COMPUTER Setup vom NAS Windows-Setup vom NAS Ein NAS ist nicht nur das Sammelbecken für Fotos und Videos im Netzwerk. Es lässt sich auch hervorragend als Setup-Zentrale für Windows 7 verwenden. Windows 7 lässt sich vom NAS aus über das Netzwerk auf allen angeschlossenen Rechnern installieren. Dazu müssen Sie zunächst die Installationsdateien von Windows 7 auf das NAS kopieren. Dann kopieren Sie das kostenlose Mini-Betriebssystem Windows PE auf einen USB-Stick oder eine CD. Vom fertigen Boot-Stick oder von der Boot-CD starten Sie dann den Rechner, auf dem Sie Windows 7 installieren wollen. Das gestartete Windows PE richtet automatisch den Netzwerkzugriff ein. Schließlich starten Sie das Setup von Windows 7 direkt vom NAS-Server (Bild A). Für diese Installationsmethode brauchen Sie fünf Dinge. Erstens: ein NAS-Laufwerk, auf dem Sie die Installationsdateien ablegen. Zweitens: ein Netzwerk mit einer Geschwindigkeit von mindestens 500 MBit/s. Es werden nämlich rund 4 GByte Daten vom NAS zum Zielrechner übertragen. Eine Installation per WLAN geht auch, würde aber sehr lange dauern. Drittens: einen USB-Stick mit mindestens 256 MByte Kapazität zum Booten des Zielrechners. Alternativ können Sie auch eine CD verwenden. Sie finden das Microsoft Software Center 12.01 Lite und Virtual Clone Drive 5.4.5.0 auf in der Rubrik Computer, Setup vom NAS. Windows 7 vom NAS installieren: Die Installationsdateien von Windows 7 liegen auf dem NAS-Server. Über das Netzwerk installieren Sie das Betriebssystem auf jedem angeschlossenen PC (Bild A) Viertens: eine Windows-7-DVD. Falls Sie gerade keinen Setup-Datenträger zur Hand haben, holen Sie sich ein Abbild der Installations-DVD kostenlos von den Microsoft-Servern und brennen daraus einen Setup-Datenträger. Am einfachsten laden Sie die ISO- Datei mit dem Microsoft Software Center 12.01 Lite herunter (kostenlos, www.com-magazin.de/software und auf ). Dort finden Sie auf der Registerkarte Windows 7 die Download-Links für die Windows-7-Versionen Home Premium und Professional, jeweils für 32 Bit und 64 Bit. Sie benötigen eine Lizenz für Windows 7. Fünftens: Windows PE als 64-Bit-Version. Dieses Mini-Windows von Microsoft ist Bestandteil des Softwarepakets Windows Automated Installation Kit (kurz Windows AIK) für Windows 7. Das Windows AIK lässt sich ebenfalls mit Kompakt Auf CD und DVD Der Artikel erklärt, wie Sie Windows 7 von einem NAS aus auf beliebigen Rechnern im Netzwerk installieren. Sie brauchen ein NAS, einen USB-Stick mit 256 MByte, eine Windows-7-DVD und das kostenlose Windows PE. 40 Das Computer-Magazin 2/2012
Setup vom NAS COMPUTER Netzwerkfreigabe einrichten: Richten Sie auf Ihrem NAS ein Verzeichnis ein und geben Sie es im Netzwerk frei. In dieses Verzeichnis kopieren Sie die Installationsdateien von Windows 7 (Bild B) Inhalt Windows-Setup vom NAS NAS vorbereiten Verzeichnis einrichten S.42 Installationsdateien auf das NAS kopieren S.42 Boot-Stick erstellen Windows AIK installieren S.42 Windows PE vorbereiten S.43 Windows PE auf USB-Stick kopieren S.44 Windows PE auf CD brennen S.44 Windows-Setup vom NAS Rechner booten S.45 Netzlaufwerk verbinden S.45 Setup starten S.45 So geht s: Windows 7 vom NAS aus installieren S.41 So geht s: USB-Stick bootfähig machen S.42 So geht s: DHCP aktivieren S.43 So geht s: Windows PE 32 Bit S.44 dem Microsoft Software Center 12.01 Lite herunterladen. Dieser Artikel beschreibt, wie Sie eine 64-Bit-Version von Windows 7 installieren. Dafür benötigen Sie auch die 64-Bit-Version von Windows PE. Wenn Sie eine 32-Bit-Version von Windows 7 installieren möchten, dann benötigen Sie eine 32-Bit-Version von Windows PE. Die Befehle, um Windows PE als 32-Bit-Version zu erstellen, unterscheiden sich leicht von den im Abschnitt Windows PE vorbereiten auf Seite 43 genannten Befehlen. Wie die Befehle stattdessen lauten, steht im Kasten So geht s: Windows PE 32 Bit auf Seite 44. Dort finden Sie alle für 32 Bit angepassten Befehle vollständig aufgelistet. Verwenden Sie diese. NAS vorbereiten Das NAS stellt die Installationsdateien für Windows 7 bereit. Dazu richten Sie auf dem NAS zunächst ein neues Verzeichnis ein und stellen sicher, dass das Verzeichnis für den Zugriff über das Netzwerk freigegeben ist. Dann kopieren Sie die Installationsdateien von Windows 7 in dieses Verzeichnis. So geht s: Windows 7 vom NAS aus installieren 1 Boot-Stick erstellen Rechner vom 2 3 Boot-Stick booten Windows 7 vom NAS installieren Sie erstellen einen Boot-Stick. Dazu kopieren Sie das kostenlose Mini-System Windows PE auf einen USB-Stick. Internet NAS Sie booten den Zielrechner mit Windows PE. Der Befehl net.use verbindet den Rechner mit dem NAS. Setup NAS Sie starten die Installation von Windows 7 direkt aus einem Ordner auf dem NAS-Server heraus. Installation Win-7- Win-7- Win-7- Setup NAS Download Setup booten Win PE kopieren Das Computer-Magazin 2/2012 auf CD und DVD nur auf DVD 41
COMPUTER Setup vom NAS Verzeichnis einrichten Richten Sie zunächst auf dem NAS ein neues Hauptverzeichnis ein. Nennen Sie es win7inst. Wie Sie dieses Verzeichnis erstellen, hängt vom Hersteller und dem Modell Ihres NAS-Servers ab. In der Regel wechseln Sie dazu in die Verzeichnisverwaltung oder den Datei- Browser (Bild B). Stellen Sie sicher, dass das neue Verzeichnis win7inst für den Zugriff aus dem Netzwerk freigegeben ist. Legen Sie dabei fest, dass jeder Nutzer des Netzwerks auf dieses Verzeichnis zugreifen darf. Erstellen Sie nun ein Unterverzeichnis für jede Version von Windows 7, die Sie vom NAS aus installieren möchten. Verwenden Sie dazu die Bezeichnung der Version und den Hinweis, ob es sich um die 32- oder 64-Bit-Variante handelt, zum Beispiel homepremium32bit, pro fessional32bit oder ultimate64bit. So geht s: USB-Stick bootfähig machen Fast jeder USB-Stick lässt sich mit Windows-Bordmitteln in einen Boot-Stick umwandeln. Sie verwenden dafür das Kommandozeilen- Tool Diskpart. So lassen sich die Versionen einfacher auseinanderhalten. Installationsdateien auf das NAS kopieren Legen Sie den Installationsdatenträger von Windows 7 in einen Rechner ein, der Zugriff auf das Netzwerk und das NAS hat. Öffnen Sie auf diesem Rechner im Windows-Explorer das auf dem Schließen Sie den USB-Stick an Ihren Rechner an und sichern Sie alle Dateien. Denn bei der folgenden Prozedur Laufwerknummer: Die Nummer des USB-Sticks finden Sie in der Spalte ###. In diesem Fall ist es die 2 (Bild C) werden alle Daten gelöscht. Rufen Sie eine Kommandozeile mit Admin- Rechten auf. Wählen Sie dazu Start, Alle Programme, Zubehör, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung und Geben Sie select.disk.# ein. Ersetzen Sie # durch die Nummer Ihres USB-Sticks, beispielsweise 2. Geben Sie dann nacheinander die folgenden Befehle ein. wählen Sie Als Administrator ausführen. Starten Sie das Tool Diskpart mit dem Befehl 1 clean diskpart. Warten Sie, bis das Tool geladen ist, und geben Sie dann den Befehl list. disk ein. Es werden sämtliche Laufwerke angezeigt, die sich mit Diskpart bearbeiten lassen. Suchen Sie in der Liste nach Ihrem USB-Stick Sie erkennen ihn an der Größe. Merken Sie sich die in der Spalte ### angezeigte Laufwerknummer (Bild C). ISO-Datei mounten: Anstatt die ISO-Datei des Windows AIK als CD zu brennen, lässt sie sich ganz bequem mit Virtual Clone Drive als virtuelles Laufwerk einbinden (Bild D) 2 create.partition.primary 3 select.partition.1 4 active 5 format.quick.fs=fat32 6 assign 7 exit Fertig. Der USB-Stick ist nun ein Boot-Stick. NAS freigegebene Verzeichnis win7 inst. Wechseln Sie in das passende Unterverzeichnis. Kopieren Sie anschließend den gesamten Inhalt des Installationsdatenträgers in dieses Unterverzeichnis. Der Vorgang dauert eine Weile, da mehrere Gigabyte Daten übertragen werden. Wiederholen Sie diese Schritte für jede Version von Windows 7, die Sie vom NAS aus installieren möchten. Boot-Stick erstellen Der Rechner, auf dem Windows 7 installiert werden soll, muss Zugriff auf das Netzwerk und das NAS erhalten. Dazu erstellen Sie ein auf Windows PE basierendes Boot-Medium entweder einen USB-Stick oder eine CD. Windows PE erkennt die vorhandene Netzwerk- Hardware des Rechners automatisch und konfiguriert sie. Windows AIK installieren Zunächst beschaffen Sie sich Windows PE. Dieses Mini-Betriebssystem von Microsoft brauchen Sie, um später den Rechner zu booten, auf dem Sie Windows 7 installieren. Windows PE ist Bestandteil des Windows Automated Installation Kits für Windows 7 kurz Windows AIK (kostenlos, http://go.microsoft.com/fwlink /?LinkId=136976). Das Softwarepaket ist rund 1,6 GByte groß. Es ist eigentlich für Administratoren gedacht, die Windows 7 bereits vor der Installation an die Bedürfnisse ihres Unternehmens anpassen. 42 Das Computer-Magazin 2/2012
Setup vom NAS COMPUTER Windows-PE-ISO erstellen: Die einzelnen Dateien von Windows PE führen Sie mit dem Tool Oscdimg des Windows AIK zusammen. Sie erhalten daraufhin eine ISO-Datei mit dem Namen winpe_x64.iso (Bild F) Laden Sie das Windows AIK aus dem Internet herunter. Bequem und schnell geht das wiederum mit dem Microsoft Software Center 12.01 Lite. Den Download-Link des Windows Automated Installation Kits finden Sie auf der Registerkarte Windows 7. Das Windows AIK liegt nun als ISO- Datei auf Ihrem Rechner. Mounten Sie So geht s: DHCP aktivieren Jeder gute Router kann IP-Adressen automatisch per DHCP zuweisen. So schalten Sie die Funktion ein. Die Anleitung bezieht sich auf Router von AVM. Starten Sie Ihren Webbrowser und geben Sie die ISO-Datei mit Virtual Clone Drive 5.4.5.0 als virtuelles DVD-Laufwerk (kostenlos, www.slysoft.com/de/virtualclonedrive.html und auf ). Starten Sie das Setup von Virtual Clone Drive. Bestätigen Sie während des Setups die Installation der Gerätesoftware mit Installieren. Es handelt sich dabei um einen speziellen Treiber, fritz.box ein. Melden Sie sich mit Ihrem Kennwort an und klicken Sie auf Heimnetz, Netzwerk. Wechseln Sie auf die Registerkarte Netzwerkeinstellungen und klicken Sie dann auf IP-Adressen. Setzen Sie ein Häkchen vor der Option DHCP-Server aktivieren (Bild E). der das virtuelle Laufwerk unter Windows bereitstellt. Nachdem die Installation von Virtual Clone Drive abgeschlossen ist, mounten Sie das Windows AIK. Klicken Sie die ISO-Datei dazu mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Öffnen mit, Mount Files with Virtual Clone- Drive (Bild D). Nun installieren Sie das Windows AIK. Wechseln Sie dazu im Windows- Explorer zu Computer, öffnen Sie das von Virtual Clone Drive neu erstellte Laufwerk und klicken Sie doppelt auf StartCD.exe. Ein Programmfenster öffnet sich. Klicken Sie links auf Windows AIK-Setup, um die Installation des Windows Automated Installation Kits zu starten. Folgen Sie den Anweisungen des Installationsassistenten. Windows PE vorbereiten Aus dem soeben installierten Softwarepaket Windows AIK erstellen Sie nun das Mini-Betriebssystem Windows PE. Klicken Sie auf Start, Alle Programme, Microsoft Windows AIK. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag Eingabeaufforderung für Bereitstellungstools und wählen Sie Als Administrator ausführen. Es öffnet sich ein Kommandozeilenfenster. Kopieren Sie zunächst alle für das Boot-Medium notwendigen Dateien von Windows PE in das Verzeichnis c:\winpe_x64. Geben Sie dazu den ersten Befehl ein: 1 copype.cmd.amd64.c:\winpe_ x64 Dann kopieren Sie die Datei imagex.exe ebenfalls in das Verzeichnis c:\winpe_x64. Geben Sie dazu den zweiten Befehl ein: 2 copy."c:\program.files\ Windows.AIK\Tools\amd64\ imagex.exe"."c:\winpe_x64" Automatisch IP-Adresse zuweisen: Setzen Sie ein Häkchen bei DHCP-Server aktivieren. Die Fritzbox teilt dann dem mit Windows PE gebooteten Rechner automatisch eine IP-Adresse zu (Bild E) Der dritte Befehl dupliziert die im Verzeichnis c:\winpe_x64 enthaltene Datei winpe.wim, kopiert sie in Das Computer-Magazin 2/2012 auf CD und DVD nur auf DVD 43
COMPUTER Setup vom NAS auf den bootfähigen USB-Stick. Rufen Sie dazu mit [Windows R] und cmd ein Kommandozeilenfenster auf. Geben Sie den folgenden Befehl ein: 1 xcopy.c:\winpe_x64\iso\*.*. /e.g:\ ISO-Datei brennen: Brennen Sie die Datei winpe_x64.iso auf CD. Mit dieser CD booten Sie dann den Rechner, auf dem Windows 7 installiert werden soll (Bild H) ein Unterververzeichnis und benennt sie gleichzeitig in boot.wim um. Geben Sie diesen dritten Befehl ein: amd64 als auch x64 durch x32 ersetzt werden. Eine Liste aller entsprechend angepassten Befehle finden Sie unten 3 copy."c:\winpe_x64\winpe im Kasten So geht s: Windows PE 32 Bit..wim"."c:\winpe_x64\iso\ sources\boot.wim" Der vierte und letzte Befehl erstellt aus den Dateien im Verzeichnis c:\winpe _x64 die ISO-Datei c:\winpe_x64.iso (Bild F). Geben Sie im Kommandozeilenfenster den vierten und letzten Befehl ein: 4 oscdimg.-n.c:\winpe_x64\iso. c:\winpe_x64.iso.-n.-bc:\win pe_x64\etfsboot.com Wichtig: Wenn Sie Windows 7 32 Bit installieren möchten, dann benötigen Sie dazu auch Windows PE in einer 32-Bit-Version. Die Befehle, um Windows PE als 32- Bit-Version zu erstellen, unterscheiden sich von den oben genannten vier. So muss an allen Auftretensstellen sowohl So geht s: Windows PE 32 Bit Der Artikel beschreibt die Installation von Windows 7 in der 64-Bit-Version. Falls Sie Windows 7 als 32-Bit-Version installieren möchten, dann brauchen Sie auch die 32- Bit-Version von Windows PE. Die folgenden vier Befehle erstellen Windows PE in der 32-Bit-Version und ersetzen die vier im Abschnitt Windows PE vorbereiten genannten Befehle vollständig. Die Zeilennummern helfen bei der Zuordnung. Xcopy: Das Kommandozeilen-Tool Xcopy kopiert Windows PE auf den zuvor bootfähig gemachten USB- Stick. Mit diesem Boot-Stick lässt sich dann ein Rechner starten und Windows 7 installieren (Bild G) Windows PE auf USB-Stick kopieren Nun erzeugen Sie den Boot-Stick. Sie brauchen dafür einen USB-Stick mit mindestens 256 MByte Kapazität. Gehen Sie dabei zunächst so vor, wie im Kasten So geht s: USB-Stick bootfähig machen auf Seite 42 beschrieben. Kopieren Sie anschließend Windows PE 1 copype.cmd.x32.c:\winpe _x32 2 copy."c:\program.files\ Windows.AIK\Tools\x32\imagex.exe"."c:\winpe_x32" 3 copy."c:\winpe_x32\winpe.wim"."c:\winpe_x32\iso\ sources\boot.wim" 4 oscdimg.-n.c:\winpe_x32\ ISO.c:\winpe_x32.iso.-n.-bc :\winpe_x32\etfsboot.com Ersetzen Sie dabei g: durch den Laufwerkbuchstaben Ihres USB-Sticks (Bild G). Von diesem Boot-Stick lässt sich ein beliebiger Rechner mit Windows PE booten und Sie erhalten automatisch Zugriff auf das Netzwerk. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Router IP-Adressen per DHCP vergibt. Der Kasten So geht s: DHCP aktivieren auf Seite 43 erklärt, wie Sie die DHCP-Funktion Ihres Routers einschalten. Als Beispiel dient die weit verbreitete Fritzbox von AVM. Windows PE auf CD brennen Anstelle eines USB-Sticks als Boot-Medium können Sie auch eine CD für Windows PE verwenden. Legen Sie eine leere CD in Ihr Laufwerk ein. Öffnen Sie dann den Windows-Explorer mit [Windows E] und wechseln Sie ins Verzeichnis C:\. Klicken Sie die ISO-Datei win pe_x64.iso mit der rechten Maustaste an. Wählen Sie aus dem Kontextmenü die Option Öffnen mit, Windows- Brenner für Datenträgerabbilder aus. Klicken Sie auf Brennen, um den Schreibvorgang zu starten (Bild H). Booten Sie mit dieser CD dann den Zielrechner. 44 Das Computer-Magazin 2/2012
Setup vom NAS COMPUTER Windows PE: Nachdem Sie Ihren PC mit Windows PE gebootet haben, sehen Sie nur dieses Kommandozeilenfenster. Geben Sie hier den Befehl net.use ein, um das NAS mit dem Rechner zu verbinden (Bild I) Windows-Setup vom NAS Booten Sie nun den Rechner, auf dem Sie Windows 7 installieren möchten, vom Boot-Stick oder von der Boot-CD. Binden Sie dann das Netzlaufwerk ein und starten Sie das Setup. Rechner booten Schalten Sie den Rechner ein. Stecken Sie dann den Boot-Stick mit Windows PE an oder legen Sie die Boot-CD mit Windows PE ein. Der Rechner bootet. Sobald der Boot-Vorgang abgeschlossen ist, sehen Sie ein schwarzes Kommandozeilenfenster mit einem blinkenden Cursor. Netzlaufwerk verbinden s:. Der vollständige Pfad besteht unter anderem aus dem Netzwerknamen des NAS-Servers sowie der Bezeichnung des freigegebenen Verzeichnisses, etwa \\diskstation\win7inst. Ersetzen Sie dabei diskstation durch den Namen Ihres NAS-Servers. Der vollständige Befehl lautet etwa: 1 net.use.s:."\\diskstation\ win7inst" Bestätigen Sie den Befehl mit der Eingabetaste (Bild I). In der Regel werden Sie nun aufgefordert, einen Benutzernamen und danach ein Kennwort für den Zugriff auf das NAS einzugeben. Verwenden Sie dazu einen Benutzernamen und ein Kennwort eines auf dem NAS eingerichteten Benutzers. diskstation\admin. Beim Kennwort müssen Sie nichts beachten. Die Kommandozeile informiert Sie, ob der Verbindungsaufbau erfolgreich war oder nicht. Falls Sie keinen Netzzugriff haben, geben Sie ipconfig ein und prüfen, ob eine IP-Adresse zugeteilt wurde (Bild J). Wenn nicht, dann folgen Sie der Beschreibung im Kasten So geht s: DHCP aktivieren auf Seite 43. Setup starten Starten Sie nun das Setup. Wechseln Sie dazu mit dem Befehl s: auf das Netzwerk. Geben Sie cd und ein Leerzeichen ein. Drücken Sie dann so lange auf [Tab], bis der Verzeichnisname erscheint, in dem die Installationsdateien der Windows-7-Version liegen, die Sie installieren wollen. Bestätigen Sie mit der Eingabetaste. Geben Sie als letzten Befehl setup.exe ein und bestätigen Sie auch diesen mit der Eingabetaste. Nach Ihrer Befehlseingabe erfolgt zunächst keine Reaktion. Das ist normal. Haben Sie Geduld. Es dauert mehrere Minuten, bis der Installationsassistent startet und die Installationsdateien über das Netzwerk eingelesen hat. Auch der Kopiervorgang der Dateien vom NAS auf den lokalen Rechner dauert Minuten, oft sogar Stunden. Führen Sie die Installation von Windows 7 ansonsten wie gewohnt durch. Im Abschnitt NAS vorbereiten haben Sie auf dem NAS ein Verzeichnis mit den Installationsdateien von Windows 7 freigegeben. Dieses Verzeichnis binden Sie nun auf dem Rechner als lokales Laufwerk ein. Dazu verwenden Sie den Befehl net.use. Der Befehl net.use erwartet als Parameter den Laufwerkbuchstaben, unter dem das freigegebene Verzeichnis eingebunden werden soll, sowie den Pfad zum freigegebenen Setzen Sie vor den Benutzernamen getrennt durch einen Backslash den Netzwerknamen des NAS-Servers, etwa Mark Lubkowitz computer@com-magazin.de Verzeichnis. Verwenden Sie als Laufwerkbuchstaben IP-Adresse: Falls Sie mit dem Boot-Stick keinen Zugriff auf das Netzwerk haben, dann prüfen Sie mit dem Tool Ipconfig, ob dem Rechner eine IP-Adresse zugeteilt wurde. Hier hat der Rechner die Adresse 192.168.1.134 erhalten (Bild J) Das Computer-Magazin 2/2012 auf CD und DVD nur auf DVD 45