Theaterstück für Grundschulen Der gestiefelte Kater Regiebuch von Reinhard Zembruski
1. Inhalt: Theaterstück - Der gestiefelte Kater Übersicht Das Märchen Der gestiefelte Kater, beginnt mit dem Tod eines Müllers, der jedem seiner drei Söhne, als Erbe, etwas anderes vermacht. Der erste Sohn bekommt die Mühle, der Zweite den Esel und der Dritte einen Kater. Weil der Kater sprechen konnte, überzeugte er den Müllersohn ihn am Leben zu lassen. Von seinem neuen Herren lässt er sich ein Paar Stiefel schenken und verspricht, ihm zu Reichtum und Ansehen zu verhelfen. Der Kater begibt sich auf das Schloss des Königs und fängt auf dessen Wunsch einen Sack voll Rebhühner, für die er mit Gold entlohnt wird. Nun braucht der jetzt reiche Müllersohn noch eine angemessene Residenz. Der Kater geht los und kommt an einem verwunschenen Schloss an, in dem ein Zauberer wohnt. Aus lauter Eitelkeit führt der Zauberer dem Kater seine Verwandlungskünste vor. Als sich der Zauber auf Wunsch des Katers in eine Maus verwandelte, wurde er auch gleich vom gestiefelten Kater gefressen. Jetzt, wo der Müllersohn nicht nur reich war, sondern auch ein Schloss besaß, lädt der gestiefelte Kater im Namen seines Herren, den er beim König zum Grafen geschwindelt hatte, die Königstochter zu sich ein. Angetan vom Reichtum heiratete die Prinzessin den Müllersohn. 2. Checkliste Seite 1 3. Übersicht Darsteller / Dekoration / Szenen Seite 2 4. Komplettes Märchen Seite 3 bis 5 5. Theaterstück Der gestiefelte Kater Seite 6 bis 22 6. Besetzungsliste Seite 23 7. Dekoration / Bühnenbild Seite 24 8. Organisationsplan Seite 25 9. Praktische Hinweise für die Theater AG Seite 26 bis 27 Anzahl der Mitwirkenden: 16 Anzahl der Szenen: 4 Regieanweisungen: Der Erzähler begrüßt die Gäste, und setzt sich dann in die linke oder rechte Bühnenecke und fängt zu erzählen an, bis der Müllersohn sein Selbstgespräch beginnt. Der Erzähler macht Pause, bis zu seinem nächsten Vortrag.
Theaterstück - Der gestiefelte Kater Personen/Darsteller: 16 1 Erzähler 1 Müllersohn 1 Kater 1 Schuster 1 Prinzessin 1 Wachsoldat 1 Kutscher 1 Zauberer 1 Elefant, 1 Löwe, 1 Maus 1 Diener, 1 Koch 10 Bauern auf der Wiese Bühnenbild (er) als Anregung: Feld, Wiese, Kornbündel, Mühle, Kornsäcke, Bauernhaus, Büsche und Bäume, Küche, Schloss Kostüme + Requisiten: 1 Müllerkostüm je 1 Kostüm den Elefanten, den Löwen und die Maus 1 Katzenkostüm 1 Kostüm für den reichen Müllersohn 1 Schusterkleidung mit Schürze und Utensilien 1 Königskostüm 1 Prinzessinnenkostüm 1 Uniform für den Wachsoldaten 1 Zaubererkostüme je 1 Dienerkostüm und Kochkostüm Requisiten: 1 Paar rote Stiefel, 1 Sack, einige Rebhühner (aus Stoff oder Pappmaschee) 1 Beutel mit Gold (Schokoladentaler), 1 Königsstuhl, 1 Königskrone, 1 Krone für die Prinzessin, 1 Pfanne Anzahl der Szenen: 4 2
Theaterstück - Der gestiefelte Kater 1. Szene - Auszug Darsteller: Erzähler/in Müllersohn Hans Kater Schuster Bühnenbild (Anregung) Mühle, Wiese, Holzbank, Büsche Requisiten: ein Paar rote Stiefel einen Sack einen Werkzeugkasten für den Schuster Kostüme: Müllerkostüm Katzenkostüm Schusterkostüm mit Schürze und Schusterutensilien 6
Theaterstück - Der gestiefelte Kater - 1. Szene/Auszug Erzähler: Es war einmal ein Müller, der hatte drei Söhne, seine Mühle, einen Esel und einen Kater, die Söhne mussten mahlen, der Esel Getreide holen und Mehl forttragen, die Katze dagegen die Mäuse wegfangen. Regieanweisung: Während der Erzähler spricht, betreten der 3. Sohn und der Kater die Bühne. Erzähler: Als der Müller starb, teilten sich die drei Söhne die Erbschaft, der Älteste bekam die Mühle, der Zweite den Esel. Der Dritte den Kater, weiter blieb nichts für ihn übrig. Dritter Sohn, Hans, (traurig) spricht zu sich selbst: Mir ist es doch recht schlimm ergangen, mein ältester Bruder kann mahlen, mein Zweiter auf einen Esel reiten - und was kann ich mit dem Kater anfangen? Mit dem kann ich doch kein Geld verdienen. Ich lasse mir ein Paar Pelzhandschuhe aus seinem Fell machen. Regieanweisung: Der Kater liegt auf dem Boden und tut so als ob er schlafen würde hört aber die Worte des dritten Sohnes. Wütend springt er zu dem dritten Sohn und spricht: Kater (böse fauchend): Pelzhandschuhe, du hast sie doch nicht mehr alle. Willst du dich mit mir streiten? Dritter Sohn (Hans): Kein Streit, das sagt sich so einfach. Meine Brüder können mit ihrem Erbe was anfangen, die werden ordentlich Geld verdienen. Und so zerrupft, wie mein Kater aussieht, kann man noch nicht einmal Pelzhandschuhe aus ihm machen. Oh je, was soll aus mir nur werden, ich werde bestimmt verhungern. Kater (verständnisvoll): Na ja, eigentlich kann er einem leidtun. Er war ja auch immer ganz anständig zu mir. Hat mir nie am Schwanz gezogen, als er klein war. Seine Brüder waren da schlimmer. He, dritter Sohn warte mal, ziehe nicht so ein enttäuschtes Gesicht. Hans, ich werde dafür sorgen, dass du nicht verhungerst. 7
Theaterstück - Der gestiefelte Kater 4. Szene - Auszug Darsteller: Kater König Müllersohn Hans (Graf) Prinzessin Bühnenbild (Anregung): Schloss Requisiten: gedeckter Tisch und Stühle Kostüme: Katzenkostüm Königskostüm Kostüm für die Prinzessin Grafenkostüm 20
Erzähler: Der König aber war mit dem Grafen und der Prinzessin weiter spazieren gefahren, und kam zu der großen Wiese.»Wem gehört das Heu?«fragte der König.»Dem Herrn Grafen«, riefen alle, wie der Kater ihnen befohlen hatte. Ihr habt da ein schönes Stück Land, Herr Graf«, sagte der König. Danach kamen sie an das große Kornfeld.»Wem gehört das Korn, ihr Leute? - Dem Herrn Grafen. -»Ei! Herr Graf! Große, schöne Ländereien! Darauf zu dem Wald: Wem gehört das Holz, ihr Leute?«-»Dem Herrn Grafen. Der König verwunderte sich noch mehr und sagte: Ihr müsst ein reicher Mann sein, Herr Graf, ich glaube nicht, dass ich einen so prächtigen Wald habe. Endlich kamen sie an das Schloss, der Kater stand oben an der Treppe, und als der Wagen unten hielt, sprang er herab, machte die Türe auf und sagte:»herr König, Ihr gelangt hier in das Schloss meines Herrn, des Grafen, den diese Ehre sein Lebtag glücklich machen wird. Der König stieg aus und verwunderte sich über das prächtige Gebäude, das fast größer und schöner war als sein Schloss. Regieanweisung: Vorhang öffnen. Auf der Bühne befinden sich der Kater, König, Prinzessin und der Müllersohn als Graf. König zum Müllersohn: O la, la, so ein wunderbares Schloss. Schau mal meine Tochter. Würde mich nicht wundern, wenn es sein Schloss ist. Sag es schon, oder? Müllersohn: A, äm, also, es ist so, wisst ihr... König unterbricht den Müllersohn: Keine falsche Bescheidenheit. Müllersohn: O je, jetzt fliegt die ganze Geschichte auf. Ich hätte von Anfang an nicht auf den Kater hören sollen. Kater: Willkommen und nehmt Platz. Ich habe mir erlaubt, ein kleines Essen 22