Energieberatungsbericht Gebäude: Haus der Vereine - Wohnungen Marktstraße 6 91804 Mörnsheim Auftraggeber: Marktgemeinde Mörnsheim Kastnerplatz 1 91804 Mörnsheim Erstellt von: Johannes Steinhauser Dipl.Ing.FH Architekt Architektur- und Sachverständigen-Büro Weinleite 5 D-91804 Mörnsheim Tel.: 09145-7170 Fax: 09145-6661 E-Mail: info@steinhauser-architekten.de Erstellt am: 28. September 2009 Seite 1 von 18
Inhaltsverzeichnis Allgemeine Angaben zum Gebäude... 3 des Gebäudes... 4 Gebäudehülle... 4 Anlagentechnik... 4 Energiebilanz... 5 Bewertung des Gebäudes... 6 Variante 1 : Erneuerung der Fenster... 7 Modernisierung der Gebäudehülle - Variante 1 -... 7 U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand... 7 Modernisierung der Anlagentechnik - Variante 1 -... 7 Energieeinsparung - Variante 1 -... 8 Variante 2 : Austausch Heizung ÖL-Brennwert... 8 Variante 2 : Austausch Heizung ÖL-Brennwert... 9 Modernisierung der Gebäudehülle - Variante 2 -... 9 Modernisierung der Anlagentechnik - Variante 2 -... 9 Energieeinsparung - Variante 2 -... 10 Zusammenfassung der Ergebnisse... 11 Zusammenfassung der Wirtschaftlichkeit... 17 Anhang - Brennstoffdaten... 18 Seite 2 von 18
Allgemeine Angaben zum Gebäude Objekt: Marktstraße 6 91804 Mörnsheim Beschreibung: Gebäudetyp: 2 Wohnungen (wie Mehrfamilienreiheneckhaus) Baujahr: 1700 Wohneinheiten: 2 Beheiztes Volumen V e : 711 m³ Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt. Nutzfläche A n nach EnEV: 228 m² Die Bezugsfläche A N in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit dem Faktor von 0,32 ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen Wohnfläche. Lüftung: Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet. Nutzverhalten: Für die Berechnung dieses Berichts wurde das EnEV-Standard-Nutzerverhalten zugrundegelegt: mittlere Innentemperatur: 19,0 C, Luftwechselrate: 0,60 h -1, interne Wärmegewinne: 9882 kwh pro Jahr, Warmwasser-Wärmebedarf: 2844 kwh pro Jahr. Verbrauchsangaben: Der Berechnung dieses Berichts wurde das EnEV-Standard-Nutzerverhalten und die Standard-Klimabedingungen für Deutschland zugrundegelegt. Daher können aus den Ergebnissen keine Rückschlüsse auf die absolute Höhe des Brennstoffverbrauchs gezogen werden. Heizöl EL berechneter Verbrauch tatsächlicher Verbrauch 3.582 L Seite 3 von 18
des Gebäudes Gebäudehülle In der folgenden Tabelle finden Sie eine Zusammenstellung der einzelnen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Zum Vergleich sind die Mindestanforderungen angegeben, die die EnEV bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden stellt. Die angekreuzten Bauteile liegen deutlich über diesen Mindestanforderungen und bieten daher ein Potenzial für energetische Verbesserungen. Fläche U-Wert Typ Bauteil in m² in W/m²K U max EnEV* in W/m²K X DA Dachfläche Nord 74 0,63 0,30 X DA Dachfläche Süd 49 0,63 0,30 X DA Dachfläche Vorbau 10 0,63 0,25 X DA Dachfläche Zwerch 20 0,63 0,30 X WA AW Nord 55 0,86 0,35 X WA AW Süd 35 0,86 0,35 X WA AW West 59 0,86 0,35 X WK Wand zum Versammlungsbereich 90 0,99 0,40 FA Fenster 18 1,40 1,70 BK Boden zu EG (Versammlungsraum) 111 0,37 0,40 *) Als U-Wert (früher k-wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung erhöht sich der Maximalwert um 0,10 W/m²K. Bei Kerndämmung eines mehrschaligen Mauerwerks reicht es aus, wenn der Hohlraum vollständig mit Dämmstoff ausgefüllt wird. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,50 W/m²K. Anlagentechnik Heizung: Erzeugung Verteilung Übergabe Zentrale Wärmeerzeugung NT-Kessel - 19 kw, Heizöl EL Auslegungstemperaturen 70/55 C Dämmung der Leitungen: nach EnEV optimierter Betrieb (optimale Heizkurve, hydraul. Abgleich) Umwälzpumpe leistungsgeregelt freie Heizfläche, Anordnung im Außenwandbereich Thermostatventil mit Auslegungsproportionalbereich 2 K Warmwasser: Erzeugung Zentrale Warmwasserbereitung NT-Kessel - 19 kw, Heizöl EL Speicherung Indirekt beheizter Speicher - 200 Liter, Dämmung gut (1987-1994) Verteilung Verteilung mit Zirkulation Dämmung der Leitungen: nach EnEV Seite 4 von 18
Energiebilanz Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle und bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie für Heizung und Warmwasserbereitung. In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz aus Wärmegewinnen und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt. Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen Dach Außenwand Fenster Keller und der Anlagenverluste auf die Bereiche Heizung Warmwasser Hilfsenergie (Strom) können Sie den folgenden Diagrammen entnehmen. Die Energiebilanz gibt Aufschluß darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich die Energie verloren geht, bzw. wo zurzeit die größten Einsparpotenziale in Ihrem Gebäude liegen. Seite 5 von 18
Bewertung des Gebäudes Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Primärenergiebedarfs pro m² Nutzfläche zurzeit beträgt dieser 184 kwh/m²a. Seite 6 von 18
Variante 1 : Erneuerung der Fenster In dieser Variante werden die folgenden Modernisierungsmaßnahmen betrachtet. Modernisierung der Gebäudehülle - Variante 1 - Fenster: Erneuerung der Fenster, historisierend U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand Fläche U-Wert Typ Bauteil in m² in W/m²K U max EnEV* in W/m²K DA Dachfläche Nord 74 0,63 0,30 DA Dachfläche Süd 49 0,63 0,30 DA Dachfläche Vorbau 10 0,63 0,25 DA Dachfläche Zwerch 20 0,63 0,30 WA AW Nord 55 0,86 0,35 WA AW Süd 35 0,86 0,35 WA AW West 59 0,86 0,35 WK Wand zum Versammlungsbereich 90 0,99 0,40 FA Fenster - Erneuerung der Fenster, historisierend 18 1,10 1,70 BK Boden zu EG (Versammlungsraum) 111 0,37 0,40 *) Als U-Wert (früher k-wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung erhöht sich der Maximalwert um 0,10 W/m²K. Bei Kerndämmung eines mehrschaligen Mauerwerks reicht es aus, wenn der Hohlraum vollständig mit Dämmstoff ausgefüllt wird. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,50 W/m²K. Modernisierung der Anlagentechnik - Variante 1 - keine Maßnahme Seite 7 von 18
Energieeinsparung - Variante 1 - Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagenen Maßnahmen reduziert sich der Endenergiebedarf Ihres Gebäudes um 2 %. Den Einfluss auf die Wärmeverluste über die einzelnen Bauteile und die Heizungsanlage zeigt das folgende Diagramm. Der derzeitige Endenergiebedarf von 36909 kwh/jahr reduziert sich auf 36176 kwh/jahr. Es ergibt sich somit eine Einsparung von 732 kwh/jahr, bei gleichem Nutzverhalten und gleichen Klimabedingungen. Die CO 2 -Emissionen werden um 232 kg/a kg CO 2 /Jahr reduziert. Dies wirkt sich positiv auf den Treibhauseffekt aus und hilft, unser Klima zu schützen. Durch die Modernisierungsmaßnahmen dieser Variante sinkt der Primärenergiebedarf des Gebäudes auf 180 kwh/m² pro Jahr. Seite 8 von 18
Variante 2 : Austausch Heizung ÖL-Brennwert In dieser Variante werden die folgenden Modernisierungsmaßnahmen betrachtet. Modernisierung der Gebäudehülle - Variante 2 - keine Maßnahme Modernisierung der Anlagentechnik - Variante 2 - Heizung: Erzeugung Verteilung Übergabe Zentrale Wärmeerzeugung Brennwert-Kessel - 19 kw (anteilig), Heizöl EL Auslegungstemperaturen 70/55 C Dämmung der Leitungen: nach EnEV optimierter Betrieb (optimale Heizkurve, hydraul. Abgleich) Umwälzpumpe leistungsgeregelt freie Heizfläche, Anordnung im Außenwandbereich Thermostatventil mit Auslegungsproportionalbereich 1 K Warmwasser: Erzeugung Zentrale Warmwasserbereitung Brennwert-Kessel - 19 kw (Anteilig), Heizöl EL Speicherung Indirekt beheizter Speicher - 270 Liter, Dämmung gut (1987-1994) Verteilung Verteilung mit Zirkulation Dämmung der Leitungen: nach EnEV Seite 9 von 18
Energieeinsparung - Variante 2 - Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagenen Maßnahmen reduziert sich der Endenergiebedarf Ihres Gebäudes um 11 %. Den Einfluss auf die Wärmeverluste über die einzelnen Bauteile und die Heizungsanlage zeigt das folgende Diagramm. Der derzeitige Endenergiebedarf von 36909 kwh/jahr reduziert sich auf 32848 kwh/jahr. Es ergibt sich somit eine Einsparung von 4060 kwh/jahr, bei gleichem Nutzverhalten und gleichen Klimabedingungen. Die CO 2 -Emissionen werden um 1265 kg/a kg CO 2 /Jahr reduziert. Dies wirkt sich positiv auf den Treibhauseffekt aus und hilft, unser Klima zu schützen. Durch die Modernisierungsmaßnahmen dieser Variante sinkt der Primärenergiebedarf des Gebäudes auf 164 kwh/m² pro Jahr. Seite 10 von 18
Zusammenfassung der Ergebnisse Primärenergiebedarf Endenergiebedarf Seite 11 von 18
Heizwärmebedarf Seite 12 von 18
Anlagentechnische Verluste Seite 13 von 18
Anlagenaufwandszahl Schadstoff-Emissionen CO 2 -Emissionen Seite 14 von 18
NO x -Emissionen Seite 15 von 18
SO 2 -Emissionen Kosten Brennstoffkosten Brennstoff- und Betriebskosten Seite 16 von 18
Zusammenfassung der Wirtschaftlichkeit Die Variante 1 weist keine nennenswerten energetischen Vorteile auf. Die Fläche der ertüchtigten Bauteile ist bei Variante 1 so gering, dass sich diese Maßnahme kaum auf den Transmissionswärmeverlust auswirkt. Zudem ist eine derart umfängliche und substanzielle Maßnahme bei einem Baudenkmal schwierig. Es wird daher empfohlen eine anlagentechnische Sanierung durchzuführen (Variante 2) Seite 17 von 18
Anhang - Brennstoffdaten Heizwert Brennwert Einheit kwh/einheit kwh/einheit Heizöl EL L 10,08 10,68 Strom kwh 1,00 Arbeitspreis Cent/kWh Arbeitspreis Cent/Einheit Grundpreis Euro/Jahr Lagerverzinsung* Heizöl EL 5,92 59,7 2,5% Strom 19,20 19,2 50 * aufgrund der notwendigen Brennstofflagerung liegt zwischen dem Einkauf und dem Verbrauch ein Zeitraum, in dem die Zinsverluste durch die Vorfinanzierung mit dem obigen Zinssatz berücksichtigt werden. Primärenergiefaktor CO2- Emissionen g/kwh SO2- Emissionen g/kwh NOx- Emissionen g/kwh Heizöl EL 1,1 311 0,455 0,227 Strom 2,7 683 1,111 0,583 Seite 18 von 18