Retusche mit dem WireWorm - Plugin by Heinz Müller 06/2012 Oft schreit man regelrecht nach der Retusche, weil absolut störendes Beiwerk zu entfernen ist. Je wirksamer und schneller der Effekt erzielbar ist, umso besser ist die Retusche. Hier bietet sich der wireworm an. Er ist natürlich auch kein Allheilmittel, aber sehr nützlich. wireworm Drahtwurm drückt schon ziemlich genau aus, wozu das Werkzeug einsetzbar ist. Der wireworm ist ein Plug-in, mit dessen Hilfe sich Telefon- und Stromleitungen etc. relativ einfach, schnell und recht ordentlich eliminieren lassen. Das Plug-in läuft sehr gut in FixFoto und sicher auch in vielen anderen Programmen, in die sich Plug-ins einbetten lassen. Meist ist dazu ein separater Plugin Ordner erforderlich, aus dem heraus sich die Plug-ins anstarten lassen. Hier nun die erforderlichen Links zum Programm und zu den Tutorials. Im Anschluss dazu auch noch ergänzende Hinweise Zunächst der Download: Unter http://vicanek.de/plugins/wireworm.htm kann man die Datei herunterladen Das Plug-in ist kostenlos zu haben. Derzeit ist die Version 6.1 aktuell (Stand 12.01.2012) Die vorliegende zip-datei muss mittels einem Entzipper (win zip, win rar, 7 zip) entpackt werden. Nach dem Extrahieren liegen 3 Dateien vor. Eine Textdatei mit Lizenzhinweisen und eine Textdatei mit einer Anleitung. Diese liegt, ebenso wie das Programm selbst, in englischer Sprache vor. Beide Dateien sind für uns bedeutungslos. Wichtig ist einzig und allein die wireworm.8bf-datei, die das Plug-in enthält. Diese ist im jeweiligen Bildbearbeitungsprogramm in den Plug-in Ordner zu kopieren. Bei FixFoto liegt der Plug-in Ordner als Unterordner im Datenpfad, dort, wo auch der Scriptordner zu finden ist. Ist der Plug-in Ordner noch nicht vorhanden, wird er angelegt Das ist alles, und schon kann es losgehen. Um mit dem Programm umgehen zu können, schaut man sich am besten als erstes die drei kleinen Tutorials an http://vicanek.de/plugins/wirewormtutorial.htm beinhaltet die Basisfunktionen http://vicanek.de/plugins/colormatchingtutorial.htm trifft Aussagen zum Color Matching http://vicanek.de/plugins/wirewormnewfeatures.htm enthält New Features zur Lupe und zur Snap- Funktion Wenn auch das Tutorial schon die Wirkungsweise erklärt, habe ich dennoch einige Screenshots gemacht und zu den Funktionen deutschen Text eingefügt. 1
Wie zu ersehen, soll die Schiffsantenne, die quer über den Mond läuft, entfernt werden. Dazu sind oberhalb des Mondes noch weitere Antennenreste erkennbar. Zunächst wird mit der Maus der Anfangskreis gesetzt. Hierbei erkennt man bereits, ob der Radius richtig eingestellt ist, zu groß oder zu klein gewählt wurde. Der Radius sollte nicht größer eingestellt werden, als unbedingt erforderlich. Je leichter fällt nämlich das weitere arbeiten. Der Kreis wird etwas unterhalb des Randes positioniert und der Rest dann später sauber entfernt, damit der Rand nicht beschädigt wird. Die Lupe wurde hier in den Screenshots gesetzt, um die Darstellung zu verbessern. Sie wird an sich nur angeklickt und über das Bild gelegt, um zu kontrollieren, ob man sauber genug gearbeitet hat. 2
Jetzt wird mit gedrückter linker Maustaste der Kreis nach unten gezogen und zu einem Längsfeld erweitert. Auch hier bleibt unten ein Rest der Antenne stehen. Die Farbe für die Farbauswahl (hier rot) ist individuell wählbar und sollte sich an der Bildfarbe orientieren. Wichtig ist nur, dass der Rahmen für den Bearbeiter gut sichtbar ist. Mit gedrückter linker Maustaste wird jetzt der Rahmen nach rechts oder links gezogen, bis die Antenne verschwunden ist. Hier im Beispiel ist die Vorzugsrichtung rechts, weil es beim Ziehen nach links zu einer Kollision mit dem Rand des Mondes kommen kann. Ergänzender Hinweis: Um die Zeichnung im Mond naturgetreu zu erhalten, empfiehlt es sich, diesen Vorgang in Etappen auszuführen. Zudem kann der Radius des Fensters noch etwas kleiner gewählt werden. 3
So sieht dann das Ergebnis aus, das man mit wenigen Klicks erzielen kann. Beachten sollte man, wie auch im Tutorial gezeigt, dass Antialias, die Kantenglättung angehakt ist und bei Color Matching der Übergangsbereich stimmt. Die Voreinstellung von 40 ist ein guter Wert und sollte möglichst beibehalten werden. Zur Beseitigung der Reste der Antenne genügt es, oben am Rand nur den Kreis zu setzen, den man dann in Richtung der Pfeile wegzieht. Bevor man die Maus los lässt kann man zudem an den Stellen, wo etwas entfernt wird, gut erkennen, ob die Bildteile, die dann die Antenne ersetzen, auch unseren Vorstellungen entsprechen. Wenn nicht, lässt sich auch der Maskeninhalt noch etwas weiter schieben. Und ist eine Aktion einmal völlig aus dem Ruder gelaufen, hilft die Undo Taste, mittels der Bearbeitungsschritte rückgängig gemacht werden können. 4
Hier nun das Ergebnis. Der übrige Rest wird nach dem gleichen Schema entfernen. Sitzt der Rahmen einmal nicht richtig, kann man ihn mit den Cursortasten verschieben. Ebenso kann eine Lücke, die sich nach der Entfernung ergibt, oder eine Kante, die nicht richtig sitzt, nachträglich mittels der Cursortasten verschieben oder man klickt einfach auf "Snap". Dann geschieht dies automatisch. Das Zoomfenster öffnet sich durch einen Klick auf den Lupe-Button. Man kann es aber ebenso mit der Shift-Taste öffnen. Soweit meine Hinweise. Ich habe nur das, was bereits in den Tutorials gezeigt wurde, nochmals mit Worten untermauert Wer also den wireworm installieren und testen möchte, sei hiermit dazu eingeladen. Ich finde ihn ganz nützlich, denn er unterstützt die Retusche auf seine Art, und ich denke, auch besser und schneller als manch andere Retusche. Wie oft steht man gerade vor einem Bild, durch das quer hindurch Leitungen verlaufen, die man bei der Aufnahme nicht außen vor lassen kann, aber auch nicht unbedingt im Bild behalten möchte. 5