TEAM AUSBILDUNG Florian Tschida

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Version 01.01.2016/PB Eignungsprüfung staatlicher Islandpferdereitinstruktor Voraussetzung: Übungsleiter Islandpferde Eine Anrechnung von Turnierergebnissen ist in folgenden Fächern möglich: Gangreiten: Ergebnis in der FEIF World Ranking Liste (3 Ergebnisse): T1/T3 oder T2/T4: 6,5 UND V1/V2 oder F1/F2: 6,2 Rennpassreiten: PP1: 6,2 Die Ergebnisse müssen zum Zeitpunkt der Anmeldung nachgewiesen werden, per Email an das ÖIV Ausbildungsreferat! Dressur, Reiten im Leichten Sitz, Longieren und Unterrichtserteilung können nicht angerechnet werden. 1. Dressur Dauer ca. 50 Minuten 3-4 Reiter, nur in Einzelfällen 5 Reiter Ablauf der Aufgabe: L.H. durcheinander geritten im Schritt auf der linken Hand, Zirkel u. ganze Bahn. Volten im Zirkel sind möglich) R.H. Schritt wie vorher. AT antraben u. Leichttraben, Zirkel u. ganze Bahn L.H. weiter Leichttraben, aussitzen, durchparieren zum Schritt, einzeln bei C auf die Mittellinie gehen und Schenkelweichen von X bis F in der Reihenfolge... Wiederholung der Übung von X bis K und im AT antraben R.H. Zirkel und ganze Bahn, weiter arbeiten wie vorher L.H. Durchparieren zum Schritt, ganze Bahn, an der langen Seite durchparieren zum Halt, 2-3 mal. Bügel überschlagen L.H. anreiten im Schritt, dabei auf die Bahn verteilen AT antraben, an den langen Seiten einfache Schlangenlinie geritten (2-3mal) R.H. Auf die Zirkel verteilen 2 mal durch den Zirkel wechseln durchparieren zum Schritt. Alle Reiter auf dem Zirkel bei C auf dem 2. Hufschlag geritten, 2-3 Reiter beliebig angaloppieren, und selbständig den Galopp auf der rechten Hand arbeiten (Zirkel o. ganze Bahn) Durchparieren zum Schritt u. auf den Zirkel bei C (oder A) gehen, 2. Hufschlag Die nächsten 2-3 Reiter gleiche Übung ausführen Steigbügel aufnehmen

L.H L.H. R.H. L.H. R:H: selbe Galoppübung wie vorher Schritt ganze Bahn u. selbständig auf der Mittellinie aufmarschieren. Pferdetausch (mit Steigbügel) Schritt AT antraben u. leicht traben, Zirkel u. ganze Bahn, weiter Leichttraben, durchparieren zum Schritt, selbständig SW in beliebiger Form Trabarbeit auf verschiedenen gebogenen Linien, aussitzen, durchparieren zum Schritt. Alle Reiter auf dem Zirkel bei C auf dem 2. Hufschlag geritten, 2-3 Reiter beliebig angaloppieren, und selbständig den Galopp auf der linken Hand arbeiten (Zirkel o. ganze Bahn) Durchparieren zum Schritt u. auf den Zirkel bei C gehen, 2. Hufschlag Die nächsten 2-3 Reiter gleiche Übung ausführen selbe Galoppübung wie vorher Schritt ganze Bahn u. selbständig auf der Mittellinie aufmarschieren. Es muss ein kompetenter Ansager zur Verfügung stehen. Die Aufgabe kann in dieser Form geritten oder sinngemäß verändert werden. 2. Gangreiten Gruppengröße: Max 3-4 Reiter Ablauf der Aufgabe: Die Teilnehmer reiten ihre Pferde selbständig warm. R. H. ruhiges, langsames Tempo Tölt, ca. 180 Sekunden L. H. beliebiges Tempo Tölt, ca. 180 Sekunden L. H. Arbeits- bis Mitteltempo Trab, ca. 180 Sekunden L. H. Mittelschritt ca. 180 Sekunden L. H. Arbeits- bis Mitteltempo Galopp, ca. 180 Sekunden R.H: Wiederholung Arbeits- bis Mitteltempo Galopp, ca. 180 Sekunden R. H. Bei Fünfgängern: auf beliebiger Hand einzelnes Vorstellen der Pferde im Rennpass, 2 lange Seiten Die Prüfungsgruppe kann die Prüfung auch auf der linken Hand beginnen. Anschließend Pferdetausch: Die Reiter haben ca. 3 Minuten Zeit, um sich auf das Tauschpferd einzustellen. Danach wird die Aufgabe wie oben wiederholt. Rennpass mit dem Tauschpferd: der Prüfling reitet je nach Gelingen eine oder zwei lange Seiten Rennpass.

Die Prüflinge sollen ihre Pferde in den Grundgangarten durch das Genick reiten können. Sollte dies noch nicht dauerhaft möglich sein, muss die Reittechnik des Prüflings jedoch deutlich auf den richtigen Grundlagen basieren. Im Tölt müssen die Pferde in Haltung bzw. entsprechend ihres Gebäudes in Anlehnung mit beweglichem Genick vorgestellt werden. Im Fünfgang ist eine freiere Haltung bei beweglichem Genick möglich. Die Reittechnik des Prüflings jedoch deutlich auf den richtigen Grundlagen basieren. Rennpassreiten: Die Vorführung sollte einer harmonisch gerittenen Passprüfung entsprechen, wobei der Schwerpunkt der Bewertung auf guten Stil, feine Einwirkung und schnelle, korrekte Hilfengebung gelegt wird. 3. Rennpassreiten Ort: Passbahn, P- Schenkel ( mindestens 200m lang ) Ausrüstung: gemäß FIPO, ggf. zusätzliches Schutzmaterial Pferde: die Pferde müssen mindestens 6 Jahre alt sein Ablauf der Aufgabe: Die Aufgabe wird zwei Mal mit dem eigenen Pferd geritten Anreiten in beliebiger Gangart innerhalb eines markierten Bereiches (ca. 50m) Übergang in den Pass Passreiten auf einer ca. 70m langen Strecke Zurücknehmen innerhalb ca. 50m Pferdetausch: Der Prüfling reitet mit dem getauschten Pferd einen Durchgang. Der Prüfling entscheidet nach dem 1. Lauf mit dem Tauschpferd, ob er einen weiteren Lauf durchführen möchte. Die Vorführung sollte einer harmonisch gerittenen Passprüfung entsprechen, wobei der Schwerpunkt der Bewertung auf guten Stil, feine Einwirkung und schnelle, korrekte Hilfengebung gelegt wird. Geringes Überschreiten der Markierungspunkte ist möglich. 4. Reiten im leichten Sitz und Springen Dauer: ca. 5-8 Minuten / Einzelaufgabe Ort: Dressurviereck, Reithalle oder Kombination Dressurviereck/Ovalbahn Die an der zentralen Prüfung verlangte Aufgabe ist vor der Prüfung in Skizze und Text auszuhängen oder den Prüflingen in Kopie zu geben. Die Aufgabe muss mindestens folgende Lektionen beinhalten:

Trab und Galopp auf beiden Händen gebogene Linie (mindestens 3 mal) mindestens zwei Übergänge 1 Tempounterschied im Galopp mind. zweimaliges Reiten über Cavaletti (4) im Trab Springen von mindestens 2 Hindernissen bzw. 4 Sprüngen von 40-60 cm Höhe, sowie 60 cm Tiefe, einladend, voll und mit Fängen gestaltet. Sicherer, geschmeidiger leichter Sitz und gezielte Einwirkung im Rahmen der für Islandpferde sinnvollen Aufgabenstellung Sitz unabhängig, stabil, gerader Rücken, korrekte Zügelführung Gefestigt Rhythmus Federnd Gesäß soll nicht den Sattel berühren Bügel mindestens 3 Loch kürzer oder mehr, Kniewinkel Knieschluss, Wade dicht am Pferd, tiefer Absatz 5. Longieren Die Aufgabe soll dazu beitragen, die Grundsätze des Longierens zu prüfen, um später Reitschüler an der Longe unterrichten zu können. Die Aufgabe soll nur in einem begrenzten Maße zur Gangartenentwicklung des Pferdes dienen. ( Schritt, Trab, Galopp) Dauer: ca. 10-15 Minuten pro Prüfung Longierring oder abgetrennter Reitplatz. Max. Longierfläche 20x20 m Ausrüstung Pferd: Longiergurt oder Sattel, Hilfszügel (Ausbinder oder Schlaufzügel), Zaumzeug oder Kappzaum, Longe, Longierpeitsche Ausrüstung Reiter: ordnungsgemäße Reitkleidung, Handschuhe Prüfungskriterium I Longenführung und Peitschenführung (Longierdreieck) Körpersprache ( Anfangs mit dem Pferd mitgehen, dann festen Stand finden, Reaktion bei Übergängen, Tempowahl sowie Unterschiede) Sprachkommandos ( klare, deutliche und passende Kommandos) Alle Einwirkungen sollen dem Ausbildungsstand entsprechen Prüfungskriterium II Longieren ohne Hilfszügel (freie Wahl der Gangarten) Lösungsphase 3-5 Runden. Verschnallen der Hilfszügel Übergänge Trab-Schritt Wenn die Gangverteilung des Pferdes es zulässt Galopp

Prüfungskriterium III Kurzkommentar zur Vorstellung des Pferdes Nachfrage durch den Prüfer möglich Bewertet wird das gezielte und sichere Einwirken auf das Pferd. Der Prüfling sollte mindestens ein Pferd so longieren können, dass er dabei einen Schüler unterrichten kann, um eine ausreichende Bewertung zu erhalten. 6. Unterrichtserteilung Dauer: Ca. 15-20 Minuten Die Fächer werden ausgelost. Schüler und Pferde: In allen Unterrichtsfächern 3 Reitschüler. Bis zu 4 Prüflinge pro Unterrichtseinheit. Die Reiter und ihre Pferde werden den Prüflingen rechtzeitig vor der Prüfung vorgestellt. Die Schüler und Pferde sollen dem Aufgaben gewachsen sein. Die Pferde können vorher schon warm geritten sein. Dies ermöglicht dem Prüfling früher mit effektivem Unterricht zu beginnen. Dressur Schüler Dressur Die Reiter sollen eine grundsätzliche Erfahrung im dressurmäßigen Reiten haben und die Pferde sollen die entsprechenden Lektion im Grundsatz beherrschen. Mögliche Anforderungen: Schritt Leichttraben Reiten von großen Bahnfiguren im Schritt und Trab Übergänge Schritt-Halt Schritt/Trabübergänge Vorhandwendung Trab ausgesessen Schritt, Trab und Galopp - aussitzen ohne Bügel Galopp, einzeln und gemeinsam Schenkelweichen Gangreiten Schüler Gangreiten Die Reiter sollen eine grundsätzliche Erfahrung im Viergang reiten haben und die Pferde entsprechend einer leichten Viergangprüfung vorstellen können.

Mögliche Anforderungen: Lösen der Pferde Schritt langer Zügel Beginn Töltarbeit Ganze Paraden Übergänge Tölt-Schritt Tempounterschiede einzeln Trabarbeit Leichttraben oder aussitzen Übergänge Trab-Schritt Schritt Galopp einzeln und gemeinsam Leichter Sitz und Springen Schüler Leichter Sitz und Springen Die Reiter und die Pferde sollen eine grundsätzliche Erfahrung im Leichten Sitz, der Cavalettiarbeit und im Springen haben. Mögliche Anforderungen: Schritt Trab einzeln und gemeinsam große Bahnfiguren Cavalettiarbeit im Schritt und Trab Cavaletti, reiten einhändig und beidhändig über Galopp einzeln und gemeinsam Springen Bewertung Ein Islandpferdereitinstruktor muss fähig sein, gute Phasen zu erkennen. Das Ziel der Unterrichtserteilung deutliche erkennbar sein. Sie müssen situationsbezogen unterrichten können. Der Trainer muss allen Schülern die Möglichkeit geben, einen Lernerfolg zu erzielen.