Raps Herbst 2011 Seite 1 Breitblättrige Unkräuter Problem Breitenwirkung, incl. Klette Hirtentäschel Hellerkraut Storchschnabel Schierling 2,5 ltr Butisan Gold NT 102 gegenüber Butisan Top um 25 % verbesserte Bodenwirkung durch 3. Wirkstoff (Spectrum) Schierling Storch und Reiherschnabel zugelassen im Vor und Nachauflauf, Einsatz optimal im Vorauflauf Wegrauke 2,0 ltr Butisan Gold + 0,25 ltr Clomazone Produkt ( 90 g Wirkstoff) 1 Bekämpfung über den Boden nur mit 85 120 g Clomazone 1 möglich z.b. 0,25 ltr Centium 36 CS 1, nur Vorauflauf Breitenwirkung, ohne Schierling 3,0 4,0 ltr Colzor Trio 1 entspr. 90 120 g Clomazone 1, nur Vorauflauf Breitenwirkung ohne Schierling und Storchschnabel 2,5 3,0 ltr Nimbus CS 1 entspr. 83 100 g Clomazone 1, nur Vorauflauf und 625 750 g Metazachlor* *= nur im Nachauflauf entspricht 1,25 1,5 ltr Fuego/Rapsan* + 0,2 0,3 Clomazone Produkt) 1 Auflagen für alle Clomazone Produkte (Centium 36 CS, Nimbus CS, Colzor Trio) nur im Vorauflauf 5 m zu angrenzenden Flächen unbehandelt lassen, ausgenommen Straßen, Wege und Plätze sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen ohne Kulturpflanzenbestand die ersten 20 m außen herum (zu Nachbarflächen + 5 m Rand) müssen mit 90 % Abdriftminderung behandelt werden; auf Restflächen zwingend 75 % Abdriftminderung Düsen: z.b. ID 12005, 90% bei 2,0 bar, 6,6 km/h; 75% bei 3,0 bar, 8 km/h Ausbringung mit mindestens 300 ltr Wasser / ha nicht bei Temperaturen über 25 C einsetzen (kühle Abendstunden nutzen) Nachbehandlung im Herbst Unkrautbekämpfung möglichst im Herbst abschließen Wegrauke, Hirtentäschel, Stiefmütterchen, Ehrenpreis, Teilwirkung gegen Windenknöterich, Storchschnabel Kamille, Kornblume, Disteln (10 20 cm) (Schierling), Klette Ochsenzunge, Krummhals 0,75 1 ltr Fox* splitten ab 4. Blatt 1. Spr. 0,3 0,4 ltr / ha 2. Spr. 0,5 0,7 ltr / ha Randbehandlung gegen Rauke möglich Tankmischung nur mit Effigo * ab 3. 4. Blatt rapsverträglich, nur Blattwirkung, d.h. Unkraut muss da und noch nicht abgedeckt sein 0,35 ltr Effigo * mischbar mit Herbiziden, Insektiziden und Fungiziden 2 ltr Stomp Aqua NT 103 ab 6 Blatt des Rapses bis Ende Winterruhe Blatt und Bodenwirkung *** 5,5,10
Raps Herbst 2011 Seite 2 Ausfallgetreide / Gräser / resistenter Ackerfuchsschwanz Allg.: Ausfallgerste leichter zu bekämpfen als Weizen Roggen Bekämpfung früh, im 2 3 Blattstadium der Gräser mit geringerer Aufwandmenge möglichst bei Luftfeuchtigkeit > 60 % und wüchsiger Witterung Kombination mit Wachstumsregler Carax Folicur möglich auf Ackerfuchsschwanz Problemstandorten evtl. auf Kerb flo ausweichen Ausfallgetreide 0,5 1 ltr Agil S reduzierte Mengen nur bei optimalen Bedingungen (s.o.) 0,6 1 ltr Fusilade Max resistenter AF, Ausfallgetreide 2,5 ltr Focus Ultra + 2,5 ltr Dash aus Focus Aktiv Pack ( 5+5 ) mit Dash zur Verbesserung der Wirkstoffaufnahme NT 103 0,5 ltr Select + 1 ltr Para Sommer generell gegen resistenten Ackerfuchsschwanz keine reduzierten Aufwandmengen!! resistenter AF, Ausfallgetreide, J.Rispe, Windhalm, Vogelmiere 1,25 1,875 ltr Kerb flo ab 4. Blatt Raps bis Februar möglichst bei Temp. < 10 C (Nov / Dez) und vor Niederschlägen Trockenheit vermindert Wirkung Nachbauproblematik beachten überwachsene Bestände verschlechtern die Verteilung Wachstumsregelung / Phoma / Winterhärte 0,5 1,0 ltr Carax 0,5 1,0 ltr Tilmor 0,35 0,5 ltr Toprex Einsatz ab 4 Blatt Stadium Phoma Infektionsgefahr bei Niederschlägen und Temperaturen über 10 C; hier ist dann die jeweils höhere Aufwandmenge erforderlich **5 Insektizide Rapserdfloh 75 ml Karate Zeon NT 102 Kontrolle ab 4Blatt Raps Schadschwelle: 50 Käfer / Gelbschale in 3 Wochen Bekämpfung Ende September / Anfang Oktober Blattdüngung Bor 1 3 ltr AqueBor flüssig ab 4 Blatt Stadium zur Förderung der Winterhärte, voll wasserlösliches Bor im 10 ltr Gebinde 2 3 ltr Beiselen RapsMix = SpurennährstoffDüngerlösung enthält pro Liter: 63 g Bor; 142 g S; 74 g Mn; 8 g Mo; 139 g CaO
Ackerfuchsschwanz (AF) Bekämpfung Herbst 2011 Vorlage 1 2 Tage vor der Saat AF mind. 2 Blatt 3 ltr Glyphogan o.ä. = 1000 g Glyphosat, auf früh gepflügten Problemflächen Bodenherbizide Grundlage für gute Wirkung einer Spritzfolge: ca. 5 7 Tage nach der Saat, wenn erster AF spitzt bis 1 Blatt AF lieber zu früh als zu spät bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit 240 g FOE sollten gegen AF eingesetzt werden, gegen breitblättrige Unkräuter ist ein Partner nötig, der gleichzeitig die AF Wirkung unterstützt (DFF, Boxer, Stomp Aqua) 1,05 ltr Cadou Forte Set = 0,3 ltr Cadou + 0,75 ltr Bacara Forte enthält: 240 g FOE, 90 g Flurtamone, 90 g DFF sehr gute Breitenwirkung (bei 90 % Abdriftminderung abstandsfrei) NT 102 0,6 ltr Herold SC enthält: NT 102 beide evtl. + 2 ltr Boxer Zusatz 240 g FOE, 120 g DFF gute Breitenwirkung zu Cadou Forte Set Herold verbessert die Ackerfuchsschwanzwirkung im Optimalfall um 10 15 % wenn der Termin verpasst wurde, evtl. Nachbehandlung Eine Nachbehandlung v.a. mit Atlantis aber auch mit anderen Sulfonylharnstoffen wird aus Resistenzgründen nur für das Frühjahr empfohlen nur in Weizen, Roggen, Triticale 1,2 ltr Traxos Kombination der Axial und Topik Wirkstoffe, nur Blattwirkung, Anwendung bei hoher Luftfeuchtigkeit verbessert die Wirkung nicht in Gerste WGerste 0,9 ltr Axial 50 im Frühjahr sind 1,2 ltr zugelassen auf Fopresistenten Standorten ist keine ausreichende Wirkung zu erwarten begrenzte Empfehlung für Herbstanwendung
Windhalm und Unkrautbekämpfung Herbst 2011 Voraussetzungen für den Einsatz reduzierter Aufwandmengen: Unkräuter max. Keimblatt (NAK) unabhängig vom Getreide feuchter Boden feinkrümeliger abgesetzter Boden Mineralböden Wirkstoff FOE als Grundlage für die Windhalmbekämpfung Produkte: Wenn nicht vermerkt, einsetzbar in allen Wintergetreidearten, außer Winterhafer. Produkte für die Anwendung im NAK, Unkräuter max. Keimblatt, unabhängig vom Getreide Vorauflauf bis früher Nachauflauf Getreide ( VA NAK ) 0,3 0,4 ltr Herold SC NT 102 60 80 g DFF + 120 160 g FOE 0,8 1 ltr Bacara Forte Fertigprodukt 2,0 ltr Trinity zugelassen begrenzte Menge! (1 ltr Fenikan enthält 62,5 g DFF) Gute Windhalmwirkung, früher Termin optimal, bei Kamille nicht immer ausreichend aus Cadou und Bacara jeweils 96 120 g Flurtamone, DFF, FOE gute Breitenwirkung, aber nicht gegen große Unkräuter für die frühe Nachauflaufbehandlung im Herbst (1. 3. Blatt) bis Ende Oktober auch auf drainierten Flächen keine Sorteneinschränkung enthält 80 g DFF + 500 g Chlortoluron + 600 g Pendimethalin* (*entspr. 1,32 ltr Stomp Aqua) 5,10,20 gegen größere Unkräuter, insbesondere Raps und evtl. alle + 20 g Pointer SX NT 102 / Trimmer NT 102 Kamille, evtl. auch zur Nachbehandlung mit 30 g Produkte für frühen Nachauflauf des Getreides außer Gerste ( wenn NAK Termin versäumt ) 100 120 g Absolute M + 0,2 ltr Herold NT 102 Mischung enthält 11,2 13,4 g Lexus, Wirkung auch gegen Kornblume Tankmischung nicht in Wintergerste **5 Produkte für frühen Nachauflauf des Getreides incl. Gerste ( wenn NAK Termin versäumt ) NT 103 0,8 1,0 ltr Axial Komplett je nach Saattermin ab ca. 15. Oktober Schwäche gegen J.Rispe und Stiefmütterchen keine Bodenwirkung ***
Schneckenbekämpfung Herbst 2011 Schnecken Schadbild: Fraß im Boden: Oberirdischer Fraß: allgemein in Raps und Getreide unregelmäßiger Auflauf bis hin zum Totalverlust Jungschnecken (sehr klein und mit dem bloßen Auge schwer zu finden) fressen im Boden bereits an den gequollenen Getreidesaatkörnern und höhlen diese aus. Raps und Getreidekeimlinge werden unterirdisch vernichtet. Raps: Fraß an der Terminalknospe, an Blättern und Stängeln bis zum Ende des 4 Blatt Stadiums. Getreide: ab 3 Blatt Stadium Fensterfraß an den Blättern Abschätzen eines voraussichtlichen Schadens durch Auslegen von nassen Säcken Köderfolien Schadschwelle: Werden mehrmals 3 4 Schnecken gefunden, sollte behandelt werden! Auf Problemflächen 4 Tage nach der Saat Schneckenkorn streuen! Bekämpfungserfolg: Wirkungseintritt: max. 70 %, da Jungschnecken / Eier nicht erfasst werden verzögert, da Beginn der Köderaufnahme mehrere Tage dauern kann, gleichmäßige Köderverteilung entscheidend für den Bekämpfungserfolg 6 kg NaTroX ca. 40 Köder / m², Metaldehyd, zugelassen ab Auflaufen der Saat gute Köderwirkung, da Kombination aus Nass und Trockenpressung Anwendung maximal 2 x / Kultur und Jahr andere Metaldehyd Produkte 3 kg Delicia Schneckenlinsen 3 kg Mollustop 4 kg Patrol Meta Pads reine Nasspressung: ca. 34 Köder / m² zugelassen ab der Saat, Anwendung maximal 2 x / Kultur und Jahr 7 kg Sluxx ca. 60 Köder / m², EisenIIIPhosphat, Schnecken schleimen nicht aus zugelassen ab der Saat Nasspressung max. 4 x / Kultur und Jahr
Blattläuse (Virusübertragung) Ab dem Auflaufen der Bestände Befallskontrolle durchführen. Gefährdet sind insbesondere Frühsaaten vor allem bei warmer HerbstWitterung. Nach dem Häckseln benachbarter Maisflächen fliegen Läuse in nahe gelegene Getreidebestände. 75 ml Karate Zeon NT 103 150 g Trafo WG NT 103 abstandsfreies Spritzen möglich *5,10 *5,10 Bilder aus dem Jahr 2009: Gelbverzwergungsvirus der Gerste Spurennährstoffversorgung Standardmaßnahme im Herbst ab 3 Blattstadium vor allem in WGerste fördert die Wurzelentwicklung nach dem Auflauf verbessert die Winterhärte beschleunigt die Frühjahrsentwicklung 2 4 ltr Beiselen Mangan 150 enthält 150 g Mangan / ltr 1 2 ltr Beiselen GetreideMix = Spurennährstoff Düngerlösung enthält: 183 g Mn, 25 g Cu, 77 g Zn, 30 g N, 216 g MgO pro Liter