6302 0938 11/2002 EXP (DE) Für den Bediener Bedienungsanleitung Gas-Brennwertkessel Logano plus GB302 Bitte vor Bedienung sorgfältig lesen
Vorwort Zu dieser Anweisung Das Gerät entspricht den grundlegenden Anforderungen der zutreffenden europäischen Richtlinien. Die Konformität wurde nachgewiesen. Die entsprechenden Unterlagen und das Original der Konformitätserklärung sind beim Hersteller hinterlegt. Eine Kopie der Konformitätserklärung finden Sie in der Inbetriebnahme- und Wartungsanweisung. Die vorliegende Bedienungsanleitung enthält wichtige Informationen zur sicheren und sachgerechten Bedienung und Wartung der Gas-Brennwertkessel Logano plus GB302-80 und Logano plus GB302-120. Die Gas-Brennwertkessel Logano plus GB302-80 und Logano plus GB302-120 werden in dieser Unterlage einheitlich als Logano plus GB302 bezeichnet. Der richtige Brennstoff Für einen zuverlässigen Betrieb benötigt die Heizungsanlage den richtigen Brennstoff. Ihr Fachhandwerker trägt bei Inbetriebnahme in der unten stehenden Tabelle ein, mit welchem Brennstoff Sie Ihre Heizungsanlage betreiben müssen. VORSICHT! ANLAGENSCHADEN durch falschen Brennstoff. Verwenden Sie ausschließlich den für Ihre Heizungsanlage angegebenen Brennstoff. Wenn Sie Ihre Heizungsanlage auf eine andere Brennstoffart umstellen möchten, empfehlen wir Ihnen, sich von Ihrem Fachhandwerker beraten zu lassen. Verwenden Sie diesen Brennstoff: Stempel/Unterschrift/Datum Technische Änderungen vorbehalten! Durch stetige Weiterentwicklungen können Abbildungen, Funktionsschritte und technische Daten geringfügig abweichen. Aktualisierung der Dokumentation Haben Sie Vorschläge zur Verbesserung oder haben Sie Unregelmäßigkeiten festgestellt, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. 2
Inhaltsverzeichnis 1 Zu Ihrer Sicherheit...........................................4 1.1 Bestimmungsgemäße Verwendung................................4 1.2 Aufbau der Hinweise..........................................4 1.3 Beachten Sie diese Sicherheitshinweise.............................4 2 Produktbeschreibung.........................................6 3 Heizungsanlage bedienen......................................8 3.1 Statusanzeigen.............................................8 3.2 Infomodus anzeigen..........................................9 3.3 Warmwasser-Sollwert vorgeben.................................. 10 3.4 Warmwasserbetrieb aus- bzw. einschalten........................... 10 3.5 Heizbetrieb aus- bzw. einschalten................................ 10 3.6 Maximale Kesseltemperatur vorgeben.............................. 11 3.7 Abgastest durchführen....................................... 11 4 Heizungsanlage in Betrieb nehmen............................. 12 4.1 Heizungsanlage betriebsbereit stellen.............................. 12 4.2 Heizkessel in Betrieb nehmen................................... 12 5 Heizungsanlage außer Betrieb nehmen.......................... 13 5.1 Heizungsanlage außer Betrieb nehmen............................. 13 5.2 Heizungsanlage im Notfall außer Betrieb nehmen...................... 13 6 Störungen beheben.......................................... 14 7 Heizungsanlage inspizieren und warten.......................... 15 8 Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen und korrigieren............ 16 8.1 Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen............................ 17 8.2 Ergänzungswasser nachfüllen................................... 18 3
1 Zu Ihrer Sicherheit 1 Zu Ihrer Sicherheit Der Logano plus GB302 ist nach den neuesten technologischen Erkenntnissen und sicherheitstechnischen Regeln konstruiert und gefertigt. Dabei wurde auf die Bedienungsfreundlichkeit besonderer Wert gelegt. Zur sicheren, wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Nutzung der Heizungsanlage empfehlen wir Ihnen, die Sicherheitshinweise und die Bedienungsanleitung zu beachten. 1.1 Bestimmungsgemäße Verwendung Der Logano plus GB302 ist für die Erwärmung von Heizungs- und Trinkwasser z. B. für Mehrfamilienhäuser oder größere Gebäudekomplexe konzipiert. Der Heizkessel ist werkseitig mit einem digitalen Heizkessel- und Feuerungsmanagement einschließlich einer Bedieneinheit ausgerüstet. Bei Bedarf kann der Heizkessel über eine Schnittstelle (Funktionsmodul AM4; 0 10 V) an externe Regelgeräte z. B. der Baureihe Logamatic 4000 (Logamatic 4111 und 4313) angeschlossen werden. 1.2 Aufbau der Hinweise Es werden zwei Gefahrenstufen unterschieden und durch Signalwörter gekennzeichnet: WARNUNG! VORSICHT! LEBENSGEFAHR Kennzeichnet eine möglicherweise von einem Produkt ausgehende Gefahr, die ohne ausreichende Vorsorge zu schweren Körperverletzungen oder sogar zum Tode führen kann. VERLETZUNGSGEFAHR/ ANLAGENSCHADEN Weist auf eine potenziell gefährliche Situation hin, die zu mittleren oder leichten Körperverletzungen oder zu Sachschäden führen kann. 1.3 Beachten Sie diese Sicherheitshinweise Durch eine unsachgemäße Bedienung des Logano plus GB302 können Sachschäden entstehen. Betreiben Sie den Heizkessel nur bestimmungsgemäß und in einwandfreiem Zustand. Lassen Sie die Heizungsanlage von einem Heizungsfachmann installieren und warten. Lassen Sie sich von Ihrer Heizungsfachfirma ausführlich in die Bedienung der Heizungsanlage einweisen. Lesen Sie diese Bedienungsanleitung sorgfältig durch. WARNUNG! LEBENSGEFAHR durch Explosion entzündlicher Gase. Bei Gasgeruch besteht Explosionsgefahr! Kein offenes Feuer! Nicht rauchen! Kein Feuerzeug benutzen! Funkenbildung vermeiden! Keine elektrischen Schalter betätigen, auch nicht Telefon, Stecker oder Klingel! Gas-Hauptabsperreinrichtung schließen! Fenster und Türen öffnen! Hausbewohner warnen, aber nicht klingeln! Gasversorgungsunternehmen und Heizungsfachfirma von außerhalb des Gebäudes anrufen! Bei hörbarem Ausströmen unverzüglich das Gebäude verlassen, Betreten durch Dritte verhindern, Polizei und Feuerwehr von außerhalb des Gebäudes informieren. Anwendertipps für eine optimale Gerätenutzung und -einstellung sowie sonstige nützliche Informationen. 4
Zu Ihrer Sicherheit 1 1.3.1 Aufstellraum 1.3.2 Arbeiten an der Heizungsanlage LEBENSGEFAHR LEBENSGEFAHR WARNUNG! durch Vergiftung. Unzureichende Luftzufuhr kann zu gefährlichen Abgasaustritten führen. Achten Sie darauf, dass Zu- und Abluftöffnungen nicht verkleinert oder verschlossen sind. Wenn Sie den Mangel nicht unverzüglich beheben, darf der Heizkessel nicht betrieben werden. BRANDGEFAHR WARNUNG! durch Explosion entzündlicher Gase. Achten Sie darauf, dass die Montage, der Gas- und Abgasanschluss, die Erstinbetriebnahme, der Stromanschluss, die Wartung und Instandhaltung nur von einer Fachfirma ausgeführt werden. Achten Sie darauf, dass die Arbeiten an gasführenden Teilen von einer konzessionierten Fachfirma ausgeführt werden. WARNUNG! VORSICHT! durch entzündliche Materialien oder Flüssigkeiten. Lagern Sie keine entzündlichen Materialien oder Flüssigkeiten in unmittelbarer Nähe des Wärmeerzeugers. ANLAGENSCHADEN durch verunreinigte Verbrennungsluft. Benutzen Sie niemals chlorhaltige Reinigungsmittel und Halogenkohlenwasserstoffe (z. B. in Sprühdosen, Lösungs- und Reinigungsmitteln, Farben, Klebern). VORSICHT! ANLAGENSCHADEN durch fehlende oder mangelhafte Reinigung und Wartung. Lassen Sie einmal jährlich die Heizungsanlage von einer Fachfirma inspizieren, reinigen und warten. Wir empfehlen Ihnen, einen Vertrag über eine jährliche Inspektion und eine bedarfsorientierte Wartung abzuschließen. Vermeiden Sie starken Staubbefall. ANLAGENSCHADEN durch Frost. VORSICHT! Achten Sie darauf, dass der Aufstellraum des Heizkessels frostsicher bleibt. 5
2 Produktbeschreibung 2 Produktbeschreibung 4 5 6 7 3 2 1 9 8 Abb. 1 Logano plus GB302 Pos. 1: Pos. 2: Pos. 3: Pos. 4: Tragrahmen (Brenner, Wärmetauscher, Gasarmaturen und Kessel-Brenner- Regeleinrichtung) Vorderwand Seitenwand links Blende vorne mit Bedieneinheit Pos. 5: Pos. 6: Pos. 7: Pos. 8: Pos. 9: Kesselhaube Blende hinten Rückwand Seitenwand rechts Bodenblech Die Hauptbestandteile des Logano plus GB302 (Abb. 1) sind: Heizkessel, bestehend aus: Tragrahmen, Brenner, Wärmetauscher, Gasarmaturen und der Kessel-Brenner-Regeleinrichtung (MC- BA) Kesselverkleidung, bestehend aus: Vorderwand (Abb. 1, Pos. 2), Seitenwand links (Abb. 1, Pos. 3), Blende vorne mit Bedieneinheit (Abb. 1, Pos. 4), Kesselhaube (Abb. 1, Pos. 5), Blende hinten (Abb. 1, Pos. 6), Rückwand (Abb. 1, Pos. 7), Seitenwand rechts (Abb. 1, Pos. 8) und Bodenblech (Abb. 1, Pos. 9) 6
Produktbeschreibung 2 1 2 3 4 5 6 12 11 10 9 8 7 Abb. 2 Pos. 1: Pos. 2: Pos. 3: Pos. 4: Pos. 5: Pos. 6: Bedieneinheit Display PC-Anschluss Entstörtaste Reset Betriebsschalter Sicherung Manometer Pos. 7: Taste Pos. 8: Taste + Pos. 9: Taste Store Pos. 10: Taste Step Pos. 11: Piktogramm Abgastest Pos. 12: Taste Mode Die Bedieneinheit verfügt über 6 Tasten, ein 4-stelliges Display und einen PC-Anschluss. Sie ermöglicht Ihnen die Grundbedienung Ihrer Heizungsanlage. Es stehen Ihnen folgende Funktionen zur Verfügung: Ein-/Ausschalten der Heizungsanlage Vorgabe des Warmwasser-Sollwertes (Temperatur Warmwasserspeicher) 1 Wenn ein externes Regelgerät (z. B. Logamatic 4111 oder 4313) an Ihrer Heizungsanlage angeschlossen ist, müssen Sie die Bedienungsanleitung des jeweiligen Regelgerätes beachten. Ein-/Ausschalten des Heizbetriebes Ein-/Ausschalten des Warmwasserbetriebes Vorgabe der maximalen Kesseltemperatur (Vorlauftemperatur) der Heizungsanlage Einen Überblick über die Bedienelemente können Sie sich anhand der Abbildung 2 verschaffen. Nähere Informationen zur Bedienung finden Sie im Kapitel 3 Heizungsanlage bedienen, Seite 8. 1 Funktion nur aktiv, wenn Warmwassertemperaturfühler an der Kessel-Brenner-Regeleinrichtung MCBA angeschlossen ist. 7
3 Heizungsanlage bedienen 3 Heizungsanlage bedienen Reset Mode Store Step + Grundsätzlich bedienen Sie Ihre Heizungsanlage über die werkseitig montierte Bedieneinheit des Heizkessels und deren Tasten (Abb. 2, Pos. 4, Seite 7). Wenn ein externes Regelgerät (z. B. Logamatic 4111 oder 4313) an Ihre Heizungsanlage angeschlossen ist, erfolgt die Bedienung Ihrer Heizungsanlage über das jeweilige Regelgerät. Beachten Sie die Bedienungsanleitung des jeweiligen Regelgerätes. Neben den Statusanzeigen und dem Infomodus stehen Ihnen folgende Funktionen (auch Parameter genannt, Tab. 1) zur Verfügung: Vorgabe des Warmwasser-Sollwertes (Temperatur Warmwasserspeicher) Aus-/Einschalten des Heizbetriebes Aus-/Einschalten des Warmwasserbetriebes Vorgabe der maximalen Kesseltemperatur (Vorlauftemperatur) der Heizungsanlage Parametebereich Beschreibung Einstell- Werkseinstellung GB302-80 GB302-120 1 Warmwasser-Sollwert (Temperatur Warmwasserspeicher) C 20 70 60 1 60 1 2 Warmwasserbetrieb aus- oder einschalten (0 = Aus, 1 = Ein) 0/1 1 1 1 1 3 Heizbetrieb aus- oder einschalten (0 = Aus, 1 = Ein) 0/1 1 1 4 maximale Kesseltemperatur (Vorlauftemperatur) C 20 90 80 80 Tab. 1 Parameter in der Bedienebene 1 Funktion nur aktiv, wenn Warmwassertemperaturfühler an der Kessel-Brenner-Regeleinrichtung MCBA angeschlossen ist. 3.1 Statusanzeigen Während des Heizbetriebes können im Display der Bedieneinheit folgende Statusanzeigen erscheinen. Kennzahl Status 0 kein Wärmebedarf 1 Belüftungsphase 2 Zündphase Statusanzeigen während des Betriebes 3 Brenner An für Heizbetrieb 4 Brenner An für Warmwasserbetrieb 5 Ruhepositionskontrolle Luftdruckwächter Wert (z. B. 70 C) Kennzahl (z. B. 1) Tab. 2 6 Brenner aus, T Vorlauf > T Soll Antipendelzeit 7 Pumpennachlaufzeit Heizbetrieb 8 Pumpennachlaufzeit Warmwasserspeicher 9 Heizkessel Aus : Vorlauftemperatur T1 > 95 C Rücklauftemperatur T2 > 95 C T1 T2 > 35 C Steiggeschwindigkeit in K/s zu hoch Abgastemperatur T5 > 110 C. Gasdruckwächter oder Wassermangelsicherung offen (2,5 min Blockierung). Statusanzeigen während des Betriebes 8
Heizungsanlage bedienen 3 3.2 Infomodus anzeigen Im Infomodus können Sie sich die Soll- und Istwerte des Heizkessels anzeigen lassen. Der Infomodus ist aktiv, wenn nach der ersten Ziffer im Display ein blinkender Punkt erscheint. Mode Step Taste Mode mehrmals drücken, bis im Display InFO erscheint. Taste Step mehrmals drücken, um die einzelnen Infodaten anzuzeigen. Infomodus Kennzahl Programmwahl 1 Vorlauftemperatur, T1 2 Rücklauftemperatur, T2 3 Speichertemperatur 1, falls Warmwassertemperaturfühler (Zubehör) vorhanden, T3 4 Außentemperatur 1,2 (Zubehör), T4 5 Abgastemperatur, T5 6 berechnete Vorlauftemperatur 7 Steiggeschwindigkeit Vorlauftemperaturfühler 8 Steiggeschwindigkeit Rücklauftemperaturfühler 9 Steiggeschwindigkeit Warmwassertemperaturfühler A 36, funktionslos Tab. 3 Infomodus 1 Wenn kein Temperaturfühler angeschlossen ist, erscheint bei den Kennzahlen 1, 2 und 4 im Display 37. Lassen Sie die Anschlüsse der Temperaturfühler (sofern vorhanden) von Ihrem Fachhandwerker prüfen. 2 Nur, wenn ein Außentemperaturfühler montiert ist. Mode Taste Mode drücken. Im Display erscheint Stby. Kurz danach wechselt das Display wieder in die Statusanzeige. 9
3 Heizungsanlage bedienen 3.3 Warmwasser-Sollwert vorgeben 1 Wenn Sie den Warmwasser-Sollwert (Temperatur des Warmwasserspeichers) verändern wollen, dann müssen Sie wie folgt vorgehen: Mode Step + Store Mode Taste Mode mehrmals drücken, bis im Display PArA erscheint. Taste Step drücken, bis im Display der Parameter 1 erscheint. Taste + oder drücken, um den neuen Warmwasser-Sollwert (z. B. 55 C) einzustellen. Leuchtet der Punkt hinter der ersten Ziffer, so ist der Parametermodus aktiv. Taste Store drücken, um die geänderten Einstellungen zu speichern (Zahl blinkt, d. h. Wert wurde gespeichert). Taste Mode drücken, bis im Display Stby erscheint. Kurz danach wechselt das Display wieder in die Statusanzeige. 3.4 Warmwasserbetrieb aus- bzw. einschalten 1 Wenn ein Warmwasserspeicher im System eingebunden ist, dann können Sie über die Taste den Warmwasserbetrieb aus- bzw. einschalten. Warmwasserbetrieb ausschalten Taste drei Sekunden drücken und gedrückt halten, bis im Display doff erscheint. Warmwasserbetrieb wieder einschalten Taste erneut drei Sekunden drücken und gedrückt halten, bis im Display z. B. d 60 erscheint. 60 entspricht dem eingestellten Warmwasser-Sollwert von z. B. 60 C. 3.5 Heizbetrieb aus- bzw. einschalten Sie können über die Taste + den Heizbetrieb aus- bzw. einschalten. Heizbetrieb ausschalten + Taste + drei Sekunden drücken und gedrückt halten, bis im Display coff erscheint. Heizbetrieb wieder einschalten + Taste + erneut drei Sekunden drücken und gedrückt halten, bis im Display z. B. c 80 erscheint. 80 entspricht der eingestellten maximalen Kesseltemperatur von z. B. 80 C. 1 Funktion nur aktiv, wenn Warmwassertemperaturfühler an der Kessel-Brenner-Regeleinrichtung MCBA angeschlossen ist. 10
Heizungsanlage bedienen 3 3.6 Maximale Kesseltemperatur vorgeben Wenn Sie die maximale Kesseltemperatur (Vorlauftemperatur) verändern wollen, dann müssen Sie wie folgt vorgehen: Mode Step + Store Mode Taste Mode mehrmals drücken, bis im Display PArA erscheint. Taste Step drücken, bis im Display der Parameter 4 erscheint. Taste + oder drücken, um die maximale Kesseltemperatur (z. B. 70 C) einzustellen. Taste Store drücken, um die geänderten Einstellungen zu speichern (Zahl blinkt, d. h. Wert wurde gespeichert). Taste Mode drücken, bis im Display Stby erscheint. Kurz danach wechselt das Display wieder in die Statusanzeige. 3.7 Abgastest durchführen Der Abgastest darf nur von Ihrem Fachhandwerker oder dem zuständigen Schornsteinfeger durchgeführt werden. Mode + Taste Mode und + genau gleichzeitig ca. 3 Sekunden drücken und gedrückt halten, bis im Display ein blinkendes H mit der eingestellten maximalen Kesseltemperatur (Vorlauftemperatur) erscheint. Der Heizkessel fährt nun in Volllastbetrieb. Die Abgasmessung kann durchgeführt werden. Abgastest (manueller Volllastbetrieb) zurücksetzen + Taste + und genau gleichzeitig ca. 3 Sekunden drücken und gedrückt halten, bis im Display die Statusanzeige (z. B. 70 C Vorlauftemperatur) erscheint. Nach dem Zurücksetzen des Abgastests geht der Heizkessel wieder in den Automatikbetrieb (normaler Heizbetrieb) zurück. 11
4 Heizungsanlage in Betrieb nehmen 4 Heizungsanlage in Betrieb nehmen Dieses Kapitel erklärt Ihnen, wie Sie Ihre Heizungsanlage betriebsbereit stellen sowie das Regelgerät und den Brenner in Betrieb nehmen können. 4.1 Heizungsanlage betriebsbereit stellen Damit die Heizungsanlage von Ihnen in Betrieb genommen werden kann, müssen Sie Folgendes prüfen: den Wasserdruck der Heizungsanlage (siehe Kapitel 8 Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen und korrigieren, Seite 16), ob die Brennstoffzufuhr an der Gas-Hauptabsperreinrichtung geöffnet ist, ob der Heizungsnotschalter eingeschaltet ist. Lassen Sie sich von Ihrem Fachhandwerker zeigen, wo sich bei Ihrer Heizungsanlage der KFE-Hahn (Kessel Füll- und Entleerungshahn) zum Nachfüllen des Heizungswassers befindet. 4.2 Heizkessel in Betrieb nehmen Nehmen Sie Ihren Heizkessel über den Betriebsschalter des Heizkessels (Abb. 3, Pos. 1) in Betrieb. Mit der Inbetriebnahme des Heizkessels nehmen Sie automatisch den Brenner mit in Betrieb. Stellen Sie den Betriebsschalter (Abb. 3, Pos. 1) in Stellung I (Ein). Wenn ein externes Regelgerät am Heizkessel angeschlossen ist, dann müssen Sie dieses ebenfalls in Betrieb nehmen. Beachten Sie die Bedienungsanleitung des jeweiligen Regelgerätes. 1 Abb. 3 Betriebsschalter 12
Heizungsanlage außer Betrieb nehmen 5 5 Heizungsanlage außer Betrieb nehmen Dieses Kapitel erklärt Ihnen, wie Sie Ihre Heizungsanlage, über den Heizkessel, das externe Regelgerät und im Notfall außer Betrieb nehmen können. VORSICHT! ANLAGENSCHADEN durch Frost. Die Heizungsanlage kann bei Frost einfrieren, wenn sie nicht in Betrieb ist. Schützen Sie bei Frostgefahr die Heizungsanlage vor dem Einfrieren. Lassen Sie dazu das Heizungswasser am tiefsten Punkt der Heizungsanlage mit Hilfe des KFE-Hahns (Kessel Füllund Entleerungshahn) ab. Der Entlüfter am höchsten Punkt der Heizungsanlage muss dabei geöffnet sein. Soll ein begrenzter Frostschutz erhalten bleiben, so dürfen Sie die Heizungsanlage und Regelung nur elektronisch ausschalten (siehe Kapitel 3.4 Warmwasserbetrieb aus- bzw. einschalten1 bzw. siehe Kapitel 3.5 Heizbetrieb aus- bzw. einschalten, Seite 10). Wenn ein externes Regelgerät am Heizkessel angeschlossen ist, dann müssen Sie dieses ebenfalls außer Betrieb nehmen. Beachten Sie die Bedienungsanleitung des jeweiligen Regelgerätes. 5.2 Heizungsanlage im Notfall außer Betrieb nehmen Schalten Sie die Heizungsanlage nur bei einem Notfall über die Sicherung des Aufstellraumes oder den Heizungsnotschalter ab. In anderen Gefahrenfällen sofort Hauptabsperreinrichtung schließen und Heizungsanlage über die Sicherung des Aufstellraumes oder über den Heizungsnotschalter stromlos schalten. Beachten Sie dazu ggf. die Bedienungsanleitung des externen Regelgerätes. 5.1 Heizungsanlage außer Betrieb nehmen Nehmen Sie die Heizungsanlage nur über den Betriebsschalter des Heizkessels außer Betrieb. Mit der Außerbetriebnahme wird der Brenner automatisch mit abgeschaltet. Stellen Sie den Betriebsschalter (Abb. 3, Pos. 1, Seite 12) in Stellung 0 (Aus). Schließen Sie die Brennstoffzufuhr an der Gas- Hauptabsperreinrichtung. 13
6 Störungen beheben 6 Störungen beheben Fehler- bzw. Störungsmeldungen werden Ihnen im Display der Bedieneinheit durch eine blinkende Zahl angezeigt. Die Fehler- bzw. Störungsmeldungen werden unterschieden in Fehlermeldungen E mit Verriegelung (z. B. E 02 keine Flammenbildung). Diese Meldungen können Sie über die Taste Reset (Abb. 4) quittieren. Bitte notieren Sie sich die aufgetretene Fehlermeldung E mit der Kennzahl und teilen Sie diese Ihrer zuständigen Heizungsfachfirma mit. Fehlermeldungen b mit zeitbegrenzter Blockierung (z. B. b 25 Temperaturüberschreitung). Diese Meldungen setzen sich nach einer definierten Blockierzeit wieder automatisch zurück. Wenn Fehler- bzw. Störungsmeldungen auftreten, können Sie zunächst folgende Punkte selbst prüfen, bevor Sie Ihre Heizungsfachfirma informieren: Netzspannung vorhanden? Gas-Absperrhahn geöffnet? Thermostatventile der Heizkörper geöffnet? Umwälzpumpe in Betrieb? Wasserdruck der Heizungsanlage größer 1 bar? Heizungsanlage entlüftet? Versuchen Sie zunächst den Heizkessel zu entriegeln. Entstörtaste Reset (Abb. 4) drücken. Reset Wenn der Heizkessel nach dem Entriegeln weiter in Störung bleibt, müssen Sie Ihren Fachhandwerker informieren. Abb. 4 Taste Reset der Bedieneinheit 14
Heizungsanlage inspizieren und warten 7 7 Heizungsanlage inspizieren und warten Dieses Kapitel erklärt Ihnen, warum eine regelmäßige Inspektion und Wartung Ihrer Heizungsanlage wichtig ist. ANLAGENSCHADEN VORSICHT! durch fehlende oder mangelhafte Reinigung und Wartung. Lassen Sie einmal jährlich die Heizungsanlage von einer Fachfirma inspizieren, reinigen und ggf. warten. Wir empfehlen Ihnen, einen Vertrag über eine jährliche Inspektion und eine bedarfsorientierte Wartung abzuschließen. Aus den folgenden Gründen sollten Sie Ihre Heizungsanlage regelmäßig inspizieren und warten lassen: um einen hohen Wirkungsgrad zu erhalten und die Heizungsanlage sparsam (niedriger Brennstoffverbrauch) zu betreiben, um eine hohe Betriebssicherheit zu erreichen, um die umweltfreundliche Verbrennung auf hohem Niveau zu halten. 15
8 Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen und korrigieren 8 Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen und korrigieren Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie Sie den Wasserdruck Ihrer Heizungsanlage selbst kontrollieren und korrigieren können. Um die Funktion Ihrer Heizungsanlage zu gewährleisten, muss sich genügend Wasser in Ihrer Heizungsanlage befinden. Als Wärmeträger wird in der Heizungsanlage Wasser eingesetzt. Je nach Verwendungszweck wird das Wasser unterschiedlich bezeichnet. Füllwasser: Wasser, mit dem die Heizungsanlage vor der Erstinbetriebnahme befüllt wird. Ergänzungswasser: Wasser, mit dem Sie die Heizungsanlage nach einem eventuellen Wasserverlust wieder auffüllen. Heizungswasser: Wasser, das sich in Ihrer Heizungsanlage befindet. Wenn der Wasserdruck in der Heizungsanlage zu niedrig ist, müssen Sie die Heizungsanlage mit Ergänzungswasser auffüllen. Wann müssen Sie den Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen? Das neu eingefüllte Füll- oder Ergänzungswasser verliert in den ersten Tagen Volumen, da es noch ausgast. Bei neu befüllten Heizungsanlagen sollten Sie daher den Wasserdruck des Heizungswassers erst täglich und dann in immer größer werdenden Intervallen prüfen. Wenn das Füll- oder Ergänzungswasser ausgast, bilden sich in der Heizungsanlage Luftpolster. Die Heizungsanlage fängt an zu gluckern. Entlüften Sie die Heizungsanlage über die Heizkörper, gegebenenfalls füllen Sie die Heizungsanlage mit Ergänzungswasser auf. Wenn das Heizungswasser kaum noch an Volumen verliert, sollten Sie den Wasserdruck des Heizungswassers einmal monatlich kontrollieren. 16
Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen und korrigieren 8 8.1 Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen Der Zeiger (Abb. 5, Pos. 1) des Manometers muss auf den für die Heizungsanlage erforderlichen Druck eingestellt sein. Der Anlagendruck ist temperaturabhängig. Bei höchster Kesselwassertemperatur darf der Betriebsdruck des Heizkessels (maximal 4 bar) den Ansprechdruck des in der Heizungsanlage eingebauten Sicherheitsventils nicht überschreiten (Sicherheitsventil öffnet). Im kalten Anlagenzustand empfehlen wir Ihnen für die meisten Anlagentypen einen Richtwert von ca. 1,5 bar einzuhalten. Bitte entnehmen Sie den erforderlichen Fülldruck dem Inbetriebnahmeprotokoll der Inbetriebnahme- und Wartungsanweisung des Heizkessels. Abb. 5 1 Manometer für geschlossene Heizungsanlagen Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen. Wenn der Manometerzeiger 1,5 bar unterschreitet, dann ist der Wasserdruck der Heizungsanlage zu gering. Sie müssen die Heizungsanlage mit Ergänzungswasser auffüllen. Bei einem Anlagendruck von kleiner 1 bar erfolgt eine Brennerblockierung durch den im Heizkessel eingebauten Minimaldruckwächter mit der Meldung b 26 im Display. Füllen Sie die Heizungsanlage mit Ergänzungswasser auf. 17
8 Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen und korrigieren 8.2 Ergänzungswasser nachfüllen ANLAGENSCHADEN durch häufiges Nachfüllen. VORSICHT! Wenn Sie die Heizungsanlage häufig mit Ergänzungswasser auffüllen müssen, dann kann die Heizungsanlage, je nach Wasserbeschaffenheit, durch Korrosion und Steinbildung beschädigt werden. Prüfen Sie die Heizungsanlage auf Dichtheit und das Ausdehnungsgefäß auf Funktion. ANLAGENSCHADEN VORSICHT! durch Temperaturspannungen. Befüllen Sie die Heizungsanlage nur im kalten Zustand (die Vorlauftemperatur darf maximal 40 C betragen). Prüfen Sie das Ergänzungswasser, ob die Grenzwerte der Ca(HCO 3 ) 2 -Konzentration und der ph- Wert eingehalten werden (siehe Inbetriebnahmeund Wartungsanweisung des Heizkessels). Wenn sich die Ca(HCO 3 ) 2 -Konzentration außerhalb der Grenzwerte befindet, müssen Sie bzw. Ihr Fachhandwerker das Ergänzungswasser aufbereiten. Füllen Sie Ergänzungswasser z. B. über den KFE- Hahn am Heizkessel ein. Entlüften Sie die Heizungsanlage. Fällt der Wasserdruck durch das Entlüften ab, müssen Sie Wasser nachfüllen und den Wasserdruck wieder herstellen. 18
Notizen 19
Heizungsfachbetrieb: Buderus Heiztechnik GmbH, 35573 Wetzlar http://www.heiztechnik.buderus.de E-Mail: info@heiztechnik.buderus.de