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Transkript:

Januar 2015 Mond Am 5. Januar ist Vollmond. Daraufhin nimmt der Mond wieder ab, bis am 20. Neumond ist. Daher sind vor allem in der Mitte des Januars abendliche Deep-Sky-Beobachtungen möglich. (Die genauen Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond finden sich im Himmelsjahr S. 32f) Allgemein gilt: Die Auf- und Untergangszeiten verschieben sich um etwa 1 Stunde pro Tag nach hinten. Daher geht der Mond schon ca. 3-4 Tage nach Vollmond schon so spät auf, dass abendliche Deep-Sky-Beobachtungen möglich sind. Planeten Sichtbarkeit der Planeten am 15.Januar 2015 (Aktuelles Diagramm auf http://www.astroviewer.de) Merkur bietet Mitte Januar eine bescheidene Abendsichtbarkeit. Am 14. erreicht er mit 18 54' seine größte östliche Elongation von der Sonne. Etwa vom 10. bis 19. kann man Merkur in der Abenddämmerung tief am Südwesthimmel erspähen. Stellung von Merkur über dem Südwesthorizont zu den angegebenen Daten jeweils eine Stunde nach Sonnenuntergang. Im Sichtbarkeitsdiagramm markiert die dunkelgelbe Fläche den Bereich zu dem man unter günstigen Sichtbedingungen Merkur mit bloßen Augen erkennen kann.

Am 10. kommt es zu einer Begegnung mit Venus. Der geringste Abstand mit 0 39' wird am 11. um ca. 3:00 erreicht. Sowohl am 10. als auch am 11. sieht man gegen 18:00 Merkur nahe Venus stehen, die ob ihres Glanzes als Aufsuchhilfe dienen kann. Abb.: Merkur bei Venus Nahe Begegnung von Merkur mit Venus um den 11. Januar. Fernglasanblick bei 5 Gesichtsfelddurchmesser. Eingetragen ist die Merkurbewegung relativ zur Venus. Ein interessanter Himmelsanblick ergibt sich am 21. gegen 18:00, wenn sich die extrem schmale Sichel des zunehmenden Mondes zu Merkur gesellt. Um den 0,2mag hellen Merkur zu finden, sollte ein Fernglas eingesetzt werden. Abb.: Mond bei Merkur Begegnung der extrem schmalen Sichel des zunehmenden Mondes mit Merkur am 21. Januar. Fernglasanblick gegen 18:00 bei 5 Gesichtsfelddurchmesser. Venus zeigt sich als Abendstern. Allerdings ist sie noch nicht besonders auffällig. Wenn sie bald nach Sonnenuntergang sichtbar wird, steht sie schon tief am Südwesthimmel. Im Frühjahr wird sie dann aber zu einem auffälligen Gestirn am Abendhimmel. Auf die Begegnung mit Merkur am 10. wurde schon unter Merkur hingewiesen. Ein netter Himmelsanblick ergibt sich am 22., wenn gegen 18:30 die schmale Sichel des zunehmenden Mondes zwischen Venus und Mars knapp über dem Südwesthorizont zu sehen ist. Mars ist zu Jahresbeginn noch am frühen Abendhimmel zu sehen. Am 1. erfolgt der Marsuntergang um 20:01, am Monatsende um 20:16. Seine Helligkeit geht leicht um 0,1mag auf 1,2mag zurück. Am 19. zieht Mars nur 14' südlich an Neptun vorbei. Zur Beobachtung ist ein lichtstarkes Fernglas oder Teleskop nötig. Abb.: Mars bei Neptun Mars zieht am 19. Januar knapp an Neptun vorbei. Abendlicher Fernglasanblick bei 5 Gesichtsfelddurchmesser.

Jupiter wird zum strahlenden Gestirn der gesamten Nacht. Die Jupiterhelligkeit erreicht Ende Januar -2,6mag. Damit ist er nach dem Untergang der Venus hellster Planet am Nachthimmel. Der Riesenplanet geht am 1. um 19:54 auf, am 15. um 18:52. Zu Monatsende geht Jupiter bereits in den Nachmittagsstunden, nämlich um 17:37 auf. Zu Jahresbeginn hat das Jupiterscheibchen 43,4" scheinbaren Äquatordurchmesser und einen Poldurchmesser von 40,6". Schon in kleinen Fernrohren erkennt man deutlich, dass Jupiter abgeplattet ist. Am 8. erhält Jupiter Besuch vom noch fast vollen Mond. Saturn kann am Morgenhimmel gesehen werden. Am 1. geht Saturn um 5:04 auf, am 15. um 4:16 und am 31. schon um 3:20. Im Teleskop sieht man den mit knapp 25 fast maximal geöffneten Ring. Gegenwärtig blickt man auf die Nordseite des Saturnringsystems und die Nordhalbkugel des Saturn. Uranus kann in der ersten Nachthälfte aufgefunden werden. Seine Helligkeit geht auf 5,9mag zurück. Mit einem Fernglas oder Teleskop kann man ab ca. 18:00 den Planeten am Westhimmel aufspüren. Die Untergänge erfolgen immer früher. Am 15. geht Uranus um 23:53 unter, am 31. schon um 22:52. Jeweils eine Stunde vor dem Untergang ist Uranus als Beobachtungsobjekt zu streichen. Neptun kann nur noch in der ersten Monatshälfte am frühen Abend mit Fernglas oder Teleskop aufgefunden werden. Am 1. geht der mit 7,9mag recht lichtschwache Planet bereits um 21:19 unter. Am 19. zieht Mars nur eine halbe Vollmondbreite südlich an Neptun vorbei (siehe Diagramm bei Mars).

Erscheinungen der Jupitermonde In den untenstehenden Tabellen sind Bedeckungen, Verfinsterungen, Durchgänge und Schattenwürfe der Monde auf Jupiter verzeichnet, sofern sie von Mitteleuropa aus beobachtbar sind. Abkürzungen: B = Bedeckung, Mond verschwindet hinter der Jupiterscheibe D = Durchgang, Mond geht vor der Planetenscheibe vorbei S= Schattendurchgang, Mond wirft seinen Schatten auf Jupiter V= Verfinsterung, Mond wird vom Jupiterschatten getroffen A = Anfang der Erscheinung E = Ende der Erscheinung I: Io, II: Europa, III: Ganymed, IV: Kallisto. Beispiel: "9. 0 57 II SA" bedeutet: Am 9. des Monats um 0h57m MEZ (evtl. Unterschied zu MESZ beachten) beginnt der Schatten von Mond II (Europa) über die Jupiterkugel zu wandern.

Internationale Raumstation (ISS) - sichtbare Überflüge

nach http://www.heavens-above.com/