Konfigurationsfehler eines ASi-Slaves

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Konfigurationsfehler eines ASi-Slaves Dieses Beispielprogramm zeigt die Auswertung, welcher ASi-Slave einen Konfigurationsfehler am ASi-Master hervorgerufen hat. Eingesetzte Hardware SIMATIC S7 Netzteil SIMATIC S7 CPU mit Profibus DP Pepperl+Fuchs AS-i/Profibus-Gateway PS 407 4A CPU 412-2 PD Best.Nr.:6ES7 412-2XG00-0AB0 Firmware Version 3.0 VBG-PB-K5-R4-DMD Pepperl+Fuchs AS-i Power Extender Pepperl+Fuchs AS-i 4E/4A-Modul Pepperl+Fuchs AS-i Leuchttastermodul Pepperl+Fuchs AS-i Drehgeber Pepperl+Fuchs AS-i 2E-Sicherheitsmodul Pepperl+Fuchs AS-i 2E/2A-Sicherheitsmodul Pepperl+Fuchs AS-i Sicherheitsmonitor Not-Aus-Schalter Netzteil Eingesetzte Software Pepperl+Fuchs GSD-File für das AS-i/Profibus Gateway SIMATIC Step7 Version 5.1 Service Pack 3 Ausgabestand: K5.1.3.0 Programmbeispieldatei PF_ASi12.zip Mitgeltende Unterlagen Pepperl+Fuchs AS-Interface/Profibus Gateway Bedienungsanleitung SIEMENS S7-400 Dokumentation Seite: 1 von 5

OB1 OB82 OB86 OB100 DB2 VAT_ASI_ConfigErr VAT_ASI_IO SFC13 Zyklischer Programmbaustein Profibus Diagnosealarm. Dieser OB wird aufgerufen sobald ein Profibusteilnehmer in der Telegrammantwort das ExtDiagFlag gesetzt hat. Dieses ExtDiagFlag gibt einem Profibusteilnehmer die Möglichkeit einem Profibusmaster einen Fehlerzustand zu melden. Ist der OB82 in der CPU nicht vorhanden, so geht die CPU bei einem gesetzten ExtDiagFlag eines Profibusteilnehmers in den STOP-Zustand Profibus Peripheriefehler. Dieser OB wird aufgerufen, wenn der Profibusmaster den Ausfall eines Profibusteilnehmers erkennt. Anlauf-OB. Dieser OB wird beim Anlauf der CPU einmalig ausgeführt. Speichert Diagnosedaten Variablentabelle zum Beobachten der ASi-Konfigurationsfehler Variablentabelle zum Beobachten und Steuern der ASi Eingangsund Ausgangsbits Auslesen der Diagnosedaten eines DP-Normslaves Bild 1 Step7 Programmbausteine Programmablauf Da die Datenübertragung der AS-i Daten in diesem Beispiel direkt in das Prozessabbild erfolgt und somit kein zusätzliches Step7 Programm zur Datenaktualisierung erforderlich ist, beinhaltet der OB1 lediglich Programmcode zur Feststellung eines Konfigurationsfehlers am ASi-Master. Der OB82 wird bei kommenden sowie gehendem Ereignis aufgerufen, das heißt wenn ein Konfigurationsfehler eintritt sowie wenn er wieder behoben wird. Im OB82 wird überprüft, welcher Slave den OB aufgerufen hat. An dieser Stelle ist die Eingabe der korrekten Adresse als Hexadezimalwert zu beachten, in diesem Beispiel besitzt der DP-Slave die Adresse 4093 (FFD hex ). Die Diagnoseadresse wird in der Hardwarekonfiguration festgelegt. Seite: 2 von 5

Bild 2 - Eigenschaften des DP-Slave: Festlegen der Diagnoseadresse Hat der Slave mit der entsprechenden Adresse den OB82 aufgerufen, so wird nun eine Hilfsvariable ASi Diagnose Start gesetzt. Stimmt die Adresse des DP-Slaves mit der fest eingegebenen nicht überein, so setzt der Programmablauf an Sprungmarke end fort und der OB82 wird ohne Durchführung einer Aktion beendet. Aufgrund des Setzen dieser Hilfsvariablen wird beim zyklischen Durchlaufen des OB1 die SFC13 aufgerufen, mit welcher die Diagnosedaten ausgelesen werden. Von einem direkten Einfügen des SFC13-Aufrufes in den OB82 ist bei diesem Datenumfang der Diagnoseliste abzusehen. Der OB82 wird nach einem Zyklus geschlossen und somit wird das Einlesen der Diagnosedaten nicht vollständig durchgeführt, da bei dem hier vorliegenden Umfang mehrere Zyklen zum kompletten Einlesen benötigt werden. Beim Aufruf des SFC13 ist die Diagnoseadresse des DP-Slaves zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern äquivalent zur benutzten Adresse im OB82. Die Diagnosedaten werden in dem DB2 gespeichert. Wobei die Zusammensetzung der Diagnosedaten und somit auch die Zusammensetzung des DB2 von dem DP-Slave in diesem Fall das ASi/PROFIBUS-Gateway VBG-PB-K5-R4-DMD abhängig sind. Seite: 3 von 5

PDU Byte user Byte 1 - Stationsstatus 1 2 - Stationsstatus 2 3 - Stationsstatus 3 4 - Master Adress 5 - Ident High 6 - Ident Low 7 1 Header 8 2 Type 9 3 Slot 10 4 Spec 11 5 EC Flags (high) 12 6 EC Flags (low) 13 7 Delta (0..7) 14 8 Delta (8..15)........ 20 14 Delta (56..63) 21 15 LPF (0..7)......... 28 22 LPF (56..63) 29 23 LCS (0..7)......... 36 30 LCS (56..63) Tabelle 1 - Diagnosetelegramm Genauere Informationen zu dem Diagnosetelegramm finden Sie in der Bedienungsanleitung des Pepperl+Fuchs AS-Interface/Profibus Gateways. Nach Ausführung der SFC13 wird die Hilfsvariable ASi Diagnose Start zurückgesetzt. Abschließend werden die Bytes der Diagnosedaten, welche die Deltaliste umfassen, aus dem DB2 in einzelne Merkerbytes kopiert. Dies beabsichtigt jedoch lediglich eine bessere Darstellung in der Variablentabelle. Das Kopieren der Daten aus dem DB2 in die Merkerbytes erfolgt zyklisch, jedoch ändert sich der Inhalt des DB2 nur bei Aufruf des OB82. Variablentabelle VAT_ASI_ConfigErr In der Variablentabelle VAT_ASI_ConfigErr ist zuerst das Bit "IN_ASI_Config_Error" dargestellt. Dieses Bit zeigt an, ob ein Konfigurationsfehler an dem DP_Slave vorliegt (TRUE) oder nicht (FALSE). Im weiteren Verlauf der Tabelle läßt sich die genaue Adresse des Konfigurationsfehlers herausfiltern. Hierzu stehen zwei Darstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei der Ersten werden die Konfigurationszustände in 8 Bytes im Format BIN dargestellt, wobei jedes Bit die aktuelle Konfiguration eines Slaves widerspiegelt. In der Spalte Symbol sind die Nummern der einzelnen Slaves angegeben. Bei der zweiten Darstellungsart wird für jeden Slave ein Bit im Format BOOL bereitgestellt, so dass sich leicht per TRUE und FALSE der Konfigurationszustand des Slaves feststellen lassen kann, jedoch ist keine Anzeige der Slavenummer in der Spalte Symbol möglich. Seite: 4 von 5

Bild 3 Variablentabelle Konfugurationsfehler Seite: 5 von 5