Atemschutzüberwachung 2013

Ähnliche Dokumente
Atemschutzüberwachung

Atemschutznotfallrettung (ASNR) - Unterlagen Ausbilder -

Atemschutz überwachung. Freiwillige Feuerwehr Pfarrkirchen

Atemschutzüberwachung der Feuerwehr

Vorgehen unter Atemschutz

Sollten dennoch Änderungen an den Inhalten dieser Unterlage vorgenommen werden, übernimmt die TPG IV für die Richtigkeit keine Haftung.

Feuerwehr Aschaffenburg. -Atemschutz- Sicherheitstrupp. Der Sicherheitstrupp. Stand: Jan Hubert Sauer, BM

Nachbesprechung Teil 1

Lehren aus Atemschutzunfällen

Sicherheitstrupp. Was muss der Sicherheitstrupp leisten?

Lernunterlage. Einsatztaktik Atemschutz. Ausgabe: Gliederungsziffer: Feuerwehrschule

Lernzielkatalog Atemschutzgeräteträger

Empfehlungen/Hinweise zur Bewältigung von Notsituationen im Atemschutzeinsatz

Atemschutznotfalltraining am Beispiel der Feuerwehr Hamburg. LIVE 2011 (Brandamtmann Lars Lorenzen F0522K, Brandmeister Lars Seeger F121)

GEFAHRGUT AUSBILDUNG

Hinweise zur Bewältigung von Notsituationen im Atemschutzeinsatz

Freiwillige Feuerwehr Hettensen. Der Löscheinsatz. Ingolf Wolter

HELFEN IN NOT - IST UNSER GEBOT!

Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz FwDV 3 Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 Ausbildung JF Einsatz ohne Bereitstellung

Beispiel Feuerwehr Phoenix

FwDV 7 Atemschutz. Carsten Lüttge. Informationen über. - Grundlagen Feuer. - Grundlagen Strahlrohre

Notfalltraining Atemschutz. Björn Lüssenheide

Hinweise für Atemschutzgeräteträger

A.N.T.S. Atemschutz- Notfall- Trainierte- Staffel. < Vorname Name, Dienststelle > < Titel des Vortrages, Versionsdatum > Folie < Nr.

Suchtechnik. Suchen und Retten von Personen aus verrauchten Bereichen

Atemschutz. Feuerwehr

Die Feuerwehr- Dienstvorschriften. FwDV 3. FwDV 3. FeuerwehrDienstVorschrift 3. Einheiten im Löscheinsatz.

Die Rettungswege aus Sicht der Feuerwehr. OBR Dipl.-Ing. Dietmar Grabinger

Fragenkatalog zur Hessischen Feuerwehrleistungsübung Löscheinsatz. Es ist nur eine Antwortmöglichkeit richtig!

Atemschutzausbildung Stufe 3

Ausbildungsempfehlung. Atemschutz-Notfalltraining. Version 1.2

Lehrgangsplan. der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz für das Jahr 2015

FwDV 7. Feuerwehr-Dienstvorschrift 7. Stand: 2002 mit Änderungen Atemschutz

MAYDAY MAYDAY - Mann in Not - ATEMSCHUTZ RETTUNGSTRUPP. Dipl.- Ing. Jan Südmersen BF Osnabrück. Atemschutz-Rettungstrupp

Anerkannte Ausbildungsstätte für Atemschutzgeräteträger

Atemschutznotfallrettung. Notwendigkeit der Notfallrettung. unterstützt von. Arbeitsmaterial

Stand 2002 mit Änderungen Atemschutz

Branddirektion Frankfurt am Main FRA - Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie

Atemschutz. Die Feuerwehr-Dienstvorschriften gelten für die Ausbildung, die Fortbildung und den Einsatz.

Meldung an

FwDV 7. Feuerwehr-Dienstvorschrift 7. Stand: August Atemschutz

FwDV 7 Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 Stand: Atemschutz W. Kohlhammer, Stuttgart. Verlag W. Kohlhammer

Thema : Unterricht über richtiges Belüften von Einsatzstellen

Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr Fragenkatalog Atemschutzgeräteträger

Ausbildung Atemschutzgerätetr

FwDV 2/1 Feuerwehr- Dienstvorschrift 2/1. Ausgabe Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren. Rahmenvorschriften

13 Brandsimulationsanlage Inhaltsverzeichnis

Freiwillige Feuerwehr ST.PÖLTEN-WAGRAM

Feuerwehr-Dienstvorschrift FwDV 7 Atemschutz Ausgabe August 2004 Seite 1

LANDESFEUERWEHRVERBAND NIEDERSACHSEN e.v.

Lernunterlage. Titel: FwDV 7. Ausgabe: Gliederungsziffer: Feuerwehrschule

Grundsätze und Ausbildungshilfe

BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM DES INNERN Kopie

FEUERMELDER. Sonderausgabe Atemschutz. Amtsleiter Amt 37 Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz

Atemschutz (Mit Anpassungen für das Technische Hilfswerk)

Die Gruppe im technischen Hilfeleistungseinsatz

Die letztendliche Entscheidungsgewalt zum Vorgehen im Einsatz hat der Gruppenkommandant des jeweiligen Fahrzeuges bzw. der Einsatzleiter.

Handlungsanweisungen für die Aus- und Fortbildung. Leitfaden Innenangriff

Ausbildung Truppführer. Löscheinsatz nach FwDV 3 Leitern nach FwDV 10

Gemeinde Weinbach. Atemschutzkonzept für die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Weinbach. nach gültiger FwDV und UVV

Standard-Einsatz-Regel. Brandeinsatz mit Innenangriff

Atemschutzschulung 2009

Abt. Arbeits - und Umweltschutz. Brandschutz

Anleiterbereitschaft A stairway to safety! 6. Fachtagung Atemschutz, Pfarrkirchen 2008 Jan Ole Unger

Obergimpern

Ausbildung. Löschangriff (offenes Gewässer)

Atemschutzgeräteträger

AUSBILDUNG (Ausbilderbesprechung, )

Notfall im Atemschutz-Einsatz

FUNKBETRIEBLICHE REGELUNGEN IM 2M-WELLENBEREICH DES ABC-ZUGES DER FREIWILLIGEN FEUERWEHREN IM LAND- KREIS SAARLOUIS

Erstsemesterwoche Oktober Brandschutzordnung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

2/6.2 Kommentar zur Feuerwehrdienstvorschrift Atemschutz FwDV 7 - Ausgabe 2002

Stufe 3 - Erweiterte Atemschutzausbildung. Unterlagen: evtl. Bedienungsanleitungen. Geräte: 2 praktische Übungen

Feuerwehr Rentrisch Unterweisung Atemschutz 2009 nach FwDv 7 Atemschutzüberwachung Dräger REGIS 300

Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt Saarlouis

Erstellt für die Freiwillige Feuerwehr Grafenhausen

Bericht über den Atemschutznotfall vom Einsatzstichwort: Brand 3

Erfahrungen bei der Ausbildung von Atemschutz- und CSA-Trägern

Jeder PA, der auf dem Fahrzeug verlastet wird, muss vor jedem Gebrauch (Einsatz, Übung) einer Kurzprüfung unterzogen werden.

MUSTER FUNKBETRIEBLICHE REGELUNGEN IM 2M-WELLENBEREICH DER ABC-ZÜGE im SAARLAND (hier: FREIWILLIGE FEUERWEHREN LANDKREIS SAARLOUIS)

Einführung: Leistungsprüfung Die Gruppe im Löscheinsatz

Atemschutzeinsatz -Die Einsatzkurzprüfungvon Christian Holz ( )

Lehrgangsplan 3. Änderung

Theoretische Atemschutzunterweisung

Niedersächsische Landesfeuerwehrschulen Celle und Loy

FwDV 3 - Die Staffel im Löscheinsatz

Atemschutz in der Feuerwehr Gengenbach

Wir waschen keine Dächer Projekt Niederösterreichischer Landesfeuerwehrverband Bezirksfeuerwehrkommando Tulln Sachgebiet Ausbildung

Rettungsgeräte Praxis, Erste Hilfe

Tödlicher Unfall "Köln" Konsequenzen für Ausbildung und Einsatz

Suchtechniken. - Suchen von Personen in verrauchten Bereichen -

Freiwillige Feuerwehr Goldach

Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz

NABK. Lehrgang Atemschutzgeräteträger. Niedersächsische Akademie. Anlage 4 Fragenkatalog

Standardeinsatzregeln

Anlage zum Ausbilderheft Atemschutzgeräteträger

Einheiten im Hilfeleistungseinsatz

Atemschutzübungsstrecke Feuerwehren im Landkreis St.Wendel

Transkript:

Atemschutzüberwachung 2013 Unfälle Tübingen Dez. 2005 Wohnhausbrand Zwei Atemschutzgeräteträger tot! Brandeinsatz endet tödlich 112-06/2006 Ibbenbühren (NW) Schon wieder ist in Deutschland ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz tödlich verunglückt. In Ibbenbühren (Kreis Steinfurt) starb ein 32-jähriges Mitglied der freiwilligen Feuerwehr bei der Brandbekämpfung in einem Hochregallager. Wie die Polizei mitteilte, waren mehrere Trupps zum Innenangriff in das Gebäude in dem Textilien lagerten - vorgegangen. Erst beim Rückzug war das Fehlen des Kameraden aufgefallen. Er konnte später nur noch tot geborgen werden. Warum der Kamerad nicht gemeinsam mit seinem Trupp-Kollegen unterwegs war, stand zunächst nicht fest. Offenbar hatte der 32-Jährige in dem brennenden Gebäude die Orientierung verloren. Eine Obduktion ergab, dass er an Verbrennungen starb. H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 1 H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 2 Unfälle Rechtliche Grundlagen Tödlicher Unfall des Kölner Feuerwehrmanns Stampe Eskalierender Kellerbrand in einem Kölner Hochhaus im März 1996 Tödlicher Unfall eines Atemschutzgeräterägers aus Donaustauf Saunabrand im Keller Tödlicher Unfall von drei Schweizer Atemschutzgeräte -trägern in Niederbipp Sie wurden beim Rückzug von Lagermaterialien verschüttet und erstickten. Beim Auffinden liegen sie weit auseinander, die Vollmasken sind von den Gesichtern abgerissen und in ihren Atemorganen befinden sich Rußspuren Tod dreier englischer Feuerwehrleute 1997 Ihren Atemschutzgeräten wurde infolge großer Hitze und Flammen bei der Brandbekämpfung solche Schäden zugefügt, dass sie ihre Funktion einbüssten und die Feuerwehrleute an Rauchgasen erstickten Tödlicher Unfall eines Atemschutzgeräterägers in Wien 1998 Ein harmloser Kellerbrand, der Profi und Atemschutzausbilder Herr L. kehrt nicht mehr zurück H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 3 FwDV 7 - Atemschutz (Ausgabe 2002 und Änderungen 2005) Bei jedem Atemschutzeinsatz mit Isoliergeräten und bei jeder Übung mit Isoliergeräten muss grundsätzlich eine Atemschutzüberwachung durchgeführt werden. UVV - 17 (Verhalten im Feuerwehrdienst) und 27 (Einsatz von Atemschutzgeräten) - sicheres Tätigwerden ermöglichen - Bestimmungen FwDV 7 sind einzuhalten Dienstanweisungen H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 4

Verantwortung des Truppmanns Körperliche Belastung von Atemschutzgeräteträgern Unabhängig von der Atemschutzüberwachung hat jeder Geräteträger vor dem Einsatz folgendes zu beachten: Ausrüstung vollständig? Fülldruck mehr als 90 % (180/270 bar). Warnsignal i.o.? Im Einsatz eigene Druckkontrolle Kein Einsatz: Bei akuter Erkältung oder Unwohlsein Unter Alkohol-, Drogen-, Medikamenteneinfluß Nach schwerer Krankheit Bedingungen nach FwDV 7 nicht erfüllt Der Atemschutzgeräteträger muss selbst mitteilen, dass er nicht einsatzfähig ist!!! H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 5 Institut für Arbeitsphysiologie der Universität Dortmund: Leistungsfähigkeit eines Atemschutzgeräteträgers beträgt aufgrund der Ausrüstung nur noch 70 % des Normalwertes nach 15 Minuten Tätigkeit unter Innenangriffsbedingungen steigt die Pulsfrequenz über 200 /min steigt die Körpertemperatur über 41 C Deshalb maximale Einsatzzeit: unter PA - 30 Minuten unter CSA - 15 Minuten (bis zum Einleiten der Dekontamination) H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 6 Atemschutzüberwachung Erfassung der eingesetzten Trupps Eine Atemschutzüberwachung ist bei Einsatz und Übung durchzuführen. Verantwortlich ist der Einheitsführer! ( Staffel-/Gruppenführer ) Atemschutzüberwachung ist eine Führungsaufgabe! Der Atemschutzüberwacher ist für Überwachung und Sicherheit der in seinem Abschnitt eingesetzten Atemschutztrupps zuständig. übernimmt keine anderen Aufgaben. Geht das in der Praxis? muss jederzeit den Standort der Trupps nachvollziehen können. hat auf rechtzeitige Bereitstellung von Reservetrupps zu achten. setzt eigenständig keine Trupps ein, außer in Notfällen. achtet auf die ausreichende Bereitstellung von Sicherheitstrupps. ist nicht für die taktische Führung der Trupps zuständig. H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 7 Alle Einsatz- und Sicherheitstrupps sind zu erfassen. Reservetrupps werden erst erfasst, wenn sie eingesetzt werden. Der jeweilige Truppführer ist für die Erfassung seines Trupps verantwortlich. Zu Beginn des Einsatzes werden erfasst: Namen der eingesetzten Kräfte und Funkrufname Flaschendruck bei Einsatzbeginn vorgesehenes Einsatzziel Einsatzbeginn (Uhrzeit) Bei mehr als fünf Trupps oder bei Abschnittsbildung kommen weitere Atemschutzüberwacher zum Einsatz. H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 8

Dokumentation des Einsatzablaufs Atemschutzüberwachung Häufige Fehler: Während des Einsatzes wird dokumentiert Flaschendruck und Uhrzeit beim Erreichen des Einsatzziels, jedoch spätestens nach einem Drittel der vorrausichtlichen Einsatzzeit zu Beginn des Rückzugs beim Verlassen der Einsatzstelle signifikante Standortänderungen der Einsatztrupps H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 9 Eine Atemschutzüberwachung wird nicht regelmäßig bzw. nicht von Anfang an durchgeführt Statt einer Atemschutzüberwachung wird NUR eine Dokumentation durchgeführt Ein Atemschutzüberwacher überwacht zu viele Trupps gleichzeitig (Es sollten maximal drei Trupps von einer Person überwacht werden) Keine eindeutigen Funkrufnamen (Jupp von Karl kommen geht nicht) Der Atemschutzüberwacher hat den Funkrufnamen Atemschutzüberwachung. Je nach Lage Ergänzung erforderlich, z.b. Atemschutzüberwachung Löschgruppe Simmerath Bei Abschnittsbildung erhält die Atemschutzlogistik einen eigenen Funkkanal H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 10 H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 11 H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 12

Einsatzgrundsätze 2. Rettungsweg vorhanden (DL, tragbare Leitern)? Vor Einsatzbeginn Sichtprüfungen von Maske und Gerät durchführen Ausrüstung korrekt anlegen Einsatzkurzprüfung durchführen Atemluftflaschen komplett öffnen Funkgerät (zwingend) Funktionsprüfung Anmelden beim Atemschutzüberwacher Im Einsatz Nur truppweise Vorgehen Die Truppmitglieder müssen ausreichend Kontakt zueinander halten, um beim Partner einen Notfall erkennen zu können. Das bedeutet bei Nullsicht Körperkontakt bzw. eine direkte Verbindung der beiden. Keine Trennung zur Erkundung oder um den Schlauch nachzuziehen Keine Ablösung eines einzelnen AGT Regelmäßige Kommunikation zum Atemschutzüberwacher Rechtzeitig Unterstützung anfordern Leistungsgrenzen beachten H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 13 Sicherheitstrupp UVV: Je nach Situation muss ein Rettungstrupp mit PA zum sofortigen Einsatz bereitstehen Mindestens ein Sicherheitstrupp ist obligatorisch für jeden Atemschutzeinsatz. Weitere Untergliederung bzw. Trupps nach taktischen Gesichtspunkten An Einsatzstellen ohne Gefährdung für die Trupps (PKW-Brand, Container im Freien ) kann auf Sicherheitstrupp verzichtet werden Voll ausgerüstet, aber PA nicht angeschlossen Rettungs-Pack mit Reserve-PA, Bergetuch Eigene Schlauchleitung Ausreichend Schlauchreserve Empfehlung, als 3. Rohr anschließen Bei Atemschutzüberwachung Einsatzbereitschaft registrieren Nebentätigkeiten sind zulässig. Ständig verfügbar Möglichst in der Nähe der Atemschutzüberwachung aufhalten H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 14 Erkennen der Notsituation Notfallmeldung Kennwort: Mayday, mayday, mayday Plötzliche Ereignisse: Einsturz, Explosion Durchzündungen Verlust der Orientierung Truppmitglied verloren Nicht genug Atemluft für den Rückweg Versperrter Rückweg Defektes Atemschutzgerät Rückmeldung auf Anforderung der Atemschutzüberwachung bleibt aus H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 15 Hilfe suchende Einsatzkraft: Hier < Funkrufname > < Standort > < Lage > Gesprächsabschluss: Mayday - kommen Möglichst Funkstille für andere Trupps Atemschutzüberwachung setzt Sicherungstrupp selbstständig ein Rückmeldung an Einheitsführer H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 16

Selbsthilfe Selbsthilfe Allgemein Plötzliche Brandausbreitung Ruhe bewahren! Panik oder Kopflosigkeit werden den Notfall verschlimmern Versuche dich zu orientieren! Wo bist du genau? Wo ist das nächste Fenster oder die Treppe? Notruf absetzen! Teile allen mit, das du Unterstützung brauchst. Aktiviere den Notsignalgeber (wenn vorhanden) Löse das Problem oder bringe dich in Sicherheit! Was genau ist das Problem und kannst du es selber lösen? Wenn nicht RAUS DA! H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 17 Sofortiger Rückzug Treppe oder Leiter? Flashover Reflex Hinwerfen Löschen der brennenden Gase Löschen der Umgebung Gesicherter Rückzug (Sprühimpulse in die Rauchschicht) Kein Rückzug möglich? Sicheren Raum aufsuchen. Tür schließen Kein Rückzug, kein sicherer Raum direkte Beflammung? Aus dem Fenster hängen H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 18 Selbsthilfe Selbsthilfe bei Geräteausfall Aufgaben des Sicherheitstrupps Finden und Retten eines in Not geratenen Trupps Überprüfen der Flaschenventile beide Flaschen offen? Bei gelösten Lungenautomaten: Spülen vor dem anschließen, dann wieder einstecken/anschrauben Nutzen eines Zweitanschlusses Wechselatmung (?) Schwierige Handhabung Erhöhter Luftbedarf bei begrenztem Atemluftvorrat Gefährdung des versorgendes Geräteträgers Verunreinigung der Atemluft Falls sofort erreichbar: Fenster öffnen und herausbeugen, ggf. Mitteldruckleitung als Schnorchel benutzen Möglichst große Bodennähe H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 19 Angriffsweg des in Not geratenen Trupps folgen Schlauchleitung Führungsleine Suchtechniken anwenden Wandtechnik, Tauchertechnik, Baumtechnik Lageübersicht verschaffen Verletzungen, Atemluftvorrat Rückmeldung per Funk Stabilisieren der Lage Körperlage korrigieren Atemluftversorgung Rückmeldung mit Eigendruckkontrolle H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 20

Suchtechniken Suchtechniken Wandtechnik Tauchertechnik Bett Zur Suche Axt verwenden Schrank H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 21 Sicherheits- Trupp Sicherheits- Mit Axt Bereich trupp absuchen H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 22 Retten von verunfallten AGT Lageübersicht Ansprechen, Körperkontakt suchen Check des Verunglückten (sehen, Hören, fühlen) Körperlage, Maskensitz Raumübersicht Lage stabilisieren, Luftversorgung sicherstellen H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 23 Retten von verunfallten AGT Rettungsmöglichkeit auswählen: Crashrettung Keine Rettungsmittel Größte Gefahr durch Zerstörung des Behälterventils Abrupter Atemverlust Schonende Rettung Rettungswindel Trage, Korbtrage PA Einsatz Schnelle Rettungsform Ebenenwechsel möglich PA bleibt geschützt Großer Platzbedarf Modifizierte Korbtrage Anmarschweg bestimmt die Rettungsmethode Rettungsmittel einsetzen Kommunikation von innen nach außen Störung von außen unterlassen H. Pelzer Löschgruppe Simmerath 24