ASV-BW. Serverinstallation unter Linux-Systemen



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Transkript:

Schulverwaltung Baden-Württemberg ASV-BW Serverinstallation unter Linux-Systemen Stand: 07.08.2015

Inhaltsverzeichnis 1. Vorbereitende... Maßnahmen 3 1.1 Systemvoraussetzungen... 3 1.2 Java 8... installieren 3 1.3 Firewall... anpassen 4... 5 2. Postgres 2.1 PostgreSQL... installieren 5 2.2 Konfigurationsdateien... 7 2.3 PG-Admin... 8 2.4 Backup/Restore... 10 2.5 Einrichten... der ASV-BW-Datenbank 12 3. Installation... ASV-Server 14 3.1 Installation... 14 3.2 Bedienung... des ASV-Servers 19 3.3 ASV... deinstallieren 21

1 Vorbereitende Maßnahmen Voraussetzungen: Der ASV-Server benötigt einen Zugang zur KISS-Infrastruktur mit mindestens 64KBit/s: Vodafone KISS (ISDN, UMTS, LTE oder DSL), KISS-Belwue oder kommunale Rechenzentren. Für die ASV-BW-Version 1.24 wird als Java-Laufzeitumgebung zwingend Java 8 benötigt. Bei künftigen ASV-BW-Versionen kann sich auch die Java-Version ändern. ASV-BW benötigt zwingend PostgreSQL Version 9.2.x.. Höhere Versionen wurden noch nicht getestet. Anpassung der Firewall, Öffnen der benötigten Ports Für die Installation wird zwingend eine graphische Oberfläche benötigt. Wenn auf dem Server keine vorhanden ist, kann z.b. Xfce nachinstalliert werden. Auch die Übertragung der graphischen Ausgabe auf einen entfernten Rechner über eine SSH-Verbindung ist möglich. 1.1 Systemvoraussetzungen Für die Installation des ASV-Servers gelten die gleichen Hardwarevoraussetzungen wie für Windows Server. Diese können auf der Wissensdatenbank im Intranet der Kultusverwaltung eingesehen werden unter ASV > ASV-BW > Systemvoraussetzungen. 1.2 Java 8 installieren Die Java-Installation wird hier nur beispielhaft beschrieben. Für künftige ASV-BW- Programmupdates kann u.u. eine höhere Java Version notwendig sein. Beachten Sie dazu die Release Notes. Überprüfen Sie die vorhandene Java Version: java -version Als Ausgabe kann z.b. folgendes Ergebnis angezeigt werden: java version "1.6.0_22" OpenJDK Runtime Environment (IcedTea6 1.10.4) (rhel-1.41.1.10.4. el6-i386) OpenJDK Server VM (build 20.0-b11, mixed mode) Wenn Java 8 nicht vorhanden ist, muss es nachinstalliert werden. Die notwendigen Dateien finden Sie auf der Homepage von Oracle: http://www.java.com/de/ download/manual.jsp Wählen Sie hier das passende Paket aus und laden Sie es herunter: Legen Sie nun ein Ziel-Verzeichnis für die Java Installation, /opt/oracle_java/ an mkdir /opt/oracle_java 3

Entpacken Sie das heruntergeladene Archiv in dieses Verzeichnis. (Beachten Sie bei den folgenden Aktionen, dass die Versionsnummer bei Ihrem Archiv von der hier dargestellten abweichen kann) tar -xf jre-8u45-linux-i586.tar.gz -C /opt/oracle_java Registrieren Sie das Java-Binary im alternatives-system update-alternatives --install "/usr/bin/java" "java" "/opt/ Oracle_Java/jre1.8.0_45/bin/java" 1 und update-alternatives --install "/usr/bin/javaws" "javaws" "/opt/ Oracle_Java/jre1.8.0_45/bin/javaws" 1 Legen Sie Java 8 als aktive Version fest update-alternatives --set "java" "/opt/oracle_java/jre1.8.0_45/ bin/java" und update-alternatives --set "javaws" "/opt/oracle_java/jre1.8.0_45/ bin/javaws" Überprüfen Sie anschließend erneut die Java Version mit java -version Jetzt sollte die Ausgabe Java 8 als aktuelle Version anzeigen: java version "1.8.0_45" Java(TM) SE Runtime Environment (build 1.8.0_45-b14) 1.3 Firewall anpassen Für die Kommunikation des ASV-Servers mit der Datenbank bzw. mit dem Client, sowie mit dem ZSS (Zentraler Schulserver) müssen Ports geöffnet werden. Das Schaubild zeigt die notwendigen Verbindungen nach außen. Port 8765 Über diesen Port kommunizieren die ASV-Clients mit ihrem ASV-Server. Dieser Port muss im LAN bei allen Clients und dem ASV-Server ein- und ausgehend geöffnet sein. 4

Port 9876 Über diesen Port wird die Kommunikation vom ASV-Server zum ZSS (Zentralen Schulserver) aufgebaut. Der Port muss offen sein, damit ASV-BW die Dienststellen- und Personaldaten der Schule importieren kann. Außerdem werden die Wertelisten über diesen Port aktualisiert. Port 5432 Für die Kommunikation des ASV-Servers mit der Datenbank muss der Port 5432 freigegeben werden. Dies ist der Standard-Port des PostgreSQL-Datenbanksystems. Wenn ASV-Server und PostgreSQL auf der gleichen Maschine installiert sind, ist hier keine Anpassung notwendig. Beispiel: Öffnen des Ports 5432 in der Firewall vi /etc/sysconfig/iptables Neue Zeile einfügen: -A INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 5432 -j ACCEPT Danach muss der Dienst iptables neu gestartet werden. service iptables restart 2 Postgres 2.1 PostgreSQL installieren Zunächst muss überprüft werden, ob bereits eine postgresql-installation vorhanden ist. Abfrage für Client: psql --version Abfrage für Server (als User postgres): SELECT version(); Sind bereits mehrere Versionen vorhanden: locate bin/psql xargs -i xargs -t '{}' -V Wenn bereits Installationen in anderen Versionen vorhanden sind (z.b. für SVP-BW), kann Version 9.2 parallel installiert werden. Bei jeder zusätzlichen Installation erhöht sich die Portnummer automatisch um +1. Dies kann/muss in der posgresql.conf Datei überprüft werden. 5

Ist die Version 9.2 bereits vorhanden, kann dieses Kapitel übersprungen werden. Bei den gängigen Linux-Distributionen kann postgresql in der Version 9.2 über den Paketmanager installiert werden. Ist die Version 9.2 nicht verfügbar, kann sie auch von der PostgreSQL-Homepage beschafft werden: http://yum.pgrpms.org/reporpms/ Hier ein kurzer Ablauf der Installationsschritte auf einem CentOS Rechner: Wählen Sie das passende Paket aus: Kopieren Sie die Adresse des Paketes und laden Sie es mit wget herunter: wget http://yum.postgresql.org/9.2/redhat/rhel-6-i386/pgdgcentos92-9.2-6.noarch.rpm Danach installieren Sie das rpm-paket: rpm -ivh pgdg-centos92-9.2-6.noarch.rpm Jetzt muss das Paket verfügbar sein: yum search postgres 6

Installieren Sie postgresql92 und postgresql92-server: yum install postgresql92 postgresql92-server Nach der Installation starten Sie den Dienst postgresql: service postgresql-9.2 initdb service postgresql-9.2 start Wenn der Dienst postgres beim Serverstart automatisch gestartet werden soll, geben Sie ein: RedHat/CentOS: chkconfig postgresql-9.2 on Debian/Ubuntu: update-rc.d postgresql defaults OpenSuSE: chkconfig --add postgresql Ändern Sie das Passwort des Users postgres. Dieses Passwort muss später bei der Installation von ASV-BW angegeben werden. Dazu melden Sie sich als Benutzer postgres an: su postgres Verbinden Sie sich mit der Standard-Datenbank postgres: psql -dpostgres Ändern Sie das Passwort: postgres=# ALTER USER postgres WITH PASSWORD 'strenggeheim'; Verlassen Sie psql mit : \q 2.2 Konfigurationsdateien postgresql.conf Konfigurieren Sie die Datei postgresql.conf. Red Hat/CentOS: vi /var/lib/pgsql/9.2/data/postgresql.conf Debian u. Ubuntu : vi /etc/postgresql/9.2/main/postgresql.conf OpenSuSE: vi /var/lib/pgsql/data/postgresql.conf Bei den listen_adresses wird localhost ersetzt durch '*' Der Port 5432 wird aktiviert (Kommentarzeichen # entfernen) 7

pg_hba.conf Konfigurieren Sie die Datei pg_hba.conf. Red Hat/CentOS: vi /var/lib/pgsql/9.2/data/pg_hba.conf Debian u. Ubuntu : vi /etc/postgresql/9.2/main/pg_hba.conf OpenSuSE: vi /var/lib/pgsql/data/pg_hba.conf Fügen Sie eine neue Zeile ein unter den IPv4 connections: host all all 0.0.0.0/0 trust Danach muss der Dienst postgres neu gestartet werden service postgresql-9.2 restart 2.3 PG-Admin Wenn Sie eine graphische Oberfläche verwenden, können Sie das Administrationstool pgadmin III installieren. Mit diesem Tool lassen sich Datenbanken verwalten, anlegen oder löschen. Außerdem kann man damit komfortabel die Datensicherung und Wiederherstellung der ASV- Datenbank durchführen. Installation von pgadmin III RedHat/CentOS: yum install pgadmin3_92 Debian/Ubuntu: apt-get install pgadmin3 OpenSuSE: zypper in pgadmin3 Nach der Installation fügen Sie über das Stecker-Symbol eine neue Verbindung zum Server hinzu: 8

Geben Sie die Verbindungsparameter ein: Fertiges Ergebnis: 9

2.4 Backup/Restore Die Datensicherung und -wiederherstellung kann zunächst manuell durchgeführt werden mit den jeweiligen Befehlen. Auch eine automatische Datensicherung kann eingerichtet werden. Backup - ein komprimiertes Backup der asv Datenbank erzeugen (als root) pg_dump benötigt Hostname, Port, Benutzername, Optionen, Dateipfad/Bezeichnung, Datenbankname pg_dump -h localhost -p 5432 -U postgres -Fc -f <backup-name>. backup asv Ein so erzeugtes Backup ist nachher auch mit pgadmin III wieder zurückspielbar (in diesem Fall ist die Dateiendung.backup wichtig) Restore pg_restore benötigt Hostname, Datenbankname, Benutzername, Dateipfad/Bezeichnung der. backup-datei. pg_restore -h localhost -p5432 -d asv -U postgres -c <backupname>.backup Automatische Datensicherung mit einem Skript Das Skript im hier gezeigten Bespiel erstellt einmal an jedem Wochentag eine Datensicherung der ASV-BW-Datenbank. Die Sicherungen des vergangenen Woche werden jeweils überschrieben. Somit kann man immer auf die Backups einer zurückliegenden Woche zurückgreifen. Eine Anpassung des Skripts auf andere Zeitintervalle ist jederzeit möglich. Zusätzlich wird bei jeder Datensicherung eine backup.log-datei geschrieben zur Überwachung des Ablaufs. Legen Sie zunächst das Zielverzeichnis für die Backupdateien an. mkdir /root/backup/ mkdir /root/backup/asv Erstellen Sie im Verzeichnis /root/backup/asv eine neue Datei, z.b. autobackup touch autobackup Als Shell-Skript muss diese Datei ausführbar gemacht werden chmod +x autobackup Öffnen Sie die die Datei autobackup mit Ihrem Editor und kopieren Sie den folgenden Text hinein: #!/bin/bash # automatisches Backup für ASV Datenbank HOME='/root/backup/asv' DATABASE=asv PORT=5432 DUMP_FILE="asv"`date +'%w'`".backup.bz2" cd $HOME echo "----------------------------------------------------------------- --------$ echo "Start: "`date` echo -e "\n\nasv.backup ($DUMP_FILE):\n" pg_dump -h localhost -p $PORT -U postgres -Fc $DATABASE bzip2 > $DUMP_FILE echo -e "\nende: "`date` "\n" 10

Passen Sie die Werte für HOME, DATABASE, PORT bei Bedarf auf Ihre Gegebenheiten an. Damit beim Ausführen der Datensicherung die Passwortabfrage des Benutzers postgres unterdrückt wird, muss im Homeverzeichnis des ausführenden Benutzers die Datei.pgpass erzeugt werden. nano /root/.pgpass In diese Datei werden die Zugangsdaten für User postgres eingefügt. hostname:port:database:username:password Die Datei wird nur berücksichtigt, wenn die Benutzerrechte eingeschränkt sind. chmod 0600 /root/.pgpass In diesem Beispiel sind Wildcards für alle Ports und alle Datenbanken eingetragen, sowie der Benutzername postgres mit dem Passwort postgres: Für die automatisierte Ausführung des Skripts wird nun ein Cronjob eingerichtet. Dazu muss die Datei crontab editiert werden. Für root befindet sie sich im Verzeichnis /etc/crontab. Für andere User kann eine crontab-datei je nach Distribution in das Verzeichnis /var/spool/cron oder /var/spool/cron/crontabs mit dem Usernamen als Dateibezeichnung kopiert werden. Aufruf mit crontab -e Hier wird tabellenartig das Zeitintervall eingetragen, der Username und der auszuführende Befehl. In diesem Beispiel wird jeden Tag um 16.00 Uhr ein Backup erstellt und eine log-datei in das Verzeichnis /root/backup/asv geschrieben. 0 16 * * * /root/backup/asv/autobackup >> root/backup/asv/backup. log 2>&1 11

Nach einer Woche befinden sich im Verzeichnis /root/asv/backup die Sicherungen von jedem Wochentag (0 = Sonntag usw.). 2.5 Einrichten der ASV-BW-Datenbank Die ASV-BW-Datenbank wird normalerweise bei der Installation des ASV-Servers angelegt. Man kann die Datenbank auch von Hand erzeugen. Anlegen der Datenbank im Terminal, ohne grafische Oberfläche: Befehl = createdb [Name der Datenbank] Folgende Optionen müssen berücksichtigt werden: Option Bedetung Wert -U Superuser postgres -h hostname localhost -p Port des postgres Servers 5432 -O Besitzer (Owner) der Datenbank asv -D Tablespace pg_default -T Template template0 -E Kodierung UTF8 -l locale, Zeichenfolge und Zeichentyp de_de.utf-8 -e Echo, zeigt die Befehle, die an den Server gesendet werden Beispiel: createdb asv3 -U postgres -h localhost -p 5432 -O asv -D pg_default -T template0 -E UTF8 -l de_de.utf-8 -e 12

Anlegen der Datenbank mit pgadmin III Der ASV-Server kann sich mit dieser leeren Datenbank nicht verbinden. Es muss zuerst ein ASV- BW-Backup eingelesen werden. 13

Außerdem muss in der config.ini des ASV-Servers der Name der neuen Datenbank eingetragen werden: 3 Installation ASV-Server 3.1 Installation Laden Sie das Installationspaket von ASV-BW herunter und entpacken Sie es in ein beliebiges Verzeichnis auf dem Rechner. Die Installation von ASV-BW wird mit Root-Rechten durchgeführt. Im Betrieb läuft ASV-BW später mit den Rechten eines neu anzulegenden, unterpriviligierten Nutzers asvdss. Legen Sie den Benutzer asvdss an: adduser --system --no-create-home asvdss Für die ASV-BW-Installation muss außerdem ein Verzeichnis /opt/asv/ angelegt werden. mkdir -p /opt/asv/ Für die weitere Installation benötigen Sie eine graphische Oberfläche. Diese kann bei Bedarf nachinstalliert werden. Sie muss jedoch nicht zwingend auf dem Server installiert sein. Man kann sich auch von einem Rechner mit graphischer Oberfäche per ssh auf dem Server einloggen und dann die graphische Ausgabe über den ssh-zugang ausgeben. Der entsprechende Befehl lautet: ssh -X user@serveradresse Das Installationspaket enthält eine Datei install.sh 14

Mit dieser Datei starten Sie den Installationsassistenten:./install.sh Bestätigen Sie die Meldung mit Klick auf 'Weiter'. Wählen Sie die Option 'Mehrplatz-Server'. 15

Tragen Sie das Zielverzeichnis ein, wenn es vom Standard abweicht: PostgreSQL-Verbindungsdaten: Kennung Passwort Host Port Initiale Datenbank postgres (Kennung des Datenbank- Superusers ) Hier geben Sie das zuvor bei der postgresql-installation geänderte Passwort des Users postgres ein. localhost (wenn ASV-Server und Postgres auf derselben Maschine laufen, können Sie den Eintrag stehen lassen) 5432 (Standardport von postgresql) postgres (in dieser Datenbank verwaltet postgres sich selbst) ASV Datenbank Datenbankname ASV DB Kennung ASV DB Kennwort asv (dieser Name kann so bleiben, wenn es nicht schon eine Datenbank mit diesem Namen gibt, z.b. vom Bewerbermodul) asv (dies ist die Kennung des Datenbankbenutzers, der die Rechte an der Datenbank asv hat) frei wählbar (mind. 6 Zeichen) z.b. asv123 16

Die Datenbank wird angelegt. Die Verknüpfung ins Start-Menü kann deaktiviert werden (gibt es nur für Windows). 17

Die Option "Zusammenfassung anzeigen" kann aktiviert werden. In der Zusammenfassung werden die Verbindungsparameter für den ASV-Server angezeigt. Diese Datei wird automatisch in das Installationsverzeichnis /opt/asv/server gespeichert. Nach der Installation gehören alle installierten Verzeichnisse und Dateien dem Benutzer root. Da der ASV-Server jedoch als Benutzer asvdss ausgeführt wird und seine Logfiles im Unterverzeichnis logs ablegt, muss der Benutzer asvdss Schreibrechte auf dieses Verzeichnis erhalten. Das Verzeichnis logs existiert direkt nach der Installation noch nicht, muss also erst noch erzeugt werden: mkdir /opt/asv/logs Des weiteren legt der ASV-Server im Verzeichnis /opt/asv/server eine Datei.lock an und schreibt in das Unterverzeichnis configuration. Daher benötigt der Benutzer asvdss auch Rechte an diesen Verzeichnissen. chown asvdss /opt/asv/logs chown asvdss /opt/asv/server/configuration chown asvdss /opt/asv/server Eine Anleitung für die Client-Installation auf Windows-Rechnern befindet sich auf der SCS- Wissensdatenbank im Intranet der Kultusverwaltung: http://kvintra.kultus.bwl.de/wdb Pfad: ASV > ASV-BW > ASV-BW Produktiver Einsatz > ASV-BW Dokumente und Anleitungen 18

3.2 Bedienung des ASV-Servers Der ASV-Server kann mit Hilfe einer Init-Script-Datei automatisch gestartet bzw. gestoppt werden, wenn der Server hoch- bzw. herunterfährt. Die Script-Datei wird auf der SCS-Wissensdatenbank zum Download angeboten. Entpacken Sie die Init-Script-Datei in das Verzeichnis /etc/init.d: unzip dss.zip -d /etc/init.d Danach wird sie ausführbar gemacht: chmod 777 dss In der Script-Datei müssen noch einige Parameter an die lokale Umgebung angepasst werden: vi /etc/init.d/dss Bitte überprüfen Sie folgende Werte: JAVA_HOME=/opt/Oracle_Java/jre1.8.0_45 (Verzeichnis und Versionsnummer von Ihrer Java- Installation) serviceuser="name des Benutzers, der den Dienst startet" servicegroup="name der Benutzergruppe des o.g. Benutzers" appldir="verzeichnis der ASV-BW-Installation" seviceuserhome="wenn der Benutzer kein Home-Verzeichnis hat, bleibt der Eintrag leer" Als Beispiel hier die Einstellungen für die im vorigen Kapitel beschriebene Installation: Mit dem folgenden Befehl werden in den Verzeichnissen /etc/rcx.d symbolische Links gesetzt, die den ASV-Server in den einzelnen Runleveln automatisch starten bzw. stoppen. Die Informationen hierzu sind im Kopf des Init-Scripts abgelegt. Red Hat/CentOS: chkconfig dss on Debian/Ubuntu: update-rc.d dss defaults OpenSuSE: chkconfig --set dss on Überprüfen Sie die Runlevels mit chkconfig --list 19

Der ASV-Server kann aber auch manuell mit folgenden Befehlen gesteuert werden: /etc/init.d/dss start /etc/init.d/dss stop /etc/init.d/dss status Wenn Sie den ASV-Server auf der graphischen Oberfläche starten wollen, machen Sie die Datei asv-bw im Verzeichnis /opt/asv/ ausführbar und starten Sie sie mit Doppelklick: Überprüfen Sie, ob der Prozess dss läuft, wahlweise mit folgenden Befehlen: ps -aux grep java oder top grep java Wenn der ASV-Server läuft, wird er in der Ausgabe als Java-Prozess angezeigt, z.b: Hat man so die Prozess-ID ermittelt, kann man den Prozess auch mit kill wieder beenden: kill <Prozess ID> 20

Mögliche Fehlerquellen: Sollte der Dienst nach dem manuellen Start nicht weiterlaufen, prüfen Sie bitte die Datei /var/log/ dss-service.log Hier kann folgende Fehlermeldung dokumentiert sein: Can t connect to X11 window server using ':o.o' as the value of the DISPLAY variable. Tragen Sie in diesem Fall die IP-Adresse des localhost 127.0.0.1 in die Proxy-Ausnahmen bei den Proxy-Einstellungen der KISS-Verbindung ein. Eine ebenfalls bekannte Fehlermeldung lautet: Die Anwendung hat keinen Schreibzugriff auf das Laufwerk null. Der Grund sind die fehlenden Schreibrechte des Users asvdss auf die Verzeichnisse /opt/asv/, / opt/asv/logs und opt/asv/configuration. 3.3 ASV deinstallieren Für die Deinstallation reicht es aus, das Verzeichnis opt/asv/ sowie die asv-datenbank zu löschen. Der ASV-Server muss dazu beendet werden. 1. Löschen des Verzeichnisses /opt/asv rm -r -I /opt/asv 2. Löschen der Datenbank Anmelden als User postgres su postgres Datenbank löschen dropdb asv Wurden symbolische Links zu den Init-Verzeichnissen angelegt, so müssen diese ebenfalls gelöscht werden. Red Hat/CentOS: chkconfig dss off Debian/Ubuntu: update-rc.d -f dss remove OpenSuSE: chkconfig --set dss off 21