamente; da brauche ich keinen Arzt." 56 59 62 67 30 29 26 "Wenn ich mich krank fühle, gehe ich zum Arzt - auch wenn ich meine, dass es nichts Schlimmes sein kann. Dass ich mir auf eigene Faust Medikamente besorge, ohne mich vom Arzt untersuchen zu lassen, das gibt es bei mir nicht." 1992 1995 2000 2007 QUELLE: Allensbacher Archiv, Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analysen 23 Auf der Liste der Medikamente und Heilmittel, die man sich rezeptfrei selbst in der Apotheke besorgt, stehen Schmerzmittel an erster Stelle. Fast jeder zweite (48 Prozent) benutzt Schmerzmittel, die er sich ohne ärztliche Verschreibung besorgt hat. Auch Mittel gegen Erkältung (32 Prozent) oder Mittel zur Wundversorgung (Pflaster, Heilsalben, 25 Prozent) werden oft ohne vorherigen Arztbesuch eingekauft. Der Frauenanteil beim Konsum freiverkäuflicher Medikamente und Heilmittel überwiegt deutlich gegenüber dem der Männer. Einzige Ausnahme: Mittel gegen Sportverletzungen. Die werden eher von Männern gekauft und verbraucht. - 4 -

Persönlicher Verbrauch von rezeptfreien Medikamenten In den letzten 3 Monaten gebraucht oder verwendet Schmerzmittel zum Einnehmen, z. B. gegen Kopfschmerzen, Zahnschmerzen 48 Mittel gegen Erkältungen 32 Mittel zur Wundversorgung (Pflaster, Binden, Salben) Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium etc. Mittel gegen Halsschmerzen, zur Desinfektion von Mund und Rachen Vitamine als Tabletten oder zum Auflösen 25 25 24 22 Hustensaft, Hustentropfen 18 Arzneitee 14 Mittel gegen Sodbrennen, Völlegefühl 10 Deutsche QUELLE: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA 2007) TECHNISCHE DATEN FÜR DIE REDAKTION Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2007 Anzahl der Befragten: 21.058 Repräsentanz: Gesamtdeutschland, Zeitraum der Befragung: Frühjahr 2006 bis Frühjahr 2007 Archiv-Nummern der Umfragen: 7085, 7095, 10001-5 -