Herbstsemester 2009 cs106 Informatiklabor Teil 1: Java-Installation Florian Zeller
Vorgehen und Ziele Wöchentlich eine Übung Unterstützte Bearbeitung während den Übungsstunden Austausch mit älteren Semestern Besprechung der Probleme: Eine Woche nach Abgabe Zusätzliche Informationen zu den Übungen: http://courses.cs.unibas.ch/wiki/
Infrastruktur im U1075 Auf jedem Computer ist Windows und Linux installiert Beim Starten kann ausgewählt werden, welches gebootet werden soll Anmeldung mit Unibas-Emailadresse oder Benutzername Alle lokalen Daten werden regelmässig automatisch gelöscht Nichts lokal (z.b. auf dem Desktop) speichern, das gespeichert bleiben soll Jede und jeder hat ein persönliches Netzlaufwerk mit 500 MB Platz. Die dort gespeicherten Daten werden nie automatisch gelöscht Es können keine lokalen Anwendungen installiert werden Dafür werden sogenannte VMware Images benutzt (siehe Übung 1)
JVM und JDK In Java geschriebene Programme sind grundsätzlich plattform-unabhängig, weil sie innerhalb einer Java Virtual Machine (JVM) ablaufen Somit sind die Programme auf allen Betriebsystemen lauffähig, für welche eine solche JVM existiert. Windows Linux OS X... Um zu programmieren, werden wir ein Java Development Kit (JDK) benötigen.
Bestehende Installation prüfen Ist bereits eine Java Laufzeit-Umgebung installiert? Starten eines Command Prompts (Eingabeauforderung): In Startmenu suchen oder Start -> Ausführen: cmd (Windows) Z.B. über Verknüpfung in Startleiste (Linux) Eingeben und mit ENTER bestätigen: java -version Wo ist java installiert? Windows-Registry (Start -> Ausführen -> regedit ): HKLM->Software->JavaSoft->Java Runtime Environment->CurrentVersion Linux: whereis java oder which java oder...
Installation JDK-SE Installation unter Windows: Einloggen mit Administrationsrechten Ausführbare JDK-SE exe-installationsdatei herunterladen: http://java.sun.com/ Mit Doppelklick starten und installieren Installationsdatei löschen Umgebungsvariablen anpassen
Installation JDK-SE Installation unter Linux: Einloggen als root oder kurzzeitig root-rechte mit su holen Shell aufrufen Die Installationsdatei herunterladen (z.b. nach /opt): http://java.sun.com/ Setup starten chmod a+x <Dateiname.bin>./ <Dateiname.bin> Installationsdatei löschen Umgebungsvariablen anpassen
Umgebungsvariablen Was ist eine Umgebungsvariable? Eine Umgebungsvariable enthält beliebige Zeichenketten, die in den meisten Fällen Pfade zu bestimmten Programmen oder Daten enthalten, sowie bestimmte Daten, die von mehreren Programmen verwendet werden können. Wikipedia Was ist PATH? PATH beinhaltet eine Auflistung von Suchpfaden. Unter Windows sind die Pfade mit einem Semikolon ; getrennt, unter Linux mit einem Doppelpunkt :. Jeder eingegebene Befehl, etwa java, wird vom Betriebssystem an allen in PATH angegebenen Pfaden gesucht. Wird ein Programm dieses Namens gefunden, so wird es ausgeführt.
Umgebungsvariablen setzen Setzen des PATH unter Windows Für die aktuelle Shell: set PATH=%PATH%;<Pfad zum bin-ordner der Java-Installation> echo %PATH% Dauerhaftes Ändern des PATH (empfohlen): Systemeigenschaften -> Erweitert -> Umgebungsvariablen -> Path (analog zur Kommandozeilen-Variante mit ; abgetrennt anfügen)
Umgebungsvariablen setzen Setzen des PATH unter Linux Für die aktuelle Shell: export PATH=$PATH:<Pfad zum bin-ordner Java-Installation> echo $PATH Dauerhaftes Ändern des PATH (empfohlen): Hinzufügen des oberen Befehls unter ~/.bashrc - hat nur Effekt auf den aktuellen User, und zwar erst nach erneutem Login (oder manuellem sourcen der.bashrc) Oder unter /etc/profile für alle Users (geht nur mit root-rechten)
Kurze Einführung in die Linux-Shell Eine Shell ist ein Kommandozeilen-Interpreter. Meistens bieten Shells ein Prompt an: [john@snail:~] $ _ Ein Kommando kann eingegeben und mit ENTER bestätigt werden; die Shell analysiert und führt es aus. Obwohl altmodisch anmutend ist die Benutzung einer Shell gang und gäbe, sei es in der Administration von Server, der Mathematik oder der Batch-Verarbeitung. Für diese Übung relevante Befehle: ls // Den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses ausgeben cd <Verzeichnis> // Wechsle in dieses Verzeichnis (cd.. = eins hoch ) man <Befehl> // Zeigt eine Hilfeseite zu diesem Befehl an chmod a+x <Datei> // Mache diese Datei ausführbar mv <Quelle> <Ziel> // Verschiebe die Quelldatei/Ordner nach Ziel rm <Datei> // Lösche diese Datei (Achtung, kein Papierkorb!)
Kurze Einführung in die Linux-Shell (2) Innerhalb einer Shell kann man nicht auf ein Programm doppelklicken, um sie auszuführen, sondern man gibt den Programm-Namen als Kommando ein. Dazu muss die Programm-Datei ausführbar sein. Zum Starten eines Programms, das nicht im PATH ist, muss unter Linux immer der Ort (relativer oder absoluter Pfad) angegeben werden. Wenn es im aktuellen Verzeichnis ist:./<programm> (man beachte das./ ). Beispiel: [john@snail:~/test] $ ls -l -rw-r--r-- 1 john staff 36 Sep 18 15:32 test [john@snail:~/test] $./test -bash:./test: Permission denied [john@snail:~/test] $ chmod a+x test [john@snail:~/test] $ ls -l -rwxr-xr-x 1 john staff 24 Sep 18 15:35 test [john@snail:~/test] $./test I am a test script