20 14 Tübinger Orgeln
Impressum Idee: Heidi Grözinger Fotos: Eva-Maria Illgen, mit Ausnahme von Johanneskirche: Sven-Eric Pohl Jakobuskirche: Ralf Behling Neuapostolische Kirche: Andreas Ostheimer Schlosskirche: Ulrich Zeller Stiftskirche: Alexander Schnapper Friedenskirche: Fr. Lieb/Jürgen Mellinger Organetto: Stefan Keppler Layout der Vorderseiten: Claudia Wingenfeld Layout der Rückseiten: Heidi Grözinger Cartoon April I: Claudia Wingenfeld nach einer Idee von Unbekannt Cartoon Juli: aus der Festschrift der Stiftskirchenorgel Cartoon November: Claudia Wingenfeld nach einer Idee von Unbekannt Inhalt der Rückseiten: die Autoren sind jeweils angegeben, wo nicht, zeichnet Heidi Grözinger als verantwortlich isdp. Der Reinerlös vom Verkauf des Kalenders wird zugunsten der Kirchenmusik in Tübingen gespendet. Wir weisen noch darauf hin, dass der Kalender für die Kirchenjahreszeiten Passion-Ostern-Pfingsten-Friedensdekade eigene Blätter hat.
Orgeln sind Wunderbaue J. G. Herder 1 Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31
Stephanuskirche, Friedrich-Dannenmann-Str. 60 Orgel der Firma Eule, Bautzen (damals DDR - VEB), 1983 Prospektentwurf und Disposition: Gerhard Rehm I. Manual: Koppelmanual II. Manual: Hauptwerk C g 3 Pommer 16 Prinzipal 8 Koppelflöte 8 Oktave 4 Rohrgedackt 4 Quinte 2 2/3 Waldflöte 2 Mixtur 5fach (Vorabzug) 2 Trompete 8 Tremulant III. Manual: Schwellwerk C-g 3 Gedackt 8 Viola da Gamba 8 Spitzflöte 4 Nasat 2 2/3 Prinzipal 2 Terz 1 3/5 Sifflöte 1 1/3 Scharff 4fach (Vorabzug) 1 Rohrschalmei 8 Tremulant Pedal C-f 1 Subbaß 16 Prinzipalbaß 8 Gedacktbaß 8 Hintersatz 4fach (Vorabzug) 4 Posaune 16 Fagott 8 II/Ped, III/Ped, Schleifladen, mechanische Traktur Die evangelische Stephanuskirche in der Weststadt Tübingens wurde 1968 gebaut. Schon bei der Planung des Kircheninnenraums wurde für die Orgel ein Platz auf der Empore vorgesehen, und der damals zuständige Orgelsachverständige Dr. Walter Supper entwarf eine zweimanualige Orgel mit 18 Registern, wobei das I. Manual ein Rückpositiv sein sollte. (Rückpositiv ist ein eigenes kleines Orgelwerk im Rücken des Orgelspielers). Man sieht heute noch die provisorisch ausgefüllte Lücke an der Emporenbrüstung. Allerdings fehlte das nötige Geld, um sofort mit dem Bau des Instruments beginnen zu können. Wir sind heute froh darüber, schon deshalb, weil der fachkundige Orgelfreundeskreis, der ab 1976 die Planung vorantrieb, sich für ein Schwellwerk als zweitem Manual entschied, mit dem man musikalisch viel mehr anstellen kann als mit einem neobarocken Rückpositiv. Von vorneherein war die Stephanusorgel in der damaligen Tübinger Orgellandschaft, die von den Instrumenten der Firma Weigle geprägt wurde, etwas Besonderes: Der Auftrag wurde vergeben an den VEB (Volkseigener Betrieb) Eule in Bautzen. Diese ungewöhnliche Entscheidung für ein deutsch-deutsches Geschäft haben wir nie bereut: Neben den menschlichen Kontakten, die dabei nach dem damaligen Drüben" zustande kamen und die z.t. heute noch eng und herzlich sind, bekamen wir ein klanglich wundervoll ausgewogenes, dem Raum und seinen sehr guten akustischen Gegebenheiten ausgezeichnet angepasstes Instrument. Die renommierte Orgelbauwerkstatt Eule baute damals zum ersten Mal in der württembergischen Landeskirche; unschätzbare Erfahrungen aus vielen Generationen des klassischen Orgelbaus (die Firma hat mittlerweile eine 140 Jahre alte Tradition) flossen in das Klangbild unserer Orgel mit ein. Am 12. Juni 1983 wurde das klanglich und optisch wohlgelungene Werk in einem festlichen Gottesdienst der Gemeinde übergeben. Heidi Grözinger, Organistin an der Stephanuskirche
2 Gott ist ein Organist, wir sind sein Orgelwerk. Sein Geist bläst jedem ein und gibt zum Ton die Stärk. Angelus Silesius Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 Sa So
Pfarrkirche St. Johannes, Froschgasse 4 Orgel der österreichischen Firma Rieger Disposition: Wolfgang Rehfeld (Rottenburg), Jan Janca (Tübingen), Chr. Glatter-Götz Prospektentwurf und dekoration: Raimund Glatter-Götz (Schwarzach) Am 4. Februar 1990 wurde in St. Johannes eine neue Orgel geweiht, erbaut von der Orgelbaufirma Rieger in Schwarzach (Vorarlberg), nachdem der durch die Gebrüder Späth 1962 erbauten Orgel kein großes Glück beschieden war. Die Orgel verfügt mit 40 Registern verteilt auf drei Manuale und Pedal - übrigens über die selbe Größe, wie einst die von Andreas Silbermann für das Straßburger Münster erbaute Orgel. Die Disposition der Orgel ist zunächst den Erfordernissen der Liturgie verpflichtet. Darüber hinaus kann auf ihr aber auch das reichhaltige Repertoire an Orgelmusik aller Epochen wiedergegeben werden, insbesondere der französischen Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts aber auch der deutschen Barockmusik J. S. Bachs oder Dietrich Buxtehudes. Die Rieger-Orgel der Johanneskirche ist zwar nicht die größte Orgel Tübingens, ihr wird aber immer wieder attestiert, die klangschönste zu sein. I. Hauptwerk Gedeckt 16 Principal 8 Flûte harmonique 8 Spitzflöte 8 Octav 4 Nachthorn 4 Superoctav 2 Mixtur 4fach 1 1/3 Trompete 8 Tremulant II. Positiv (schwellbar) Holzgedeckt 8 Principal 4 Rohrflöte 4 Sesquialter 2fach Gemshorn 2 Larigot 1 1/3 Scharff 3-fach 1 Cromorne 8 Tremulant III. Schwellwerk Bourdon 16 Koppelflöte 8 Salicional 8 Vox coelestis 8 Principal 4 Traversflöte 4 Nazard 2 2/3 Hohlflöte 2 Terzflöte 1 3/5 Sifflet 1 Plein jeu 5fach 2 Fagott 16 Trompette harmonique 8 Haubois 8 Clairon 4 Tremulant Pedal Principalbaß 16 Subbaß 16 Oktavbaß 8 Gedecktbaß 8 Choralbaß 4 Hintersatz 4fach 2 2/3 Posaune 16 Baßtrompete 8 Manualumfang C- a 3 Pedalumfang C-f 1 Koppeln II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P; 128 elektronische Setzer Schleifladen mit mechanischer Spieltraktur und elektrischer Registertraktur Wilfried Rombach, Kantor an St. Johannes
3 Sa 1 8 15 So 2 9 16 Mo 3 10 17 Di 4 11 18 Mi 5 12 19 Do 6 13 20 Fr 7 14 21 Sa 22 29 So 23 30 Mo 24 31 Di 25 Mi 26 Do 27 Fr 28 Die Orgel wird seit alters und zu Recht als die Königin der Instrumente bezeichnet, weil sie alle Töne der Schöpfung aufnimmt und die Fülle menschlichen Empfindens zum Schwingen bringt. Papst Benedikt XVI.
Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Berliner Ring 12 Orgel der Werkstatt Marc Garnier, Mont Vouillot, Les Fins, Frankreich Prospektentwurf, Disposition und Intonation: Marc Garnier I Hauptwerk C-d Prästant 8 Oktave 4 Superoktave 2 Mixtur 1 1/2 II Kleinwerk C-d Gedackt 8 Flöte 4 Quintlein 1 1/2 Regal 8 Pedal C-f Bass 8 Fagott 16 Manualschiebekoppel II/I Pedalkoppeln I/P, II/P Tremulant in den Manualen Ungleichschwebend progressive Stimmung (berechnet nach Garnier Nr.7 ) Betritt man den Gemeindesaal der Dietrich- Bonhoeffer-Kirche, fällt der ungewöhnliche Orgelprospekt ins Auge. Über einem Unterbau, der die beiden Manuale, die Mechanik und die Windversorgung beherbergt, erhebt sich der Orgelprospekt in Form einer Raute. Im Prospekt stehen die großen 8 Prinzipalpfeifen des Registers Prästant. Sie bilden das Klangfundament der Orgel. Bizarr verschlungenes Rankenwerk aus Pfeifenmetall füllt den Raum zwischen Pfeifen und Gehäuse. Im Frühjahr 1993 konnte die Orgel nach einer siebenjährigen Planungs- und Vorbereitungszeit im Raum aufgebaut werden. Die Garnier-Orgel in der Dietrich-Bonhoeffer- Kirche ist eine Kleinorgel, aber trotz der geringen Anzahl ihrer Register verfügt sie über einen kräftigen, farbenreichen Klang und ein prachtvoll strahlendes Plenum. Die Werkstatt Marc Garnier ist für ihre hohe, an historischen Klangfarben orientierte Intonationskunst bekannt. Eine weitere, etwas größere Garnier-Orgel in unserer Region, befindet sich in der Auferstehungskirche in Kirchheim unter Teck. Elisabeth Fröschle Kantorin und Organistin an der Dietrich-Bonhoeffer- und der Martinskirche
Orgel und Klavier unterscheiden sich vor allem dadurch, dass an der Orgel die größeren Pfeifen sitzen. unbekannt Di 1 4 Mi 2 Do 3 Fr 4 Sa 5 So 6 Mo 7 Di 8 Mi 9 Do 10 Fr 11 Sa 12
Hochschule für Kirchenmusik, Gartenstr. 12 Orgel der Firma Weigle (Echterdingen), 1958 (op. 1044) entworfen für die Alte Aula der Kirchenmusikschule in Esslingen I. Manual C-c 4 (Hauptwerk) Holzflöte 8 Prinzipal 4 Gemshorn 4 Gemsnasat 2 2/3 Rohrpfeife 2 Mixtur 4-6fach Regalpommer 16 II. Manual C-c 4 (Oberwerk, schwellbar) Gedackt 8 Blockflöte 4 Prinzipal 2 Terz 1 3/5 Sifflöte 1 1/3 None 8/9 Zimbel 3fach Hautbois 8 Pedal C-g 1 Untersatz 16 Prinzipal 8 Hohlflöte 4 Doppelquinte 2 2/3 (+1 1/3 ) Glöckleinton 2 + 1 Fagott 8 Tritte: Tremulant Hauptwerk, Tremulant Oberwerk, Koppeln II/I, I/P, II/P Zur Ausbildung von Kirchenmusikern gibt es neben Abteilungen an den staatlichen Musikhochschulen auch Institute der Landeskirchen. Die Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Landeskirche Württemberg befindet sich seit 1998 in Tübingen, sie ging aus der 1945 in Esslingen gegründeten Kirchenmusikschule hervor und ist seit 2009 eine staatlich anerkannte Hochschule in kirchlicher Trägerschaft. Als neues Domizil dient seit dem Umzug nach Tübingen das Schwabenhaus, ein direkt am Neckar gelegenes denkmalgeschütztes Gebäude, 1899 vom Tübinger Studentencorps Suevia im Stil des Historismus mit Jugendstilelementen erbaut. Im ehemaligen Fechtsaal im Untergeschoß steht eine Orgel, die aus Esslingen mit umgezogen ist. Diese Orgel war gedacht als Unterrichts-, Übungs- und Prüfungsinstrument. Sie sollte für Orgelmusik aller Jahrhunderte einschließlich der Gegenwart tauglich sein. Von einem Vorschlag Helmut Bornefelds ausgehend entwarfen die Orgellehrer die Disposition; Dr. Walter Supper konzipiert das Gehäuse, beide Sachverständige waren damals an der Kirchenmusikschule als Dozenten tätig. Beim Umzug nach Tübingen wurden die gemischten Stimmen (das sind Register, bei denen auf einem Ton zwei oder mehr Pfeifenreihen erklingen) zum Teil verändert: die Terznone wurde in 2 selbständige Register getrennt, und wegen des kleineren Raums sind jetzt bei Mixtur und Zimbel 1 2 Chöre abgesteckt. Und von der eigentlich 2fachen Doppelquinte erklingt jetzt nur noch die 2 2/3 -Reihe. Heidi Grözinger Für 75% Stelle Gibt`s auch nur 75%... K.rch.nm.s.k!!!
So 13 Mo 14 Di 15 Mi 16 Do 17 Fr 18 Sa 19 Keins seiner Worte glaubte ich, hätte er nicht geschrien: Gott, warum hast du mich verlassen? Rudolf Otto Wiemer
Hochschule für Kirchenmusik, Gartenstr. 13 (Üborgeln) Tzschöckel-Lieb-Orgel in Raum U3 Dieses Instrument wurde von der Firma R. Tzschöckel in Althütte (Baujahr ca. 1970) als Hausorgel für den Ulmer Münsterorganisten Haller gebaut und der HKM von seiner Witwe geschenkt. 2008 wurde die Orgel dann von der Firma Fr. Lieb (Bietigheim-Bissingen) umgebaut und den Üb- und Klangbedürfnissen der Studierenden besser angepasst. I. Manual C-g 3 Principal 8 Octave 4 Waldflöte 4 Nassat 3 (ab a ) Superoctave 2 Tremulant II. Manual C-g 3 Gedackt 8 Rohrflöte 4 Blockflöte 2 Quinte 1 1/3 Pedal C-f 1 Untersatz 16 Bourdon 8 (Oktavauszug) Koppeln als Tritte: II/I, I/P, II/P Mühleisen-Orgel in Raum U2 direkt für Tübingen gebaut, Baujahr: 2006. Anmerkung von Prof. Volker Lutz: Weil das Salicional ursprünglich (Finanzen!) nur vorbereitet werden sollte, habe ich anlässlich meiner Verabschiedung aus TÜ um Spenden dafür gebeten (das Register könnte dehalb auch Salutzional heißen...) I. Manual C-a 3 Suavial 8 II. Manual C-a³ (Schwellwerk) Salicional 8 Rohrflöte 8 III. Manual C-a 3 Gedeckt 8 Pedal C-g 1 Subbass 16 Violon 8 Koppeln (Tritte) II/I, II/P, I/P 4 Winddrossel mit diesem Gerät kann man die Luftversorgung der Register stufenlos steuern und Experimente mit den Klangfarben anstellen Im Saal: Orgel der Firma Peter Vier, Friesenheim Das Instrument wurde für Esslingen gebaut (Baujahr?) und ist mit umgezogen I. Manual C-a 3 (= Koppelmanual) II. Manual C-a 3 Gedackt 8 Prinzipal 4 Mixtur 3fach 2 Vorabzug 2 Tremulant III. Manual C-a 3 (Schwellwerk) Bourdon 16 (WS)* Rohrflöte 8 Gemshorn 8 (WS) Blockflöte 4 (WS) Flageolet 2 Sesquialter 2 2/3 + 1 3/5 Vorabzug 2 2/3 Fagott 8 (WS) Tremulant Pedal C-g 1 Bourdon 16 (WS) Gemshorn 8 (WS) Blockflöte 4 (WS) Fagott 8 (WS) Koppeln als Tritte: II/P, III/P *Wechselschleifen
4 Der Karfreitag geht zu Ende. Ostern dauert an. Ernst R. Hauschka So Mo Di Mi Do Fr Sa 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
Neuapostolische Kirche, Brunsstraße 24 Orgel der Werkstätte für Orgelbau Mühleisen, Leonberg, 2004 I. Hauptwerk, C-g³ Bourdon 16 ab c Principal 8 Suavial 8 Rohrgedeckt 8 Gamba 8 Octave 4 Traversflöte 4 Superoctave 2 Mixtur 4f. 2 Trompete 8 II. Schwellwerk, C-g³ Gedeckt 8 Salicional 8 Voix céleste 8 Principalflöte 4 Spitzflöte 4 Nasat 2 2/3 Blockflöte 2 Terz 1 3/5 Horn 8 Tremulant Pedal, C-f Subbaß 16 Octavbaß 8 Gedecktbaß 8 Octave 4 Fagott 16 Fagott 8 II/I, I/P, II/P, II/II 4, II/I 16 Schleifladen, mechanische Spiel- und Registertraktur Als 1931 in der Brunsstraße die neuapostolische Kirche im damals modernen Bauhausstil erbaut wurde, plante der Tübinger Architekt Karl Weidle als Raumabschluß einen Orgelprospekt, der den kreuzförmigen Raum zusammenfassen sollte. Zwischen Altar und Buntglasfenster mit den Evangelistensymbolen standen ohne Gehäuse damals 14 Register, die die Firma Weigle aus Echterdingen lieferte. 50 Jahre später wurde diese Orgel elektrifiziert und im barocken Sinne umgestaltet, d.h. die romantischen und leisen Klangfarben wurden gegen hohe und schärfere Klänge ausgetauscht. Die große Kirchenrenovierung im Jahr 2004, die den Hauptraum möglichst in den Ursprungszustand zurückführen sollte, gab auch die Möglichkeit, die Orgel neu aufzubauen, zu erweitern und wieder mit den fehlenden romanti schen Stimmen auszustatten. Aus dem ersten Instrument war noch eine Schöpfanlage mit großem Balg vorhanden, die restauriert wurden. Das von der Firma Mühleisen aus Leonberg erbaute Instrument ist damit jetzt auch alternativ wieder völlig ohne Elektrizität spielbar. Eine Besonderheit ist auch der sichtbare und durchsichtige Schwellkasten im Hintergrund der Orgel. Die vorderste Pfeifenreihe, der Prospekt, sollte nach dem Zustand 1931 als Freipfei fenprospekt gestaltet sein, nach heutigem Standard sollten die Pfeifen dahinter jedoch einen Gehäuseschutz erhalten, ein Teil davon auch in einem Gehäuseteil, im Schwellwerk, stehen, der zur Dämpfung der Lautstärke geschlossen werden kann. Das denkmalgeschützte Glasfenster musste aber auch sichtbar bleiben. Daher wurde das hintere Gehäuse in Glas ausgeführt. Andreas Ostheimer, Orgelsachverständiger für die Neuapostolische Kirche
Die orgl ist doch in meinen augen und ohren der könig aller instrumenten. Wolfgang Amadeus Mozart 5 Do Fr Sa So Mo Di Mi 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31
Albert-Schweitzer-Kirche, Beim Herbstenhof 19 Orgel erbaut 1987/88 von Richard Rensch Orgelbau GmbH in Lauffen / Neckar Ausreinigung durch Firma Rensch: Februar 2009 Disposition II. MANUAL 1. Principal 8 2. Octave 4 3. Octave 2 4. Mixtur III-IV III. MANUAL 5. Gedeckt 8 6. Blockflöte 4 7. Flöte 2 FARBREGISTER (entweder II oder III) 8. Spitzflöte 8 9. Rohrflöte 4 10. Nasat 2 2/3 11. Terz 1 3/5 12. Larigot 1 1/3 13. Trompete 8 PEDAL 14. Subbaß 16 15. Flötbaß 8 16. Tenor 4 Kanaltremulant Koppeln KOPPELMANUAL als I. (anstelle einer Manualkoppel) II/Pedal; III/Pedal Temperierung: Janke III (ursprünglich:kirnberger III) Am 6. März 1988 wurde die Orgel in der Albert- Schweitzer-Kirche mit einem Festgottesdienst eingeweiht. In der folgenden Woche war täglich eine Orgelvesper mit verschiedenen Organisten zu hören. Bevor die Orgel erklingen konnte, gingen fast zwei Jahre Planung und über 3700 Arbeitsstunden der Orgelbauer voraus. 16 Register, davon ein Zungenregister, sind auf zwei Manuale und Pedal verteilt. Die Register des Pedals bestehen aus einer einzigen Pfeifenreihe, das bedeutet, dass die Klangfarbe der 3 Register dieselbe ist, und nur die Tonhöhe differiert (16, 8, 4 ). Diese Bauweise spart Platz, und so fügt sich die Orgel schön in den Raum der Albert-Schweitzer-Kirche ein zwischen die Balken der Dachkonstruktion. Eine Besonderheit sind die Wechselschleifen. Diese ermöglichen eine vielseitige Nutzung der Farbregister sowohl auf dem zweiten als auch auf dem dritten Manual. Das erste Manual ist ein Koppelmanual ohne eigene Register. Im Februar 2009 wurde die Orgel zum ersten Mal ausgereinigt. Gut zwei Wochen dauerte es, bis alle Pfeifen aus- und wieder eingebaut waren. Ein seltsamer Anblick - so ein Orgelgerippe ohne Pfeifen! Bei der Orgelausreinigung wurde die ursprüngliche Temperierung (Kirnberger III) geändert, da dies eine Stimmung mit sehr ausgeprägter Tonartencharakteristik ist, was zur Folge hat, dass viele Tonarten im Vergleich zu einer gleichstufigen Temperierung ziemlich unschön klingen. Die derzeitige Temperierung ist Janke III, ebenfalls eine ungleichstufige Temperierung, bei der allerdings mehr Tonarten als bei Kirnberger III angenehm klingen. Katrin Seeger Kantorin und Organistin an der Albert-Schweitzer-Kirche
6 So Mo Di Mi Do 1 2 3 4 5 Fr Sa So 6 7 8 Mo 9 Der Pfingsttag kennt keinen Abend, denn seine Sonne, die Liebe, geht nie unter. Theodor Fontane
Musikwissenschaftliches Institut der Universität Tübingen, Schulberg 2 (Pfleghof) Die erste Orgel im Pfleghof wurde schon im Jahr 1922 eingeweiht ungefähr zeitgleich mit der Einrichtung eines selbstständigen Instituts mit musikwissenschaftlichem Seminar an der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen. Dieses erste Instrument war gebraucht gekauft worden; es entsprach völlig dem spätromantischen Zeitgeschmack und war auch nach mehrfachen Erweiterungen nicht das, was die beiden Nachfolger-Orgeln in ihrer spezifischen Funktion auszeichnet: musikwissenschaftliche Demonstrationsinstrumente (Ausschreibung von 1985) zu sein. Beide Orgeln (in der Kapelle und im Saal) sind nach historischen Dispositionen gebaut. Und es sind deshalb zwei, weil die erst für den Saal vorgesehene große französische Orgel u.a. aus Gründen des Denkmalschutzes so nicht gebaut werden konnte und die Idee entstand, anstelle der Register, die in der Kapelle keinen Platz finden konnten, im Saal eine zweite kleine Orgel mit unterschiedlichem Klangstil zu bauen. Heidi Grözinger Große Orgel im französischen Stil des späten 18. Jahrhunderts (in der Kapelle) erbaut nach Dom Bedos (L art du facteur d orgues, Paris 1770) von der Firma Peter Vier (Friesenheim-Oberweier), abgenommen am 19. Oktober 1989 I. Positif C-f 3 Bourdon 8 Prestant 4 Nazard 2 2/3 Doublette 2 Tierce 1 3/5 Larigot 1 1/3 Cymbale III Cromorne 8 Tremblant doux II. Grand Orgue C- f 3 Montre 8 Bourdon 8 Prestant 4 Nasard 2 2/3 Doublette 2 Tierce 1 3/5 Fourniture IV Trompette 8 Voix humaine 8 Schiebekoppeln: Accouplement Positif/Grand Orgue Accouplement Grand Orgue/Grand Jeu Pedalventilkoppeln: Tirasse Grande Orgue, Tirasse Grand Jeu III. Grand Jeu C- f 3 (außer Cornet V mit Wechselschleifen im Pédale C-f 1 verwendbar) Bourdon 16 Flute 8 Flute 4 Gros Nazard 5 1/3 Grosse Tierce 3 1/5 Grand Cornet V Basson 16 Trompette 8 Clairon 4 IV. Echo-Recit f-f 3 Cornet de recit 8 Kleine einmanualige Orgel im italienischen Stil des frühen 17. Jahrhunderts (im Saal), erbaut nach Costanzo Antegnati (L Arte Organica, Brescia 1608) ebenfalls von der Firma Peter Vier, abgenommen am 20. März 1989 1. Principale 8 2. Voce umana 8 (ab c 1 Schwebung) 3. VIII Ottava 4 4. Flauto 4 5. XV Quinta decima 2 6. XIX Decima nona 1 1/3 7. XXII Vigesima seconda 1 8. XXVI Vigesima sesta 2/3 Manual C-c3 (mit kurzer Oktave) Mitteltönige Stimmung Doppeltasten für DIS/ES und GIS/AS
Di 10 Mi 11 Do 12 Fr 13 6 Sa 14 So 15 Mo 16 Di 17 Mi 18 Do 19 Fr 20 Sa 21 So 22 Mo 23 Di 24 Mi 25 Do 26 Fr 27 Sa 28 So 29 Mo 30 Dz Wiib dz nit ammet ist wi eyn orgul dz nit klinngpfifft! Mündlich überlieferter Ausspruch - Paracelsus
Eberhardskirche, Eugenstr. 30 Orgel erbaut von Friedrich Weigle (Echterdingen), op. 1179 (1968) Die Eberhardskirche in der Südstadt Tübingens war die erste Kirche in einer Randgemeinde, sie wurde am 26. Februar 1911 eingeweiht. Gleichzeitig konnte auch schon eine Orgel erklingen (wohl von der Firma Goll & Sohn in Kirchheim u.t. mit pneumatischer Spiel- und Registertraktur, es lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren). Sie war von vorne herein störanfällig und musste mehrmals grundlegend überholt werden. Anfang der 60er Jahre wurde dann endgültig eine Neuanschaffung beschlossen. Die alte Orgel stand in der Mitte der Empore und bot nur beschränkten Platz für ein Musizieren mit Chor und Orchester. Der Orgelpfleger der Landeskirche Dr. Walter Supper hatte schon früher vorgeschlagen, die Orgel an die Nordwand des Gebäudes zu versetzen und bis an die Emporenbrüstung vorzuziehen, was nun verwirklicht wurde. Die zunächst von Dr. Supper vorgeschlagene Disposition wurde als ungeeignet für die Erfordernisse des gottesdienstlichen Gebrauches abgelehnt, insbesondere auch bei Benutzung durch nebenamtliche Organisten. In langwierigen Diskussionen erarbeiteten Kantorin Luise Scheel, KMD D. W. Kiefner (Kantor an der Stiftskirche) und KMD Rößler (Musikdirektor am Ev. Stift) eine geeignetere und etwas erweiterte Disposition, die dann auch ausgeführt wurde. Die neue Orgel war zur Einweihung der umgebauten Eberhardskirche 1968 fertiggestellt. Heidi Grözinger I. Hauptwerk Quintadena 16 Prinzipal 8 Gemshorn 8 Oktave 4 Blockflöte 4 Quinte 2 2/3 Terz 1 3/5 Waldflöte 2 Oktave 2 Mixtur 4-5f. 2 Trompete 8 Tremulant HW II. Schwellwerk Salizional 8 Gedackt 8 Schwell-Prinzipal 4 Rohrflöte 4 Kleinoktave 2 Sifflötenquint 1 1/3 Flautino 1 Klingend Zimbel 3-4f. 1/2 Dulzian-Schalmey 8 Tremulant SW Pedal Untersatz 16 Gedacktbaß 16 Singend Oktavbaß 8 Harfpfeife 8 Dolkan 4 Nachthorn 2 Zink 4f. 3 1/5 Fagott 16 Koppeln: II/I, I/P, II/P Tutti, Organo Pleno 2 Freie Kombinationen, 1 Freie Pedalkombination, Zungen-Absteller Schleifladen, mechanische Spieltraktur, elektromechanische Registertraktur
Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Vill aber under ihnen haben sogar nit gewusst was ein Orgel ist, haben selbige angestaunt wie ein Kuoh ein neues Tor. Sebastian Wipf um 1712 7
Jakobuskirche, Jakobsgasse 12 Orgel der Firma Peter Vier in Friesenheim-Oberweier, Baujahr 1986 Disposition: KMD Volker Lutz und Orgelbaumeister Peter Vier Manual I, C-g 3 = Hauptwerk (im Schweller) 1. Bourdon 16 2. Prinzipal 8 3. Rohrgedeckt 8 4. Viola di Gamba 8 5. Oktave 4 6. Blockflöte 4 7. Doublette 2 8a Quinte 1 1/3 (Vorabzug aus Mixtur) 8b Mixtur 4fach 1 1/3 9. Cornett 5fach 8 10. Trompete 8 Manual II, C-g 3 = Positiv 11. Bourdon 8 12. Praestant 4 13. Rohrflöte 4 14. Nazard 2 2/3 15. Flageolet 2 16. Terz 1 3/5 17a Sifflet 1 (Vorabzug aus Zimbel) 17b Zimbel 3fach 1 18. Krummhorn 8 Tremulant Pedal, C-f 1 = Zwillingslade mit Hauptwerk 1a Subbaß 16 (= Wechselschleife Nr. 1) 19. Oktavbaß 8 3a Rohrgedackt 8 (Nr. 3) 4a Violoncello 8 (Nr. 4) 5a Choralbaß 4 (Nr. 5) 6a Flötbaß 4 (Nr. 6) 7a Doublette 2 (Nr. 7) 10a Trompete 8 (Nr. 10) Koppeln: II-I, I-P, II-P Die erste bekannte Orgel in der Jakobuskirche stand bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf einer besonderen Empore im Chor. Aber weil diese auf höchst unschöne Weise den so schönen Chor dem Blicke entzieht und mit der Zeit auch nicht mehr genügend sicher war, wurde die Mitte der westlichen Empore zum Standort für die künftigen Instrumente. Als die grundlegende Innenrenovierung der Kirche 1975 abgeschlossen war, besaß die Gemeinde dann eine ausgesprochen schöne alte Kirche und kein Geld mehr für eine diesem Raum angemessene Orgel. Man entschloss sich zunächst zu einem Notbehelf und kaufte die Electric-Orgel, ein Serien- Pfeifen-Instrument mit elektrischer Traktur und 7 Registern, die in den verschiedenen Lagen und auf den drei Klaviaturen (2 Manuale und Pedal) mehrfach ausgenutzt und so auf 23 Register erweitert werden ( Multiplex-System ). Klanglich war diese Behelfsorgel nie ausreichend, und so freute man sich, am 8. Mai 1986 ein neues, vom gotischen Raum inspiriertes und klanglich auf ihn abgestimmtes Instrument einweihen zu können. Über der Spielanlage steht ein hohes und breites Positivwerk (mit Pfeifen des Prinzipal 4 im Prospekt), das durch Flügeltüren verschlossen werden kann, wie sie auch die gotischen Orgeln besaßen. Wenn diese Flügeltüren geöffnet sind, verdecken sie das breite Gehäuse, in dem Hauptwerk und Pedalwerk hinter Jalousieschwellern aufgebaut sind. Da Haupt- und Pedalwerk auf einer gemeinsamen Zwillings-Windlade stehen, können sieben Register auf Wechselschleifen in dem einen oder anderen Werk gespielt werden. Heidi Grözinger
Orgelmusik: Vorstellung, es müßte doch etwas geben, das der Grund dieses Klanges wäre; diese Musik kann nicht für sich, aus sich entstanden sein; sie erzeugt die Vorstellung eines höheren Wesens, das ich mir sonst nicht denken kann. Peter Handke 8 Fr 1 15 29 Sa 2 16 30 So 3 17 31 Mo 4 18 Di 5 19 Mi 6 20 Do 7 21 Fr 8 22 Sa 9 23 So 10 24 Mo 11 25 Di 12 26 Mi 13 27 Do 14 28
Schlosskapelle, Burgsteige 11 Orgel der Firma Fr. Weigle (Echterdingen), 1957 (op. 1029) Die Schlosskapelle ist die älteste urkundlich erwähnte Kirche Tübingens. Wann die erste Orgel hier installiert wurde, ist nicht bekannt, aber da von 1815 an die Tübinger Theologiestudenten in der Kapelle das Predigen lernten, darf man annehmen, dass es dafür auch schon eine musikalische Unterstützung gab. Nach dem zweiten Weltkrieg nutzten zunehmend die Universitätsangehörigen diesen exklusiven Ort für Hochzeiten und Taufen, und 1957 wurde die neue Orgel eingeweiht. I. Manual Rohrflöte 8 Principal 4 Mixtur 3-4fach Musette 8 Koppeln II/I, I/Ped., II/Ped. II. Manual Harfpommer 8 Koppelflöte 4 Waldflöte 2 Terzglöcklein 2fach Pedal Subbaß 16 Holzflöte 8 Rohrflöte 4 Rauschpfeife 3fach Fagott 8 St. Paulus, Johannes-Reuchlin- Str. 3 Orgel der Firma Gebrüder Link (Giengen/Brenz), 1997 (op. 1051) Disposition und Prospekt: OSV Wolfram Rehfeldt, OBM Christoph Naacke u.a. Im November 1990 beschloss der Kirchengemeinderat an St. Paulus, die alte Electric-Orgel (ein sog. Multiplex -Instrument mit elektrisch-elektronischer Tonsteuerung und Mehrfachnutzung der Peifenreihen) durch eine neue, mechanische Schleifladenorgel zu ersetzen. Da die direkt unter der Dachschräge in die Länge gezogene Empore für den Orgelklang ein Problem darstellte, schlug der Orgelsachverständige den nicht so häufig angewendeten Typ einer Brüstungsorgel vor, die so frei in den Raum sprechen kann. Ein rühriger Orgel-Förderkreis brachte in sieben Jahren einen stattlichen Betrag zusammen, so dass das wohlgelungene Instrument am 28. Juni 1997 in einem feierlichen Festgottesdienst eingeweiht werden konnte. I. Hauptwerk Principal 8 Gedeckt 8 Octav 4 Rohrflöt 4 Superoctav 2 Mixtur IV 1 1/3 Trompete 8 II. Schwellwerk Rohrbourdon 8 Salicional 8 Praestant 4 Traversflöt 4 Nazard 2 2/3 Flageolet 2 Terz 1 3/5 Sifflet 1 Hautbois 8 Tremulant Pedal Subbass 16 Octavbass 8 Gedecktbass 8 Choralbass 4 Trompete 8 Koppeln: II/I, I/P, II/P Mechanische Spiel- und Registertraktur Die endgültige Orgel-Disposition (nach Peter Planyavsky) I. Kraftwerk Lieblich zerhackt 16 Grundsatz 8 Schmachtflöte 8 Konklave 4 Volkesstimme 2 2/3 Superkonklave 2 Mir-nix-dir-nix 5fach Einhorn 8 Noch ein Horn 4 II. Drückpositiv Vorstand 8 Auto traverso 4 Dompfaff 2 Kindermixtur einfach (ab c sehr einfach) Egal 8 Ganz egal kein Fuß III. Stauwerk (Schleuse mit Fuß zu betätigen) Quintadröhn 8 Spaßgeige 4 Sufflöte 1 1/3 Joh.-Seb.-Bachstelze 1 Nusshörnle 3fach gefüllt Box humana 8 Indianergeheul barfuß Schuhwerk Hupbass 16 Bärpfeife 16tatz Turbine 8 Brummhorn 4 Hinterkaffeesatz 12 4/5 Tenorpiccolo 2 Eilzugposaune 16 Auspuff 8 Spielhilfen: Kuppler für alle Werke Freie und gezähmte Kombinationen Zimtstern mit Zuckersteuer Scheibenwischer heizbare Heckscheibe Hausbar Verbandskasten unter dem Fahrersitz
9 Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Die Orgel regt zum Nachdenken an. Sobald man sie berührt, wird die Phantasie geweckt, und aus der Tiefe des Unterbewusstseins taucht das Unbekannte auf... Saint-Saëns
Martinskirche, Frischlinstr. 35 Orgel der Firma Weigle (Echterdingen), 1957 I. Hauptwerk: Rohrquintade 16 Flötenprinzipal 8 Harfpfeife 8 Oktave 4 Hörnlein 1-2fach Scharfmixtur 4-fach Schalmey 4 II. Schwellwerk: Koppelflöte 8 Rohrflöte 4 Flachflöte 2 Großmixtur 2 5-fach Dulcian 16 Trompete 8 III. Oberwerk: Stillgedackt 8 Hohlflöte 4 Kleinprinzipal 2 Sifflöte 1 1/3 Zimbel 1/3 3 fach Goes-Oboe 8 Pedalwerk: Subbass 16 Flötbass 8 Gedacktpommer 4 Rauschbass 5-fach 4 Stillfagott 16 Singend Kornett 2 Tritte: HW/P, SW/P, OW/P Tremulant OW Die Martinskirche wurde am 31. Oktober 1955 eingeweiht - nach zweijähriger Bauzeit unter Leitung des Architekten Ulrich Reinhardt (Schüler von Paul Bonatz) und des Bauleiters Herr Veit. Ihre Orgel erhielt die Martinskirche dann im Jahre 1957. Zunächst noch ohne die Zungenregister, die ein halbes Jahr später eingebaut wurden. Das Instrument hat eine mechanische Spielund Registertraktur. Die Orgel umfasst drei Manuale (Hauptwerk, Schwellwerk und Oberpositiv) sowie Pedalklaviatur. Die Anzahl der Pfeifen liegt bei 1902 - laut Disposition von 1957. Insgesamt hat die Orgel 25 Register. Konzipiert wurde die Orgel von Dr. Walter Supper (Orgelsachverständiger) und dem Architekten Reinhardt. Am Aufbau maßgeblich beteiligt waren zwei Tübinger: Herr Wild und Herr Fischer. Herr Fischer stimmte die Orgel sogar noch bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1985 - und auch heute noch ist er gelegentlich bei der jährlichen Orgelstimmung dabei, wenn es an Tastenhaltern mangelt! Nach einem Unwetter im August 1972 regnete es durch das Dach der Martinskirche, die Orgel wurde unter Wasser gesetzt. Danach war eine komplette Ausreinigung fällig. Eine Musette 8, deren Klang keinen besonderen Gefallen fand, wurde 1984 durch eine Goes-Oboe ersetzt. Die Oboe erhielt ihren Namen von der damaligen Organistin Irmgard Goes, die dieses Register finanzierte. Eine weitere Ausreinigung erfolgte dann im Jahre 1993. Im ausführlichen Bericht über den Zustand und die Verbesserung der Pfeifen und Mechanik ist z.b. zu lesen: Prinzipal 8 : das vorhandene Register wurde etwas runder und stärker intoniert, die kotzige Ansprache verbessert Rohrflöte 4 : diese Rohrflöte ist ein sehr reizvolles Register geworden. Wir haben jetzt in dieser Orgel 3 ganz unterschiedliche 4 Register. Sehr fein! Temperatur und Luftfeuchtigkeitsschwankungen machen der Orgel der Martinskirche immer wieder zu schaffen. Die Windanlage mit den Bälgen wurde vor zwei Jahren erneuert und die nächste Ausreinigung wird in absehbarer Zeit folgen müssen. Katrin Seeger, Kantorin und Organistin an der Martinskirche
...Ich will den rauschenden Klang der Orgel hören, diese Überschwemmung von überirdischen 10 Tönen... Pascal Mercier Mi 1 15 29 Do 2 16 30 Fr 3 17 31 Sa 4 18 So 5 19 Mo 6 20 Di 7 21 Mi 8 22 Do 9 23 Fr 10 24 Sa 11 25 So 12 26 Mo 13 27 Di 14 28
Stiftskirche St. Georg, Am Holzmarkt Orgel der Firma F. Weigle 1965, Renovierung durch die Firma Rensch 2001 Die Stiftskirchenorgel ist mit ihren fast 5000 Pfeifen das größte Musikinstrument Tübingens. Wegen der besonders gelungenen Abstimmung auf den Raum der Kirche vermag sie Gottesdienste und Konzerte zum besonderen Klangerlebnis zu machen. In enger Zusammenarbeit mit dem Orgelsachverständigen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg KMD Prof. Volker Lutz hat die Werkstatt für Orgelbau GmbH Rensch aus Lauffen am Neckar ein Renovierungskonzept für die Tübinger Stiftskirchenorgel verwirklicht. Nach einem dreiviertel Jahr umfangreicher Bauarbeiten wurde das erneuerte Instrument im Januar 2002 in einer Festwoche vorgestellt. Die 1965 von der Firma Weigle/Echterdingen erstellte und viel gespielte Orgel bedurfte dringend einer Überholung. Hauptanliegen der klanglichen Korrektur sollte eine Stärkung bzw. Neuintonation der 8 - Lage sein, um mehr Grundtönigkeit zu gewinnen. Außerdem wurden zwölf Register von 62 klingenden Registern durch Neubauten vor allem aus der Pfeifenfamilie der Streicher, z. B. Gambe 8, Violon 8, Salizional 8, und aus der Familie der Zungenstimmen, z. B. Dulzian, Fagott, Basson etc. ersetzt. Die Verbesserung der Spielbarkeit, die Erhöhung der dynamischen Schwellwirkung durch Neubau des Schwellkastens und eine computergesteuerte Setzeranlage zum Speichern eingegebener Registrierungen brachten die Orgel auf den aktuellen technischen Stand. KMD Dozent Hans-Peter Braun Musikdirektor am Evangelischen Stift und Organist an der Stiftskirche I. Hauptwerk C-g 3 Praestant 16 Quintadena 16 Principal 8 Gambe 8 Spillpfeife 8 Rohrgedeckt 8 Octave 4 Koppelflöte 4 Quinte 2 2 / 3 Octave 2 Flachflöte 2 Mixtur 5f. 2 Klingend Scharf 5f. 1 1 / 3 Cornett 3-5f. 8 Fagott 16 Helltrompete 8 Clarine 4 II/I, III/I, Sub III/I elektronische Setzeranlage Walze II. Brustwerk C-g 3 (schwellbar) Gedeckt 8 Quintviola 8 Kleinprästant 4 Rohrflöte 4 Gemshorn 4 Sesquialter 2f. 2 2 / 3 Kleinoktave 2 Nachthorn 2 Gemsnasat 1 1 / 3 Sifflet 1 Scharfzimbel 4f. 1 Dulzian 8 Schalmey 4 III/II, Sub III/II Tremulant III. Oberwerk C-g 3 (schwellbar) Bourdon 16 Geigend Prinzipal 8 Holzflöte 8 Salicional 8 Voix coelestis 8 Singend Oktav 4 Hohlflöte 4 Nasatquinte 2 2 / 3 Feldflöte 2 Blockterz 1 3 / 5 Septimflöte 1 1 / 7 Blockflöte 1 Nonenflöte 8 / 9 Grobmixtur 4f. 2 Basson 16 Trompette harmonique 8 Hautbois 8 Clairon 4 Tremulant Pedal C-f 1 Untersatz 32 Principal 16 Subbaß 16 Gedacktpommer 16 Octavbaß 8 Violon 8 Spitzflöte 8 Theorbe 3f. 5 1 / 3 Dolkan 4 Dolkan 2 Choralbaß 3f. 2 2 / 3 Posaune 16 Dunkeltrompete 8 Fagott 8 Clairon 4 Tremulant (Kleinped) III/P, II/P, I/P, Super III/P (elektrisch) III/P, II/P, I/P (mechanisch)
11 Sa 1 So 2 Mo 3 Di 4 Mi 5 Do 6 Fr 7 Sa 8 So 9 Mo 10 Di 11 Mi 12 Do 13 Fr 14 Sa 15 So 16 Mo 17 Di 18 Mi 19 Wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt Frieden finden. Jimi Hendrix
Friedenskirche, Rümelinstr. 12 Orgel aus der Werkstatt von Friedrich Lieb, Lauffen am Neckar, 1997 Intonation: Christoph Dörr Im Jahr 1963 wurde die erste Pfeifenorgel in der Evangelisch-methodistischen Friedenskirche, damals Evangelische Gemeinschaft, zum hundertjährigen Gemeindejubiläum aufgestellt. Es handelte sich um eine Serienorgel der Firma Walcker (Ludwigsburg) mit einem Prinzipal 4 als tiefstem offenen Register, dem Zeitgeschmack entsprechend sehr hell intoniert. Als in den 1990er Jahren eine Generalüberholung dieser Orgel anstand, entschloss man sich, stattdessen den in der Höhe reichlich verfügbaren Platz für eine grundtöniger klingende Orgel mit achtfüßigem Hauptregister zu nutzen und die Aufstellung dieser neuen Orgel mit einer Neugestaltung des Kirchenraums zu verbinden. Unter mehreren Dispositionsvorschlägen wurde derjenige von Friedrich Lieb ausgewählt, weil er nicht die reduzierte Variante einer Großorgel darstellte, sondern ein an die räumlichen und finanziellen Gegebenheiten angepasstes, individuell abgestimmtes Instrument versprach. Disposition und handwerkliche Ausführung orientieren sich an Vorbildern aus der süddeutschen Orgelbautradition um 1800, die auf einen weichen und vollen Klang der Grundstimmen Wert legt, zugleich aber jedem Register einen eigenständigen Charakter gewährt. So entsteht trotz beschränkter Zahl an Registern eine große Zahl von Klangmöglichkeiten und ein äußerst lebendiger Klangeindruck, in dem sich Einfachheit und beabsichtigte Ungenauigkeit zu einem reizvollen Ganzen verbinden. Konkret ist der Keilbalg zu nennen, der so gebaut ist, dass der Pfeifendruck unter Belastung ein klein wenig nachgibt, so dass niemals ein statischer Klangeindruck entsteht; oder auch die Vermeidung zu großer Gleichartigkeit der Pfeifen innerhalb desselben Registers, so dass beim Durchgang durch die Oktaven das Register seinen Charakter allmählich ändert und z.b. oktavversetzt gegen sich selbst als Solostimme gespielt werden kann. Die Orgel verfügt über ein einziges Werk, dessen Register so auf zwei Manuale verteilt sind, dass sich im Zusammenspiel mit der Manualkoppel die wesentlichen Registrierszenarien darstellen lassen. Durch eine großzügige Einzelspende war es außerdem möglich, das ursprünglich nur im Pedal als Trompete 8 ausgeführte Zungenregister später auf den gesamten Tonumfang auszuweiten und so nicht nur eine weitere Solostimme zu gewinnen, sondern auch den Klang der vollen Orgel abzurunden. Zur Orgeleinweihung am 30. November 1997 schrieb Orgelbauer Friedrich Lieb: Durch die Aufstellung vorn neben Abendmahlstisch und Kanzel zeigt die Orgel ihre vornehmliche Aufgabe, die Gemeinde bei Klage und Lobpreis zu unterstützen und zur Andacht zu leiten. Darüber hinaus erfreut und belohnt sein Instrument auch die OrganistInnen der Friedenskirche, die allesamt ehrenamtlich tätig sind. Jürgen Mellinger, Organist in der Friedenskirche I. Manual: Principal 8 Salicional 8 Oktave 4 Superoktave 2 (Vorabzug von Mixtur) Mixtur 3-fach II. Manual: Coppel 8 Flöte 4 Principal 2 Quinte 2 2/3 Sesquialter 2-fach Trompete 8 Pedal: Subbass 16 Oktavbass 8 Posaune 16 I/II, I/Pedal, II/Pedal Schleiflade, mechanische Traktur, Keilbalg gemäßigt ungleich temperierte Stimmung
11 Do 20 Fr 21 Sa 22 So 23 Mo 24 Di 25 Mi 26 Do 27 Fr 28 Sa 29 So 30 Die Orgel ist ohne Zweifel das größte, das kühnste und das herrlichste aller von menschlichem Geist erschaffenen Instrumente, sie ist ein ganzes Orchester, von dem eine geschickte Hand alles verlangen, auf dem sie alles ausführen kann. Honoré de Balzac
St. Michael, Hechinger Straße 45 Orgel der Firma A. Reiser Orgelbau, Biberach (Riß), Baujahr 1977 Disposition: Bernhard Ader, Rottenburg Generalüberholung 2004 durch Wiedenmann Orgelbau (Oberessendorf) Anordnung (vgl. Abbildung: Blick vom Hauptschiff zur Empore) rechts: Hauptwerk - Schwellwerk - Pedal längs zum Hauptschiff; Rückpositiv und Spieltisch auf der linken Seite; Aufstellung des Spieltisches längs zum Hauptschiff Register: Bezifferung von 1-41 von links nach rechts (Züge in einer Reihe) Pedalwerk C f 1 1 Prinzipalbass 16 2 Subbass 16 3 Oktavbass 8 4 Gedecktbass 8 5 Dolkan 4 6 Hintersatz (4-fach) 2 2/3 7 Bombarde 16 Koppeln 8 4 III/P 9 III/P 10 II/P 11 I/P 12 III/II 13 III/I 14 I/II Hauptwerk (II) C g 3 15 Gedacktpommer 16 16 Prinzipal 8 17 Rohrflöte 8 18 Oktav 4 19 Hohlflöte 4 20 Flachflöte 2 21 Mixtur (4-5-fach) 1 1/3 22 Trompete 8 Schwellwerk (III) C g 3 23 Harfenprinzipal 8 24 Koppelflöte 8 25 Salicional (ab c) 8 26 Prinzipal 4 27 Nachthorn 4 28 Sesquialter (2-fach) 2 2/3 29 Waldflöte 2 30 Scharff (4-fach) 1 31 Oboe 8 32 Tremulant Rückpositiv (I) C g 3 33 Holzgedeckt 8 34 Prästant 4 35 Blockflöte 4 36 Oktav 2 37 Quinte 1 1/3 38 None 8/9 39 Zimbel (3-fach) 1/2 40 Krummhorn 8 41 Tremulant SURF To 469 291 199 Heutzutage brauchen wir keine Gesangbücher mehr, man findet ja alles im Internet!
12 Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir, ja, er kommt, der Friedefürst. Friedrich Heinrich Ranke Mo Di Mi Do Fr Sa So 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23
Truhenorgel der Firma Wolfram Stützle (Waldkirch bei Freiburg), 2004 Die Truhenorgel ist eine Spezialform der Kleinorgel mit in der Regel zwei bis sechs Registern. Sie ist sozusagen ein Orchesterinstrument, der Spieler sieht über sie hinweg den Dirigenten, und sie ist transportierbar. 2001 entschieden sich die vier evangelischen Kirchengemeinden Stephanus, Jakobus, Martin und Eberhard, gemeinsam ein solches Instrument anzuschaffen. Coppel 8 Flöte 4 Flageolett 2 Kammerton: a 1 =415/440/465 umtemperierbar auf verschiedene historische Stimmungen Organetto (gotische Portativ-Orgel) Erbaut als Sonderanfertigung für Wilfried Rombach von Stefan Keppler (Großkötz) 2009 Prinzipal 8 Umfang g-c 3 Stimmton a=466 Hz Das Organetto ist eine tragbare gotische Orgel zur Darstellung der Musik des Mittelalters und der frühen Renaissance. Als Vorbild dienen Darstellungen auf mittelalterlichen Bildern und Skulpturen. Pedalharmonium der Firma Hinkel (Ulm), 1923 (Druckwindinstrument) Die Tübinger Stiftskirche ist seit diesem Sommer um ein besonderes Instrument reicher: Das Hinkel Kunstharmonium wurde nach der spektakulären Bergung vom Dachboden der Stiftskirche mittels eines Krans 2012 durch Orgelbaumeister Andreas Weber, Bollschweil, in Zusammenarbeit mit dem Harmoniumspezialisten Ulrich Averesch, Bad Krozingen, restauriert. Die Kosten in Höhe von ca. 16000.- trug der Förderverein der Stiftskirchenorgel Tübingen. Mit ausgeklapptem Pedal kann das Instrument wie eine Orgel gespielt werden. Truhenorgel der Hochschule für Kirchenmusik, erbaut von der Firma Rohlf (Neubulach), 2001 Die Truhe ist folgendermaßen disponiert: Manual C-d³ Gedeckt 8 Baß/Diskant Quintade 8 Diskant Flöte 4 Octave 2 Regal 8 Baß/Diskant Die Truhe kann um jeweils einen Halbton nach oben (465) und unten (415) transponiert werden. Deshalb sind 8 und 4 aus Holz (relativ) leicht umstimmbar ebenso wie das Regal.
12 Orgel spielen heißt, einem mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren! Charles-Marie Widor Mi 24 Do 25 Fr 26 Sa 27 So 28 Mo 29 Di 31 30 Mi
Evangelisches Stift Tübingen, Klosterberg 2 Orgel (in der Kapelle) von Friedrich Weigle, Echterdingen 1947 1998 renoviert von der Orgelbaufirma Tzschöckel/Althütte: Im Jahr 1536, zwei Jahre nach der Einführung der Reformation im damaligen Herzogtum Württemberg, gründete Herzog Ulrich das Evangelische Stift. Zehn Jahre später wurden die bisher in der Burse wohnenden Stipendiaten im inzwischen geräumten Augustinerkloster untergebracht. Im Chor der ehemaligen Klosterkirche befindet sich heute die Stiftskapelle. Die Orgel aus dem Jahr 1947 ist das erste Instrument, das die Firma Weigle nach dem Krieg gebaut hat, über den Manualen liest man: In schwerer Zeit gab die Stimm zum Lobsingen / wir, Friedrich Weigle von Echterdingen (und es heißt tatsächlich wir, im Pluralis majestatis...). Bei der Renovierung wurden die billigen Zinkpfeifen im Prospekt durch Zinnpfeifen ersetzt, das Pedal wurde durch einen 8 als Vorabzug zum 16 erweitert, die Windstößigkeit bei vollem Werk beseitigt und die Mixtur durch Tieferlegung entschärft. I. Manual II. Manual Pedal Gedeckt 8 Quintadena 8 Subbass 16 + 8 (Vorabzug) Prinzipal 4 Rohrflöte 4 Dolkan 4 Feldflöte 2 Sifflöte 1 1/3 Scharff 3fach Koppel I/Pedal, Koppel II/Pedal, Koppel II/I KMD Hans Peter Braun Musikdirektor am Evangelischen Stift Herr, setze dem Überfluss Grenzen, und lasse die Grenzen überflüssig werden. Lasse die Leute kein falsches Geld machen aber auch das Geld keine falschen Leute. Nimm den Ehefrauen das letzte Wort und erinnere die Ehemänner an ihr erstes. Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit und der Wahrheit mehr Freunde. Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute, die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind. Gib den Regierenden ein besseres Deutsch und den Deutschen eine bessere Regierung. Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen. Aber nicht sofort. Neujahrsgebet des Pfarrers von St. Lamberti, Münster (1883)